Abfindung an Mieter bei Auszug wg. Sanierung. Wie bestimmt man die Höhe?

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Was ein "gutes" Angebot ist, hängt davon ab, wie groß das Interesse des Eigentümers am sofortigen Auszug der Mieter und wie groß die Chance der Mieter ist, sich erfolgreich dagegen zu wehren.

Der gesetzliche Kündigungsschutz des Mieters ist bekanntlich nicht lückenlos. Gerade bei Sanierungen aber schauen die Gerichte genau hin und prüfen insbesondere, ob es dem Vermieter möglich und zumurbar wäre, die Mieter während der Sanierung anderenorts unterzubringen:

http://www.mieterverein-bochum.de/mietrecht/ratgeber/kuendigung-durch-vermieter/

Wenn der Vermieter so etwas nicht anbietet wird er seine Gründe haben. Vermutlich wird nicht nur saniert, sondern auch aufgeteilt und anschließend teuer als Wohneigentum verkauft. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kündigung unwirksam wäre ist demnach hoch und das Interesse des Vermieters an einer freiwilligen Vereinbarung auch. Das dürfte es für den Vermieter teuer machen. Zwei Monatsmieten erscheinen mir da nicht teuer genug. Ich würde mal eine Jahresmiete zzgl Umzugskosten als Verhandlungsbasis nennen.

Ich würde mal eine Jahresmiete zzgl Umzugskosten als Verhandlungsbasis nennen.

DH!

Ich hatte vor 14 Jahren das gleiche Thema. Und genau so wurde es dann, allerdings mit Unterstützung eines Anwalts, erfolgreich geregelt.

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@gammoncrack

gut. Dann werde ich an den Forderungen feilen und sie deutlich erhöhen. Vielleicht suche ich gleich nen guten Anwalt.

Bei solchen Zahlen und Überlegungen scheint den Vermietern wirklich daran gelegen, dass man auszieht.

Ich vermute in meinem Falle eine hochwertige Sanierung. Damit ist viel Geld im Spiel.

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2 MM kostet ja schon der Makler, wenn man auf krampf was suchen muss. Also unter 4 würde ich mich nicht bewegen.

:)

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Selbstschuldnerische Bürgschaft bei Mietwohnung; unterschreiben oder nicht?

Ich habe folgendes Problem: mein Sohn möchte in Berlin eine kleine Wohnung mieten. Bei Übergabe der Wohnung ist eine Sicherheitsleistung i.H.v. 3 Nettokaltmieten (900,00€) zu leisten. Desweiteren gibt es unter sonstige Vereinbarungen den Passus: "Zusätzlich zur Kaution erklärt sich _____ freiwillig bereit, eine Bürgschaft zu übernehmen.

Hier kommt das Problem: in der E-Mail war eine selbstschuldnerische Bürgschaft beigefügt (ich würde mich verpflichten, selbstschuldnerisch auf erstes Anfordern unter Verzicht auf die Einrede der Verjährung, der Anfechtung, der Aufrechenbarkeit sowie der Vorausklage zur Erfüllung sämtl. Verpflichtungen aus dem Mietvertrag vom etc.

Da ich im Internet über diese Art von Bürgschaft gelesen habe, dass man diese auf keinen Fall unterschreiben soll, da man damit dem Vermieter auf Verdeih und Verderb ausgeliefert ist. Ich habe daraufhin eine Höchst-Bürgschaft angeboten, nochmal für max. 3 MM (900,00€). Das hat Fr. Rühl abgelehnt mit der Bemerkung, dass sie auf "Nummer sicher" gehen will. Sie würden nur im letztmöglichen Fall auf die Bürgschaft zurückgreifen. Da sein eine kleine u. persönliche Hausverwaltung sind, nehmen sie die Verantwortung gegenüber dem Mieter u. Bürgen sehr ernst. D.h. im Falle eines Zahlungsausfalls reagieren sie sofort u. Lösungsvorschlägen offen gegenüber stehen, damit es eben nicht nötig wird auf den Bürgen zurückzugreifen. Ich soll einsichtig gegenüber ihren "Sicherungsmaßnahmen" sein, da ich hoffentlich verstehe, dass die Abwehrhaltung sie nun etwas misstrauisch stimmt. Daher müssen sie aus den genannten Gründen auf ihre Bürgschaft bestehen.

Mein Sohn ist natürlich ganz heiß auf die (erste eigene) Wohnung u. das weiß Fr. Rühl. Ich wohne im Saarland u. kann mir noch nichtmal anschauen.

Frage: soll ich unterschreiben oder nicht?

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