Ablauf Schenkung

2 Antworten

Eine besondere Form ist für die Ausführung einer Schenkung nicht vorgeschrieben. Ausnahmen davon gibt es nur beim Schenkungsversprechen, also der Zusage einer künftigen Schenkung, und dann, wenn der zu schenkende Gegenstand nur bei Einhaltung einer besonderen Form übertragbar ist, insbesondere bei Grundstücksgeschäften.

Geldschenkungen unterliegen keiner Formvorschrift. Es wird auch nichts an Steuern abgezogen. Wenn aber die Bank Kenntnis davon hat, dass Geld verschenkt wird, muß sie die Finanzbehörde verständigen.

Ob Schenkungsteuer zu bezahlen ist hängt von der Gestaltung des Einzelfalles ab. Bei einem "Fremden" beträgt der Steuerfreibetrag 20.000,--€ bezogen auf alle Zuwendungen der letzten 10 Jahre. Erst ab diesem Betrag wird Schenkungsteuer fällig. Jeder Zuwendungsempfänger ist verpflichtet, Schenkungen selber steuerlich zu erklären.

Eine sog. Handschenkung (Überweisung) wäre wirksam vollzogen. Ein Schenkungsversprechen bedarf hingegen der notariellen Beurkundung, sonst wäre sie unwirksam und nicht forderbar :-)

Alle Schenkungen und Erbe innerhalb von 10 Jahren zusammengenommen oberhalb eines Freibetrages von 20.000 EUR wären schenkungs- bzw. erbschaftssteuerpflichtig.

Schenkungen müssen von beiden Seiten innerhalb von 3 Monaten angezeigt werden und demnach erginge ggf. Steuerbescheid.

G imager761

Sehr knapp gehalten, so dass der Fragesteller wahrscheinlich Folgefragen stellen wird. Aber korrekt.

DH.

0

Steuersituation?

Hallo Community, folgender Fall liegt vor: Meine Schwester und ich haben vor ca. 2 Jahren von unsere Mutter je die Hälfte unseres Elternhauses geschenkt bekommen. Nun möchte ich meinen Anteil an meine Schwester verkaufen, da Sie in das Haus einziehen möchte, womit ich auch einverstanden bin. Ich selbst lebe seit etwa 5 Jahren nicht mehr in dem Haus. Würden bei dieser Transaktion Steuern anfallen? Und wenn ja auf welcher Rechts- und welcher Berechnungsgrundlage? Danke für eure Hilfe.

...zur Frage

Kann ein gewonnener Fernbus-Gutschein wegen Betriebsaufgabe ersatzlos verfallen?

Ich habe bei Berlinlinienbus im August 2016 einen 100 EUR Gutschein gewonnen. Dieser ist 3 Jahre gültig. Ende September wurde aber bekannt gegeben, dass Berlinlinienbus seinen Betrieb zum 31.12.2016 einstellt und Fahrten nur noch bis zum 31.10.2016 angeboten werden. Es ist mir leider nicht möglich, in dieser kurzen verbliebenen Zeit meinen Gutschein für Fahrten einzusetzen.

Auf Nachfrage verweist Berlinlinienbus darauf, dass nach den Teilnahmebedingungen des Gewinnspiels die Gutscheine nicht erstattet werden.

Das gilt ja auch generell für alle Gutscheine. Gekaufte Gutscheine werden nun aber wegen der besonderen Umstände per Überweisung erstattet. Mein gewonnener Gutschein soll aber zum 1.11.2016 ersatzlos verfallen, obwohl er eigentlich fast noch 3 Jahre gültig ist. Ist das rechtens?

Noch eine Anmerkung: Soweit ich weiß, handelt es sich nicht um eine Insolvenz sondern um eine unternehmenspolitische Entscheidung des Konzernchefs der Bahn. Kann man daher vielleicht als Alternative zur Erstattung einen Umtausch in einen Gutschein der verbleibenden Betriebszweige (IC-Bus oder DB) als Ersatz verlangen?

Vielen Dank für Eure/Ihre Antworten.

LG Martina

...zur Frage

Was passiert mit der zweiten Hälfte eines Grundstücks, wenn das Erbe ausgeschlagen wird es damit an den Staat geht?

Hallo,

meine Schwester und ich haben von unserem Vater eine Waldfläche (Wert etwa 2000€) zu je 1/4 Anteilen (zusammen 1/2) geerbt. Unserer Mutter gehört nach wie vor die andere Hälfte. Da unsere Mutter Alkoholikerin ist, zudem stark verschuldet und vermutlich immer noch im Insolvenzverfahren steckt, werden wir Ihr Erbe im Todesfall ablehnen. Zudem gehen wir davon aus, dass auch niemand anderes das Erbe annehmen wird.

Meines Wissens nach geht die Hälfte des Grundstücks damit an den Staat. Ist dies korrekt? Kann der Staat dann den Verkauf des Grundstücks fordern?

Meine Schwester und ich würden das Grundstück prinzipiell gerne verkaufen. Obwohl unsere Mutter bereit ist uns Ihren Anteil zu überlassen, denke ich dass dies schwierig wird. Ein Verkauf oder eine Schenkung Ihrer Anteile an uns ist aufgrund des Insolvenzverfahrens wohl problematisch (oder gibt es hier Ausnahmen / Freibeträge? Kann der Betrag frei gewählt werden?). Ob unserer Mutter das Grundstück bei ihrem Insolvenzverfahren angegeben hat ist uns nicht bekannt.

Zudem interessiert uns, ob wir durch den Teilbesitz irgendwelche Probleme beim Ablehnen des Erbes haben werden.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?