Ab wann eigene Immobilie versichern?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Mit dem Erwerb eines Gebäudes „kaufen“ Sie die Wohngebäudeversicherung automatisch mit. Dies ist im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) geregelt, damit für den Erwerber beim Kauf der Immobilie keine Versicherungslücke entsteht. Sie müssen die Versicherung aber nicht behalten. Sie kann innerhalb eines Monats, nachdem Sie als neuer Eigentümer ins Grundbuch (es zählt die endgültige Eintragung, nicht die Auflassungsvormerkung!) eingetragen worden sind, gekündigt werden.

http://www.bundderversicherten.de/wohnen-bauen/hauskaufundversicherungen

Ihr "erbt" die bestehende Versicherung. Meist nutzt diese dann die Möglichkeit und kündigt den (alt) Vertrag gleich.

Kurze Ergänzung zur Antwort von Matrix (die absolut richtig ist): bei manchen Grundbuchämtern dauert die Eintragung leider recht lange. Dann wird es etwas kompliziert. Ein Beispiel aus der Praxis: ein Kunde von mir hat im Nov.2006 ein Haus gekauft und ist im Dez.2006 eingezogen. Auflassungsvormerkung war da, Grundbucheintrag erfolgte erst im Dez.2007! Erst ab diesem Zeitpunkt konnte der Käufer es selbst versichern. In so einem Fall sollte der Käufer mit dem Verkäufer abstimmen, wer die bestehende Versicherung bezahlt. Zahlt der "alte" Besitzer den Beitrag nicht (weil ihm das Haus ja eigentlich nicht mehr gehört), hat der neue Besitzer im Schadensfall ein Problem. Im Schadensfall läuft der Schriftwechsel (bis zum Grundbucheintrag) über den Verkäufer. Ganz anders sieht es übrigens aus, wenn man ein Haus erbt. Dann erbt man auch die bestehende Versicherung und kann diese erst zum vertragsgemäßen Ablauf beenden (oder weiterführen).

Kann ich nach Löschung als Eigentümer aus dem Grundbuch noch aus einer Zweckbestimmungserklärung in Anspruch genommen werden?

Hallo Zusammen,

im Jahr 2009 habe ich mit meiner Frau eine Baufinanzierung abgeschlossen zu deren Sicherung eine Eintragung der auszahlenden Bank in das Grundbuch vereinbart wurde.

Mittlerweile sind wir geschieden und es ist vereinbart, dass ich im nächsten Jahr (neue Baufinanzierung nach Ablauf der Zinsbindung) nicht mehr Darlehensnehmer sein werde und somit auch als Eigentümer aus dem Grundbuch gestrichen werde.

Da ich aktuell aber noch im Grundbuch stehe, verlangt die Bank für den neuen Vertrag eine Zweckbestimmungserklärung von mir. So weit so klar.

Es steht in dieser Erklärung allerdings nirgendwo, dass ich nicht mehr haftbar bin, sobald ich auch nicht mehr Eigentümer der Immobilie (also aus dem Grundbuch gestrichen) bin. Im Vertrag, der zeitlich nicht befristet ist, steht z.B. dass ich das Gebäude in gutem Zustand erhalten muss.

Die konkrete Frage: erlischt die Erklärung automatisch in dem Moment, in dem ich nicht mehr im Grundbuch stehe, oder bin ich auch dann weiter haftbar, wenn das nicht in der Erklärung eindeutig anders geregelt ist?

Vielen Dank für die Hilfe!

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?