450€ Job + Vollzeitjob = vom Amt?

2 Antworten

Du bist U25 = unter 25 Jahre jung. Damit trifft für Dich noch die gesonderte Regelung für Jugendliche und Jungerwachsene zu. Das ändert sich aber mit Deinem 25. Geburtstag. - Lies dies:

Hartz IV: Einkommen Kinder & Bedarfsgemeinschaft

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-einkommen-kinder-bedarfsgemeinschaft3221.php

Kinder (bis 24 J.) in Hartz IV-Bedarfsgemeinschaftenmit eigenem Einkommen (Lohn,Unterhalt, Waisenrente, Kindergeld etc.) fallen aus der Bedarfsgemeinschaft raus, wenn sie mit ihrem Einkommen vollständigihren eigenen Bedarf decken.

Auch hier im Forum sehr gut erläutert:

http://www.forum-sozialhilfe.de/phpBB3/viewtopic.php?t=25690#p167709">Eltern ALG2, Kindarbeitet VZ
http://www.forum-sozialhilfe.de/phpBB3/viewtopic.php?t=25690#

Hier erlärt es isomatte:
http://www.gutefrage.net/frage/hartz-4-geld-arbeiten

-

Ab Deinem 25. Geburtstag ist dies wichtig für Dich zu wissen:

"Sippenhaft" der HartzIV Bedarfsgemeinschaft
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/0344e19a280d3250b.php

Außerdem schon mal für den Fall, dass Ihr zusammen veranschlagt werden solltet als "Bedarfsgemeinschaft",hier ein

Arbeitslosengeld 2 Rechner
http://www.geldsparen.de/arbeitslosengeld-2/

Du müsstest ab Deinem 25. Geburtstag also tatsächlich aufkommen, wenn Ihr als Bedarfsgemeinschaft angesehen würdet.

Lies zum Thema Bedarfsgemeinschaft dies:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bedarfsgemeinschaft

.

Diese Gefahr könnt Ihr umgehen, wenn Ihr nicht gemeinsam in der Wohnung wohnt, sondern wenn Du die Wohnung mietest und ein Zimmer an Deine Mutter untervermietest (das wäre dann mit Küchen- und Badbenutzung, wie meist in Untermietverträgen). - Musterverträge für Untervermietung findest Du im Internet.

Deine Mutter wäre in dem Fall weiterhin Hartz IV-Bezieherin, und Du hättest mit dem Jobcenter gar nichts zu tun. Ihr müsst die Wohnung dann auch klar so trennen, denn es kann sein, dass mal Kontrollettis bei Euch anklingeln, um das zu prüfen. - Die kommen gern unangemeldet früh morgens, um zu überrumpeln. Die müsst Ihr nicht sofort reinlassen, sondern freundlich mit ihnen einen zeitnahen Termin zur Besichtigung vereinbaren. - Bei diesem Besichtigungstermin habt Ihr dann einen Beistand / Ämterlotsen dabei (dazu gleich mehr).

Den Umzug muss sich Deine Mutter vor Unterschreiben des Untermietvertrages genehmigen lassen. Auch zu dem Gespräch geht Deine Mutter besser mit einem Beistand / Ämterlotsen hin. Wichtig für sie dann: Reden ist Silber und Schweigen ist Gold. Also nicht glückselig anfangen zu "plappern" von "Sohn" und so (muss sie auf Nachfrage ja nicht verschweigen, aber nicht auf dem silbernen Tablett präsentieren).

Supi wäre es, wenn Ihr zwei günstige Wohnungen in einem Haus auf demselben Flur hättet - man darf ja noch träumen dürfen  ‹(••)› Sollten Euch die Engel küssen und Ihr solch einen Traum erfüllt bekommt: Auch dann muss sich Deine Mutter den Umzug genehmigen lassen. - Dürfte kein Problem sein, wenn die Wohnung nicht größer und nicht teurer ist als die jetzige. - Schau mal (google so) in die

Örtliche Richtlinien Harald Thome

um zu erfahren, wie groß und wie teuer eine Wohnung für Grundsicherungsbezieher sein darf. Falls Euer Wohnort dort nicht aufgelistet ist, nimm einen im selben Bundesland in der Nähe.

.

Bei weiterem Beratungsbedarf zu diesem oder einem anderen sozialen Thema
empfehle ich eine Sozialberatung. Google dazu mit
sozialberatung
und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist).
Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen gezeigt wie die
Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband
oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Vereinbare dort einen Beratungstermin.

Wohnst Du in Hamburg, hole Dir Rat bei der sehr guten Beratungsstelle
Arbeitslosen Telefonhilfe 0800 111 0 444 (Handy: 040 - 22 75 74 73).
Dort ist man zu Fragen rund um das Thema Arbeitslosigkeit sehr erfahren
(die dürfen nur Hamburger / Umgebung beraten).

.

Nun zum Thema Beistand / Ämterlotse - gib Deiner Mutter das folgende zu lesen:

.

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen).
Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge
persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf
einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift
bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht
das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum
und Unterschrift“
).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben
aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es
mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum
dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und
Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein
Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt
wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht
behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und
wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original
unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten)
. - Nicht (oder angeblich nicht)
abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht
gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. -
Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß
allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit
jobcenter unterlagen verloren
und lies auch dies:
Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

.

Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein.
Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im
Vertrauen
landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“
(wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-betroffene.php

.

Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen.
Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher
macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber
auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google
mit 13 sgb 10):

     (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit
           einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene
           gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht
           unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit
Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

     Ämterlotsen
     Behördenlotsen
     Behördenbegleiter
     Hartz IV Mitläufer
     Hartz IV Gegenwind e.V.
     Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und
(die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine
Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus.
(Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen
des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast
Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft):
Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand
sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die
gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht
darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu
lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich
etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es
gesagt.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände /
Ämterlotsen / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen. In Hamburg
z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

.

Achtung! sehr wichtig:
Folge den Dir aufgegebenen Mitwirkungspflichten wie Bewerbungen
schreiben, an Maßnahmen / Fortbildungen teilnehmen (auch falls Dir
eine der Maßnahmen blöd, unsinnig oder für Dich unangemessen erscheinen
mag). In solch einem Fall wende Dich an eine Arbeitsloseninitiative /
Arbeitslosenberatung / Rechtsberatung. - Bezüglich fehlender Mitwirkung
wurde das Gesetz für "Hartzis" krass verschärft, und das kann sehr
schmerzhafte finanzielle Folgen für Dich haben!

-

@west0404, ich denke, ich habe an alles gedacht  ‹(••)›


Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, ich sage tausend dank! 

1
@west0404

Danke für die Blumen ‹(••)›

Eins noch: Der Vermieter muss mit der Untervermietung einverstanden sein. Das klärt Ihr ja dann mit ihm vor Unterzeichnung Deines Mietvertrages.

0

Hallo,

ich gehe mal davon aus, dass du über 25 Jahre alt bist !

Somit bildet ihr dann bei gemeinsamer Wohnung eine Haushaltsgemeinschaft.

Deine Mutti und du( wird vom JC berechnet) teilen sich alle anfallenden Kosten wie Miete und Nebenkosten der gemeinsam bewohnten Wohnung. Allerdings wird das erzielte Einkommen der Mutter, ihr beim Regelsatz zum Teil angerechnet.

Am besten ist es, du schaust hier einmal:

http://kreisjobcenter.marburg-biedenkopf.de/service/wichtige-fragen-faq/

Die grundsätzlichen Regelungen sind dabei überregional maßgeblich.

 

Gruß !

 Zu meiner Person ich bin 22 Jahre jung arbeite als Vollzeit Kraft 

Er ist keine 25.

Aber der Link ist gut.

1
@wfwbinder

rrrrr ....  bitter ! :-((   Danke !!!   hab ich doch glatt überlesen....

 ich wollt nur mal sehen ob ihr noch wach seid ....grins

1
@Gaenseliesel

Bei mir ist soweit alles klar, ich danke euch, ja falls mir noch was im Kopf rum reist, gebe ich euch Bescheid. 

0

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Hallo Zusammen,

ich habe schon ein wenig gesucht und meine fündig geworden zu sein.

Aber ich geh mal lieber auf Nummer Sicher.

Ich arbeite im Öffentlichen Dienst als Angestellter und habe ein 450€-Job in einer Tankstelle.

Jetzt habe ich ein Gewerbe angemeldet und möchte als Kleinunternehmer (ohne Umsatzsteuer bis 17500€ im Jahr) Hausmeisterservice und Bodenleger-Gewerbe arbeiten.

Arbeitgeber erlaubt es.

Wie muss ich mich bezüglich Steuer verhalten? Mein Kleingewerbe geht in meine persönliche Steuererklärung mit rein und der 450€-Job ist ja außen vor, oder?

Mein Chef im 450€-Job meint, dass ich dann die Lohnsteuer nachzahlen muss oder er mehr...

Ich beabsichtige im Nebengewerbe kein max. 5000 Euro im Jahr, was jetzt extrem hochgegriffen ist.

Vielen Dank für Ihre/Eure Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen

J.Joachim

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