400 € Job wurde in Steuerbescheid als selbständige Tätigkeit berechnet

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Vielen lieben Dank euch schon für die Mühe! Also ziehe ich daraus den Schluss, dass ich einen Fehler damit gemacht habe, diesen Minijob anzugeben... Ich habe einen Arbeitsvertrag für diesen Minijob und der AG zahlt pauschale Beiträge und einmal habe ich (allerdings 2011) die 400 € Grenze überschritten und da wurde dann automatisch ein zusätzlicher pauschaler Betrag für alles mögliche abgezogen... Also das sollte alles ganz in Ordnung und rechtskonform laufen. Zumindest wurde auch die Sozialversicherungsmeldung übermittelt und all sowas. Der andere AG hat keinen richtigen Vertrag, das läuft auf "Honorarkraftbasis", aber fällt auch unter die Übungsleiterpauschale von 2100 € und hat demnach eigentlich eh nichts in der Versteuerung zu suchen.

Was das Finanzamt mit meinen Einkünften aus dem Nebenjob gemacht hat? Diese wurden als "Einkünfte aus selbständiger Arbeit" angerechnet. Dadurch wurde eine deutlich höhere Einkommensteuer festgesetzt, eine deutlich höhere Kirchensteuer und ein deutlich höherer Solidaritätszuschlag. So dass ich glücklicherweise immerhin nicht in eine Nachzahlung geraten bin. Übrigens habe ich auch gerade noch folgenden Satz gelesen: "Die Einnahmen und Ausgaben i.R. ihrer freiberuflichen Tätigkeit sind in einer Einnahme-Überschuss-Rechnung darzustellen". Dafür habe ich 4 Wochen Zeit. Muss ich das jetzt trotz Widerspruch machen?

Meine Fahrtkosten für die Nebentätigkeit wurden im übrigen auch nicht einberechnet, sondern wirklich nur mein Einkommen daraus oben drauf addiert. Ich hatte eine schöne Auflistung aller Arbeitstage mit Verdienst und Fahrtkosten aufgezählt, wodurch ich am Ende monatlich nicht einmal die 200 € erreiche (also wenn ich Fahrtkosten vom Lohn abziehe). Und das hab ich nun davon :-(. Gleiche Auflistungen hatte ich auch 2011, allerdings war das ein anderes Finanzamt, da ich ja in 2012 umgezogen bin.

Du musst keinen Widerspruch machen, sondern Einspruch einlegen und das subito.

Deine "Einnahmen und Ausgaben i.R. ihrer freiberuflichen Tätigkeit in einer Einnahme-Überschuss-Rechnung darzustellen" musst Du dagegen gar nicht, Du hattest keine Einnahme-Überschüsse.

In Deinem schriftlichen Einspruch musst Du darlegen, dass es sich bei der einen Einkunftsart um einen pauschal versteuerten Minijob und bei dem anderen Angabe um Aufwandsentschädigung einer ehrenamtl. Tätigkeit handelt.

Nur wenn Dein Minijob-Arbeitgeber sich die pauschale Lohnsteuer gespart hätte, würden die Minijob-Einnahmen steuerpflichtig. Du schreibst, das hat er nicht, ergo hatte Dein Minijob in Deiner Steuererklärung nchts verloren..

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