Ab wann sollte man einen Sparplan aufgeben?

4 Antworten

Bisher hast Du noch gar keinen Sparvertrag, sondern eine Einmalanlage und da kann es aus Timinggesichtspunkten immer zu Schwankungen kommen. Die Börse ist keine Einbahnstrasse.

Der Vorteil eines Ansparplans und den regelmäßigen Einzahlungen liegt darin, dass Du bei sinkenden Kursen Deinen Einstand jedes Mal verbilligst und somit auf langfristige Sicht den Einstandskurs immer optimierst. Deshalb sollte man sich nicht schon nach einer Einzahlung Gedanken darüber machen, nur weil nach ein paar Wochen der Kurs im Minus ist, wann man den Sparplan kündigen soll. Hierbei handelt es sich um ein langfristiges Investment und beim MSCi world bist Du langfristig ganz gut aufgehoben (ich bevorzuge allerdings den MSCI world momentum). Grundsätzlich stellt sich allerdings die Frage, ob es eine richtige Anlage für dich ist, wenn Du schon nach der ersten Sparrate und einem kleinen Minus nervös wirst.

Ich würde sagen, dass man erst nach in paar Jahren tatsächlich sagen kann, ob man einen Ansparplan auf Grund von Erfolglosigkeit auflösen sollte.

Woher ich das weiß:Beruf – Studium Betriebswirtschaft / Vermögensverwalter und -Berater

"Grundsätzlich stellt sich allerdings die Frage, ob es eine richtige Anlage für dich ist, wenn Du schon nach der ersten Sparrate und einem kleinen Minus nervös wirst."

Weißt du, was das Interessante ist. Als ich noch keinen Sparplan hatte und ich mal rumgefragt habe, wurde mich sehr häufig gesagt: "Einfach anfangen". Kaum jemand hat mit davon abgeraten. Und jetzt, nachdem ich angefangen habe, bekomme ich häufiger zu hören: "vielleicht ist es nicht das Richtige für dich"... das verwirrt mich sehr 😀.

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@xql76145

Dann hast Du wohl nicht die Richtigen gefragt. Die haben dir sicher nichts von den Risiken gesagt. Das waren sicher welche, die vor max 10 Jahren selber mit einem Ansparplan angefangen haben und davor nichts damit am Hut hatten. In dieser Zeit sind die Börsen nur aufwärts gegangen, die kennen also gar keine Rückschläge oder eventuell mal längerfristige Durststrecken und der März 2020 Rückschlag wurde so schnell ausgeglichen, dass es kaum einen berührt hat. Das ist auch das verheerende Verkaufsargument bei ETFs: "ETFs sind sicher". Denn das sind AktienETFs auf gar keinen Fall. Die sind vielleicht sicher im Vergleich zum zugrunde liegenden Index, da sie genauso gut bzw. genauso schlecht wie der Index sind. Aber auch ein Index kann um 40% fallen und das hat dann im gesamten Kontext nichts mit "die sind sicher" zu tun.

Du darfst dir jetzt wegen dem einen Monat keine Gedanken machen, bis jetzt hast Du ja noch keinen Ansparplan, sondern ein Einmalinvestment und bei einer Einmalanlage ist der Einstiegszeitpunkt wichtiger als bei einem Ansparplan. Langfristig, also über viele Jahre hinweg, passt sich Dein Einstiegskurs den Marktgegebenheiten an und somit ist der Einstiegszeitpunkt ziemlich egal und die langfristigen Erfahrungen haben gezeigt, dass man über 10 Jahre im MSCI world fast immer eine positive Rendite erzielen konnte und zwar eine recht ordentliche.

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Gar nicht.

Wie schon geschrieben wurde, was in einem Monat passiert, ist völlig unwichtig.

Wenn man meint, bei einem ETF-Sparplan jeden Tag/Monat die Kursentwicklung verfolgen zu müssen und nicht weiß, dass ein Zeithorizont von min. 10 Jahren erforderlich ist, sollte man die Finger davon lassen.

Hat man einen Sparplan, stellt sich die kurz-/mittelfristige Frage, wie lange man den bespart oder ob der Wert sich zeitweise ins Minus bewegt, überhaupt nicht. Das muss man wissen, wenn man einen solchen Sparplan abschließt.

Man sollte ihn nie beenden. Jedenfalls nicht vor zehn Jahren und auch dann nur, wenn man das Geld braucht.

Dummerweise fehlen dir die Fundamentals. Sonst kämst du gar nicht auf die Idee und würdest dich über fallende Kurse freuen.

Anders wäre es nur, wenn ein ETF auf den MSCI World nicht zu dir passt aber das hast du dir hoffentlich davor überlegt.

Grundsätzlich sind dort Firmen drinnen, die mir nicht passen. Das stimmt schon. Mir wurde aber erklärt, wenn man auf Ethik aus ist, sollte man nicht an die Börse gehen. Ich habe mich für den MSCI World entschieden, da der breit gestreut ist und weniger risikobehaftet.

Zu den Fundamentals kann ich auch nur sagen, dass immer gesagt wird: einfach machen, aber keine Einzelaktien, sondern ETFs. Also habe ich es einfach gemacht. Ich kenne mich ja auch nicht mit Versicherungen aus und habe welche. 😀

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@xql76145

Wenn du auf eine gewisse Nachhaltigkeit wert legst gibt es auch da ETFs. Schaue mal auf justetf.de

Prinzipiell können aber auch die für Monate oder sogar Jahre im Minus sein. Man spricht bei Aktien von einem Anlagehorizont von >10 Jahren. Da hast du dann natürlich auch keine Garantie, aber eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine gute Rendite.

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@Amado

Ich habe auch noch den Global Green Energy... ich brauchte noch was für's Gewissen 😀.

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Und noch eine Frage. "Man sollte ihn nie beenden"... was bringen sie mir dann, wenn ich sie nie beenden soll?

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@xql76145

Du bringst dadurch langfristig den Teil deines Geldes in Sicherheit. Dazu mit einer über die Sicherheit hinausgehenden Rendite, die es eher leicht macht, das langfristig zu machen. Das ist bei unsinnigen Bausparverträgen oder Rentenversicherungen deutlich schwerer.

Wenn du nichts machen willst und kannst, solltest du auch nicht in Fonds investieren. Wenn du auf einen Teil langfristig investieren kannst, also so oder so irgendwas gemacht hättest, sind - für einen Sparplan sowieso -- Fonds erste Wahl.

Ich mache seit 24 Jahren nichts anderes als Menschen dabei zu beraten, in welche Fonds sie investieren sollen und weiß deshalb, dass das mit Aktien halt nicht die ganze Wahrheit ist. Ein ETF auf den MSCI world muss zu dir passen. Sonst klappt das mit der Anlagedauer nicht und dann wird auch plötzich das mit dem Ergebnis nicht so einfach.

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@Rat2010

Wenn ich aber den ETF als Altersvorsorge nutze, dann muss ich mir das Geld doch irgendwann auszahlen lassen. Oder soll ich irgendwann in der Kiste liegen und der Sparplan läuft weiter?

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@xql76145

Natürlich kannst du das Geld nicht nur vererben sondern auch verbraten, verreisen oder sonst was.

Dass du nicht nur ethisch anlegst ist nebenbei sinnfrei.

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@Rat2010

Echt? Mir wurde geraten die Finger von ethischen/grünen ETFs zu lassen, da dort das Risiko höher sei. Sie wurden sogar mal als kurzfristiger Trend bezeichnet und sie seien nicht für etwas Langfristiges an der Börse.

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@xql76145

Es gibt jede Menge breit anlegende Alternativen. Auch in tausend Abstufungen, was die Anlagemöglichkeiten anbelangt.

Überlege, dass du nach einem Monat den nicht ethisch/grünen Fonds kritisch siehst. Vielleicht auch, weil du denkst, dass es langfristig interessanter sein könnte?

Hältst du es für möglich, dass du die Zeiten des billigen Nachkaufs, die kommen werden, ethisch oder nachhaltig besser nützen könntest?

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Das ist in Ordnung. Es gibt immer Schwankungen - auch größere. Als Aktienanleger solltest Du eine Anlagehorizont von mind. 10 besser 15 Jahren haben.

Ja schon. Aber wenn es jetzt ein Jahr in den Keller gehen sollte, macht man sich ja dann schon einen Kopf.

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@xql76145

Wenn du über eine Zeitspanne von 20 oder 30 Jahren nachdenkst ist das nichts anderes als günstigere Kurse zum einsteigen.

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