400-Euro-Job - kein Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Krankheit?

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4 Antworten

Arbeitgeber haben gegenüber ihren Arbeitnehmern eine Reihe von arbeitsrechtlichen Pflichten zu erfüllen. Dies gilt auch für Minijobs.

Der Arbeitgeber muss beispielsweise

  • bei unverschuldeter Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit bis zu sechs Wochen lang Entgeltfortzahlung an den Arbeitnehmer in Höhe des ihm zustehenden regelmäßigen Arbeitsentgelts leisten,

  • bei Schwangerschaft im Rahmen der Regelungen des Mutterschutzgesetzes der Minijobberin während der Zeit von Beschäftigungsverboten sowie der Zeit der Mutterschutzfristen Entgelt fortzahlen

  • dem Arbeitnehmer bezahlten Erholungsurlaub gewähren und zwar mindestens für die Dauer des gesetzlich vorgeschriebenen Urlaubsanspruchs (in der Regel vier Wochen),

  • für die Arbeitszeit, die wegen eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt fortzahlen und

  • Kündigungsfristen beachten. Soweit im Arbeitsvertrag keine anderen Regelungen getroffen wurden, kann das Arbeitsverhältnis von beiden Parteien mit einer Frist von vier Wochen zum 15. des Monats oder zum Monatsende gekündigt werden.

http://kuerzer.de/heITp9geF

Wenn das Arbeitsverhältnis nicht nur kurz (unter vier Wochen) bestand, muss er.

was passiert wenn man sich krank meldet. Wer meldet sich bei wem wegen der Lohnfortzahlung? Oder läuft das automatisch nachdem man die Krankmeldung abgeschickt hat?

Dein Chef, der hat es ja in sich. Dir steht ganz normal die 6wöchige Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu. Diese Zahlung muß er Dir gewähren. Außerdem bekommt er doch sogar einen Teil von der Krankenkasse erstattet, wenn er wenige Beschäftigte hätte, er zahlt ja dafür eine Umlage an die Krankenversicherung.

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