Abfindung im Juni (Mitte des Jahres) - Ändert das was an der Höhe der Steuern?

3 Antworten

Die Steuern richten sich nicht nach dem ehemalgen Gehalt, sondern der Lohnsteuerabzug bestimmt sich nach der Lohnsteuerklasse.

  1. Die Gute Nachricht: Er wird vermutlich sehr viel Geld bei der Einkommensteuerveranlagung zurück bekommen.

  2. Die schlechte Nachricht: Auch wenn der alte Arbeitgeber die Fünftelregelung anwendet muss er für den Steuerabzug die Steuerklasse VI anwenden, weil es die zweite Arbeitsstelle ist. Hoher Abzug.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Vielen Dank für die Antwort.

Ohje, Nr. 2 klingt natürlich nicht sehr positiv. :/

Nr. 1 ist schon besser obwohl Ende des Jahres leider auch noch etwas hin ist. :(

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Noch eine Frage. :) Ist es denn relevant für die Steuerberechnung wann die Abfindung ausgezahlt wird? Angenommen der Arbeitsvertrag wird rückwirkend beendet (Feburar) aber die Abfindung kommt erst Mitte des Jahres.

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@ppm13

Steuerklasse VI hat im Februar die gleiche Höhe wie im Juli.

Bei der Steuererklärung gleicht sich das aus.

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wenn du jetzt einen anderen Job hast und vermutlich dort nicht die Steuerklasse VI, dann wird der alte Arbeitgeber jetzt die VI haben. Und damit rechnet er mit dieser Steuerklasse ab, was zu hohen Abgaben führt.

Mit der Steuererklärung bekommst du die zuviel gezahlten Steuern zurück - sofern der Fall.

Ok, vielen Dank.

Aber welches Jahreseinkommen gibt der Arbeitgeber dann in so einem Fall an? Von ihm gibt es ja schon seit Mitte 2013 kein Gehalt mehr. Und das neue Gehalt ist ihm nicht bekannt. Oder ist das Jahreseinkommen nicht zwingend notwendig?

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@ppm13

@ppm13

Aber welches Jahreseinkommen gibt der Arbeitgeber dann in so einem Fall an?

Das vom Vorjahr - wenn der AG es denn braucht. Das ist nur der Fall, wenn die Fünftelregel angewandt werden kann.

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Wenn er zu dem Zeitpunkt nicht mehr bei dem Arbeitgeber beschäftigt ist, liegt ja auch keine Steuerkarte und Beschäfigungsverhältnis vor. Also eine Abrechnung mit Einbehaltung der Lohnsteuer und Sozialabgaben wird nicht möglich sein. Das ist auch gut so. Wurde bei VW ähnlich praktiziert mit türkischen Mitarbeitern die in die Türkei zurückgekehrt sind. Das ganze Steuer und Abgabenfrei, alles legal. Später sind die freilich zurückgekehrt nach D. Wenn die Abfindung gerichtlich zugesprochen wurde muss das nachträglich mit Einkommensteuer versteuert werden, wenn man in D steuerpflichtig ist. In solchen Fällen kann man allerdings alle Kosten absetzen. Es kommt dann die 4/5 Reglung zum Ansatz.

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