450 Euro-Grenze auch bei nebenberuflicher freier Tätigkeit?


02.05.2020, 16:22

Vielen Dank für die bisherigen Antworten- dann bleibt wohl nur die Selbstständigkeit..hierzu noch ergänzend eine Frage: zusätzlich zum Honorar wurde mir monatlich Fahrtgeld vom DRK erstattet. Muss ich diese irgendwo angeben bzw kann ich sie vom selbstständigen Gewinn abziehen?

4 Antworten

Die Einnahmen haben 450€/Monat nie überstiegen, daher dachte ich, dass dieser Zuverdienst steuerfrei ist.

Dann hast Du beim Denken Pech gehabt.

Die Grenze von 450,- Euro gilt nur beim Minijob, also bei einer abhängigen Beschäftigung. Ausserdem denken die Arbeitnehmer solcher Jobs immer, dass es abgabenfrei ist.

Das ist aber nicht so. Nur zahlt die Abgaben nicht er Arbeitnehmer, sondern der Arbeitgeber pauschal mit 32 %.

Für Dich als Ärztin klar, es gehört in Deine Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

450 € pro Monat sind steuerfrei, wenn sie um Rahmen eines echten Minijob verdient werden. Das heißt, es gibt einen Arbeitgeber, der monatliche Lohnabrechnungen macht und 2 % pauschale Lohnsteuer sowie pauschale Sozialabgaben bezahlt.

In allen anderen Fällen - Minijob "auf Lohnsteuerkarte", Honorartätigkeit - gibt es keine Steuerfreiheit.

Das "Fahrtgeld" ist normale Einnahme, aber Du kannst die gefahrenen km x 0.30 Euro in die EÜR eintragen.

Das sind die Kriterien für Übungsleiter, also ich würde mal sagen, die passen nicht zu der angegeben Tätigkeit und somit ist das auch nicht möglich.

  • die Tätigkeit als Sporttrainer, Sportwart oder Mannschaftsbetreuer
  • die Tätigkeit als Chorleiter oder Dirigent
  • die Lehr- und Vortragstätigkeit im Rahmen der allgemeinen Bildung und Ausbildung (Veranstalten von Kursen, Halten von Vorträgen, Erteilen von Unterricht)
  • Tätigkeiten im Rahmen der beruflichen Aus- und Fortbildung (z. B. Leiten einer Arbeitsgemeinschaft für Mitarbeiter von Vereinsgeschäftsstellen).

Wenn es ein Minijob gewesen wäre, hätte dieser auch angemeldet werden müssen vom AG, sieht auch nicht so aus.

Ergo - bleibt nur die selbstständige Tätigkeit.....

Ein Steuerberater wäre vielleicht zu empfehlen

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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