Ab welchen Depotvolumen Rohstofffonds oder auch evt. Immobilieninvestments mit ins Depot nehmen?

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3 Antworten

Das ist eine religiöse Frage.

Die Immobilienfonds haben Handelseinschränkungen und geringe Rendite, verlaufen jedoch recht stabil und sorgen für 2-3% Ertrag - meist sogar steuerbegünstigt, so daß die Nettorendite höher ist also bei einem gewöhnlichen Aktienfonds mit gleicher Bruttoausschüttung.

REIT-Fonds enthalten zwar mehr aktienartige Eigenschaften, da sie ja Aktien von Immobiliengesellschaften enthalten, sind jedoch in ihrer Entwicklung und in Bezug auf Ausschüttungen deutlich attraktiver als Immobilienfonds. REIT-Fonds bekommt man auch spezifisch für einzelne Regionen, z.B. Asien, Europa, Deutschland, Entwickelte Länder, USA, ...

Rohstofffonds sind eine andere Anlageklasse als die übrigen. Rohstoffe werfen nämlich keinen Gewinn ab, wenn man sie über eine gewisse Zeit hält. Weiterhin sind Rohstoffinvestments in typischerweise Terminkontrakte zeitlich begrenzt, d.h. es kann zu Rolleffekten kommen, wenn die einen Kontrakte auslaufen und in neue "gerollt" werden müssen. Rohstofffonds sind also immer eine Spekulation auf eine bestimmte Preisentwicklung bei Rohstoffen. Aktienfonds oder Anleihenfonds profitieren ja von laufenden Erträgen ihrer Konstituenten.

Rohstoffklassen (Energie, Edelmetalle, Industriemetalle, Agrarprodukte, Fleisch) entwickeln sich recht unterschiedlich und daher ist ein Fonds, der alle mischt, nicht unbedingt das beste Investment. Man könnte jedoch in einzelne Rohstoffklassen investieren, z.B. bei einem tiefen Ölpreis bieten sich Energie-Fonds/ETFs an, im Winter kann man gut auf Agrarfonds setzen, und in einer Deflation läßt sich gut Gold kaufen.

Meine These: Dein Portfolio benötigt weder Immobilien-, noch Rohstofffonds.

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Mein Tipp, kauf dir ETC von Öl. Und das mit der Depotgröße ist Individuell, es kommt auf die Stückelung an.

Und ganz nebenbei, überleg dir mal mehr ETFs zu kaufen anstatt Fonds, du zahlst ja unmengen an Gebühren. Das dürfte deine Rendite ordentlich reduzieren und viel besser abgesichert bist du damit sicher nicht.

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gandalf94305 15.01.2015, 12:47

Aha... und da ja schon konkrete Fonds genannt sind, wirst Du jetzt zu jedem der genannten Fonds einen ETF nennen, der eine bessere Perfornance als die genannten Fonds aufweist. Ja?

Warum sollte jemand ein ETC auf Öl kaufen, wenn überhaupt nicht klar ist, was dies zum Portfolio beiträgt?

Es geht nicht um "billig", es geht um "sinnhaft".

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Das klingt so als ob du schon recht professionell unterwegs bist. Herzlichen Glückwunsch.

Da Aktienfonds schon eine Weile recht gut laufen, was hast du für eine Ausstieg-Strategie hinterlegt? Wann willst du konkret aussteigen und wie?

Bei der letzten Krise gingen die Kurse bei Schwellenländern und Rohstoffen um über 50%, teilweise bis zu 80% zurück.

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