3 Erben / Testamentseröffnung

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4 Antworten

Rroollff:

Ihr seit drei Erben in ungeteilter Erbengemeinschaft und euch einig, wer welches Grundstück erhalten soll. Es besteht auch Einigkeit darüber, wer von wem welche Ausgleichszahlungen erhalten soll. Prima.

Beauftragt rasch möglichst einen Notar vor Ort mit der Protokollierung eines Erbauseinandersetzungs-Vertrages. Der Voreintragung der Erbengemeinschaft im Grundbuch bedarf es nicht. Jeder von euch trägt 1/3 der Notar- und Grundbuchkosten.

Empfehlung: Bald in Angriff nehmen, bevor es sich einer anderes überlegt.

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Rroollff 22.04.2013, 19:26

..Privatier59 schreibt, dass erst nach berichtigtem Grundbucheintrag aufgeteilt werden kann.

Franzl0503 schreibt, dass es keiner (Vor-) Eintragung der Erbengemeinschafts ins Grundbuch bedarf.... Gibt es irgendwelche zeitliche Fristen?

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Franzl0503 22.04.2013, 20:06
@Rroollff

"§ 82 GBO - Grundbuchordnung)

Ist das Grundbuch hinsichtlich der Eintragung des Eigentümers durch Rechtsübergang außerhalb des Grundbuchs unrichtig geworden, so soll das Grundbuchamt dem Eigentümer oder dem Testamentsvollstrecker, dem die Verwaltung des Grundstücks zusteht, die Verpflichtung auferlegen, den Antrag auf Berichtigung des Grundbuchs zu stellen und die zur Berichtigung des Grundbuchs notwendigen Unterlagen zu beschaffen. Das Grundbuchamt soll diese Maßnahme zurückstellen, solange berechtigte Gründe vorliegen. Ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts als Eigentümerin eingetragen, gelten die Sätze 1 und 2 entsprechend, wenn die Eintragung eines Gesellschafters gemäß § 47 Absatz 2 unrichtig geworden ist."

Empfehlung: Frag den Rechtspfleger beim Grundbuchamt oder den Notar, welche Zeitspanne das zuständige Grundbuchamt für die bevorstehende Regelung ohne Voreintrag gewährt..

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Geht zu einem Notar und lasst die Immobilien so umschreiben wie Ihr euch schon geeinigt habt. Der Notar ist bei Grundstücks-/Immobilienwechsel gesetzlich vorgeschrieben und das ist auch gut so. Der Grundbucheintrag kostet nicht die Welt, ausserdem ist es ausschliesslich Euer Nutzen.

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Rroollff 22.04.2013, 19:51

....klar, dass schlussendlich der Notar + Grundbucheintrag stattfindet.

Das war aber nicht die Frage.

In 2 Tagen ist Testamentseröffnung: Es ist so geschrieben, dass sich alles drittelt. Nun wäre der Grundbucheintrag der Erbgemeinschaft innerhalb 2 Jahre nach Erbfall wohl kostenfrei. Aber wenn man die Sachen aufgeteilt hat -die Erben sind sich jetzt schon über die Verteilung einig- wird ein neuer Grundbucheintrag fällig, der dann Kosten verursacht.

Nun ist eben die Fragestellung ob man mit einer sinnvollen Gestaltung gleich den richtigen Eintrag ins Grundbuch (vielleicht auch kostenfrei) macht?

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Weiss jemand Gestaltungsmöglichkeiten, wie man solch ein Erbe mit mehreren Immobilien, die 1/3 geschrieben sind, mit möglichst wenig Grundbuchkosten / Notarkosten / Gerichtskosten über die Bühne bekommt?

Du verkennst in einem Punkt die Rechtslage: Der Erbfall führt zu einer Gesamtrechtsübertragung. Folge ist, dass die Erbengemeinschaft automatisch (!!!) neuer Eigentümer wird. Das Grundbuch ist in solchen Fällen zu berichtigen und zwar durch Erbennnachweis. Danach erst kann aufgeteilt werden. Den Punkt 1 kann man nicht überspringen.

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Weiss jemand Gestaltungsmöglichkeiten, wie man [...] mit möglichst wenig Grundbuchkosten / Notarkosten / Gerichtskosten über die Bühne bekommt?

Zunächst ist die Mitwirkung eines Notars bei Grundbesitzübergang durch Erbfolge nicht erforderlich.

Vielmehr nimm das GBA (Grundbuchamt) Änderungen der Eigentumsverhältnisse nach Antrag des/r Rechtsnachfolger/s (Erben) vor :-)

Würde Erbe 1 mit Testament/Erbschein/Sterbeurkunde des eingetragenen Vorbesitzers Alleineingentum vom Immobilie 1, Erbe 2 zu 2 usw. beantragen und die testamentarischem Miterben bestätigen bzw. widersprechen dem jeweiligen zugeschickten Antrag innerhalb von 4 Wochen nicht, würde der kostenlos auch so vorgenommen :-)

Wie sich sich über Ausgleichszahlungen verständigen, wäre dem GBA gleichgültig, die nimmt nur Eintragungen vor.

G imager761

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Rroollff 24.04.2013, 12:58

...sehr interessant: Heisst man könnte ohne einen notariellen Erbauseinandersetzungsvertrag Grundtücke und Immobilien beim Grundbuchamt eintragen lassen mit dem (öffentlichen notariell gemachten) Testament ? (+Sterbeurkunde?) (würde natürlich ein paar anderen Antworten hier widersprechen....) Und die Werte (Bargeld, PKW etc), die keine Immobilien und Grundstücke (auch keine Firma) darstellen, könnte man sowieso ohne Notar per selbst-gemachtem Erbauseinandersetzungsvertrag untereinander aufteilen...richtig?

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Rroollff 24.04.2013, 13:49

..sehr interessant, vielen Dank erstmal vorweg.

...ob es wohl auch möglich wäre gleich die Ehepartnerin (die nicht im -öffentlichen notariellen- Testament auftauchen) mit einzutragen ohne Zusatzkosten, oder käme das dann einem Neueintrag / Eigentümerwechsel gleich?

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Rroollff 27.04.2013, 22:16

..ich wurde von einem anderen Fachmann gefragt, ob das was Sie sagen eine "belastbare Quelle" ist, heisst, ob man nachwiesen kann, dass das so gangbar ist?

Gibts nen Gestztestext oder ne Handlungsanweisung oder irgend was Belastbares...?

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