legal? Mietvertragsende (Tod 6. Jan.) Gesamtkosten Jahr 13 jetzt 1/12 verlangen? 190 € Nebkost?

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4 Antworten

Zunächst würde ich in den Mietvertrag schauen, was dort zur Abrechnung und insb. zum Verteilungsschlüssel bei den einzelnen Betriebskostenarten geregelt ist; ob und wofür also dort eine Zwölftelregelung vereinbart wurde. Üblicherweise werden verbrauchsabhängige Kosten nach Verbrauch abgerechnet, sofern entsprechende Messvorrichtungen gegeben sind. Sie werden ohne Messvorrichtungen entweder nach Personenzahl oder notfalls nach Wohnfläche geschlüsselt.

Heizkosten werden nicht nur nach Verbrauch, sondern auch nach beheizter Wohnfläche berechnet. Da hilft Abstellen also nur etwas, aber nicht völlig. Bei den Heizkosten ist zu beachten, dass die anteiligen Vorauszahlungen auch in den Sommermonaten erfolgen. M.a.W. Der Sommermonatsanteil fehlt demnach bei der Vorauszahlung für den Wintermonat Januar völlig; schon daher ist eine Heizkostennachzahlung zu erwarten.

Grundsätzlich werden die Kosten in der gesamten Abrechnungsperiode (vermutlich das Kalenderjahr 2013) auf die Nutzer umgelegt, d.h. auch wenn die Kosten erst in den Monaten nach Vertragsende bis zum Ende der Abrechnungsperiode angefallen sind, z. B. Kaminkehren im November. Bei der Pelletheizung müßte auch bei der Kostenermittlung das FIFO-Prinzip (first in - first out) gelten. Wie ist das in den Vorjahresabrechnungen erfolgt?

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Natürlich ist das nicht nur legal, sondern auch legitim.

Erwartest Du, dass der Folgemieter für diese Position nicht nur 11/12 sondern den gesamten Jahresbetrag zahlt?

Ob die um 90% erhöhten Nebenkosten zutreffend sind, lässt sich von der Ferne nicht beurteilen, aber eine Zwölftel-Abrechnung ist sicher nicht ungewöhnlich.

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Ist es tatsächlich legal, die nach Vertragsende angefallenen Jahreskosten noch zu Zwölfteln und nachzuberechnen?

Ja, ist es. Die gem. §§ 1, 2 BetrKV laufend entstehenden Kosten sind jährlich abzurechnen, § 556 Abs. 3 BGB.

Die Leistungen sind natürlich überwiegend nach Vertragsende angefallen und geleistet worden

Dennoch trägt deine Mutter als Mieterin 1/12 die für den Abrechnungszeitraum erbrachten Jahrsaufwendungen, selbst wenn die noch nachträglich entstehen sollten, etwa durch Grundsteuermessbescheid in 2014 rückwirkend zum 0107.2013.

Du kannst nicht ernsthaft erwarten, dass der Vermieter die verauslagten Kosten, die er ja erst ab Neuvermieteung dem Nachmieter weiter berechnen kann, für deine Mutter übernimmt noch dass der Nachmieter die mitbezahlt :-)

G imager761

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Die Leistungen sind natürlich überwiegend nach Vertragsende angefallen und geleistet worden (Vertragsende durch Tod im Januar).

Nebenkostenabrechnungen beziehen sich immer auf die im Rechnungsjahr insgesamt entstandenen Kosten. Anders geht es doch nicht. Wollte man es anders haben, müßte man 365 Abrechnungen pro Jahr erstellen. Insofern ist die Argumentation mit dem Zeitpunkt fehlgehend. Wenn alle Kosten im Jahr 2013 verauslagt wurden, korrekt umgelegt wurden und vertraglich vereinbart war, dass diese Wohnnebenkosten zu tragen sind, ist die Abrechnung nicht zu beanstanden.

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