100.000 Euro für Immobilienkauf "aufbewahren"?

4 Antworten

Wenn du mit Schwankungen nicht leben kannst, sind Aktien (auch Aktienfonds, ETF und so weiter) genau wie Anleihen oder Rentenfonds für dich ungeeignet.

Wir machen solche Fälle mit einem ausgewogenen Portfolio aus wenigstens fünf defensiven Fonds nur funktioniert das eigentlich nur bei Kunden gut. Neukunden sind selbst von den zwei oder drei Prozent, die auch das beste solche Portfolio schwanken kann, überfordert. Mit Immobilienfonds könnte man die Schwankung mindern, nur hast du dann wieder Mindesthaltedauer und Kündigungsfrist (also wenigstens zwei Jahre Bindung). Natürlich auch die Risiken eines Immobilienfonds.

Ob dir ein Experte helfen kann oder nicht, lässt sich ohne dich zu kennen nicht beurteilen und in Wirklichkeit dürfte das Problem sein, dass du selbst nicht weißt, was du willst. Ohne klare Vorgaben bleibt dir nur selber machen und da scheint mir ein dreimonatiges Festgeld die einzige Alternative, die deinen Vorgaben (aufbewahren) entspricht. Vom finden des Objektes bis zur Fälligkeit der Kaufpreises vergehen mindestens zwei Monate und wenn man sich nicht beeilt, sind drei Monate genau richtig.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Mit Aktienfonds kann man Geld "aufbewahren", wenn man es richtig macht. Nur, dass macht der Newcomer eben nicht.

Schon eine Anlage in einen simplen Dax-Fonds hätte seit 1.1.19 ein Plus von 10% gebracht:

https://www.finanzen.net/etf/comstage_dax®_tr_ucits_etf

Das ist das 1000-fache des derzeit üblichen Sparbuchzinses.

Kein Anlage-Greenhorn hätte davon profitiert.

Am 2.1.19 hätte der geglaubt, dass sich die miese Entwicklung der Aktienmärkte in 2018 fortsetzt, wäre dann viel zu spät eingestiegen und hätte jetzt keinen Mut zu einem Verkauf gehabt. Denn, was ist, wenn die Kurse noch weiter steigen? Man könnte ja am Jahresende 40% Plus haben.

Könnte! Könnte aber auch sein, dass sich der Markt dreht. Aus einem Plus könnte ein Minus werden.

Wenn Du vom Thema Aktie nichts verstehst und mit Schwankungen nicht leben kannst, dann bleib beim Tagesgeld. Nur dann, wenn Du als Anleger aktiv bist und Risikobereitschaft hast solltest Du wechseln

Zitat. "Kein Anlage-Greenhorn hätte davon profitiert."

Wohl wahr, aber auch die Profis haben vom Anstieg in diesem Jahr nur mit den Beständen profitiert, die sie am Enden des letzten Jahres noch hatten. Sei ehrlich, hast Du in den ersten Januartagen neues Geld in den Aktienmarkt gesteckt?

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@NasiGoreng

Ich hatte Ende 2018 große Positionen aus steuerlichen Gründen verkauft, bin aber gleich wieder eingestiegen. Allerdings nicht in den DAX. Dem habe ich die Entwicklung auch nicht zugetraut.

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Bleibt da für den eher sicherheitsorientierten Menschen nur die Option Tagesgeldkonto?

Ein Monatsgeldkonto (1- oder 3-monatige Bindung) geht bei dem zu erwartenden Zeitablauf eines Immobilienkaufes (welche Art Immobilie?) auch noch. Du musst Dich halt auf dem Markt umschauen und nicht nur Deine kontoführende Bank fragen.

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