Ab welcher Netto-Mietrendite lohnt sich derzeit eine Wohnimmobilie noch als Kapitalanlage?

2 Antworten

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Das Problem bei der Beantwortung der Frage fängt schon bei der Definition von Netto-Mietrendite an.

Wenn das die Kaltmietrendite ist, ist die immer noch nicht netto. Es geht ein großes Kostenpaket ab von dem der Reparaturkostenanteil das schwarze Loch ist. Da Häuser keine genormte Stangenware sind helfen einem Erfahrungswerte keinen Schritt weiter bei der Kalkulation wo man dann netto/netto endet.

Desweiteren ist die laufende Rendite ja nur der eine Teil, der andere Teil ist die Wertsteigerung. Insofern drückt sich die Chance auf Wertgewinn in einer niedrigeren laufenden Rendite aus und umgekehrt.

Wenn man in Gegenden wie München bei der laufenden Rendite auf einer schwarzen Null landet wäre das angesichts der Wertsteigerungschance akzeptabel. In Eisenhüttenstadt würde ich von allem von unter 5% netto-netto die Finger lassen.

Eine Frage des Vergleichs. Wenn man sein Geld sonst auf dem Sparbuch hat, sind Immobilien nicht uninteressant. Gegen Aktienfonds stinken Immobilien nur dann nicht da, wenn man ordentlich hebelt.

Das Hebeln macht Immobilieninvestments schon generell zu einer Wette auf die Wertentwicklung. Mit Blick auf den aktuellen Boom (es soll Menschen geben, die es normal finden, dass man in München schon beim Kauf weiß, dass man nichts damit verdienen kann, wenn der Preis nicht steigt!) kann der Wert auch deutlich sinken und so was neigt dann auch zur Übertreibung.

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