2009gekaufteETW, an Tochter vermietet, soll ihr geschenkt werden. Fällt Spekulationssteuer an?

2 Antworten

Diese Steuersituation entsteht nur bei Veräußerungsgeschäften. Das Verschenken stellt keine Veräußerung dar, selbst wenn es wegen der möglichen Schenkungsteuer eine Schätzung der Immobilie mit einem Resultat über den Erwerbskosten gab.

Ein Geschäft gem. § 23 EStG "privates Veräußerungsgeschäft" (auch genannt Spekulation), setzt eine Veräußerung voraus.

Hier geht es um eine Schenkung. Also nur prüfen, ob über 400.000,-, dann würde Schenkunssteuer anfallen.

Der 10 Jahres Zeitraum in Sachen möglicher steuerpflichtiger Gewinn wird übrigens "mitverschenkt."

Die Tochter darf erst 2016 verkaufen, weil sie dann im Jahr der veräußerung und in den zwei Jahren davor in der Wohnung gewohnt hat (während diese in Ihrem Eigentum war).

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Die Tochter darf erst 2016 verkaufen, weil sie dann im Jahr der veräußerung und in den zwei Jahren davor in der Wohnung gewohnt hat (während diese in Ihrem Eigentum war).

Bist du sicher? Im § 23 heißt es "die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ..."

In den EStH steht, was "Anschaffung" ist, aber ich hab jetzt keine Lust nachzusehen.

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@EnnoBecker

Wir hatten den Fall schon mal, mit anderen Vorzeichen. Da warst Du der Ansicht, dass Schenkung keine Anschaffung ist. ich habe nur Deiner Ansicht (nach Prüfung) angeschlossen.

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@wfwbinder

Sowas weiß ich nicht mehr. Vielleicht ging es da auch um was anderes. Und im Übrigen halte ich es da mit Adenauer.

Mal sehen, wenn ich es schaffe, schau ich morgen mal in die EStH.

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@EnnoBecker

Dort findet sich

Keine Anschaffung ist der unentgeltliche Erwerb eines Wirtschaftsguts, z. B. durch Erbschaft, Vermächtnis oder Schenkung (>BFH vom 4.7.1950 - BStBl 1951 III S. 237, vom 22.9.1987 - BStBl 1988 II S. 250 und vom 12.7.1988 - BStBl II S. 942, >Veräußerungsfrist),

Aber lässt sich aus dem Teilsatz "die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken... " in diesem konkreten Fall nichts herleiten. Für die Tochter trifft dies doch zweifelsohne zu, auch wenn die Anschaffung 2009 stattfand.

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@Mikkey

So habe ich es auch gefunden.

Dazu weiter unten:

Bei Veräußerung eines im Wege der Gesamtrechtsnachfolge erworbenen Wirtschaftsguts ist bei der Berechnung der Veräußerungsfrist von dem Zeitpunkt des entgeltlichen Erwerbs durch den Rechtsvorgänger auszugehen (>BFH vom 12.7.1988 – BStBl 1988 II S. 942). Das Gleiche gilt auch für ein im Wege der unentgeltlichen Einzelrechtsnachfolge erworbenes Wirtschaftsgut

Das heißt, die Anschaffung fand 2009 statt; die Tochter kann sogleich veräußern. Trotzdem habe ich da ein Störgefühl. Sollte man da den 42 AO prüfen müssen?

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