Lohnsteuer - neue und gute Antworten

  • Wie wird die Krankenversicherung bei kleine Selbständigkeit und Arbeiten auf Steuerkarte berechnet?
    Antwort von barmer ·

    Hallo, ob das klappt, ist fraglich.

    Wenn die Beschäftigung die Haupttätigkeit wäre, also z.B. mind. 19 Stunden oder höheres Einkommen bringt, wäre nur die KV für die Beschäftigung zu zahlen und für die Selbstständigkeit gar nichts.

    Hier aber scheint die Selbstständigkeit zu überwiegen und das hat Folgen:

    - es werden alle Einkommen zum Beitrag herangezogen

    - das Einkommen aus der Selbstständigkeit ist regelmäßig per Steuerbescheid nachzuweisen. Wenn Du nicht frühzeitig mit der Kasse über die mutmasslichen Einnahmen sprichst und alles offenlegst, wirst Du zunächst mit dem Höchstbeitrag veranlagt. Was hast Du denn bisher bezahlt bzw. wie wurde das vereinbart?

    - Auch den Beitrag aus der Beschäftigung zahlst Du selbst und der Arbeitgeber zahlt keinen Arbeitgeberanteil. Wenn er es doch tut, dann hast Du ihn nicht richtig über Deine Situation aufgeklärt.

    Um das zu erreichen, was Du willst, musst Du die Beschäftigung aufstocken, dass Sie Hauptberuf wird !

    Viel Glück

    Barmer

  • Lohnt sich als Rentner ein 450-€-Job?
    Antwort von Lissa ·

    Ich hoffe, du hast die Regelaltersgrenze überschritten, sonst gibt es Probleme mit dem freiberuflichen Hinzuverdienst.

    Ein 450-Euro-Job lohnt sich nicht nur, er kann auch die Altersrente erhöhen, wenn man nicht auf die Versicherungspflicht verzichtet, sondern seinen Beitrag von 3,7% de Gehalts selbst einzahlt.

    Denn dann wird jeweils zum 01.07. eines Jahres das, was man im Vorjahr verdient hat, als Zuschlag auf die Rente angerechnet.

    Dieser Zuschlag erhöht sich um 0,5% für jeden Monat, den dieser 01.07. nach dem Monat der Vollendung der Regelaltersgrenze liegt.

    Falls dein Arbeitgeber den Minijob pauschal versteuert, was üblich ist, brauchst du ihn bei deiner Steuererklärung nicht anzugeben.

  • Steuerbescheid Nachzahlung Steuerklasse 1?
    Antwort von RHWWW ·

    Hallo,

    hier eine Teilantwort:

    - die 3 Euro Nachzahlung haben nichts mit der Sprachreise zu tun. Der Arbeitgeber berücksichtigt bereits 1000 Euro Werbungskostenpauschale. Nur wenn dieser Betrag durch beruflich bedingte Kosten (z.B. Fahrkosten, Weiterbildung, Fachliteratur, Gewerkschaftsbeiträge etc.) überschritten wird, lohnt sich eine Geltendmachung höherer Kosten bei der Steuererklärung.

    - eine Vermutung (die aber völlig falsch sein kann): Es geht um eine Nachzahlung von Kirchensteuer. Wenn der Sitz des Arbeitgebers und der eigene Wohnort in unterschiedlichen Bundesländern liegen, kann es zu Nachzahlungen der Kirchensteuer kommen (die Kirchensteuersätze sind in den Bundesländern unterschiedlich hoch).

    Tipp: Das Wort "zurück" sorgt oft für Verwirrung, wenn es falsch benutzt wird. Der 1. Satz der Frage müsste lauten:

    Ich habe heute meinen Steuerbescheid bekommen und war erstaunt, dass ich diesmal was nachzahlen muss

    Ich habe zweimal "zurück" entfernt.

    Gruß

    RHW

  • Steuerbescheid Nachzahlung Steuerklasse 1?
    Antwort von Brigi123 ·

    Dann mußt Du Dir vielleicht nochmal die vorherigen Bescheide angucken und die Zahlen vergleichen.

    Dein Sprachkurs findet nur dann Berücksichtigung, wenn dadurch Deine gesamten Werbungskosten mehr als 1.000,-€ betragen. Die Pauschale von 1.000,-€ wird nämlich automatisch vom Einkommen abgezogen. Das hat Dir das FA auch geschrieben.

    Insbesondere mußt Du Dir angucken: Gezahlte Lohnsteuer (falls es sich um Lohnsteuer handelt) und die vom Einkommen abgesetzten Beträge.

    Hast Du in den Vorjahren mehr Lohnsteuer abgeführt oder höhere Absetzungsbeträge gehabt (z.B. Werbungskosten über 1.000,-€), so würde das die Veränderung erklären.

    Falls Du merkst, dass Du Sachen vergessen hast anzugeben, so kannst Du Einspruch einlegen.

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    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Vergebliche Mühe. Die tatsächlichen WK...oder besser: die tatsächlich angegebenen WK waren unter 1.000 - das war's dann auch schon.

    Und NATÜRLICH wurde hier "vergessen", Dinge anzugeben. Man denke nur an 35a.

    Kommentar von Brigi123 ,

    Dann hab ich das falsch verstanden? Gibt es keine Möglichkeit, noch Angaben nachzureichen?

    Ich hatte das aus einigen anderen Antworten von Euch Steuerberatern so herausgelesen.

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    korrekt, wenn es dann etwas zum Nachreichen gibt. 

    Enno meint Ausgaben zu 35a könnten u.a. vergessen worden sein. Möglich......an diese absetzbaren Kosten denken viele nicht, obwohl sie bei den meisten AN jährlich anfallen. 

    Kommentar von Savona ,

    Heißt das, wenn meine Werbungskosten im Vorjahr sehr hoch sind, würde dies die Nachzahlung erklären? Und die Fahrtkosten sind auch auch darunter gewesen?

    Kommentar von Brigi123 ,

    Ja genau, die Fahrtkosten gehören auch zu den Werbungskosten.

    Und wenn die Werbungskosten in den Vorjahren über 1.000,-€ lagen, wurde das “zu versteuernde Einkommen“ geringer und Du mußtest weniger ESt zahlen.

    Jetzt hattest Du Werbungskosten unter 1.000,-€, deshalb wurde nur die Pauschale von 1.000,-€ vom Einkommen abgesetzt.

    Vielleicht bist Du ja umgezogen.

    Enno hat außerdem auf die “haushaltsnahen Dienstleistungen“ hingewiesen (in seiner Sprache). 

    Kommentar von Brigi123 ,

    Auch wenn Enno jetzt nicht mehr (leider) antwortet:

    Ich habe jedenfalls meiner Tochter vor kurzem geraten, den “vergessenen“  Verpflegungsmehraufwand per Einspruch nochmal geltend zu machen.

    Und ich habe jetzt auch nochmal zumindest einen Artikel gefunden, wonach dies möglich sein soll.

    Kommentar von Savona ,

    Hätte ich denn den Flug bei einer Sprachreise überhaupt mit angeben können? Meist wird es doch teilweise doch wieder als Urlaub angesehen.

    Kommentar von Brigi123 ,

    Das kann ich Dir leider nicht beantworten.

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Einspruch ist gar nicht nötig. Ein Antrag auf schlichte Änderung genügt völlig.

  • Steuerbescheid Nachzahlung Steuerklasse 1?
    Antwort von Petz1900 ·

    Ja, ich.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Primus ,

    ;-))

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Ich auch.

    Der Fall hier liegt auf der Hand wie ein Diamant - so klar und leuchtend.

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    ;-(  schön für dich, dann lass bloß dein Fachwissen unter Verschluss ! 

     hm....

    Kommentar von Brigi123 ,

    Für Steuerberater gilt wohl keine “Nettiquette“, also keine Regel des freundlichen Umgangs.

    Wfw binder natürlich ausgenommen.

    Kommentar von wfwbinder ,

    Man merkt, Du kennst mich noch nicht. ;-)

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    wfwbinder, ne ne.....

    du bist hier noch  n i e  unsachlich aufgetreten !!!  Brigi123 hat es schon richtig erkannt. Du erfüllst auch in meinen Augen alle Kriterien eines seriösen Ansprechpartners.

    Danke !!!

    Kommentar von Petz1900 ,

    Ich war doch nett.

    Ich habe deine Frage korrekt beantwortet.

    Bei weiteren Fragen helfe ich gerne weiter, versprochen !

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Für Steuerberater gilt wohl keine “Nettiquette“, also keine Regel des freundlichen Umgangs.

    Und das aus deiner Tastatur....

    In Wahrheit ist es vielfältiger. Was ich hier schon an Beratungsleistungen abgeliefert habe, davon könnte ich mir sonst ein Haus bauen.

    Leider sind die Fragestellungen vielschichtig. Entweder es hat jemand gar kein Wissen und doktert an seinen Steuerangelegenheiten herum. Aber für den Friseur ist Geld da, da passt was nicht.

    Oder noch schlimmer: Jemand hat "was gehört/gelesen" und hat fundiertes Halbwissen und am Ende der Frage weiß man nicht, wo man mit Richtigstellung anfangen soll. Beispielsweise die Frage hier nebenan, wo einer "konzernintern" was vermieten will, aber nicht in der Lage ist, seine Frage zu stellen.

    Irgendwo ist dann auch mal Ende. Ich bin kein Psychologe, sondern auch nur ein Mensch mit etwas Ahnung auf EINEM Gebiet. Auf anderen Gebieten muss ich auch fragen.

    Kommentar von Brigi123 ,

    Enno, Du leistest hier sehr viel Beratung und das ist toll.

    Aber hier habt Ihr, also Du und Petz, nur die Fragestellerin vor den Kopf gestoßen, Euch auch belustigt, ohne auch nur ansatzweise eine Antwort zu geben.

    Wenn einem eine Frage zu doof ist, oder man sich an einer unvorteilhaften Formulierung stößt, kann man ja immer noch weiterscrollen. 

    Ich finde schon, dass das Forum auch für die “Ahnungslosen“ da sein sollte, zumindestens sollten sie respektvoll behandelt werden.

    Deine Antworten sind auch teilweise für Laien nicht besonders verständlich. Inzwischen übersetze ich ja manchmal.

    Der Vergleich mit dem Friseur ist auch komisch. Gut, bei manchen offenbar gut verdienenden und vermögenden Fragestellern stimmt der. 

    Für viele ist “Steuerberater“ aber so weit außerhalb ihrer Welt, wie Taxifahren für mittellose Studenten. Da bleibt man eben beim öffentlichen Nahverkehr und wartet auf den Bus. Und quält sich ahnungslos mit der Steuererklärung ab.

    Kommentar von Petz1900 ,

    
    Für viele ist “Steuerberater“ aber so weit außerhalb ihrer Welt, wie
    Taxifahren für mittellose Studenten. Da bleibt man eben beim
    öffentlichen Nahverkehr und wartet auf den Bus. Und quält sich
    ahnungslos mit der Steuererklärung ab.

    Genau.

    Wenn man keine Ahnung von Autobremsen hat fährt man in eine Werkstatt und bezahlt dafür.
    Aber bei steuerlichen Fragen ist es selbstverständlich, dass von Leuten, die das studiert haben, ksotenlose Antworten erwartet.

    Da versteht man keinen Spaß, wie man bei Euch Mädels ja sieht.

    Hoffentlich ist Euer kostenloser Mechaniker dann besser drauf.

    Kommentar von Brigi123 ,

    Wir Mädels verstehen  schon Spaß, aber nicht so sehr auf Kosten anderer. 

    Ich bin beispielsweise auch kein Pocher-Fan. Oder von Harald Schmidt (kennt den noch jemand?).

    Aber Petz, Du gibst hier auch gute Antworten (ohne Verarschung der Frageszteller). Danke dafür. 

    Der eine Witz sei Dir auch verziehn.

    Kommentar von Petz1900 ,

    Ich halte mein Fachwissen nicht unter Verschluss.

    Ich beantworte gestellte Fragen korrekt.

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    Wenn du das so siehst .....

    dann kann ich ja froh sein, dass ich diese Frage hier nicht eingestellt habe. Denn, wäre deine sog. "korrekte" Antwort die einzige Antwort, wäre es auch meine letzte Frage hier bei ff.net.  

    Ich habe eigentlich auch eine eigene steuerliche Frage, klemm sie mir jetzt aber aus o.g. Grund. 

    Schade.....so muss ich wohl nach einer Alternative suchen 

    :-(

    Kommentar von Brigi123 ,

    Gänseliesl, Deine Frage würde vermutlich wirklich korrekt beantwortet werden,  da Du Dich gut ausdrücken kannst und genug Vorkenntnisse von der Steuermarterie hast.

    Aber der Kommentar war echt erstmal gut.

    Kommentar von Petz1900 ,

    oh man, wie können Mädels nur so verspannt sein ????
    Das bestätigt ja alle Vorurteile :)))))))

    Und hierfür gibt es Steuerberater, die sich dafür bezahlen lassen. Und da bekommt Ihr auch Antworten, schließlich bezahlt Ihr ja dann auch dafür.

    Vielleicht entspannt Euch das ja ein wenig....

    Ich habe eigentlich auch eine eigene steuerliche Frage, klemm sie mir jetzt aber aus o.g. Grund. 

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    Petz1900,

    ich wollte es auch nur einmal gesagt haben, denn du bist nun einmal, so wie einige andere Mitglieder hier, ein brillanter Fachmann, soviel weiß ich ja !

    Ich möchte von euren Antworten schließlich auch profitieren. Wie soll ich das, bei Antworten wie " Ja, ich " ?   

    ......" Und hierfür gibt es Steuerberater, die sich dafür bezahlen lassen. Und da bekommt Ihr auch Antworten, schließlich bezahlt Ihr ja dann auch dafür. " 

    stimmt natürlich !!! Selbst wenn dies deine Meinung sein sollte, (kann ich mir aber nicht denken, sonst wärst du kein Mitglied hier !) dann antworte dem Fragesteller auch so oder besser gar nicht. 

    Übrigens......ich bin nicht  v e r spannt, sondern  g e spannt auf viele gute und hilfreiche Antworten von euch "Steuerfritzen" !  ;-)) 

    Kommentar von Luscinia ,

    Das könnte fast von einem Unternehmensberater kommen. Die Antwort war zwar korrekt, nützt aber niemandem was. :P

  • Elster-Frage zu automatischer Benachrichtigung
    Antwort von PrivatePaula ·

    Auch wenn der Thread schon etwas älter ist... Wer vor der Abgabe der Steuererklärung ein Häkchen beim "elektronischen Steuerbescheid" setzt, erhält nach der Prüfung vom Finanzamt sofort eine Mail, das der Steuerbescheid elektronisch hinterlegt ist. Mit dem Steuerprogramm kann man dann den Bescheid runterladen, überprüfen und, falls gewollt, sofort Einspruch einlegen. Der Steuerbescheid in Papierform folgt einige Tage später (genauso wie das Geld falls man etwas zurück bekommt). Es geht halt alles etwas schneller da es zuerst digital übermittelt wird und hinterher mit der schwarz/gelben Posttaube :)

  • Kann ich einen Antrag auf Verlustvortrag später stellen, um eine vorteilhaftere Verrechnung zu erreichen?
    Antwort von LittleArrow ·

    Du hast keine Wahl, sondern musst zunächst für jedes Kalenderjahr getrennt auf dem normalen Mantelbogen zur Einkommensteuererklärung ein Kreuzchen machen vor "Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages" und die entsprechende Anlage N mit Deinen Nachweisen in einer Anlage dazu.

    Der aufgelaufene Verlustvortrag wird von amtswegen mit Deinen Einkünften 2017 teilweise verrechnet und der Rest auf 2018 vorgetragen. Oder Du nimmst Deine Arbeit nicht schon in 2017 auf, sondern erst in 2018. Vielleicht spielt Dein Arbeitgeber bei der Verschiebung mit?

    Siehe hier Abschnitt 3 (für 2017) und 4 (für 2018):

    https://www.smartsteuer.de/online/lexikon/v/verluste-lexikon-des-steuerrechts/#D...

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Tassimol ,

    Vielen Dank schonmal für die Antwort. Mir ist allerdings noch nicht ganz klar, wieso Folgendes nicht funktioniert: Ich gebe Anfang 2018 meiner Erklärung für 2017 ab und warte den Bescheid ab. Ende 2018 beantrage ich den Verlustvortrag für 2014-2016, und da der Bescheid für 2017 bereits fix ist, sollte dies erst mit der Erklärung für 2018 verrechnet werden?

    Falls dies nicht funktioniert frage ich mich wie dies generell gehandhabt wird. Es gibt genügend Studenten die jetzt erst davon erfahren, und ggf. auch schon ein Jahr gearbeitet haben.

    In deinem Link habe vom Verlustrücktrag gelesen. Heißt dies dass der Verlust dann rückwirkend auf 2017 verrechnet wird, ich aber die Möglichkeit habe auf dies zu Verzichten und den Verlust stattdessen erst 2018 verrechnen zu lassen?

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Mir ist allerdings noch nicht ganz klar, wieso Folgendes nicht
    funktioniert: Ich gebe Anfang 2018 meiner Erklärung für 2017 ab und warte den Bescheid ab. Ende 2018 beantrage ich den Verlustvortrag für 2014-2016

    Weil der Gesetzgeber das in § 10d (2) EStG so festgelegt hat.

    Nicht ausgeglichene negative Einkünfte, die nicht nach Absatz 1
    abgezogen worden sind, sind in den folgenden Veranlagungszeiträumen ...abzuziehen (Verlustvortrag).

    Und dann wird halt der 2017er Bescheid geändert - das ergibt sich aus Absatz 4 des § 10d.

    Kommentar von Tassimol ,

    Verstehe ich es richtig, dass es sich bei den "folgenden Veranlagungszeiträumen" um die direkt folgenden Zeiträume handelt, nach dem der Verlust angefallen ist? Ich bin davon ausgegangen, dass die Zeiträume gemeint waren, nachdem der Verlust beantragt / gemeldet wurde. In dem Fall würde es für mich Sinn ergeben. 

    Prinzipiell hätte ich damit also keine Möglichkeit, dies erst in 2018 anrechnen zu lassen (außer natürlich ggf. den Übertrag). Sehe ich das richtig? Vielen Dank

    Kommentar von Angelsiep ,

    Ja das siehst du richtig.

    Kommentar von wfwbinder ,

    , und da der Bescheid für 2017 bereits fix ist, sollte dies erst mit der Erklärung für 2018 verrechnet werden?

    Extra für solche Fälle gibt es einen speziellen Paragraph in der AO,

    Den § 175 AO, der regelt, dass auch bestandskräftige Bescheide geändert werden müssen, wenn ein Bescheid erlassen wird, der Auswirkungen auf diesen, schon bestandskräftigen hätte.

    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Und 10d (4) verweist eben auf 175.

  • Kann ich einen Antrag auf Verlustvortrag später stellen, um eine vorteilhaftere Verrechnung zu erreichen?
    Antwort von wfwbinder ·

    Erstmal musst Du den/die Verlust(e) feststellen lassen. Entweder durch Abgabe der Steuererklärungen für 2014-2016, oder durch einen "Antrag auf Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages" für die gleichen Jahre.

    Dann wirst du automatisch gebeten für 2017 eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Dabei wird dann von Amts wegen der vorhandene Verlustvortrag wie Sonderausgaben vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen.

    Du kannst Dich nicht dagegen wehren, das in 2017 abgezogen wird, auch wenn der Effekt in 2018 für Dich günstiger wäre.