Abgeltungssteuer: Sind die 800 Euro beim Freistellungsauftrag wirklich ein Freibetrag?

1 Antwort

Das ist ein echter Freibetrag (keine "Freigrenze", bei deren Überschreiten alles von Null an versteuert wird) in Höhe von € 801, für den es aber den gleichhochen Freistellungsauftrag zu stellen gilt! Erst über dem Freistellungsauftrag liegende Einkünfte werden mit der Abgeltungssteuer (plus Soli plus KiSt) von max. 27,99 % belastet.

Wird der Auftrag nicht oder zu niedrig erteilt, dann kann dies mit einer komplett ausgefüllten Anlage KAP bei der Steuererklärung 2009 nachgeholt werden. Diese komplette Ausfüllung ist auch für die "Günstigerprüfung" (hier ein "Suchwort" oben rechts!) sinnvoll, wenn die gesamten steuerpflichtigen Einkünfte max. € 15.000 betragen.

Bank lehnt Freistellungsauftrag ab

Hallo,

heute habe ich die Ablehnung meines eingereichten Freistellungsauftrages erhalten.

Begründung: Die Kundenstammnummer wird als "Betriebsvermögen" und nicht als "Privatvermögen" geführt.

Ich habe ursprünglich ein ganz normales Girokonto beantragt, zusätzlich irgendwann ein Unterkonto um private und geschäftliche Einnahmen besser trennen zu können. Und jetzt eben auch noch ein Depot als Unterkonto.

Ich habe allerdings keine richtige Firma, keine AG, GmbH, oHG oder sonstwas, sondern lediglich ein Einzelunternehmen. Wieso die Bank das dann komplett als "betrieblich" laufen lässt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

Habe ich jetzt trotz dieser Einschränkung die Möglichkeit mir am Jahresende via Finanzamt die zuviel gezahlte Abgeltungssteuer zurückzuholen?

Immerhin wird ja jetzt ab dem 1. Euro Gewinn besteuert, nichts mit 801 Euro Freibetrag ;)

Danke!

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Verluste und Gewinne bei Aktienhandel - Abgeltungssteuer und Verlustvortrag?

ich habe das Gefühl, meine Bank verrechnet meine Aktiengewinne und -verluste nicht richtig bzw. mag es steuerlich so korrekt sein, wie die Bank das macht.

Die Beantwortung folgendes Falles würde Klarheit bringen:

  • Depoteröffnung Anfang 2013
  • Aktienhandel zu Beginn 2013 bringen alle Gewinne iHv. 2.000 Euro
  • die folgenden Aktienverkäufe bringen ausschliesslich Verluste iHv. 2.500 Euro

Wie ist nun die steuerliche Sicht?

  1. zahle ich Abgeltungssteuer auf die Gewinne und gehe mit einem Verlustvortrag iHv. 2.500 Euro ins Jahr 2014?
  2. zahle ich keine Abgeltungssteuer und habe einen Verlustvortrag iHv. 2.000 - 2.500 = 500 Euro?

Frei- und Pauschbeträge sollen aussen vor sein. Ich bin ein Privatanleger und halte das Depot auch privat.

Wie agiert die Bank? Wie sieht es das Finanzamt?

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