ab welchem Alter kann man eine Sterbegeldversicherung abschließen?

4 Antworten

je früher man abschließt desto höher der Betrag den man verliert.

zahle lieber einen Betrag in einen guten Sparvertrag, einen Fonds, in Bundesschatzbriefe ein. Wenn Du dann den Betrag für die Beerdigung erreicht hast, dann hast du von dem Geld selbst noch etwas.

Eine Sterbegeldversicherung ist Bauernfängerei. Man darf ja nicht nur sehen, dass bei der Beerdigung Kosten anfallen, sondern dass man jahrelang Verbindlichkeiten bedienen darf. Und die sind oft höher.

Für die Kosten der Beerdigung kommen die Erben auf bzw. die Beerdigung wird aus der Erbmasse finanziert. Durch jahrelanges Zahlen der Beiträge verringert sich die Erbmasse, wenn man das Geld normal gespart hätte.

Man tut seinen Erben nicht mit einer Sterbegeldversicherung einen Gefallen, sondern mit einem gescheiten Erbe.

Meine Oma war so "schlau", eine Sterbegeldversicherung abzuschließen und zugleich fast 30000 Mark zu hinterlassen. Das Geld war auf einem Sparbuch, das gemeinsam mit meinem Opa geführt wurde. Mein Opa war zu dieser Zeit aber schon dement; er war nicht einmal zur Beerdingung. Er hätte es nicht verstanden. Meine Oma wäre besser beraten gewesen, hätte sie testamentarisch verfügt, dass ein gewisser Betrag, z. B. 5000 Mark, von diesem gemeinsamen Sparbuch für Beerdigungskosten genommmen werden können. Eventuell kann man sich auch noch gegen die Demenz des Partners absichern oder aber man führt getrennte Konten. Sparbücher sind auch nicht so der Hit. Heute würde ich ein Tagesgeldkonto für diesen Fall einrichten, dort 5000 € bunkern und gut.

Eine Sterbegeldversicherung ist im Prinzip das gleiche wie eine Lebensversicherung. Alte Menschen schließen keine Lebensversicherung mehr ab, weil die sich zu recht sagen: Die Kinder sind versorgt. Eine Lebensversicherung ist wichtig für Berufstätige, die eine Familie zu versorgen haben, sodass diese im Todesfall nicht veramen. Es ist zwar plausibel, auch an die Kosten der Beerdigung zu denken, aber eine Versicherung ist das falsche Instrument. Bei der Hinterbliebenenfürsorge hat man es mit sehr viel Geld zu tun, denn der Familie entgehen etliche Jahresgehälter. Der Jahresbeitrag für die Lebensversicherung ist klein im Vergleich zur Todesfallprämie. Die Kosten einer Beerdigung sind aber überschaubar.

Der Hintergrund bei Abschluß einer Sterbegeldversicherung ist eher das Steuerrecht als die Rendite. Normalerweise werden Begräbnisse von den Hinterbliebenen bezahlt, die vorher Vermögen des Verstorbenen geerbt haben. Wenn nun allerdings entweder der Freibetrag für Erbschaftssteuer erreicht ist (Leistungen aus dere Sterbegeldversicherung sind erbschaftssteuerfrei), oder die Hinterbliebenen nicht mit einem Erbe rechnen können, ist der Tod ein plötzliche finanzielle Belastung für die Hinterbliebenen bezüglich der Beerdigungskosten.Um dieses Risiko zu verringern, empfiehlt der Gesetzgeber den Abschluß einer Sterbegeldversicherung.

Das ist Unfug. Der Gesetzgeber empfiehlt die Sterbegeldversicherung nicht. Außerdem sind Beerdigungskosten als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzbar oder aber man kann sagen: Die Beerdigungskosten verringen die Erbmasse. Das Geld aus einer Lebens- oder Sterbegeldversicherung ist außerdem auch nicht steuerfrei, wenn der Verstorbene sich selbst versichert hat und jemand anderen begünstigt. Wäre das Steuergesetz an dieser Stelle anders, gäbe sehr viele Lebensversicherung nur zum Zwecke der Erbschaftssteuerersparnis, z. B.

Erbtante Käthe, 2 Millionen Euro schwer, alles in Aktien, muss mit ihrem Tod innerhalb von drei Monaten rechnen. Sie verkauft alle ihre Aktien und schließt für einen einmaligen Beitrag von 1,9 Millionen Euro eine Lebensversicherung von 1,85 Millionen Euro ab. Die Versicherung würden diesen Deal machen auch in Kenntnis von Tante Käthes gesundheitlichen Zustand, denn die Versicherung macht ja einen Gewinn von 50000 €.

Anstatt 2 Millionen Euro Aktienvermögen müsste der Neffe Rudi noch 100000 Euro versteuern und würde 1,85 Millionen Euro steuerfrei kassieren.

Das Beispiel verdeutlicht, warum das Finanzamt auch bei den Todesfallprämien zugreifen muss, denn sonst könnte man die Erbschaftssteuer mit dem einfachen Versicherungsmodell von oben umgehen.

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