Frage von julchenbaumberg, 75

Ab welcher Schadenssumme ist man bei KFZ Versicherung Großschadenverursacher?

Ich hoffe ein paar Antworten auf Vers. Fragen zu bekommen, denn und kommt so einiges bei unserer Auto Vers. komisch vor. Mein Mann ist seit fast 40 Jahren bei der gleichen Vers. 

Im Jahr 2001 hatte er einen Unfall – er ist bei tiefstehender Sonne in Spanien auf einen schrottreifen PKW an der Ampel aufgefahren und der wiederum auf einen vor ihm stehenden Schrotti. Der einzige Schaden der wirklich entstanden ist, war an unserem PKW- die 2 vor uns stehenden Bauern mit Uralt Kastenwagen wollten noch nicht einmal warten bis die Polizei kam, sondern fuhren weiter. Wir notierten zwar die Autokennzeichen und meldeten den Schaden bei der Vers. in Deutschland und wurden hochgestuft. 

Im Jahr 2003 - fast 3  Jahre später- rief dann die Schadensabteilung der Vers. Bei uns an und teilte uns mit- es wurde niemals ein Schaden reguliert, denn die Unfallgegner hätten sich nie gemeldet. Wir wurden wieder in die alte SF Klasse gestuft und bekamen das zu viel gezahlte Geld zurück bzw. es wurde verrechnet. 

Nach 10 Jahren in denen alles reibungslos und ohne weitere Schäden ablief, haben wir den Schriftverkehr von damals vernichtet, was ein Fehler war, wie wir jetzt wissen.

 Ende 2016 wollten wir ein neues Auto kaufen und riefen mal vorab bei der Vers. an, was das Auto, welches wir ins Auge gefasst hatten, bei Vollkasko kosten würde. Die Dame am Telefon sagte uns, sie bekommen von uns überhaupt keine Vollkasko, denn sie sind ja „Großschaden Verursacher“. Näheres wollte man uns nicht sagen. 

Wir schrieben daraufhin eine Vorstandsbeschwerde und baten um Aufklärung- die kam nur sehr unvollständig- man behauptete, man hätte nach Ablauf der Verjährung doch noch an die Unfallgegner bezahlt und zwar so viel, dass es eben ein Großschaden über 20.000€ gewesen sei, alles wäre im Rahmen der Nachhaftung geschehen .Man hätte uns nur aus Kulanz nicht damit belastet. 

Dies ist uns völlig unverständlich, denn die beiden Karren waren zusammen noch nicht einmal 3000 € wert und wir hätten ja lediglich den Schaden für einen zahlen müssen. Die Polizei wollte den Unfall noch nicht mal aufnehmen wir mussten bitten den Unfall aufzunehmen. Weiter gefahren sind die Bauern- nach der Vermutung des Polizisten- weil sie selber keine Versicherung hatten, dies war 2001 noch sehr häufig in Spanien. 

Nun hatten wir wieder einen sehr kleinen Schaden, wir sind beim Rückwärtsfahren gegen einen anderen Wagen gefahren- Schaden 1100€ . Wir hatten mit der Vers. vereinbart, dass wir –je nach Höhe des Schadens- selber zahlen wollten bzw. eine Rückerstattung an die Vers. vornehmen wollten. Wir bekamen ein Schreiben, sie werden zurück gestuft von SF 22 auf SF 11, selber zahlen macht keinen Sinn. 

Als mein Mann anrief, wurde ihm gesagt, was das bringen solle, er wäre doch schon 70, das würde sich nicht rentieren und außerdem sei er ja der bekannte „Großschaden-Verursacher“. Nun zahlen wir an höheren Vers. Beiträgen fast 2000€ mehr. Ist das alles rechtens?

Antwort
von Brigi123, 47

Vielleicht wendet Ihr Euch mal an die BAFIN.

Und nochmal schriftlich der Vers. mitteilen (evtl. an Vorstand), dass Ihr die 1100,-€ erstatten wollt und dafür den SF wiedet hochgesetzt haben wollt.

Und dann vielleicht mal den Versicherer wechseln, auch wenn das evtl. etwas SF kostet. 

 Aber vorher den SF korrigieren lassen.

Und nächstes Mal bitte Absätze machen.

Kommentar von Brigi123 ,

Also mich irritiert noch der Satz “wurde ihm gesagt, was das bringen soll, er wäre doch schon 70 Jahre alt, das würde sich nicht rentieren“. 

Was genau steht in dem neuen Beitragsbescheid? Wurde wirklich nur wegen der SF-Reduzierung erhöht oder evtl. teilweise aufgrund des Lebensalters? 

Antwort
von hildefeuer, 50

irgendwie passt da nix. Das ganze ist unglaublich.

"man hätte nach Ablauf der Verjährung doch noch an die Unfallgegner
bezahlt und zwar so viel, dass es eben ein Großschaden gewesen sei"

völliger Quatsch, niemand, auch keine Versicherung zahlt nach Ablauf der Verjährung. Vermutlich wurde gezahlt aus welchen Gründen auch immer. Allerdings konnten das nicht weitergegeben werden an den Versicherungskunden, weil alle Fristen hier in D abgelaufen waren. All dies hat allein die Versicherung zu vertreten.

Vermutlich ist Euch telefonisch irgend ein Bär aufgebunden worden. Schließlich habt Ihr nur telefonisch nachgefragt und es wurde nix schriftliches mitgeteilt was Bestand hat.

Antwort
von barmer, 42

Hallo, eine komische Versicherung.

Ihr solltet auf der Rückzahlung des Schadens bestehen. Wenn das noch nicht zu lange her ist, würde ich deshalb den Ombudsmann bemühen. 1100 EUR für den Unterschied von 22 auf 11 lohnt sich immer, denn der SFR wird ja in der Regel weitergegeben.

Und: nicht nur telefonieren, sondern alles schriftlich mit Einschreiben !

Viel Glück

Barmer

Kommentar von Brigi123 ,

Ja, Ombudsmann ist besser als Bafin! 

Super Antwort.

Antwort
von Apolon, 7

@julchenbaumberg,

für solche Geschichten solltest du dich an deinen Versicherungsvermittler wenden, der dafür zuständig ist.

Dieser hat unter Umständen auch die Unterlagen deines Schadens, bzw. hat die Möglichkeit diese einzusehen.

Wir bekamen ein Schreiben, sie werden zurück gestuft von SF 22 auf SF 11, selber zahlen macht keinen Sinn. 

Auch dies kann euch euer Versicherungsvermittler ausrechnen. Ich bin der Meinung dass es sinnvoll wäre diese Kosten zu übernehmen.

Aber einiges an deinem Text ergibt für mich keinen Sinn.

Ergänzend fordere das Versicherungsunternehmen auf, dass man dir eine Schadensaufstellung der letzten 15 Jahren zusenden soll.

Gruß Apolon

Kommentar von julchenbaumberg ,

leider haben wir keinen Vermittler, sondern sind direkt im Hauptsitz in Hannover in der Betreuung. 

Das mit der Schadensaufstellung haben wir schon versucht- leider erfolglos.

Aber ich habe mich jetzt mit dem Vers. Ombudsmann ins Benehmen gesetzt. 

Mal sehen, ob der erfolgreicher ist.

Trotzdem danke an alle

Kommentar von Apolon ,

Hast du deinen Vertrag online im Internet abgeschlossen.

Wenn ja, bitte in Zukunft darauf verzichten. Den Grund müsstest du hier auf Grund deines Schadens erkennen.

Aber du kannst dir in deiner Ortsnähe einen Versicherungsvermittler suchen, der dann die Verträge übernehmen kann um dich dann weiter zu betreuen.

Das mit der Schadensaufstellung haben wir schon versucht- leider erfolglos.

Immer nur schriftlich anfordern.

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