Buchführung - neue und gute Antworten

  • Was ist der Unterschied zwischen: Unternehmensregisterpublizität, Publizität im elektronischen Bundesanzeiger und der Aufstellung und Publizität?
    Antwort von wfwbinder ·

    So, ich habe mal den wichtigsten Abschnitt kopiert:

    Bezogen auf den Abschluss des einzelnen Unternehmens (z. B. der Muttergesellschaft) gilt, dass sowohl kapitalmarktorientierte als auch nicht-kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften anstelle des handelsrechtlichen Jahresabschlusses (HGB) einen Einzelabschluss nach IFRS2 veröffentlichen dürfen. Sofern dieser:

    um den Bestätigungs- bzw. Versagungsvermerk (IFRS-Abschluss) des Abschlussprüfers ergänzt wird, der Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses einbezogen wird und der Einzelabschluss mit dem Bestätigungs- oder Versagungsvermerk offen gelegt wird.

    Die befreiende Wirkung des IFRS-Einzelabschlusses beschränkt sich demnach nur auf die Offenlegung. Es besteht trotzdem weiterhin die Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach HGB. Dies bedeutet de facto, dass deutsche Unternehmen zusätzlich zum HGB-Jahresabschluss einen IFRS-Einzelabschluss für Offenlegungszwecke erstellen dürfen. Dieser dient ausschließlich Informationszwecken. Von der Erstellung eines HGB-Jahresabschlusses sind die Kapitalgesellschaften aufgrund der Ausschüttungsbemessungsfunktion sowie der Maßgeblichkeit des handelsrechtlichen Jahresabschlusses für die Steuerbilanz jedoch nicht befreit.

    Also wer einen IFRS Abschluss veröffentlichen möchte, muss zwei Abschlüsse machen, weil in Deutschland weiter die Verpflichtung gem. HGB gilt.

    Und es muss auch entsprechend veröffentlicht werden.

    Die IFRS Regeln sind aber wirklich Kapitalmarkt orientiert. Ich habe solche Abschlüsse schon erstellt und kann nur sagen, dass ich den Dingern nur deshalb traue, weil ich sie selbst aufgestellt habe.