Ab welcher Grössenordnung Kleingewerbe muß man IHK beitreten?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Immer wenn man ein (stehendes) Gewerbe anmeldet ist man automatisch Zwangsmitglied und muss zahlen ohne das man eine Gegenleistung erhält. Wenn man eine Reisegewerbekarte nutzt bleibt einem das erspart.

Die IHK-Beiträge setzen sich aus Grundbeitrag und Umlage zusammen. Der Grundbeitrag ist dabei nach Erträgen gestaffelt. Höhere Erträge führen absolut zu höherer, aber prozentual zu geringerer Belastung.

Keinen Beitrag zahlen natürliche Personen und nicht im Handelsregister eingetragene Personengesellschaften, sofern der Ertrag kleiner als 5200 Euro ist. Auch Existenzgründer bleiben für zwei Jahre beitragsfrei, wenn sie erstmals selbstständig tätig werden. Im dritten und vierten Jahr wird nur der Grundbeitrag erhoben, wenn der Ertrag unter 25.000 Euro liegt.

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@vulkanismus

Letztlich sind Kammerbeiträge zusätzliche Steuer/Abgaben für die man keine Gegenleistung erhält.

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Was ist ein Kleingewerbe?
Nebengewerbe? Hauptgewerbe? Ist es ein Grundhandelsgewerbe?

Pflichtmitglieder in der IHK sind nur Vollkaufleute und Kaufleute kraft Rechtsform. Dazu die, die sich als KannKaufmann freiwillig ins Handelsregister eintragen lassen .

Minderkaufleute, also die, die ein Grundhandelsgewerbe betreiben, deren betrieb aber keinen kaufmännisch eingerichteten Betrieb bedingt, sind befreit.

Grundsätzlich ist jeder Zwangsmitglied in der Industrie- und Handelskammer. Es gibt jedoch Kammervorschriften, die für die Beitragszahlung Geringfügigkeitsgrenzen vorsehen. Am besten anfragen und fragen, auf welche Weise man dies dokumentieren soll. In den meisten Fällen reicht ein kurzes Schreiben, in dem auf die voraussichtlichen Erträge bzw. Umsätze hingewiesen wird.

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