Ab wann sollte man als Privatperson einen Insolvenzantrag stellen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Manchmal ist bei geringem Einkommen ein Insolvenzverfahren meist billiger als die Rückzahlung der Schulden. Eine Entscheidung sollte man von einigen Faktoren abhängig machen: Gerichtskosten (die muss man nämlich selber tragen, zwar gestaffelt auf 6 Jahre, aber trotzdem), derzeitiges Vermögen (alles was man zu Geld machen kann wird genommen. Das kann das Auto, Haus und auch Lebensversicherung sein), voraussichtliches Einkommen in den nächsten 6 Jahren (hier erhält man nur einen kleinen Teil von. Minimal sind es aber 990E)

Eine Privatinsolvenz sollte man erst dann beantragen, wenn die Schulden derart umfangreich und hoch sind, dass auf unabsehbare Zeit nicht mehr gewusst wird, den Schulden zu entkommen bzw. sie auszugleichen. Eine eidesstattliche Versicherung sollte zu einer Schuldnerberatung führen, wenn daneben weitere Gläubiger bestehen, so dass die Löschung aus dem Schuldnerverzeichnis auch nicht mehr weiter hilft. Schuldnerberatung hat meistens eine kompetente Stelle, die solche Privatinsolvenzen durchführen.

Die Durchführung einer Insolvenz muss immer individuell gesehen werden. Sorry, so pauschal ist das nicht zu machen. Grundsätzlich gilt , ein Insolvenzverfahren sollte dann in Betracht gezogen werden, wenn 1. keine liquidität mehr besteht und oder 2. eine Überschuldung vorliegt.

Was möchtest Du wissen?