Abgaben als Freier Mitarbeiter?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Also wenn es eine freie Mitarbeit ist, dann läuft das doch oft so lose, das es gegen Honorar entlohnt wird und man Selbständige Einnahmen generiert. Dann werden keine Sozialabgaben fällig und die Steuern führt man im Rahmen der Steuererklärung nachgträglich und für weitere Zeiträume dann als Vorauszahlung selbst ab.

Wennes allerdings auf Lohnsteuerkarte sozialversicherungspflichtig vereinbart wird, die "freie Mitarbeit", dann wird der Midijob nicht mehr möglich sein, sondern in Zukunft kann er nur voll mit Sozialabgaben belegt werden.

Takezo 05.04.2012, 13:59

Hi. Danke für die Antwort. Das hilft mir auf jeden Fall weiter.

0
Tina34 05.04.2012, 17:20

wenn er sich auf deine Aussage verlässt könnte es ganz schön übel für ihn ausgehen. Er ist verpflichtet aus der selbstständigen Tätigkeit seine Einnahmen bei der KK anzugeben und dann prüft man und bei der Höhe ist davon auszugehen das die auch Geld von ihm wollen!!!!

0
fmca24 05.04.2012, 18:00
@Tina34

Hm, mal überlegen.

Er hat 800€ mögliche Honorare als freier Mitarbeiter bei einem anderen Unternehmen wie die beiden anderen Jobs, die auch nicht beide bei einm gleichen Unternehmen bestehen.

Zu den 800€ wird er irgendwelche Betreibsausgaben haben. Sagen wir 200€, für Fahrtkosten, Material, Sonstiges. Bleiben 600€ mtl. Einkünfte aus Selbständiger Tätigkeit.

Wenn er den Minijob voll ausschöpft sind da 400€ mtl. Einnahme vorhanden. Wenn er den Midijob voll im Mittel betreibt, dann sind es 600€ Bruttolohn, abzgl. Werbungskostenpauschale von rund 77€.

Bleiben 400€+523€ aus Anstellungsverhältnissen, also 923€, gegenüber 600€ aus Selbständiger Tätigkeit.

Also liegt doch der Tenor der Einkünfte noch auf der Seite der Anstellungsverhältnisse. Warum sollten die dann Krankenversicherungsbeitäge auf die Einnahmen auf Selbständiger Tätigkeit von ihm haben wollen?

Ich lasse mich gerne belehren, die Frage ist ernst gemeint, keiner weiß alles. Ich bin nur von meinem letzten Kenntnisstand ausgegangen.

Und ich orientiere mich daran, das jemand der z.B. 2.000€ monatlich im Angestelltenverhältnis verdient, und 1.500€ mtl. an nebenberuflichem Umsatz macht, auch keine Abgaben auf diese Einnahmen machen muss. Wenn er aber mehr aus der Selbständigkeit verdient wie aus der Angestelltentätigkeit, ist er als Vollselbständiger zu werten und muss sich dann entweder freiwllig gesetzlich versichern mit Abgaben auf alle Einkünfte bis zu Beitragsbemessungsgrenze oder privat versichern mit einer personenbezogenen Prämie.

Aber da er "nur" 800€ angibt, geht meine Tendenz dahin das er davon nichts an KV-Beiträgen abführen muss.

Ein anders Teham ist, das der Miniob und der Midijob eigentlich laut Gesetz zusammen gerechnet werden müssen, die Sozialversicherungsverbände das aber nicht anwenden weil anderer Meinung.

0
Tina34 05.04.2012, 23:15
@fmca24

Welche Tätigkeit oder Beschäftigung haupt- oder nebenberuflich ausgeübt wird, prüfen die Sozialversicherungsträger daher, falls erforderlich, anhand einiger Kriterien in der Gesamtschau jedes Einzelfalls. Dabei soll festgestellt werden, welche Tätigkeit finanziell und zeitlich gegenüber dem oder den anderen überwiegt und den Mittelpunkt der Erwerbstätigkeit ausmacht.

Und die prüfen und kommen zu sehr interessanten Ergebnissen. Wir lassen jetzt mal die Scheinselbstständigkeit aussen vor die dann auch gleich mit geprüft wird.

Seit letztem Jahr sind die Betriebsprüfer ganz wild auf so was, das bringt richtig Kohle

0

Was möchtest Du wissen?