Ab wann trägt der Mieter die Wartungs- und Reparaturkosten der Etagenheizung?

4 Antworten

Sollte nun in einem Monat oder nach 6 Monaten wieder Reparaturen anfallen, kann ich die dann gleich auf die Nebenkosten umsetzen? Immerhin habe ich ja eine voll funktionsfähige Anlage übergeben.

Nein, so ein Pech. Wartungskosten sind umlagefähige Betriebskosten, wenn diese Kostenart im Mietvertrag als Betriebskosten vereinbart wurden oder wenn die Betriebskostenverordnung vereinbart wurde.

Reparaturkosten sind normalerweise nicht umlagefähig, es sei denn man hat eine Kleinreparaturkostenklausel im Mietvertrag, die eine doppelte Maximierung enthält (Kosten der Einzelreparatur und die Summe aller Reparaturen im Jahr als Höchstprozentsatz der Nettokaltmiete). Hierzu den Begriff Kleinkostenreparaturklausel nachlesen: http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/k1/kleinreparaturen.htm

Dort findest Du auch die Betriebskostenverordnung.

Nun kann es für den Laien schwierig sein, Reparatur- von Wartungskosten zu unterscheiden. Aber dem Laien, der seine Etagenheizung und die durchgeführten Arbeiten etwas anschaulich beschreibt, kann geholfen werden. Ansonsten wäre man als Leser dieses Forums auf Mutmaßungen angewiesen. althaus, soweit solltest Du nicht gehen. 

Ab wann? Ab Einzug, allerdings fallen die Wartungskosten immer pro Abrechnungsperiode an, da kommt es auf den Wartungstermin in der Periode nicht an.



Schön wäre es.....

Der Mieter zahlt  die jährliche Wartung und Reparaturkosten trägst Du, sofern die Garantie der Gastherme abgelaufen ist.

Hallo !

Der Mieter kann aber erst recht nicht dafür. Wartung kannst Du umlegen, Reparaturen nicht, außer es sind Kleinreparaturen mit entsprechender Klausel im Vertrag. Das klappt aber nur bei Dingen, die vereinfacht gesagt, der Mieter regelmäßig selbst anfasst (z.B ein Thermostatventil oder ein Toilettenrollenhalter).

Viel Glück

Barmer

Erhaltungsaufwand / Anschaffungsnaher Aufwand - einige Fragen

Ich habe 2011 eine Immobilie erworben. Diese hat zwei Etagen, wobei das EG von mir bewohnt wird und das OG vermietet ist. Beide Etagen haben jeweils eine separate Etagenheizung.

Die Etagenheizung im selbstgenutzten EG war sehr fehleranfällig und wurde im Jahr 2012 von einem Heizungsbetrieb gegen eine neue Anlage identischer Technik ausgetauscht.

Die Etagenheizung im vermieteten OG war im Jahr 2012 defekt und wurde von einem Heizungsbetrieb repariert.

Meine Fragen:

  1. Sehe ich das richtig, dass ich die kompletten Kosten (inkl. Anfahrt, Arbeitslohn, etc.) für die Reparatur der Anlage im vermieteten OG als Erhaltungsaufwand in den Werbungskosten für Vermietung und Verpachtung absetzen kann? Falls ja, kann ich dann 20 Prozent des Arbeitslohns trotzdem als Handwerkerleistung steuerlich absetzen oder ist nur eines möglich?

  2. Lässt das Einkommensteuerrecht auch in irgendeiner Form die Berücksichtigung des Austauschs der Anlage im selbstgenutzten EG zu? Ganz in Ordnung war die Anlage von Beginn an nicht, da war sie aber noch benutzbar.

Nun noch eine andere Frage zur selben Thematik:

  1. Aufgrund gesetzlicher Bestimmung ließ ich 2012 die oberste Geschossdecke dämmen. Hier handelt es sich also wohl um eine Standardverbesserung. Sehe ich das richtig, dass ich die gesamten Kosten (Material, Lohn, etc.) zu 50 Prozent (weil Immobilie zu 50 Prozent vermietet) der „Absetzung für Abnutzung“-Summe hinzurechnen kann und ab sofort jährlich 2 Prozent der geänderten Summe absetzen darf?

Über „erhellende“ Antworten würde ich mich freuen!

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