Abfindung im neuem Jahr?

5 Antworten

Warum sollte das Arbeitsamt, was übrigens durch die Agentur für Arbeit ersetzt wurde, sich Deine Abfindung auszahlen lassen? Dafür gibt es keine rechtliche Grundlage.

Falls es darum geht, dass die Abfindung angerechnet wird, ist das wohl nicht zulässig.

Allerdings wäre es gut zu wissen, zu welchem Zeitpunkt das Anstellungsverhältnis endet.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

In deinem Fall brauchst du nichts befürchten. ABER : Eine ABFINDUNG ist wie der Name schon sagt eine ABFINDUNG Dass du auf die Strasse gesetzt wurdest und deine Arbeitsstelle verloren hast. WENN DU NACH DER Freistellung/Kündigung aber dich bei der BA für Arbeit wegen eines laufenden Gerichtsverfahrens (wegen der Abfindungshöhe) arbeitslos meldest musst du in deinem ALG I Antrag angeben dass du noch "Ansprüche aus deinem letzten Arbeitsverhältnis gegen deinen ehem.Arbeitgeber hast" DANN WIRD DIE BA für Arbeit von deiner Abfindung nach Beendigung deines Gerichtsverfahrens die ALG I Zahlungen ZURÜCKFORDERN. Daher empfehle ich dir unbedingt einen neuen Arbeitsplatz anzutreten falls diese Konstellation bei dir auch der Fall ist. Aberso wie du schreibst erhälst du schon im Januar 2019 die Kohle. Somit besteht also keine Gefahr. Verstehst? ;-)

Die Agentur für Arbeit hat grundsätzlich keinen "Anspruch" auf die Abfindung.

Schlimmstenfalls könnte bei Nichteinhaltung der Kündigungsfrist eine Ruhezeit, oder - wenn Du zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses beigetragen hast - eine Sperrzeit als Sanktion für das Arbeitslosengeld I verhängt werden - siehe auch https://www.abfindunginfo.de/abfindung-und-arbeitslosengeld.html

Etwas anders ist es beim Arbeitslosengeld II:

Eine Abfindungszahlung, die vor Bezug von Arbeitslosengeld II zufließt, ist „Vermögen“ des Arbeitslosen. Dafür gelten bei Beantragung von Arbeitslosengeld II die Vermögensfreibeträge gem. § 12 SGB II.

Abfindungszahlungen, die erst während des Bezuges von Arbeitslosengeld II als Einmalbetrag oder in Raten zufließen, sind nach dem Urteil des BSG Einkommen – und zwar nicht nur im Zuflussmonat.

Mit welchem Abfindungsfaktor kann ich in meinem Fall wirklich rechnen?

Folgender Fall liegt vor: Ich bin 57 Jahre alt, seit 17 Jahren in der Firma beschäftigt und nun findet ein grösserer Stellenabbau statt. Lt. Rahmensozialplan wurde uns arbeitergeberseitig eine Abfindung mit dem Faktor 0,8 angeboten. Also Bruttomonatgehalt X Beschäftigungsjahre X 0,8 Zusätzlich habe ich die Möglichkeit in eine Transfergesellschaft zu gehen, muss mich aber sehr schnell innerhalb einer Woche entscheiden. Dann würde meine Kündigungsfrist von jetzt 10 Monaten auf 12 Monate verlängert und ich würde in dieser Zeit ein Transferkurzarbeitergeld in Höhe von 80 % meines Nettogehalts bekommen, aufgestockt durch den Arbeitgeber. Da ich z. Zt. im Krankengeld bin, fängt meine Kündigungsfrist erst ab 01.10.2017 an. Ich wäre also insgesamt bis zum 30.09.2018 noch weiterhin in einem Arbeitsverhältnis. Mein Anwalt sagte mir allerdings, dass er bei meinen Voraussetzungen bei der Abfindung den Faktor 1,5 einklagen wolle. Dieses steht aber im Widerspruch zu Allem, was ich bisher hier im Internet gelesen habe. Es wäre dann zwar eine fast doppelt so hohe Abfindung, aber wenn er das nicht erreicht, geht mir nicht nur dass Geld verloren, sondern auch der Eintritt in die Transfergesellschaft, sowie die verlängerte Kündigungsfrist. Hat jemand in solch einer Situation Erfahrungswerte ?

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