Abgaben für Arbeitgeber bei Minijob? Minijobber beteiligen?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Hallo selbst13, Minijobs sollen für den Arbeitgeber nicht (wie früher) sehr lukrativ sein, da sie der Sozialversicherung Beiträge entziehen, es fehlen auch Steuern und die Minijobber haben später zu wenig Rente. Daher muß der Arbeitgeber für einen Minijobber eigentlich mehr zahlen, als wenn er ihn (knapp über der Grenze) angemeldet hätte. Mit den 30 % pauschalen Abgaben (zur Kranken- und Rentenversicherung + BG) liegst Du ganz richtig. An diesen Abgaben kannst Du den Mitarbeiter NICHT beteiligen, das ist allein Deine Sache, die zu zahlen. Dein Minijobber kann der neuen (seit 1.1.13) Rentenversicherungspflicht widersprechen, doch trotzdem mußt Du die 15 % Pauschale zur Rentenversicherung zahlen. Nur eins fällt mir ein: die pauschale Lohnsteuer von 2 % mußt Du nicht übernehmen, diese 9 Euro (2 % von 450 Euro) könntest Du an Deinen Minijobber legal abwälzen, denn Lohnsteuer ist grds. Sache des Arbeitnehmers.

2% pauschale Lohnsteuer, 13% KV-Pauschale, 15% RV-Pauschale und noch ein paar kleiner Umlagen.

Du kannst die 2% pauschale Lohnsteuer auf den Arbeitnehmer abwälzen. Das wären maximal 9,- € im Monat und meiner Meinung nach ein Armutszeugnis wenn ein Chef das macht, habe ich persönlich nicht nötig.

Dass die Abgaben für Minijobber höher sind hat den einfacher Grund, dass der Staat verhindern will, dass Minijobber sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze vernichten bzw. ersetzen.

Hallo selbst113,

solltest du einen Minijob im gewerblichen Bereich anbieten dann summieren sich die zusätzlichen Ausgaben bei Rentenversicherungspflicht (wenn sich der AN nicht ausdrücklich davon befreien lässt) wirlich bei knapp 30%.

In Privathaushalten sind es 14% weniger.

Den Minijobber kann man legal nicht daran beteiligen. Im Privathaushalt ist es deshalb weniger weil hier der AG nur 5% zur des RV-Beitrags zahlt und die restlichen 13,9% der AN selbst bezahlen muss.

LG Anna

Hallo,

es ist schon fast alles gesagt.

Nur was kaum einer weiß: Es ist günstiger, kanpp über 450 EUR ein Midijobverhältnis zu machen. Sozialabgaben ca. 20%, Steuern zahlt der Arbeitnehmer; wenn er sonst nichts verdient, allerdings keine.

Vielleicht etwas komplizirter.

Viel Glück

Barmer

selbst13 03.04.2013, 15:47

das wäre ne Idee...

0
senior9 22.04.2013, 03:36

Genauer formuliert: 450,- Euro Mini Job oder 490,- Euro auf Steuerkarte kosten den Arbeitgeber 585,- Euro. Das Miese an der ganzen Sache ist, das der Arbeitgeber für eine Tätigkeit auf Steuerkarte für die er z.B. 8,- Euro Stundenlohn entrichten muss, diesen Stundenlohn bei Basis-Kräften auf z.B. 5,- Euro drücken kann. Hinzu kommt, das bei Basis-Kräften üblicherweise keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erfolgt und auch Urlaubsgeld nicht gezahlt wird.

0

Was möchtest Du wissen?