Steuererklärung - neue und gute Antworten

  • (Steuererklärung):Kann ich für Einkommen und einbehaltene Lohnsteuer, Pauschalbeträge eintragen, wenn ich unter dem Steuerfreibetrag verdient habe?
    Antwort von LittleArrow ·

    Gegenfrage: Wieso wurde Lohnsteuer einbehalten, wenn Du unter dem Steuerfreibetrag verdient hast?

    Kommentar von saltandpepper ,

    Ich bin grade nochmal meine alte Steuererklarung von 2014 durchgegangen. Dort habe ich brav all meine Sachen eingetragen unter anderem: Bruttoarbeitslohn... (def. unter 5000 euro)

                              Einbehaltene Lohnsteuer (ein betrag von ein paar hundert Euro) um keine genauen Zahlen zu nennen.

    Genau das habe ich dann auch vom Finanzamt zurück bekommen.

    Demnach muss mein Arbeitgeber wohl Lohnsteuer abgeführt haben, obwohl ich unter 8000 irgendwas Euro verdient habe.


    Kommentar von LittleArrow ,

    Danke.

    An was für Pauschalbeträge hast Du denn für Elster-Eintrag so gedacht?

    Kommentar von saltandpepper ,

    Naja sowas wie der Freibetrag 8820 Euro in die Zeile für Bruttoeinkommen und quasi nochmal das Gleiche in die Zeile Für einbehaltene Lohnsteuer. Das Finanzamt weiß ja wieviel Lohnsteuer über meine ID bezahlt wurde. Im endeffekt geht es darum ob ich das machen muss, weil ja sowieso klar ist, dass wenn ich unter besagtem Betrag verdient habe, die gesamte Lohnsteuer an mich zurück geht. Ich hoffe, dass ich mich da jetzt nicht total vertue, aber so müsste das doch gehen?

    Kommentar von Snooopy155 ,

    Der Fragesteller ist schon ein Spaßvogel. In jedem Jahr hat er doch für seine nichtselbstständige Tätigkeit den Ausdruch einer elektronischen Lohnsteuerbescheinigung erhalten. Die dort aufgeführten Daten sind dann in Anlage N der EkSt- Erklärung für das jeweilige Jahr einzutagen. Ebenso muß er ja für seine Selbstständigkeit eine Jahresbilanz zur Ermittlung seiner Gewinne gemacht haben. Diese Daten interessieren ebenfalls das Finanzamt.

    Irgendwelche Fantasiedaten mittels Elster übermitteln wird schnell zu einer Bruchlandung führen.

    Kommentar von LittleArrow ,


    geht es darum ob ich das machen muss, weil ja sowieso klar ist, dass wenn ich unter besagtem Betrag verdient habe,

    saltandpepper, Dir mag es klar sein (was ich aber bezweifele). Das Finanzamt erwartet Deine Steuererklärung mit allen relevanten Anlagen, sonst gibt es gar nichts zurück. Du vertust Dich also total mit Deinen Vermutungen.

    Du musst auch noch Deinen Gewinn aus Deiner selbständigen Tätigkeit ermitteln und erklären, ferner solltest Du Deine Vorsorgeaufwendungen (z. B. Kranken- und Pflegekasse) zusammenstellen. 

    Du schaffst das schon!



    Kommentar von saltandpepper ,

    Ich danke für die schnelle Antwort! Jetzt aber noch einmal, ich will euch nicht nerven damit, ich verstehe es einfach nur nicht.

    Ich arbeite viel auf Messen und Events und werde dort mit werweiß wievielen unterschiedlichen Anstellungsarten konfroniert, demnach bekommst du dann von jeder kleinen scheiß Agentur deine Jahresabrechnung.

    Wenn jetzt das Finanzamt weiß, was ich Nicht selbsständig verdient habe (unter dem Freibetrag) und auch weiß was davon Lohnsteuer war, gibt es keinen einfachen weg an diese Lohnsteuer zu kommen?

    z.B.: vereinfachte Steuererklärung ect.?

    Die Steuererklärung für die selbständige Tätigkeit mache ich natürlich ausführlich, nicht desto trotz bleibe ich auch hierbei immer weit unter dem Freibetrag.

    Kommentar von LittleArrow ,

    Es gibt nur eine Einkommensteuererklärung und dazu gehört die für die jeweilige Einkunftsart entsprechende Anlage. Der Grundfreibetrag von ca. € 8.300 wird nur einmal pro Nase gewährt und nicht für jede Einkunftsart!

    Für mehrere nichtselbständigen Tätigkeiten gibt es nur eine einzige Anlage N. In einer Anlage dazu führst Du die jeweiligen Jahresabrechnungen auf und setzt die Summen in Anlage N ein.

    Für Einkünfte aus selbständigen Tätigkeiten brauchst Du die Anlage S, die es beim Finanzamt gibt, wenn Du sie nicht durch die vorgeschriebene Datenfernübertragung übermittelst.


  • Kann ich die Lagermiete als Werbungskosten geltend machen?
    Antwort von Privatier59 ·

    Die entscheidende Frage dürfte nicht sein, was der Vater damit gemacht hat oder beabsichtigt hat, damit zu machen, sondern, was Du damit machen willst. Wenn das Material weiterhin zu Renovierungszwecken für eine Mietsache dienen soll, kann man die Lagermiete sicher bei den Verwaltungskosten ansetzen. Wenn Du nur nicht weißt, wohin mit den Vorräten, dann nicht.

    Kommentar von Nickelback ,

    Das Material fliest in die Instandhaltung der Gebäude.

  • Beiträge KV/RV/AV/PV lt. Ausdruck elektronischer Lohnsteuerkarte anders (deutlich weniger) als die in der Dezember Abrechnung?
    Antwort von RHWWW ·

    Hallo,

    das Finanzamt akzeptiert nur die Zahlungen, die auch im Dezember erfolgt sind. Wenn die Beiträge für Dezember erst im Januar gezahlt wurden, tauchen sie ggf. erst in der Lohnsteuerbescheinigung für 2017 auf. Ggf. testweise nachrechnen. Evtl. lag die Konstellation zum Jahreswechsel 2015/2006 noch anders oder die Beiträge waren entsprechend niedriger.

    Ggf. in der Personalabteilung nachfragen.

    Evtl. hilft die Antwort dort auch bei der Steuererklärung.

    Gruß

    RHW

  • Muss ich in diesem Fall eine Steuererklärung abgeben?
    Antwort von Brigi123 ·

    Vielleicht solltest Du Dich momentan noch auf die Frage konzentrieren, ob diese Geld-“Anlage“ sinnvoll ist.

    Für mich hört sich das eher nach Bauernfängerei an.

    Wenn Du dann Deine 5.000,-€ Zinseinnahmen “verdient“ hast und Deine Einlagen tatsächlich zurück bekommst, kannst Du ja immer noch nach der Versteuerung fragen.

    Oder eben nach “Verlustvortrag“. Das Wort “Totalverlust“ ist Dir bekannt?

    Ich würde die Finger davon lassen. Der Zinssatz ist unrealitisch, die website ist manipulierend, die Videos als Beweis, dass tatsächlich die Rendite ausgezahlt wird...das geht gar nicht.

    Du meinst in einem Kommentar, Du würdest erst mal ne kleine Summe investieren, und dann mit der Rendite arbeiten. Damit wirst Du aber nicht auf 5.000,-€ Zinseinnahmen  kommen.

    Nach den ersten kleinen Einsätzen wird die Gier einsetzen. Am Ende ist das Geld weg.

  • Muss ich in diesem Fall eine Steuererklärung abgeben?
    Antwort von Juergen010 ·

    So, so. Student also? ...;-)

    Du glaubst also an - lt Website: 29,7% Rendite pro Monat, bzw. 361% pro Jahr?

    Da stellt sich die Frage, wo du als einkommensloser Student, die dafür notwendige Mindesteinlage von 10 - 20.000 $ hernimmst?

    Lass mich raten: Aus einem Kredit, von Freunden, dem Sparstrumpf deiner Eltern?

    Was mich wundert: Zu meiner Zeit war Abitur und die Befähigung zum logischen Denken für die Zulassung zum Studium notwendig. Hat man das mittlerweile abgeschafft?

  • Muss ich in diesem Fall eine Steuererklärung abgeben?
    Antwort von wfwbinder ·

    Nein, brauchst Du nicht. So wie Du den Fall geschildert hast, must Du erst eine Erklärung abgeben, wenn Deine Erträge über 9.657,- Euro gehen (8.820,- Grundfreibetrag, 801,- Sparerpauschale 36,- Sonderausgabenpauschale), oder Du aufgefordert wirst. 

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Brigi123 ,

    Was sagst Du zu Cryp trade capital? Soll ich da auch investieren?

    Kommentar von wfwbinder ,

    Ich weiß zu wenig darüber, um eine Aussage zu machen.

    Kommentar von LittleArrow ,

    Da gibt es keine Einlagensicherung, aber die Möglichkeit des Totalverlustes beim Handel mit Kryptowährungen (Bitcoin etc.).

    Kommentar von wfwbinder ,

    Wobei "Totalverlust" eigentlich falsch ist, denn das Geld ist ja nicht verloren, es hat nur den Besitzer gewechselt.

  • Beiträge KV/RV/AV/PV lt. Ausdruck elektronischer Lohnsteuerkarte anders (deutlich weniger) als die in der Dezember Abrechnung?
    Antwort von blackleather ·

    Normalerweise entsprechen die in der LSt-Bescheinigung ausgewiesenen Beträge den Jahressummen in der letzten Lohnabrechnung (falls das Arbeitsverhältnis ganzjährig bestand).

    Ein Fehler oder muss das so sein ?

    Meinst du nicht, dass du mit dieser Frage bei der Personalabteilung deines Arbeitgebers besser aufgehoben wärst, schneller und direkter Antwort fändest als in einem Internet-Meinungsforum?

  • Steuererklärung jedes Jahr abgeben?
    Antwort von topbaugutachter ·

    Ja, oder sollen die raten welche Steuer du als "Kleinunternehmer" hast. Wobei es keine Kleinunternehmer gibt. Es gibt nur eine "Kleinunternehmerregelung" für die USST.

    Als Kleinunternehmer solltest du dringen ein paar Grundlagenkurse bei IHK oder Volkshochschule belegen. Um wenigstens die Grundlegenden Dinge zu wissen.

    Das wirst du bald ein richtiger Unternehmer

  • Krankenversicherungsbeiträge als Student von der Steuer absetzen?
    Antwort von wfwbinder ·

    1. ES gibt in der Steuererklärung im Prinzip nur zwei Punkte um die Krankenversicherungsbeiträge abzuziehen. Entweder die, die vom Arbeitgeber als Lohnabzug einbehalten werden udn dann die, die man freiwillig, also selbst bezahlt.

    2. Wer den Beitrag an die studentische KV zahlt, überweist selbst, das ist steuerlich ein freiwilliger Beitrag.

    Übrigens führen Krankenversicherungsbeiträge (Vorsorgeaufwendungen) nicht zu einem Verlust, oder erhöhen den Verlust. Das gilt nur für Werbungskosten, oder Betriebsausgaben.

  • Finanzamt fragt, warum ich die Krankenkasse meines studierenden Sohnes (32) zahle - was wäre eine adäquate Antwort?
    Antwort von Apolon ·

    Und du hast wohl die Krankenversicherungsbeiträge für deinen Sohn als außergewöhnliche Ausgaben angesetzt, was das Finanzamt nicht akzeptiert.

    Da hast du keine Chance!

    Dein Sohn kann die Beiträge ja selbst zahlen und wenn ihm das Bafög nicht reicht, kann er sich ja einen Job als Werksstudent suchen.

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Brigi123 ,

    Super Antwort! 

    Komischerweise halten zwei Steuerberater dies für möglich (Enno und wfwbinder).

    Wie war jetzt noch gleich die Begründung für Deine Antwort?

  • Wie funktioniert die Günstigerprüfung?
    Antwort von LittleArrow ·

    Zur Günstigerprüfung hat Dir wfwbinder schon ausführlich geschrieben. Den Unterschied zwischen Durchschnitts- und Grenzsteuersatz kennst Du also schon.

    Meine Kapitaleinkünfte lagen allerdings unter 801 €!

    Schau bitte mal in Anlage KAP 2016 in die Zeilen 4 und 5. In Deinem Fall ist die sog. Günstigerprüfung irrelevant, also gar nicht anwendbar. Bei Dir geht es dagegen um die Überprüfung des Steuereinbehaltes bei Kapitalerträgen. Also ist nur eine Eins einzutragen und zwar in Zeile 5!

    Danach machst Du die erforderlichen Angaben in den Zeilen 7 und 47 - 49 und fügst alle Steuerbescheinigungen der Banken bei. Die zuviel abgezogenen Steuern in Zeilen 47-49 bekommst sämtlichst zurück, wenn Du nur max. € 801 Kapitalerträge hattest!  

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Mario1234 ,

    Aber gerade weil ich unter 801 € liege, frage ich mich wo der (wenn auch geringe) Unterschied bei der Berechnung her kommt, wenn ich die Günstigerprüfung ankreuze.

    Fehler im Programm?

    Kommentar von LittleArrow ,

    Möglicherweise eine Rundungsdifferenz, also Peanuts.

    Wie wurden Deine 12 % Steuersatz berechnet?

    Kommentar von Mario1234 ,

    Richtig. Der Unterschied ist 1 €.

    Die 12 % wurden von ELSTER berechnet. Einkommen (abzüglich aller Werbungskosten, Vorsorgeaufwände, usw.) und davon die Einkommenssteuer + Soli + KSt.

    Aber ich habe mittlerweile den "Fehler" gefunden: Mit Günstigerprüfung wird die Kirchensteuer der Kapitalerträge vom steuerpflichtigen Einkommen als Sonderausgaben abgezogen, ansonsten nicht.

  • Steuernachzahlung bei 6-monatiger Beschäftigung?
    Antwort von wurzlsepp6682 ·

    Gleitzone heißt, Verdienst bis 850 €. Bei Steuerklasse 1 entsteht hier KEINE Steuer ....

    somit:

    welche sollen dann erstattet werden?

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Angelsiep ,

    Der Fragesteller schreibt doch, daß er Steuern bezahlt hat.

    Normal ist das nicht, in diesem kurzen Kontext. Aber vielleicht liegen Gründe, die er nicht genannt hat.

  • Halbes Kind Auswirkung auf Einkommensteuer?
    Antwort von betroffen ·

    Wenn einer von Euch Kindergeld für den Jungen bekommt hat es ein wenig Auswirkung auf die Einkommensteuer. Z.B. bei der Kirchensteuer und dem Soli.

    Wenn keiner von Euch Kindergeld bekommt, könnte der volle Kinderfreibetrag Auswirkung auf die zu zahlende Einkommensteuer haben.

    Die Anlage Kind solltet Ihr auf jeden Fall ausfüllen.

    Kommentar von Regenbogen723 ,

    Wir haben keine Zusammenveranlagung und auch keinen Anspruch aufs Kindergeld, weil das zu 100% der Mutter zusteht.

    Warum muss ICH dann die Anlage Kind ausfüllen? Und vor allem was soll ich da eintragen?

    Kommentar von wurzlsepp6682 ,

    falsch ...

    das Kindergeld wird an die Mutter ausbezahlt.

    jedem Elternteil steht die Hälfte des Kindergeldes zu .....

    Anlage Kind:

    Name, Geburtsdatum, Adresse, Kindschaftsverhältnis zu

    Kommentar von betroffen ,

    Musst Du ja nicht. Was Du musst, ist - uns mal erklären, wie der halbe Kinderfreibetrag auf Deine Steuerkarte kommt.

    Das kann nämlich nur sein, wenn Du in irgendeiner Form unterhaltspflichtig bist - und dann hättest Du auch Anspruch auf Kindergeld.

    Vielleich verwechselst Du "100% Kindergeld bekommen" mit 100% Kindergeld zustehen".

  • Kann meine Ehefrau meine Arztrechnung zahlen und dann absetzen (getrennte Veranlagung)?
    Antwort von EnnoWarMal ·

    Nein. Und wenn sie meine Arztrechnung bezahlt, kann sie es auch nicht absetzen.

    Wie kommt man denn auf so eine Idee, die Kosten eines anderen absetzen zu wollen?

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von TimWei ,

    Danke. Darauf gekommen bin ich, da ja im § 26a Abs 2 EStG steht:

    "Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und die Steuerermäßigung nach § 35a werden demjenigen Ehegatten zugerechnet, der die Aufwendungen wirtschaftlich getragen hat." 

    Dies deute ich so, dass es darauf ankommt, wer die Rechnung zahlt,  nicht wer die Kosten "verursacht" hat.

    Sicherlich wäre es nicht absetzbar, wenn die Rechnung eines Fremden übernommen wird, da diese Kostenübernahme nicht zwangsläufig sondern freiwillig wäre und somit keine außergewöhnliche Belastung darstellt. 

    Wenn aber die Kosten des Ehepartners übernommen werden, könnte ich mir schon vorstellen, dass der Zahlende die Kosten absetzen kann, da die Kosten für das Ehepaar ja zwangsläufig sind.

    Sicher bin ich mir aber auch nicht...

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Falsch gedeutet.

    Deine Frau hat dir den Betrag zum Bezahlen der Arztrechnung geschenkt und du hast sie bezahlt. Die Schenkung war geringfügig genug, so dass Ausführungen zur Schenkungsteuer entbehrlich waren.

    Wir Steuerrechtler nennen sowas "abgekürzter Zahlungsweg".

    Sicherlich wäre es nicht absetzbar, wenn die Rechnung eines Fremden übernommen wird, da diese Kostenübernahme nicht zwangsläufig sondern freiwillig wäre und somit keine außergewöhnliche Belastung darstellt. 

    Hier hast du es ja selbst analysiert.

    da die Kosten für das Ehepaar ja zwangsläufig sind.

    Nein. Sie sind für DICH zwangsläufig. 

    Eine Ehe ist in erster Linie ein zivilrechtliches Rechtskonstrukt. Dass der Gesetzgeber eine Zusammenveranlagung für Eheleute gebaut hat, ist ein Zugeständnis der 30er Jahre. Man muss das nicht überbewerten.

  • Kann meine Ehefrau meine Arztrechnung zahlen und dann absetzen (getrennte Veranlagung)?
    Hilfreichste Antwort von wfwbinder ·

    Wozu bei dem Sachverhalt diese Frage?

    Wenn das Einkommen Deiner Frau erheblich geringer ist, ist wiederum die Einzelveranlagung quatsch.

    Ausserdem würde das nicht klappen, wenn ihr die Einzelveranlagung wählt, da kann nur jeder seine Kosten abziehen.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von TimWei ,

    Einzelveranlagung und Zahlung durch meine Frau würde in Summe zur höchsten Steuererstattung führen, da bei ihr nur ein geringer Eigenanteil (zumutbare Belastung) von den Kosten abgezogen würde. Gemeinsame Veranlagung würde zu einem sehr hohen Eigenanteil führen und somit zur geringsten Steuererstattung insgesamt.

    Kommentar von Snooopy155 ,

    Dein Denkfehler ist, daß bei einer Einzelveranlagung Deine Frau nur Kosten geltend machen kann, die von ihr verursacht wurden. Daß sie Deine Rechnung bezahlt ist für das Finanzamt uninteressant.

    Kommentar von TimWei ,

    Danke. Darauf gekommen bin ich, da ja im § 26a Abs 2 EStG steht:

    "Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und die Steuerermäßigung nach § 35a werden demjenigen Ehegatten zugerechnet, der die Aufwendungen wirtschaftlich getragen hat." 

    Dies deute ich so, dass es darauf ankommt, wer die Kosten trägt, also wer die Rechnung zahlt.

    Kommentar von wfwbinder ,

    Das gilt, wenn die Ausgaben für beide sind, aber nicht bei so klar zurechenbaren Kosten.

  • Finanzamt fragt, warum ich die Krankenkasse meines studierenden Sohnes (32) zahle - was wäre eine adäquate Antwort?
    Antwort von Brigi123 ·

    Vielleicht hat EnnoWarmal  ja doch damit Recht, dass man nicht Leuten antworten sollte, die die Rechtschreibregeln nicht einhalten können oder wollen, oder die sich unklar ausdrücken.

    Es haben Dir jetzt zwei Steuerberater bzgl. meiner laienhaftern Antwort einen positiven Kommentar geschrieben- was erwartest Du  denn noch?

    Ich glaub, ich stelle hier keine Antworten mehr ein

  • Wie funktioniert die Günstigerprüfung?
    Antwort von wfwbinder ·

    Eine Günstigerprüfung kann, wie der Name schon sagt, nie ein schlechteres Ergebnis haben.

    Bei den Einkünften aus Kapitalvermögen wird geprüft, ob die Abgeltungssteuer günstiger ist, oder die Einbeziehung in die anderen Einkünfte, was dann zu einer Erstattung von Abgeltungssteuer führen kann.

    Das passiert immer dann, wenn der Grenzsteuersatz unter 25 % ist.

  • Finanzamt fragt, warum ich die Krankenkasse meines studierenden Sohnes (32) zahle - was wäre eine adäquate Antwort?
    Antwort von Brigi123 ·

    Man weiß ja nicht, was Du angegeben hast. Vorschlag:

    “Mein Sohn studiert und erhält Bafög. Er ist 32 Jahre alt und kann deshalb nicht mehr familienversichert werden. Er hat kein eigenes Einkommen /folgendes Einkommen. Ich habe ihm Unterhalt gewährt, indem ich seine KV-Beiträge bezahlt habe. Daher möchte ich den Gesamtbetrag von xxx als außergewöhnliche Belastung gemäß §33a EStG geltend machen.“

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Eundnochetwas ,

    vielen Dank @ Brigi123. Bekommt er da Schwierigkeiten, weil ich ihn so unterstütze, da er elternunabhängiges Bafög erhält?

    Kommentar von Brigi123 ,

    Soweit ich das gegoogelt hatte, ist es egal. Ganz sicher bin ich nicht. Ich glaube aber nicht, dass das FA sich mit dem Bafögamt in Verbindung setzt. “Studis-online“ ist eine gute Seite, dort gibt es auch ein Forum.

    Sauberer wäre es wohl, Du würdest ihm das Geld überweisen, denn er bekommt doch auch einen Bafögzuschuss zur KV.

    Kommentar von wfwbinder ,

    Schwierigkeiten bekommst Du nicht, nur der höchstbetrag des Abzugs (für 2016 sind das 8.652,- Euro) werden um den nichtrückzahlbaren Betrag des Bafög gekürzt, soweit der 624,- Euro übersteigt.

  • Gewinn aus Grundstücksverkauf, Kosten durch Hausplanung. Unter dem Strich Verlust. Was kann steuerlich geltend gemacht werden?
    Antwort von wfwbinder ·

    Der steuerpflichtige Gewinn gem. § 23 EStG (privates Veräußerungsgeschäft, fehlerhaft oft als Spekulationsgeschäft bezeichnet), ist der Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und Verkaufspreis, abzüglich der Veräußerungskosten.

    Also:

    Kaufpreis 

    + Notargebühren

    + Grundbuchkosten

    + Grunderwerbsteuer

    = Anschaffungskosten

    Dieser Betrag ist vom Verkaufspreis abzuziehen. Ausserdem noch ggf. entstandene Veräußerungskosten.

    Die Architekturkosten sind aus meiner Sicht etwas heikel. Was war denn der Grund für den Verkauf? konnte das geplante Haus nicht gebaut werden? Wurden die Pläne mitverkauft?

    Ich würde es mal versuchen auch abzuziehen, aber das Finanzamt, wird sich darauf aus meiner Sicht nicht einlassen.

    Mal sehen, ob sich @EnnoWarMal, oder @Blackleather noch äußern.

    Auf jeden Fall kann ein ggf. entstandener Verlust nicht mit anderen Einkünften verrechnet werden, sondern nur mit Einkünften gem. § 23 EStG, wird aber vorgetragen, für den Fall, dass solche Einkünfte in den nächsten Jahren entstehen.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Ich sehe keinen Anlass zur Besorgnis bei den Achtiktenkosten, Stichwort "vergebliche Aufwendungen".

    Kommentar von wfwbinder ,

    Wunderbar. DH

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Auf "Achtiktenkosten" muss man erst mal kommen :-)

    Kommentar von wfwbinder ,

    Achtitekten sind die, die Häuser entwerfen, bei denen man sagt: Ach, darin kann man wohnen? ;-)

  • Vorausgefüllte Steuererklärung mit Elster?
    Antwort von hildefeuer ·

    Wo denkst Du hin? Einfach und Steuer geht gar nicht. Sicherlich kann man einen Online Zugang beantragen. Das ist sehr umständlich, geht aber. Dann kann man allerdings keine Steuerberechungen ansehen, sondern nur Belege, die von der Krankenkasse, Arb-Agentur etc übermittelt werden.

    Mehr nicht. Also es lohnt sich nicht. Das beantragen der ganzen Sache dauert. Dann senden die Zugangsdaten zu, die sofort online geändert werden müssen. Das ganze funktioniert über ein Zertifikat, das auf dem Rechner gespeichert wird. Auch das ist Password gesichert. Dort bei der Passwort Sicherung sind ein paar Fehlerchen vorhanden. Es wird der Anschein gegeben man könnte ein längeres sicheres Password wählen. Nein alles, was länger als 7 Zeichen ist fällt weg.

    Dazu kommt die Hürde mit dem Zertifikat. Das muss man freilich immer zur Hand haben. Wenn man also den Rechner wechselt, oder von verschiedenen Rechnern arbeitet, muss man das Zertifikat dabei haben entweder auf USB-Stick oder via LAN vom Hauptrechner oder vom NAS.

    Wer also mit Rechnern und Windows nicht voll fitt ist, sollte es besser sein lassen. Ob das auch mit anderen Systemen geht? Mit Ubuntu geht es, habe ich getestet. Android könnte funzen. OSX scheitern wohl daran, das man das Zertifikat nicht auf die Geräte bekommt via USB-Kabel vom Windows PC.  Man müsste es per E-Mail zusenden. Aber das wäre ja ein nicht hinnehmbares Sicherheitsrisiko.


    Online runterladen kann man es auch mit Safari, sicherlich. Aber man bekommt es nicht runter vom iPad und kann es daher auch nicht sichern, z. B. auf eine NAS.

    Wenn also das iPad mal weg kommt, ist das Zertifikat auch weg.


  • Anschaffungsnebenkosten bei unentgeltlichem Erwerb eines Gebäudes, welcher AfA Satz?
    Antwort von blackleather ·

    Der AfA-Satz bestimmt sich nach § 11d EStDV:

    "...nach den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Rechtsvorgängers oder dem Wert, der beim Rechtsvorgänger an deren Stelle getreten ist oder treten würde, wenn dieser noch Eigentümer wäre, zuzüglich der vom Rechtsnachfolger aufgewendeten Herstellungskosten und nach dem Prozentsatz, der für den Rechtsvorgänger maßgebend sein würde, wenn er noch Eigentümer des Wirtschaftsguts wäre."



    Alle 2 Antworten
    Kommentar von wfwbinder ,

    Absolut top. DH.

    Kommentar von AnnAmelie ,

    Aber es gibt doch einen Unterschied zwischen nachträglich aufgewendeten Herstellungskosten (welche z.B. für neue Teilbauten des Gebäudes anfallen) und Anschaffungsnebenkosten (Notar etc.) ? Außerdem trennt der BFH in dem o.g. Urteil ganz klar zwischen der Anschaffungskosten Fortführung nach § 11d und den neuen ANK, soweit ich das richtig verstanden habe.

    Würdest du denn nach deinem Zitat dann 2,5% ansetzen, oder 2%?

    Kommentar von blackleather ,

    Stimmt, da hast du Recht und der BFH spricht ja auch: "§ 11d Abs. 1 EStDV orientiert sich an den Werten des Rechtsvorgängers, erfasst daher nicht die beim Rechtsnachfolger angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten."

    Und er sagt weiter: "Vielmehr begründet oder erhöht sich die insoweit eigenständige Bemessungsgrundlage (hier § 7 Abs. 1, Abs. 4 EStG) für das erworbene Objekt." (Rn. 19 des von dir zitierten Urteils).

    Will heißen: Neuer Prozentsatz.

    Achtung: Nicht vergessen, den auf den Grund und Boden entfallenden Anteil aus den neuen ANK herauszurechnen!


    Kommentar von AnnAmelie ,

    Erstmal vielen Dank für deine Antwort!

    Heißt das denn dann, dass ich mich bei der Bestimmung des neuen Prozetsatzes dennoch auf das Jahr der Fertigstellung des Gebäudes beziehen kann? Also, da die ANK im Zusammenhang mit einem Gebäude das vor 1927 gebaut wurde entstanden sind, mit 2,5% abschreiben?

    Kommentar von blackleather ,

    So hätte ich jedenfalls § 11d Abs. 1 EStDV verstanden, wovon der BFH aber nur sagt, es sei eine neue Bemessungsgrundlage anzuwenden, sich zum Prozentsatz aber ausschweigt.

  • Hallo, mir fehlt noch eine NK-Abrechnung um meine Steuererklärung zu finalisieren, kann ich auch die Vorauszahlungen ansetzen und das delta n. Jahr bereinige ?
    Antwort von EnnoWarMal ·

    Jein.

    Du kannst einen Schätzwert ansetzen (das kann ja durchaus mit dem Vorjahreswert übereinstimmen) und musst dann darauf achten, dass die Festsetzung in diesem Punkt offenbleibt.

    Also Begleitschreiben an das Finanzamt über diesen Umstand und Kontrolle des Bescheides darauf, ob er wirklich offen ist - ob nun über § 164 oder § 165, ist egal, bei 165 muss der Punkt jedoch explizit genannt werden. Zu finden im Erläuterungsteil unter den Vorläufigkeitsvermerken.