Abfindung für Wohnungsauszug?

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5 Antworten

Ja, das ist normal. Damit kann man eigentlich nicht auf die Nase fallen. Wichtig ist, dass vertraglich zu regeln, vor allen Dingen, wann die Zahlung fällig wird. Die müsste sicherheitshalber bei Deiner Kündigung teilweise anstehen, die Restzahlung bei Auszug.

Ich hatte das Thema auch einmal und habe es aber über einen Anwalt und ein Notaranderkonte abwickeln lassen.

LittleArrow 14.12.2012, 17:15

Und dann könnte man auch noch draufpacken: keine Verpflichtung zur Schönheitsreparatur (der neue Eigentümer will sowieso bei derartigen Arbeiten seinen Geschmack zur Geltung bringen) und keine Beteiligung mehr an der ausstehenden Betriebskostenabrechnung.

Letzter Punkt hängt aber von der persönlichen Erwartung über eine Gutschrift oder Nachbelastung ab. Aber so kann man wenigstens schnell das Vertragsverhältnis endgültig beenden.

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Dein VM will auf diesem Wege eine kostenpflichtige Räumungsklage und langwierigen Widerspruch gegen seine Eigenbedarfskündigung vermeiden.

Sofern er tatsächlich dort einzieht, die Kündigung demnach rechtens und form- und fristgerecht erklärt auch wirksam ausgesprochen wurde, gibt es für dich nur eins: Nimm sein Geld solange das Angebot steht und zieh freiwillig termingerecht aus :-O

G imager761

Ja, Ihr Zwei, wo lebt Ihr denn? Abfindungen an lästige Mieter zu zahlen war früher gang und gäbe. Dann aber änderte sich die Rechtsprechung zum Eigenbedarf und man konnte das undankbare Volk auf einmal für lau heraus kegeln. Nun schaut die Rechtsprechung wieder genauer hin und da zahlt so mancher Eigentümer wieder.

Du mußt Dir mal die Mietpreise von Vergleichswohnungen anschauen und den Unterschied zu Deiner jetzigen Bleibe ausrechnen und zudem die Kosten des Umzugs mit einkalkulieren. Dann kannst Du Dir überschlagen, ob sich die Annahme eines solchen Angebots lohnt oder, ob Du auf die Nase fällst.

Immer muß man man als Mieter daran denken, dass bei Ablehnung einer gütlichen Einigung es manche Vermieter anschließend auf die harte Tour versuchen, insbesondere doch die Eigenbedarfskündigung erklären und das dann klageweise versuchen durchzusetzen. Eine Prognose über den Erfolg einer solchen Aktion kann Dir natürlich hier und jetzt keiner geben. Wenn sie aber Erfolg hat, bist Du der Gelackmeierte: DANN gibt es selbstredend kein Geld mehr für den Auszug und die enormen Prozeßkosten hast Du zusätzlich am Hals.

gammoncrack 14.12.2012, 14:23

Bei mir lief es, wie oben geschrieben, etwas anders ab. Hier wollte der Vermieter verkaufen und offensichtlich war der Kaufpreis ohne vermietete Wohnung erheblich höher. Deswegen hatte der Verkäufer/Vermieter das über eine Abfindung - oder wie man das auch immer nennen mag - geregelt.

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Privatier59 14.12.2012, 14:33
@gammoncrack

...dann hatte der Vermieter aber auch keine Zeit, einen über Jahren laufenden Räumungsprozeß zu führen und das läßt ihn großzügig werden.

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gammoncrack 14.12.2012, 14:58
@Privatier59

Das wird wohl so gewesen sein. Allerdings wäre das soweit nie gekommen. Der Vermieter kam mit dem Vorschlag incl. Abwicklung zu mir, und ich habe zugeschlagen (Handschlag) :-)

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wenn du einen Vertrag hast, der stärker ist als der Eigenbedarf, der Vermieter also warten müsste, dann kann er auf deine Unwissenheit hoffen, dich kündigen. Sieht er darin keinen Erfolg, dann muss er sich was einfallen lassen. Und nachdem er wohl die Mafia nicht beauftragen will, um dich einzuschüchtern, geht er den Weg über die Abfindung.

Abfindungen kenne ich in Fällen wie bei dir, bei Verkäufen, bei Renovierungen. Dann greifen Vermieter, oft Investoren, in die Tasche und motivieren so die Mieter auszuziehen.

Auf die Nase fallen kannst du meines Erachtens nur, wenn du einen schlechten Vertrag hast, der Vermieter pleite ist, du ausziehst, bevor du das Geld gesehen hast und du den Vermieter über den Rechtsweg "motivieren" müsstest zur Zahlung.

Geh zu einem Anwalt, denn hier sind oft hohe Beträge möglich. Das solltest du wissen, denn der Wohnungsmarkt ist teils sehr, sehr teuer geworden. Und damit kann eine vergleichbare Wohnung teurer sein.

Ja, kommt öfter vor, gerade in letzter Zeit. Das liesse sich ganz solide mit einem Vertrag regeln, vorausgesetzt Du willst überhaupt ausziehen bzw. die Abstandsumme wäre lukrativ genug für Dich.Könnte sein , dass es gut wäre , einem Mieterschutzverein beizutreten und sich dort auch Rechtsauskunft zu holen. Solltest Du Dich für einen Auszug entscheiden, kannst Du Dich wegen einer angemessenen Abstandhöhe oder damit zusammenhängender Fragen hier nochmal melden.

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