Ab welcher Höhe der Heizkosten können Mieter einen Mietmangel beanstanden?

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5 Antworten

Wenn der Mieter in der obersten Etage wohnt und die Decke zum Dachboden immer noch nicht gedämmt ist, dann könntest Du möglicherweise ein Problem bekommen. Aber Rechtsprechung ist mir hierzu noch nicht bekannt.

Heizkosten = Menge x Preis! Nun lassen sich unschwer die bezahlten Energiemengen und die Einheitspreise der letzten Jahre feststellen. Bei der leicht nachweisbaren Preissteigerung können die Vertragsparteien wenig gegensteuern. Bei den Energieverbräuchen - unveränderte Mieternutzung und Bausubstanz vorausgesetzt - schlägt das jeweilige Winterwetter durch. Dies dürfte tendenziell im lokalen Heizkostenspiegel abgebildet werden.

Es könnte auch noch eine verschlechterte Bausubstanz eine Rolle spielen, z. B. Durchfeuchtung der Wände, Fugenundichtigkeit der Fenster. Aber das kann man nur vor Ort klären und das wären Argumente, die der Mieter erstmal vorbringen müsste. Der Mieter kann aber nicht argumentieren, dass er einen Anspruch auf eine energetische Sanierung hätte und ohne diese, einen Mietmangel reklamieren könne.

Die nachweisbaren Energiepreissteigerungen sollten aber schon deutlich genug sein, um die Heizkostensteigerung zu begründen. Vielleicht fährt der Mieter auch noch Auto und mußte mittlerweile auch mal nachtanken; sind auch ihm die an der Zapfsäule gestiegenen Literpreise aufgefallen?

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Welchen Maßstab setzt er denn an. Wenn sich sein Heizverhalten geändert hat, er also die Fenster den ganzen Tag kippt, muss er sich nicht wundern über ein hohe Heizkostenrechnung. Was ich sagen will, hohe Heizkosten werden auch durch das persönlich Heizverhalten stark beeinflusst. wie will er beweisen, dass die Heizkosten wegen mangelnder Wärmedämmung verursacht sind. Ich denke der Mieter hat hier keine Chance.

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Solange die Heizkosten ordnungsgemäß ermittelt worden sind, insbesondere bei der Abrechnung keine Fehler gemacht wurden, ist eine Mietminderung gänzlich unbegründet. Da Du ja schon längere Zeit Eigentümer der Liegenschaft bist, könntest Du im übrigen ja leicht die offenbar aufgestellte Behauptung widerlegen, Baumängel seien Grund für die hohen Heizkosten. Dass Mieter in derartiger Lage immer die Schuld bei anderen suchen, ist bekannt. Man sollte sich von solchen Ankündigungen nicht verrückt machen lassen.

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Wenn er letztesJahr,also vergangene Heizperiode sehr hohe Heizungkosten hatte ist er nicht der Einzige. Vergangenes Jahr waren die Ölpreise und somit auch die Gaspreise vom Einkauf her so hoch wie noch nie. (Auch dieses Jahr geht dieser Trend bisher weiter!) Das ist doch kein Mietmangel! Auch die Mietnebenkosten wie Strom und Wasser/Abwasser usw. steigen doch weiter. Warum zieht er nicht aus in eine kleiner Wohnung?

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das ist kein Mietmangel. Womit will der Mangel denn begründet werden? Weil die Decken hoch sind? Weil die Heizkosten generell für jederman steigen?

Altbau, hohe Räume, schlechte Isolation, Heizen mit Strom.... das sind oft Gründe für hohe Kosten beim Heizen. Aber Mangel ist das nicht.

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