36 Beitragsjahre?

2 Antworten

Diese Gedankenspielerei setzt natürlich einiges voraus:

Um den Job zu kündigen und das Sozialversicherungssystem zu verlassen müsstest Du von einem Minijob oder einer selbständigen Tätigkeit Deine laufenden Kosten sowie die Krankenversicherungsbeiträge decken können (KV ca. 180,- Euro ohne Einkommen, dann blieben da. 270 Euro zum verprassen von einem Minijob).

Also, falls Du eine Immobilie besitzt (die bestenfalls auch nie Instandhaltungen benötigt), Du noch weiteres Vermögen hast, könnte man sich so die nächsten 14 Jahre angenehm gestalten.

Leider weiss man nicht, wie sich der gesundheitliche Zustand so zwischen dem 53. und dem 67. Lebensjahr entwickelt. Eventuell wird man erwerbsunfähig und würde sich dann über eine Erwerbsminderungsrente oder Reha-leistungen der RV freuen.

Ich habe gerade im Bekanntenkreis eine dramatische Entwicklung durch einen Unfall zu beobachten. Da ist Absicherung schon gut.

Ich bin mit 53 Jahren bereits ausgebrannt und habe wirklich gesagt keine Lust bis 67 zu arbeiten! Die Immobilie ist abbezahlt, Eigenkapital ist auch noch vorhanden. Gesundheit hin oder her! Wer sagt denn das Du die Rente erlebst? Wäre doch viel schöner jetzt die Zeit zu genießen bevor man geht! Ich stelle keine großen Ansprüche komme auch mit wenig aus und was man in jungen Jahren nicht gemacht hat macht man im Alter auch nicht mehr!

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@RA1965

Ja, überleg es Dir.

Frag nochmal bei der RV nach, ob der angekündigte Rentenbetrag hochgerechnet wurde oder nicht (siehe Antwort von snoopy).

Überleg, was Du an EM-Rente verlieren würdest, wenn Du z.B. in 2 Jahren wegen dieses Burnouts eine EM-Rente für 12 Jahre bekommen würdest.

Evtl. kann man auch den Burnout diagnostizieren lassen, also sich innerhalb des Sozialversicherungssystems die Möglichkeiten suchen, z. B. Kur, Krankschreibung etc..

Ich persönlich würde mich damit sicherer fühlen. Und die Devise "Ich werde vielleicht ohnehin nicht alt" gilt natürlich nur solange, bis man das Alter/den Zustand erreicht hat.

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Dein größter Irrtum ist zu glauben, dass Du jetzt schon deine zukünftige Rentenhöhe abgesichert hast.

Diese Hochrechnung über die zukünftige Rente setzt immer voraus, dass Du auch in den kommenden Jahren Beiträge entrichtest und auch Dein Einkommen jährliche Zuwächse aufweist.

Kannst Du Deine Sozialversicherungsbeiträge in den nächsten Jahren nicht steigern, dann kannst Du mit einer Nebenbeschäftigung dies teilweise ausgleichen.

Das hab ich mich auch gefragt. Ob das so ist, weiss ich nicht. In meiner Renteninformation (ich bin über 20 Jahre ausschliesslich selbständig) steht ein Betrag, der nicht hochgerechnet wurde, was ich nachgefragt hatte.

Aber das kann der Fragesteller selbst nochmal in seiner Renteninformation nachlesen oder bei der RV nachfragen.

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Wieso Hochrechnung?

Laut vorliegender Renteninformation:

a) Rente wegen voller Erwerbsminderung

b) Höhe Ihrer künftigen Regelaltersrente / nach heutigem Stand == X

c) Höhe Ihrer künftigen Regelaltersrente / Beiträge wie im Durchschnitt der letzten 5 Kalenderjahre gezahlt werden - Rentenanpassung nicht berücksichtigt!

Ich strebe b) an was für mich bedeuten würde den Betrag X zu erhalten! Sollte ich eine Rente mit 64 Jahren beantragen dann muss ich zusätzlich mit 14,4% Abschlag rechnen!

  1. Nebentätigkeit (Minijob) / Was darf hinzuverdient werden?
  2. KV - Kosten
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@RA1965

Wieso jetzt "was darf hinzuverdient werden?" Zu was denn?

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