6% Zinsen beim Finanzamt. Eine gute Anlage?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die ersten beiden Fragen sind wohl recht einfach zu beantworten: Verzinsung kann der Steuerpflichtige nach § 233a AO dann beanspruchen wenn Steuern festgesetzt wurden:

http://dejure.org/gesetze/AO/233a.html

Das ist hier ja nicht der Fall. Im übrigen darf man ja nicht vergessen, dass dieses -wohl durchgängig bei Selbstanzeigen empfohlene- Vorgehen ja für den Steuerpflichtigen durchaus einen Zinsvorteil hat: Die von ihm (!) zu leistende Verzinsung des hinterzogenen Steuerbetrags endet mit der Vorauszahlung an das FA. Somit hat es ja durchaus einen Vorteil, wenngleich der natürlich durch die Zahlung einer wesentlich geringeren Summe auch zu erreichen gewesen wäre.

Damit ist Frage 3 im übrigen auch beantwortet: Nein.

Und Frage 4: Natürlich hat der Mandant einen Anspruch auf Schadensersatz. Viel Spaß bei der Darlegung und Berechnung!

Die Fragen sind überflüssig und dienen wohl zu Belustigung. Da das Finanzamt noch keine Forderungen hat, erfolgt umgehende Erstattung.

Da irrst Du. Ich kenne vergleichbare Fälle wo das FA die -vorher vom Steuerpflichtigen oder seinem Berater angekündigte- Vorauszahlung auf die zu erwartende Steuerschuld dankbar angenommen und mit den später entstehenden Forderungen verrechnet hatte.

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@vulkanismus

@vulkanismus

Und ob Du irrst. Die Überweisung muss mit einer Selbstanzeige einhergehen, ansonsten kann der Gute sich das Gedöns auch gleich ganz sparen. In dem Fall wird erst mal gar nichts erstattet.

Ein Problem, wohin mit dem Schotter, das hatte das FA wohl. Mittlerweile gibts dafür der Häufigkeit wegen Lösungen.

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@FREDL2

Die Überweisung erfolgte v o r der Selbstanzeige. Die Selbstanzeige muss mit einer Überweisung einhergehen und nicht so verdreht, wie Du sagst. Ansonsten kommt es zu erwähnten Erstattung.

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@vulkanismus

Als amtlich bestellter Qualitätsprüfer muß ich diese Antwort monieren: Nirgendwo steht, dass die Überweisung v o r Selbstanzeige erfolgt ist. Im Gegenteil läßt die Erwähnung des Steueranwalts nur den Schluß zu, dass die Zahlung n a c h Selbstanzeige erfolgt ist. Ansonsten nämlich hätte sich der Steuerpflichtige die Beauftragung des Steueranwalts gleich sparen und den Vorsitzenden des Teckelzuchtvereins fragen können - oder den Friseur, denn der weiß ja ohnehin alles.

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@vulkanismus

Die Summe soll Deiner Interpretation also noch vor der Selbstanzeige überwiesen worden sein? Auch wenn der Steueranwalt kein Guter gewesen sein soll, wie das geht, müsste er wenigstens wissen. Und davon gehe ich aus.

Nachdem Herr Tritur sich gegen seine Gewohnheit gleich gar nicht mehr äussert, nehme ich an, er ist aus seinem Traum, Uli Hoeness zu sein, aufgewacht.

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@vulkanismus

V o r der Steuerfestsetzung, so die naheliegenste Interpretation, und nicht vor dem Eingang der Selbstanzeige.

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@Privatier59

Ok, sollst auch Recht haben. Jedenfalls habe ich schon beide Kostellationen erlebt. Hat in einem Fall sogar dazu geführt, dass es wegen der erfolgten Erstattung zum gerichtlichen Streitfall kam. Der "Steueranwalt" bekam jedenfalls kein Recht, aber eine Mutwillensstrafe.

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Hallo, ich weiß, ich werde jetzt bestimmt viel mit der moralischen Keule abbekommen...und habe es auch sicher verdient... Ich arbeite seit ca 15 Monaten als Freiberufler in der Webdesign-Branche. Habe damals (war mitten in der Trennung von Frau und Kind) den Erfassungsbogen vom Finanzamt zwar angefordert und erhalten, aber nicht wieder zurückgeschickt... Da nahm das Unheil also seinen Lauf...Da ich völlig unvorbereitet und ohne Hilfsmittel in jeglicher Form startete war das Geld also immer knapp (monatelang unter Hartz4 Satz). Der größte Fehler war aber, das ich zusätzlich zum Nichtanmelden immer Mwst. auf die Rechnungen geschrieben habe... Da ich nicht angemeldet war, wurde sie natürlich auch nicht eingefordert... Habe immer gedacht, wenn die Aufträge laufen, melde ich mich ordnungsgemäß (rückwirkend) an, und zahle die von mir einbehaltene Umsatzsteuer zurück... Das Geld war aber nie da, hatte (und habe) sogar existentielle Nöte... Bin leider viel zu spät aufgewacht, und möchte und muss jetzt alles bereinigen, bzw. mich meiner (Schand)Tat stellen...weiß nur nicht, wie ich das am besten tue...

Einer meiner Kunden hat dazu eine Betriebsprüfung des Finanzamtes gehabt, in der meine Rechnung aufgefallen ist... Verdammter Mist, in den ich mich da reingeritten habe... Es sind ca 1800€ von mir einbehalte Mwst.... Bin dankbar für Tips!!!!!!

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Bei Depotbeständen vor dem 01.01.2009 Kursgewinne steuerfrei?

Habe mir den von GAFIB zu meiner früheren Fragen eingestellten Link ****http://www.jblaustein.de/finanzen/abgeltungsteuer/abgeltungsteuer_verrechnung.ht...

durchgelesen, der schon einiges verdeutlicht. Noch mal vielen Dank dafür.

Darin ist häufig von Kursgewinnen und deren Behandlung mittels Verrechnungstöpfen die Rede.

Leider wird zu Kursgewinnen von vor dem Stichtag 01.01.2009 angeschafften Anlagen nichts gesagt, von denen ich meine, dass sie wegen Bestandsschutz steuerfrei sind, oder?

Gibt es auch Kursgewinne, z. B. bei Investmentfonds, die sich während des Besitzes der Anlage ergeben, also nicht erst bei deren Verkauf und greift hierbei auch der Bestandsschutz?

Thema Depotübertragung:

Zur Feststellung von Kursgewinnen, oder -Verlusten, muß nach meinem Verständnis ein Vergleich zwischen Kauf- und Verkaufspreis erfolgen. Vor einigen Monaten habe ich mein Depot von der Ursprungsbank (damit meine ich die Bank, über die ich auch alle Anlagen kaufte) zu einer anderen übertragen, mit der Maßgabe, auch die Verrechnungstöpfe zu übertragen. Die neue Bank schickte mir eine Kopie der Übertragungsliste, in der aber keine Anschaffungswerte stehen. Also wie soll die neue Depotbank Kursgewinne ermitteln?

Da auch die Datumsangaben für alle angeschafften Anlagen nicht mit den tatsächlichen übereinstimmen, kann ja auch hierüber kein echter Anschaffungswert festgestellt werden.

Bei einem Papier hat die neue Depotbank einige hundert Euro Abgeltungssteuer erhoben, weil das Geschäftsdatum fälschlich nach dem Stichtag 2009 angegeben wurde.

Bei diesem falschen Datum handelt es sich aber um die Verschmelzung mit einem andern Fonds.

Trotzdem meine ich, dass auch in so einem Falle der Bestandschutz greifen müßte, denn in einer Veröffentlichung des Bundesverbandes Investment und Asset Management e.V. steht folgendes hierzu:

„Besitzt der Anleger einen Fonds, der mit einem anderen Fonds verschmolzen wird, erhält er neue Anteile an dem anderen Fonds. Der Fiskus sieht diese "Veräußerung" und "Neuanschaffung" aber nur als steuerneutralen Vorgang, so dass die neuen Anteile in die Rechtsposition der alten Anteile eintreten (sog. "Fußstapfentheorie"). Somit ist es für den Anleger unerheblich, ob der Fonds vor 2009 oder nach 2008 fusioniert wird bzw. wie lange er seine Anteile besessen hat. Veräußert er seine neuen Anteile, ist der Gewinn steuerfrei, sofern er die alten Anteile vor 2009 gekauft hat und seit Kauf mehr als ein Jahr verstrichen ist.“

Auf eine schriftliche Aufforderung der alten Depotbank, die Daten zu berichtigen, hat diese erst gar nicht reagiert, so dass ich derzeit über ein Anrufen des Ombudsmann nachdenke.

Was meint Ihr dazu????

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