3 Erben / Testamentseröffnung

3 Antworten

Weiss jemand Gestaltungsmöglichkeiten, wie man solch ein Erbe mit mehreren Immobilien, die 1/3 geschrieben sind, mit möglichst wenig Grundbuchkosten / Notarkosten / Gerichtskosten über die Bühne bekommt?

Du verkennst in einem Punkt die Rechtslage: Der Erbfall führt zu einer Gesamtrechtsübertragung. Folge ist, dass die Erbengemeinschaft automatisch (!!!) neuer Eigentümer wird. Das Grundbuch ist in solchen Fällen zu berichtigen und zwar durch Erbennnachweis. Danach erst kann aufgeteilt werden. Den Punkt 1 kann man nicht überspringen.

Geht zu einem Notar und lasst die Immobilien so umschreiben wie Ihr euch schon geeinigt habt. Der Notar ist bei Grundstücks-/Immobilienwechsel gesetzlich vorgeschrieben und das ist auch gut so. Der Grundbucheintrag kostet nicht die Welt, ausserdem ist es ausschliesslich Euer Nutzen.

....klar, dass schlussendlich der Notar + Grundbucheintrag stattfindet.

Das war aber nicht die Frage.

In 2 Tagen ist Testamentseröffnung: Es ist so geschrieben, dass sich alles drittelt. Nun wäre der Grundbucheintrag der Erbgemeinschaft innerhalb 2 Jahre nach Erbfall wohl kostenfrei. Aber wenn man die Sachen aufgeteilt hat -die Erben sind sich jetzt schon über die Verteilung einig- wird ein neuer Grundbucheintrag fällig, der dann Kosten verursacht.

Nun ist eben die Fragestellung ob man mit einer sinnvollen Gestaltung gleich den richtigen Eintrag ins Grundbuch (vielleicht auch kostenfrei) macht?

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Rroollff:

Ihr seit drei Erben in ungeteilter Erbengemeinschaft und euch einig, wer welches Grundstück erhalten soll. Es besteht auch Einigkeit darüber, wer von wem welche Ausgleichszahlungen erhalten soll. Prima.

Beauftragt rasch möglichst einen Notar vor Ort mit der Protokollierung eines Erbauseinandersetzungs-Vertrages. Der Voreintragung der Erbengemeinschaft im Grundbuch bedarf es nicht. Jeder von euch trägt 1/3 der Notar- und Grundbuchkosten.

Empfehlung: Bald in Angriff nehmen, bevor es sich einer anderes überlegt.

..Privatier59 schreibt, dass erst nach berichtigtem Grundbucheintrag aufgeteilt werden kann.

Franzl0503 schreibt, dass es keiner (Vor-) Eintragung der Erbengemeinschafts ins Grundbuch bedarf.... Gibt es irgendwelche zeitliche Fristen?

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@Rroollff

"§ 82 GBO - Grundbuchordnung)

Ist das Grundbuch hinsichtlich der Eintragung des Eigentümers durch Rechtsübergang außerhalb des Grundbuchs unrichtig geworden, so soll das Grundbuchamt dem Eigentümer oder dem Testamentsvollstrecker, dem die Verwaltung des Grundstücks zusteht, die Verpflichtung auferlegen, den Antrag auf Berichtigung des Grundbuchs zu stellen und die zur Berichtigung des Grundbuchs notwendigen Unterlagen zu beschaffen. Das Grundbuchamt soll diese Maßnahme zurückstellen, solange berechtigte Gründe vorliegen. Ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts als Eigentümerin eingetragen, gelten die Sätze 1 und 2 entsprechend, wenn die Eintragung eines Gesellschafters gemäß § 47 Absatz 2 unrichtig geworden ist."

Empfehlung: Frag den Rechtspfleger beim Grundbuchamt oder den Notar, welche Zeitspanne das zuständige Grundbuchamt für die bevorstehende Regelung ohne Voreintrag gewährt..

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Erbteil eines Erben verkauft - Pflichtteil einfordern?

Hallo zusammen,

meine Großeltern haben vor vielen Jahren gemeinsam ein Testament aufgesetzt. Darin werden meiner Mutter und meiner Tante jeweils eine Immobilie zugesprochen. Das zum Zeitpunkt des Erbfalls noch vorhandene Barvermögen wird den Enkeln zugesprochen.

Die Immobilie meiner Mutter wurde an ein Gewerbe vermietet. Dies wird nun von der Stadt unterbunden. Die Immobilie kann somit nicht mehr vermietet werden und steht nun leer.

Mein Großvater möchte diese Immobilie nun an einen Investor verkaufen, der ein Bauprojekt auf dem Grundstück geplant hat. Das Geld aus dem Verkauf geht dann auf das Konto meines Großvaters und wird damit zum Erbteil der Enkel. Meine Mutter erbt nun in diesem Szenario überhaupt nichts mehr. Was passiert in diesem Falle? Bekommt sie einen Pflichtteil vom Erbe meiner Tante zugesprochen? Wie hoch fiele dieser aus? Wird sie auch am Erbe der Enkel beteiligt?

Meine Mutter und meine Tante sprechen nicht mehr miteinander. Ich wollte meinem Großvater vorschlagen, den Gang zum Notar anzutreten und das Testament ändern zu lassen, damit meine Mutter und meine Tante jeweils 50% der noch vorhandenen Immobilien zugesprochen bekommen. Lässt sich das Testament so einfach ändern, wenn es sich dabei nicht um ein Berliner Testament handelt? Ich habe das Dokument leider nicht vorliegen, aber wenn ich mich recht erinnere vermacht im Testament meine (verstorbene) Großmutter einer ihrer Töchter eine Immobilie und mein Großvater der anderen Tochter die andere Immobilie. Könnte dies zu Problemen führen?

Mein Großvater ist 90 Jahre alt und pflegebedürftig, macht es Sinn das Testament handschriftlich zu ändern, damit es ein Dokument gibt während wir auf den Termin beim Notar warten? Müssen meine Tante und meine Mutter beim Notartermin in irgendeiner Weise beteiligt sein? Ich möchte eigentlich nur den Familienfrieden wiederherstellen, soweit das in dieser Situation möglich ist.

Letzter Punkt: ich bin die eingetragene Pflegeperson meines Großvaters, meine Tante hat zu keinem Zeitpunkt die Pflege übernommen. Spielt dies in dieser Situation eine Rolle, wenn es um Pflichtteile und Verteilung geht?

Mir ist klar dass ich einen Termin bei einem Anwalt machen muss, ich möchte nur vorher schon ein wenig sondieren. Vielen Dank für die Unterstützung!

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