Ab welcher Nettomietrendite lohnt sich eine Investition in eine Immobilie als Kapitalanlage?

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Also ob eine Immobilie nur dann eine gute Anlage ist, wenn sie zum maximal 12-fachen der Jahresnettomiete gekauft wird, also eine theoretische Verzinsung von 8,33 % p.a. hat, will ich mal dahingestellt lassen. Die Problematik liegt m.E. darin, dass ich solche Immobilien in vernünftigen Lagen nur selten angeboten bekomme - bzw. eher gar nicht. Dass aufgrund von Instandhaltungskosten bzw. - rücklagen (ca. 1 % des Kaufpreises p.a.) und Mietausfallrisiko (2 - 4 % des Rohertrages) die Rendite einer Immobilie immer nach unten korrigiert werden muss ist auch klar. Aus den 8,33 % werden so nach Abzug der vorgenannten Kosten immerhin noch 7 %. Wenn man berücksichtigt, dass Festgeldanlagen im Augenblick selten mehr als 4 % bringen, dann sind andererseits eigentlich auch schon Renditen von 5 - 6 % ganz passabel. Einige Banken, die noch Kapitalanlagen finanzieren haben mittlerweile als Anweisung im Kredithandbuch stehen, dass die "Rendite" einer Anlageimmobilie mindestens 5 % betragen sollte. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass dies die absolute Untergrenze darstellen sollte. Etwas geringere Mietrenditen (also eher in der 5 - 6 % Range) kann man dann in Kauf nehmen, wenn sich das Objekt in einer Toplage befindet oder eine langfrisitge Wertsteigerung verspricht.

Die Immobilie darf nicht über 12facher Jahresmiete kosten (Einzelfälle mögen diese Regel bestätigen).

Die Jahresnettokaltmiete, nach abzug der üblichen Verwaltungskosten udn nicht umlagefähigen Reparaturen sollte mindestens die Summe aus Zins udn Tilgung betragen.

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