Wie kann man den Begriff Finanzverhalten im Bezug auf Investoren definieren?

3 Antworten

Die Antwort von >gandalf94305< ist eigentlich schon sehr umfangreich und zutreffend, nur möchte ich dieses durch einen kleinen Hinweis ergänzen und der lautet "Gesetzesänderungen" oder auch die "Rechtssprechung" führen zum ändern eines Verhaltens bzw. die das Verhalten beeinflussen! Da muss man heute zu Tage alles mögliche in Betracht ziehen, gerade bei Immobilien, wo alles mögliche wie z. B. Erleichterung von Enteignungen diskutiert werden. Investoren, ob privat oder geschäftlich, sollten vorher prüfen ob sich die Investition lohnt oder nicht! Da ich nicht genau weis, in welche Richtung Deine Frage geht, möchte ich es bei diesen Hinweis belassen.

Deine Frage ist recht kurz gehalten. Es wäre hilfreich, wenn Du den Button "weitere Details hinzufügen" unter der Überschriftszeile für die Frage genutzt hättest.

Investoren?

Finanzinvestoren?

Institutionelle Investoren?

Private Investoren?

Immobilieninvestoren?

Ein Immobilienfonds ist ein Investor, die Familie Quandt/Klatten ist ein Investor, Blackrock ist ein Investor.

Das Verhalten dieser Investoren unterscheidet sich.

Vielen Dank. Ja den Button habe  ich leider übersehen :/ mir geht es um die institutionellen Investoren und ihre direkte / indirekte Investition in Immobilien. Sprich ich kann dann darauf eingehen, wie viel sie investieren,  in was für immobilien, was für  ein Risiko/ Rendite Profil sie haben? 

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Finanzverhalten ist i.d.R. das persönliche Verhalten privater Personen und Haushalte im Umgang mit ihren Finanzen, d.h. Einnahmen, Ausgaben und Anlagen. Dazu gehören Fragen wie welche Ausgaben ein Haushalt tätigt, wodurch die Bereitschaft, Kredite aufzunehmen, geprägt wird, welche Rücklagen Privatpersonen bilden... und vieles mehr. Auf dieses Finanzverhalten können Unternehmen ihre Leistungen abstimmen, indem sie auf ganz bestimmte Ängste oder Nöte anspielen und so Kunden gewinnen bzw. Produkte und Dienstleistungen verkaufen können. Statistisch wird Finanzverhalten nach Zielgruppen differenziert: Alter, Einkommen, Lebenssituation, Ausbildung, beruflicher und persönlicher Hintergrund, ... Man kann auch Korrelationen zwischen Verhaltensweisen identifizieren, z.B. daß Personen mit einer eigenen Immobilie vorsichtiger und konservativer anlegen und im Alter deutlich mehr Vermögen besitzen als Personen, die zur Miete wohnen. Darauf lassen sich dann wieder Angebote von Banken und anderen Unternehmen im Sinne einer Kundenwertanalyse abstimmen.

Vielleicht meinst Du aber im weiteren Sinne das Anlegerverhalten oder Investorenverhalten:

Eigentlich sagt die Efficient Market Hypothesis etwas anderes, aber man kann durchaus den Markt schlagen, indem man ein anderes Verhalten an den Tag legt, als durch die Masse von Anlegern gezeigt. Antizyklisches Verhalten basiert auf der Annahme, daß bestimmte Über- oder Unterbewertungen nur zeitweise sind.

https://en.wikipedia.org/wiki/Behavioral_economics

Anleger entscheiden nämlich vielleicht vorwiegend rational, aber ob die einfließenden Annahmen auch rational und wohlfundiert sind, kann ggf. nicht entschieden werden. Somit ist die These eines effizienten Markts, in dem alle Teilnehmer die gleichen Entscheidungsgrundlagen haben und damit auch rational vergleichbar entscheiden, nicht zu halten.

Man muß nämlich die individuellen Ziele der Anleger betrachten, jedoch auch deren Verhaltensmuster, die im wesentlichen auf individuellen Erfahrungen der Verantwortlichen Entscheider beruhen. Jemand, der mit Gold viel Geld verloren hat, wird auch bei anscheinend bestehenden, attraktiven Kaufgelegenheiten vorsichtig agieren, während ein Anleger, der bisher mit Gold sehr erfolgreich war, kräftiger zuschlagen wird. Das führt natürlich auch zu Selbstüberschätzungen und Rückschlagen, wie man z.B. bei Herrn Paulson sehen konnte.

Daher versuchen manche Fonds, computergestützte Modelle einzuführen, die emotionslos entscheiden und die Verhaltenseffekte ausblenden. Es werden damit vielleicht die Risiken eines menschlichen Entscheidungsprozesses ausgeblendet, jedoch auch die Chancen. Ein automatisiertes Modell wird nämlich nicht kreativ nach neuen Ideen suchen oder eigenständig Antworten auf neue Situationen finden.

Viel dank ! 

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Würde mich über eure hilfreichen Antworten sehr freuen.

LG, Baran.

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