Ablauf vor der Privatinsolvenz bzgl. Inkassobüros/Gläubiger?

2 Antworten

Du hast so ueue Schuldner das die noch bei der Mahnung sind. Ich wurde mal behaupten das du noch bestellt hast also du schon pleite warst. Das ist eine Straftat.

Noch bist du nicht in Insolvenz. Daher werden die Gläubiger versuchen alles zu Pfänden was du hast. Und die eid. Versicherung wirst du auch noch ablegen müssen.

Um dir was zu raten bräuchte man Zahlen.

Hast du, oder Freunde Geld dann kann man sich vergleichen. Hast du keins dann nicht.

Zahlen würde ich auch nichts mehr, wenn du in Insolvenz gehen musst.

Solange es keine Titel gibt, passiert hinsichtlich Pfändungen exakt gar nichts. Titel sind beispielsweise Gerichtsurteile oder ein nicht widersprochener gerichtlicher Mahnbescheid bzw. Vollstreckungsbescheid.

Hinsichtlich Inkassos: Es ist im Prinzip egal, wenn du ohnehin nicht alles bezahlen kannst. Die Schuldnerberatung wird im Januar alle anschreiben und dann wissen die Gläubiger und Inkassos Bescheid. Bois dahin abwarten, auch wenn es schwer fällt. Alle Briefe sortieren und ggf. der Schuldnerberatung nachreichen.

Was soll ich tun?

Na das, was der Schuldnerberater gesagt hat. Kündige es und kaufe davon Dinge für das Leben. beispielsweise eine Packung Toilettenpapier, eins zwei Konserven u.ä. Das klingt jetzt merkwürdig, aber schwierige Zeiten gibt es ohnehin und dann bist du froh, einmal eine Woche mit wenig bis nichts auskommen zu können.

Für die Übergangszeit empfehle ich dir folgendes Forum: http://forum.f-sb.de/forumdisplay.php?2-Forum-Schuldenprobleme

Stelle dich dort vor, deinen Fall und stelle deine Fragen, die offen geblieben sind. Bei akuten Problemen bekommst du dort auch Hilfe. Einige Profis sind auch unterwegs (Forumsrang Praktiker) und viele, die das alles hinter sich haben und dir Tipps aus erster Hand geben können.

Danke für die Infos. Die Aufstellung inkl. Verträge meiner Gläubiger hat die Schuldnerberatung bereits. Die neuen Mahnschreiben reiche ich natürlich nach. 

Bezüglich meiner noch bestehenden Lebensversicherung meinte die Schuldnerberatung eben, dass ich mir irgendwas kaufen soll, aber eben eine Quittung aufheben soll, damit mir keinr Vermögensverschwendung vorgeworfen werden kann. Da mein Einkommen aber über der Pfändungsgrenze liegt und aktuell noch keine Pfändungen vorliegen habe ich seit mehr zur Verfügung. Deshalb habe ich etwas Angst, dass mir dann tatsächlich eine Vermögensverschwendung vorgeworfen werden kann. 

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@Honigblume

Du wirst schließlich keine Luxus-Artikel von all dem kaufen. So banal das klingt, aber die eigenen Vorräte aufzufüllen ist nichts, was eine Verschwendung darstellt. Bevor du natürlich 100 Konserven einkaufst und davon 5 Monate autonom leben kannst, sollte man sich Gedanken machen.

Auch ein neues Paar Schuhe (wenn es nicht das 5. oder 10. ist), kann sinnvoll sein.

Wichtig ist nur, dass du nachweisen kannst, was du von all dem gekauft hast, sollte es Diskussionen geben. Daher auch der Ratschlag, Quittungen aufzuheben.

Was du vermeiden sollst, sind nun Luxusausgaben, ein langer Urlaub usw. Das dürfte aber finanziell eh nicht zur Diskussion stehen. Auch wichtig sein könnte es, diejenigen Schulden abzubezahlen, wo man noch auf Zusammenarbeit angewiesen ist und wo man es kurzfristig hinbekommt. Beispielsweise Mietschulden, Stromschulden, Dispo-Kredit usw. Solltest du solche Schulden haben, spare das Geld in einer Keksdose. Das sollte man allerdings nochmal mit der Schuldnerberatung absprechen, was man davon abbezahlt. Man muss nicht alle Gläubiger mit in die Insolvenz nehmen.

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@mepeisen

Da ich bei meinen Eltern wohne, habe ich das Glück keine Essensvorräte auffüllen zu müssen. Da meine Eltern meine aktuelle finanzielle Lage kennen, wohne ich mietfrei. Aufgrund der hohen Kreditraten (viele einzelne) könnte ich mir auch keine Wohnung leisten.

Danke, aber für die Aufzählung der einzelnen, möglichen Schuldenpunkte. Meine weiterhin laufenden Kosten wie Handy oder Bahnfahrkarte zur Arbeit sind nicht im Verzug und werden weiterhin einwandfrei bezahlt. Allerdings wäre es evtl. möglich meine Kreditkarte bis zur Insolvenz tatsächlich noch auf Null bringen. Allerdings ist die Frage, ob dies sinnvoll ist, da diese Karte von dem Gläubiger stammt, wo die höchste offene Forderung besteht (insgesamt offener Restsaldo von ca. 32.000€ verteilt auf Privatkredit, Dispo und Kreditkarte).

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@Honigblume

Das ergibt keinen Sinn, da nun die Kreditkartenschulden zu bezahlen. Das wandert einfach mit in die Insolvenz. Hast du ein Konto bei einer "jungfräulichen" Bank? Also einer, wo du wirklich keinerlei Schulden hast, auch keinen Dispo? Falls nicht, solltest du dich darum schon mal kümmern. Darauf sollte aber die Schuldnerberatung hingewiesen haben. Wie gesagt bekommst du solche Infos auch in obigem Forum, wenn du danach fragst.

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@mepeisen

Okay, dann lasse ich es so wie es ist. Ein zweites Girokonto habe ich bereits bei einer anderen Bank, wo keine Schulden oder ein Dispo besteht. Dieses habe ich bereits in ein P-Konto umwandeln lassen. Mein Gehalt habe ich ebenso bereits auf dieses Konto umleiten lassen. Ich denke soweit wurden nun meine offenen Fragen beantwortet. Vielen Dank.

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Darf ich Neuschulden in der Privatinsolvenz machen?

Hallo,

ich wende mich an Sie, weil ich eine schlaflose Nacht hatte und Rat benötige.

Ich befinde mich seit Februar 2015 in der Privatinsolvenz. Der Schlussantrag wurde eingereicht, aber noch befinde ich mich nicht in der Wohlverhaltensphase. Alles lief und läuft reibungslos, bis auf folgendem Fall.

Ich kaufte vor wenigen Wochen etwas im Wert von 300,- € mit dem Bezahlsystem PayPal. Die Ware wurde geliefert und ich war zufrieden. Ich bemerkte gestern allerdings eher durch Zufall, dass mein Konto nicht mit der kompletten Summe gedeckt war. Mahnungen per Email seitens PayPal hat es in den SPAM verschoben, wo ich nie nachschaue. Also sind nun alle Mahnungen durch und es wird ein Inkassobüro eingeschaltet. Ich bezahle gern auch die Kosten für die Inkassofirma, denn ich bin selbst schuld daran und sehe es als Warnsignal.

Ich kamn jedoch nicht den vollen Betrag aufbringen und würde mich mit dem Inkasso auf eine Ratenzahlung einigen wollen. Sofern die das annehmen. Frage dabei: Darf ich das? Ist meine Insolvenz dadurch gefährdet? Kann ein alter Gläubiger dadurch die Restschuldbefreiung versagen lassen? Kann das Inkassobüro "schlimmere" rechtliche Schritte einleiten, wenn sie feststellen, dass ich insolvent bin? Die schauen ja schließlich sicher auch in die SCHUFA.

Ich bin für jeden Rat sehr dankbar. Und ich werde zukünftig nicht mehr solche Bezahlsysteme verwenden bzw mehr Acht geben.

Mit freundlichen Grüßen

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