Ablehnen des Erbes zu Lebzeiten des Erblassers?

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Das ausschlagen des Erbes zu lebzeiten geht nur über einen Erbvertrag (daher die Unterschriften der Erblasser udn der Erben). Nur stellt sich die Frage warum. Schließlich kann sich noch etwas verändern. Der überschuldete Erblasser kann im Lotto Gewinnen und Millionär werden.

Der Ehegatte muss nur mit unterzeichnen (das er es zur Kenntnis genommen hat), wenn Jemand über sein gesamtes, oder fast ganzes Vermögen verfügt. Da jemand bei einem Erbvertrag nur über zukünftiges, eventuelles Vermögen verfügen würde, braucht der Ehegatte nicht zuzustimmen.

Die Kinder haften nie bei der Privatinsolvenz der Eltern. Warum auch, sind ja nicht ihre Schulden. Die Ehegatten der Kinder somit schon gar nicht.

Wenn die Kinder das Erbe ausschlagen, kann von Ihnen trotzdem gefordert werden die Beerdigung auszurichten, wenn sie dazu wirtschaftlich in der Lage sind (das gehört zur Unterhaltsverpflichtung der Kinder).

DAvon abgesehen, Privatinsolvenz ist nie ein Thema im Bereich des Erbes. Schließlich ist es ja so, dass das Vermögen dessen, der die Privatinsolvenz anmeldet, verwertet wird, soweit es verwertet (gepfändet) werden darf.

D. H. verstirbt der Erblasser in der Wohlverhaltensphase, ist sowieso kein Erbvermögen vorhanden. Stirb er erst danach, sind die Schulden ja durch den Restschuldbefreiung weg.

Es gibt also effektiv keine Veranlassung eine Erbschaft sozusagen prophylaktisch auszuschlagen.

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