Mietrecht - neue und gute Antworten

  • Vermieter fordert Geld?
    Antwort von imager761 ·

    Rechtlich gesehen hast du mit Ankündigung einer Mietminderung konkludent Behebung eines Mietmangels gefordert. Da dieser nicht bestand noch in die Verantwortung des VM fällt, darf er Arbeitszeit und Anfahrt in dieser durchaus angemessenen Höhe ersetzt verlangen.

    Wer glaubt, ein offensichtlich neuer, mithin anderer Router hätte dieselbe WLAN-Adresse wie bisher versucht vermutlich auch, mit seinem Autoschlüssel ein fremdes Fahrzeug zu starten.

  • Vermieter fordert Geld?
    Antwort von wjgmuc ·

    Bei dem, was Du hier zusammenschreibst, vermute ich, dass Du nach dem Studium bei Siemens als Ingenieur anfangen willst. Denn das würde zu Deinen Kenntnissen des realen Lebens und der Einstellung dem sozialen Umfeld gegenüber passen.

    Aber zum Thema:

    Es ist erstaunlich, dass ein "Handwerker" einem "Studenten" erklären muss, wie ein WLan-Zugriff technisch einzurichten ist. Das spricht vom Kenntnisstand wahlweise für den "Handwerker" oder gegen den "Studenten".

    Anspruch auf einen WLan-Zugang hättest du nur, wenn es im Mietvertrag so vereinbart ist. Falls dort nichts drin steht, dann mach keinen Rabatz und sei für Hilfe dankbar.

    Diese augenscheinlichen 2 Internetanschlüsse sind offensichtlich 2 getrennte WLans, von denen eines als "Gastnetzwerk" mit eigenen Zugangsdaten betrieben wird. Auch hier, mein lieber Student, fehlt es an Grundkenntnissen.

    Aus dem Fragetext erkenne ich auch enorme Kommunikationsmängel, denn die ganze Angelegenheit hättest Du, ohne den Vermieter sinnlos negativ zu belästigen, durch ein Gespräch innerhalb der WG-Bewohner einfacher und schneller regeln können.

  • Darf ein Vermieter eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung verlangen?
    Antwort von imager761 ·
    Darf ein Vermieter eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung verlangen?

    Ja. Wer die geforderten Unterlagen nicht vollständig beibringt, nimmst sich selbst aus dem Rennen. Da unterscheidet sich eine Bewerbung um eine Wohnung nicht von der um einen Job :-O

    Die Zahlungsbereitschaft dürfte wichtigstes Kriterium sein, einen Mietvertrag abzuschliessen. Da weder Einkommenshöhe noch schufa-Bonität Auskunft darüber geben, ob nun ausgerechnet die Miete stets pünktlich und vollständig bezahlt wurde, darf er sich genau das vom Vorvermieter bescheinigen lassen.

  • Kann der Vermieter verlangen, dass eine Dunstabzugshaube montiert wird?
    Antwort von wjgmuc ·

    Die Kernfrage ist: wem gehört die Küche?

    • Ist sie vom Vermieter und in der Mietsache vorhanden (Blick in den Mietvertrag), also mit vermietet, dann kann er einbauen wie er lustig ist, solange er die Kosten für Kauf und Einbau übernimmt. Ist ja sein Eigentum.
    • Anders ist es, wenn die Küche dem Mieter gehört. Dann hat der Vermieter schlechte Karten und kann den Einbau grundsätzlich nicht verlangen, auch wenn er den Kauf zahlen würde.
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    Kommentar von Andri123 ,

    Bist Du Dir bei Punkt 1 sicher?

    Der Mieter hat doch trotzdem Verfügungsgewalt über seine Wohnung. Eine mit-vermietete Küche bedeutet doch nicht, dass der Vermieter Zugangs- und Gestaltungsrecht zur Wohnung erlangt. Also ich glaube das nicht.

    Kommentar von wjgmuc ,

    Nein, das ist nur meine Meinung. Aber wir haben doch genügend Juristen unter uns, welche diese meine Meinung rechtlich beurteilen können.

    Kommentar von Andri123 ,

    Danke für die Antwort.

  • Kann der Vermieter verlangen, dass eine Dunstabzugshaube montiert wird?
    Antwort von Privatier59 ·

    Manche Leute kommen schon auf drollige Ideen. Was haben die Menschen denn wohl gemacht in einer Zeit in der es noch keine Dunstabzugshauben gab? Die haben das Fenster geöffnet. So einfach kann das sein und das genügt auch.

    Klare Antwort: Eine völlig absurde und rechtlich völlig unbegründete Forderung!

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    Kommentar von Andri123 ,

    Sehe ich auch so. Möglicherweise wäre ein entsprechender Passus im Mietvertrag auch sittenwidrig.

    Gefunden habe ich dann das hier

    https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.ra-...

    Kommentar von Privatier59 ,

    Das ist eine Entscheidung zum Wohnungseigentum. Auf das Mietrecht ist das nicht unbedingt übertragbar, insbesondere ergibt sich nicht die Verpflichtung zur Anschaffung bestimmter Bauteile.

  • Kann der Vermieter verlangen, dass eine Dunstabzugshaube montiert wird?
    Antwort von hildefeuer ·

    Sagen wir mal so, hätte ich eine Wohnung vermietet und der Mieter will keine Dunstabzugshaube nutzen, würde ich ihm kündigen.

    Wenn man in der Küche kocht und keine Dunstabzugshaube benutzt, wird sich Schimmel bilden. Schimmel berechtigt dann zur Miet-Minderung.

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    Kommentar von Privatier59 ,

    Bei einer Umluftdunstabzugshaube wird die Luft nur entfettet, aber nicht entfeuchtet. Ergo würde sich dann trotz Umluftdunstabzugshaube weiter Schimmel bilden.

    Ich selber schalte die Dunstabzugshaube in meiner Küche niemals ein weil ich den Krach nicht ab kann. Trotzdem bildet sich kein Schimmel. Das wird durch das Lüften per Fenster verhindert.

    Kommentar von Andri123 ,

    Da sieht man jedenfalls das nächste Problem. Möglicherweise ist der Mieter bereit, eine Dunstabzugshaube einzubauen, aber er benutzt sie nicht:)))

    Ich hatte noch nie eine Dunstabzugshaube und trotzdem keine Schimmelprobleme in der Küche.

    Kommentar von wjgmuc ,

    Mach ich genauso - schalte auch nicht ein (wg. Krach) und habe ebenfalls keine Schimmelprobleme

    Kommentar von correct ,

    Ich (und abermillionen andere) kochen seit Jahrtausenden in Küchen (im Klo wohl eher nicht) - also ist alles verschimmelt ?!

  • Wohngemeinschaft Fristlose Kündigung?
    Antwort von Snooopy155 ·

    Viel Gelabere, aber die wesentlichen Angaben fehlen.

    Wer ist der Mieter der Wohnung und wer der Eigentümer. Welchen Mietvertrag hast Du? Auch mündlich geschlossene Mietverträge haben Rechtsgültigkeit.

    Wenn Du diese Angaben machst, dann kann man Ratschläge geben.

  • Wohngemeinschaft Fristlose Kündigung?
    Antwort von wjgmuc ·

    Ist Dir langweilig oder nimmst Du an einem Märchenerzähler-Wettbewerb teil?

    Bitte stelle die Frage/n nochmal neu und reduziere das ganze Geschreibsel - da wird mir bei Lesen richtig schwindlig - einfach nur auf die wesentlichen Fakten, zu denen Du eine Antwort willst. Persönliche Erlebnisse sind irrelevant.

  • Wohngemeinschaft Fristlose Kündigung?
    Antwort von Andri123 ·

    Bei so einem Kuddelmuddel und ohne die vertraglichen Bedingungen des Mietverhältnisses zu nennen, was für eine Antwort erwartest Du hier?

    Dreiviertel des Textes hättest Du mindestens weglassen können. Ob man nun aufgeräumt hat oder schläft oder den Schlüssel von innen stecken lässt, das ist doch völlig egal. Es kommt auf den Vertrag an, und bei dem Punkt kann man m.E. auch gleich wieder aufhören, wenn Du erwähnst, dass der Vermieter ein Bett für seinen Bruder aufgestellt hat.

    Einige Dich einfach mit ihm, such Dir was Neues.

  • Zahlt der Mieter die Grundsteuer nach Verkauf der Wohnung weiter?
    Antwort von Aivas ·

    Der Mieter bezahlt die Grundsteuer immer weiter, denn diese gehört zu den umlagefähigen Nebenkosten. Die Frage ist nur an wen, also an den alten, oder den neuen Eigentümer.

    Im Kaufvertrag der Wohnung wird meistens und üblicherweise ein Zeitpunkt für den Nutzen-Lasten-Übergang definiert. Das bedeutet, dass der Käufer ab diesem Zeitpunkt die Kosten wie Grundsteuer zahlen muss, aber andererseits auch die Einnahmen Miete plus Nebenkosten bekommt. Dadurch entsteht keinem ein Nachteil.

    Dieser Nutzen-Lasten Übergang muss aber nicht zwingend vereinbart sein. Das ist nur eine Option. Wenn dies nicht vereinbart ist, dann gilt die gesetzliche Regelung. Und diese besagt, dass der Stichtag die Änderung im Grundbuch vorgenommen wurde. Denn genau dieser Zeitpunkt ist der Eigentumsübergang.

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    Kommentar von LittleArrow ,
    Das bedeutet, dass der Käufer ab diesem Zeitpunkt die Kosten wie Grundsteuer zahlen muss

    An wen muss er zahlen? Wer ist der Zahlungsverpflichtete aus dem Grundsteuerbescheid?

    Kommentar von Aivas ,

    Für die Gemeinde, die den Grundsteuerbescheid erlässt, zählt natürlich einzig und allein die Grundbucheintragung. Wenn im Vertrag ein abweichender Kosten-Nutzen Übergang definiert wird, dann erstattet der neue Eigentümer dem bisherigen die Grundsteuer zeitanteilig. Das müssen die untereinander regeln und abrechnen. Und das ist ja auch gerecht, da der neue Eigentümer ab dem Zeitpunkt auch die Miete kassieren darf.

  • Zahlt der Mieter die Grundsteuer nach Verkauf der Wohnung weiter?
    Antwort von hildefeuer ·

    Zuerst muss man sich einmal klar darüber sein wer wann gesetzlich verpflichtet ist die Grundstreuer B zu zahlen. Den Bescheid der Gemeinde oder Stadt wird an den Eigentümer versandt. Also muss derjenige zahlen der am 1. Januar als Eigentümer eingetragen ist. Das wird vorausichtlich nicht der neue Eigentümer sein. Wäre in diesem Fall aber auch unwichtig, da der neue Eigentümer ja die Miete und Zahlung des Mieters vom Januar 19 bereits erhalten wird, das der Mieter ja vertraglich zur Zahlung der Grundsteuer B wenn auch über die Nebenkostenabrechnung verpflichtet ist.

    Wenn also für die Grundsteuer B jetzt keine Reglung im Notarvertrag enthalten ist, wird wohl der vorherige Eigentümer zahlen müssen, da er mit Sicherheit am 1.1.19 noch nicht eingetragen ist als Eigentümer. Der Verkäufer hat also Pech gehabt und der Notar kann sicherlich für gar nix haftbar gemacht werden. Notare machen immer nur das was gesetzlich vorgeschrieben ist, mehr nicht. Eine Klausel bzg. der Grundsteuer wäre ja zusätzlicher Aufwand ohne zusätzliche Vergütung.

    Die Steuerpflicht hat der Eigentümer, der am 1.1. eingetragen ist unabhängig davon was in Verträgen steht.

  • Zahlt der Mieter die Grundsteuer nach Verkauf der Wohnung weiter?
    Antwort von wfwbinder ·

    In jedem vernünftig entworfenen Kaufvertrag steht drin, dass der Käufer die öffentlichen Lasten ab dem Tag des Übergangs der Nutzen und Lasten zu tragen hat. Also dem Verkäufer eventuell schon über den Tag hinaus gezahlte Grundsteuern erstatten muss und die Zahlungen für die Zukunft übernehmen muss.

    @Privatier59 hat als vollkommen Recht, wenn er schreibt, dass der Notar ggf. einen Haftpflichtfall hat.

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    Kommentar von Privatier59 ,

    Möglicherweise hat der Fragesteller einfach nicht verstanden, daß die von Dir zitierte, standardmäßig verwendete, Vertragsklausel auch das hier angesprochene Problem regelt.

    Ich kann mir nämlich auch keinen Grundstückskaufvertrag ohne diese Klausel vorstellen. In allen Formularbüchern oder entsprechende Dateien ist diese Klausel enthalten.

    Kommentar von Aivas ,

    Ja, es ist allgemein üblich, einen Lasten-Nutzen Übergang im Notarvertrag zu definieren. Aber das ist nicht zwingend erforderlich. Es würde dann einfach die gesetzliche Regelung gelten, also der Übergang mit der Eigentumsübertragung zum Tag der Grundbuchänderung.

  • Zahlt der Mieter die Grundsteuer nach Verkauf der Wohnung weiter?
    Antwort von Privatier59 ·

    Wieso sollte der Mieter das? Braucht er nicht. Er schuldet seinem Vermieter Nebenkosten und das bist Du nicht mehr.

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    Kommentar von LittleArrow ,

    Prima, so erhält der Mieter bei der Endabrechnung der Betriebskosten die gezahlte Grundsteuer zurück, da der Erwerber diese Kosten nicht hatte und auch nicht nachweisen kann.

    Bei der Verkaufsvertragsgestaltung ist was schief gelaufen!

    Kommentar von Privatier59 ,

    Wenn das wirklich so abgelaufen ist hat der Notar einen Haftpflichtfall!

    Kommentar von Snooopy155 ,

    Wieso sollte der Notar einen Haftpflichtfall haben? Es ist allgemein bekannt, dass die Grundsteuer eine Stichtagssteuer ist. Wenn der Verkäufer im Kaufvertrag dies nicht nicht explizit anders geregelt haben will, dann hat der Mieter eben mal einen kleinen Vorteil aus dem Verkauf seiner Mietsache.

    Kommentar von barmer ,

    Ich kenne eigentlich keine Kaufverträge, in denen der Notar nicht die Grundsteuer zwischen Käufer und Verkäufer regelt.

    Kommentar von hildefeuer ,

    natürlich zahlt der Mieter via Nebenkostenabrechung die Grundsteuer B.

    Notare scheren sich um solche Dinge wenig. Warum sollte der Notar das in den Vertrag mit aufnehmen. Die machen nur das wozu sie verpflichtet sind, mehr nicht.

    Kommentar von LittleArrow ,

    Der Käufer und neue Vermieter kann diese Kosten und deren Zahlung aber nicht belegen. Daher besteht gegenüber dem Mieter eine Rückzahlungsverpflichtung, wenn der Mieter aufpasst.