Altersvorsorge - neue und gute Antworten

  • Wohnkosten sparen durch selbstgenutztes Eigentum, geht diese Rechnung überhaupt auf?
    Antwort von betroffen ·

    Das kommt darauf an, wie man rechnet...

    Wenn bei einem Sparvertrag 100000,- frei werden und du legst sie neu an, bekommst Du z.B. 1,2% = 1200,- /anno - 335,88 Steuer, Soli, Kirchensteuer = 864,- /anno

    Kaufst Du eine Eigentumswohnung sparst Du die 700,- Nettomiete musst aber 150,- für Werterhalt zurücklegen 12 x 550,- = 6600,- /anno.

    Das ist ein großer Unterschied und schafft monatlichen Freiraum. Nehm' dieses Beispiel als Grundlage und variiere mit den Zahlen und mit Kosten die hier noch mit reinmüssen. b

  • Wohnkosten sparen durch selbstgenutztes Eigentum, geht diese Rechnung überhaupt auf?
    Antwort von topbaugutachter ·

    Spekulanten sind heutzutage froh wenn Sie 3-6% Rendite verdienen. Die Immobilienpreise sind um 35 - 50 % gestiegen ob da noch was kommt. Viele sprechen von einer Kurskorrektur um 30-50% nach unten in den nächsten jahren.

    Einziger Vorteil bei einer sauberen Finanzierung, keiner Probleme und Durchhaltedauer. Man hat nach 30-40 Jahren eine bezahlte Wohnung in einem renovierungsbedürftigen Altbau. Wenn es in 40 Jahren wieder eine Wohnungskrise gibt hat man Geld. Gibts Wohnungen im Überfluss hat man saure Milch zu verkaufen.

    Man verdient wenn man jetzt viel Miete zahlt und eine günstige Wohnung kauft. Wer wenig Miete zahlt sollte warten und so sparen (wenn er kann)

    Man muss 40 Jahren neben den selben Idioten wohnen bleiben

  • Wohnkosten sparen durch selbstgenutztes Eigentum, geht diese Rechnung überhaupt auf?
    Antwort von detlef32 ·

    Es gibt einige Kostenrechner im Netz die versuchen hier Licht ins Dunkle zu bringen wie hier https://www.immowelt.de/immobilien/mieten-kaufen-rechner.aspx

    Aber bei der Frage "Soll ich kaufen oder mieten" ist diese Betrachtung zu kurz.

    Warum?

    Du bewegst Dich mit Dieser Entscheidung in einem dynamischen System das sich teilweise unabhängig von Deinen Einflüssen bewegt.

    Ich will mal ein paar Fragen aufwerfen:

    Während der Arbeitszeit hast Du normalerweise mehr Geld als später als Rentner. Wenn Du also lange lebst wird als Rentner im Verhältnis zu Deinem Einkommen die Miete immer teurer. Am Beginn der Rentenzeit beginnt der Knall. Dein Einkommen sinkt um ca. 40% (oder mehr) - was grundsätzlich nicht so ein Problem ist weil die Arbeitskosten wegfallen. Aber die Miete bleibt und steigt und steigt.

    Natürlich kannst Du das Geld vorher ansparen und dann verknuspern. Aber das bedeutet, dass Du eigentlich das gleiche Geld aufgewendet hast ( Miete plus Sparen == Kauf) und selber für eine inflationsgesicherte Anlage sorgen musst.

    Eine Mietwohnung hat den Vorteil des schnelleren Wechsels bei Änderungen im familiären Umfeld (Partner und Kinder kommen und gehen, Arbeitsplätze sind nicht immer am gleichen Platz) Und vermeidet ein Klumpenrisiko. Aber wenn man eine langfristig günstige Miete haben muss darf man auch nicht oft wechseln und muss längere Mietverträge abschliessen - ist also relativ.

    Aus meiner Sicht ist also die Risikobereitschaft für mein Geld und meiner persönliche Lebensplanung für die Wahl von "Miete oder Kauf" eher als Massstab geeignet.#

    Wenn ich mich in 5 oder 10 Jahren selbstständig machen will und dann alles Geld brauche was ich zusammen kratzen kann oder ein Nomadenleben mag oder glaube dass ich die Rente sowieso nicht erlebe dann ist meist eine Mietwohnung besser.

    Wenn ich eher ein ausgeglichenes Leben erwarten. Heiraten, Kinder, usw dann ist ein Eigenheim eine Sache die meist besser passt.

    Natürlich gibt es immer noch "Shit happens". Auch der beste Plan geht in die Hose. Der Partner ist nicht der Partner und Scheidung droht. Krankheiten, Arbeitslosigkeit zwingen zum Umdenken. Und dann kann jedwede Entscheidung falsch gewesen sein.

    Für mich hat sich jedenfalls der Kauf gelohnt. 10 Jahre lang habe ich deutlich mehr als die Miete aufgewendet - dann war ich auf gleichem Niveau weil mich die Mietentwicklung eingeholt hat. Nach weiteren 10 Jahren war (fast) Ende mit Zahlungen und ich habe deutlich mehr Geld in der Tasche als ein vergleichbarer Mieter. Und ich hatte die ganze Zeit ein besseres Gefühl weil "es war meins". Egal was ich machte, jede Verbesserung erhöhte den Wert des Hauses.

    Vielleicht war mir das deshalb so wichtig weil meine Eltern fast 50 Jahre in der gleichen Mietwohnung gewohnt haben.

    Aus einer Ofenheizungswohnung eine Gasheizungswohnung gemacht haben und am Ende beim Auszug durften sie für die Verbesserung noch Geld bezahlen um die Heizung wieder zu entfernen bzw. mussten dem Vermieter etwas bezahlen damit sie sie nicht entfernen müssen. Ich habe damals gesehen wie in der Rente der Wohnungsanteil immer stieg. Sie hatten keinen Mangel aber im Verhältnis zu meinem Onkel der gebaut hatte halt doch immer weniger Geld.

  • Wohnkosten sparen durch selbstgenutztes Eigentum, geht diese Rechnung überhaupt auf?
    Antwort von Rat2010 ·

    Das hängt fast allein davon ab, was man sonst mit weinem Geld macht.

    Wenn man es sonst, das, was sonst (einmalig oder als Tilgung) in die Abzahlung des Hauses geht, vernünftig anlegt, spricht finanziell betrachtet, nichts für den Erwerb einer Immbilie.

    Liegt das Geld aber sonst der Inflation und der Politik der EZB hilflos ausgeliefert auf einem Sparbuch oder Tagesgeld, kann man es genau so gut und je nachdem sogar besser in eine Immobilie stecken.

    So oder so spricht eher das Sicherheitsargument als die Kostenersparnis gegen den Erwerb eienr Immobilie. Der Verlust an Sicherheit ist sicher. Ob man Kosten spart oder nicht, hängt davon ab.

  • Wohnkosten sparen durch selbstgenutztes Eigentum, geht diese Rechnung überhaupt auf?
    Antwort von hildefeuer ·

    Ja sicherlich. Kommt auch drauf an wie man an ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung kommt. Wenn man dies teuer kauft und hohe Maklerkosten darauf zahlt lohnt sich das ganze sicherlich nicht.

    Für Kapital bekommt man ja am Markt fast keine Zinsen mehr. Hinzu kommt, das die Herstellungskosten für Eigenheime und Eigentumswohnungen ja auch immer steigen. Zinsen steigen seit 10 Jahren nicht mehr.

    Heute ist es vielfach so, das der Abtrag für ein Immobiliendarlehen genauso hoch ist wie die Kalt-Miete.

  • Sollte ich riestern? Und wenn ja, wie?!?
    Antwort von Kevin1905 ·
    Habe ich es recht verstanden, dass ich die Riesterrente bis zu 200 Euro zusätzlich zur Grundsicherung behalten dürfte im Alter und dass dies bei anderen Renten nicht so ist?

    Nein, es gilt generell für Formen der Altersvorsorge, dass ein zusätzliches Einkommen in genannter Höhe auf die Grundsicherung nach SGB XII nicht mehr angerechnet würde.

    Das Ziel zusätzlicher Altersvorsorge bleibt aber dafür zu sorgen, dass in Kombination mit gesetzlicher Absicherung und ggf. betrieblicher Grundsicherung nie ein Thema wird.

    Das ist aber noch keine Garantie dafür, dass Riester für dich sinnvoll ist.

    Am interessantesten fand ich fondsgebundenes Riestersparen. Bin ich dafür mit Anfang 30 noch jung genug?

    Grundsätzlich ja, nur musst du bedenken, dass nur ein Teil der Beiträge in Fonds angelegt wird, da der Staat eine Kapitalerhaltsgarantie zum Laufzeitende vorschreibt.

    Ich spiele auch mit dem Gedanken, irgendwann Wohneigentum zu erwerben. Ist es in dem Falle sinnvoll, eine solche Riester-Variante zu nutzen?

    Ich persönlich kann Wohnriester nicht ab. Nicht zuletzt aufgrund des Wohnförderkontos und der Besteuerung fiktiven Einkommens im Alter, auch allein die Einschränkungen hinsichtlich der Nutzung etc.

    Grundsätzlich aber ist im Grunde jeder Riestervertrag wohnwirtschaftlich verwendbar

    Was würde passieren, wenn ich irgendwann selbstständig wäre - kann ich das dann noch weiterbesparen?

    Ginge wäre aber Mumpitz, da die steuerliche Seite bei Auszahlung bleibt, es aber keine Förderungen oder Steuervorteile in der Beitragsphase gibt, wenn keine Versicherungspflicht in der DRV mehr vorliegt. Und die haben die meisten Selbständigen nunmal nicht.

    Du verfolgst m.M.n. auch den falschen Ansatz, nämlich den, dass du von einem Produkt (Riester) ausgehst, anstatt von deinem eigenen zu ermittelnden Bedarf.

    Zuerst muss mal geklärt werden wie die Arbeitskraft abgesichert ist, gegen längere Krankheit und Berufsunfähigkeit.

    Dann schaut man was so deine Wünsche und Ziele sind und deine aktuelle Situation bezogen aud Einkommen, Familie, etc.

    Anhand dessen, wenn man auch deine Risikotoleranz kennt, kann man eine Auswertung erstellen die dann die grundlage dessen wird, wie du dich aufstellst. Das kann ergeben das Riester sinnvoll ist, muss es aber nicht.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von ungewiss ,

    Hallo Kevin,

    ganz ganz lieben Dank für deine super Antwort. Ich bin echt froh um dieses Forum, da dies ganze Thema Finanzen für mich unglaublich unübersichtlich ist. Ich dachte, es sei eine Besonderheit von Riester, dass es nicht angerechnet wird. Gut zu wissen, dass es auch für andere gilt.

    Ich bin gegen Berufsunfähigkeit abgesichert, gegen längere Krankheit ebenfalls.

    Was meine Wünsche und Ziele sind... ich glaube, ich finde es eben entspannt im Alter keine Miete zahlen zu müssen aufgrund der unkalkulierbaren Entwicklung. Genossenschaft ist leider keine Option. Ich werde (wenn ich in meinem Beruf bleibe) keine größeren Sprünge mehr machen finanziell (Beförderung möchte ich voraussichtlich nicht, da ich die Stellen unattraktiv finde und Gehaltserhöhungen sindregelmäßig, aber bescheiden), aber auf der anderen Seite verdiene ich zurzeit mehr als ich brauche.

    Hmm... Ich glaube, meine Risiko-Toleranz ist so mittel. Ich bin schon bereit, was sowas angeht. Aber ich möchte uahc nicht, dass im Falle des Falles alles weg wäre. Beim Pantoffelportfolio fand ich die mittlere Option am interessantesten zum Beispiel.

  • Sollte ich riestern? Und wenn ja, wie?!?
    Antwort von Rat2010 ·

    Weil besser als alles andere und vor allem Insolvenz- und bis 200 € grundsicherungssicher ist Riester für dich vermutlich die beste Alternative.

    Allerdings kommst du an das Geld nur dran, wenn du schmerzliche Verluste hinnimmst. Man muss dann alle Vergünstigungen, die man bekommen hat, wieder zurück zahlen und mit etwas Pech kommt dann auch deutlich weniger raus als man eingezahlt hat. Ausnahme ist Immobilienerwerb.

    Ich halte nichts davon, hier irgendwas zu schreiben, mit dem du dann schon allein weil du unberaten bist, sicher unglücklich wirst. Für den Job ist die Finanztest da.

    Selbständig? Wenn du echt nicht weisst, was morgen kommt, warum machst du dann nicht einfach einen Fondssparplan??? Der passt zu 100 % zu deiner aktuellen Lebenssituation und warum solltest du irgendwas für die eventuelle Lebenssituation einer ungewissen Zukunft oder die Lebenssituation von ganz anderen Leuten machen???

  • Sollte ich riestern? Und wenn ja, wie?!?
    Antwort von LittleArrow ·

    Schon schön viele Frage, aber es gibt noch mehr;-)

    Du schwärmst von einem Leben zwischen Armutsgrenze (Stichwort Grundsicherung) und erfolgreicher Selbständigkeit (keine Förderung, wenn alleinstehend, aber mittelbare Förderung als Ehepartner eines unmittelbar berechtigten Riestersparers).

    Hier findest Du zig Fragen, Antworten und viele Varianten der Riesterrente fachkundig thematisiert:

    https://www.test.de/suche/?q=Riesterrente

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Sammy760 ,

    Für deine Fragen gibt es selbständige Fachberater die im Rahmen eines DIN basierten Finanzchecks Dir Deine Fragen beantworten und einen individuellen Plan erstellen.

    Kommentar von ungewiss ,

    Danke, littlearrow. Du hast mir in dem anderen Thread schon gut weitergeholfen. Die Test-Sachen zur Riester-Rente habe ich bereits gelesen. Aber so hundertpro bin ich mir nicht sicher, ob es passt oder nicht. Daher hatte ich nochmal nachgefragt.

    Ehe mit riesterberechtigten Personen steht nicht an ;-)

    Ich weiß, ich schwanke zwischen extremen.... Aber ich denke eben, wenn Dinge nicht so klappen, hätte ich im Alter gerne etwas mehr als Grundsicherung ;-)

    Kommentar von LittleArrow ,

    Da wir beide nicht die Glaskugel haben, kannst Du doch mit dem "richtigen" Riestervertrag so beginnen, dass Du mit den Mindestbeträgen beginnst, um die maximale Förderung pro Jahr mitzunehmen. Für darüberhinausgehende Anlagewünsche investierst Du Deine Geld in die bereits früher angedachten Alternativen, die Dir den jederzeitigen Zugriff auf das Angesparte ermöglichen (zB als Eigenkapital für den Immobilienerwerb).

    Ein unabhängiger Finanzberater kann Dir bei Deiner Riesterauswahl sicherlich besser helfen als ein Bank- oder Versicherungsangestellter, der die "eigenen" Produkte anzubieten hat. Aber bei den Finanzberatern geht es auch um deren Verdienst(maximierung?).

    Kommentar von ungewiss ,

    Danke dir. Ja, das die Finanzberater neben meinen Interessen auch die eigenen verfolgen, ist ein Grund, warum ich auch erstmal hier frage. Damit ich da nicht total naiv sitze... Gibt es eigentlich Tipps, wo man die findet?

  • Wie kann ich sparen/Geld anlegen und flexibel bleiben?
    Antwort von FPwolpi ·

    Servus ungewiss,

    das sehe ich genau so :

    Daher werde ich absehbar weniger arbeiten und weniger verdienen.

    Warum das denn, wenn Dir die Arbeit Freude macht und Du ordentlich verdienst? Ich würde die Gelegenheit nutzen!

    für eine ETW solltest du mind. 10% eher 20-30% eigenkaptial haben. da sind deine 10.000 oder 15.000 € ein guter anfang.

    bausparverträge sind geldvernichtung.

    die regierungen der südlichen europäischen länder und auch die BRD können sich steigende zinsen gar nicht leisten in den nächsten jahren. daher wird sich da nicht viel tun. und falls es doch zu einen "zinsexplosion" kommen sollte, kannst immer noch einen bausparer machen.

    statt dessen auf renditen von etwa 4-8% für die nächsten 5-10 jahre aus einer anlage dafür verzichten?

    "Betriebliche Altersvorsorge in dem Sinne hat mein AG nicht."

    >>dann darf er für dich eine einrichten, wenn du das willst. auf eine direktversicherung hast du seit 2002 einen rechtsanspruch.

    "Macht es eventuell Sinn, eine Altersvorsorge abzuschließen, die ich mit 25 Euro im Monat bespare? Ab welchem Alter zahlen die aus? Sorry, ich bin einfach echt so grün hinter den Ohren was das alles angeht... "

    >> das kann dir so keiner seriös online beantworten. dafür ist eine fundierte beratung erforderlich.

    "Wenn ich den Überblick habe, was ich habe und was ich investieren möchte, was mache ich damit? " >>mich fragen. :-)

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von ungewiss ,

    Moin Wolpi,

    danke für die Antwort. Und wenn ich dir meine finanzielle Situation dann so darlege, was machst du mit der Info?

    Ich denke auch, dass ich für die Wohnung noch ne Weile sparen muss (3 - 5 Jahre, je nachdem, wieviel ich sparen kann/will).

  • Wie kann ich sparen/Geld anlegen und flexibel bleiben?
    Antwort von Gecko33 ·
    Daher werde ich absehbar weniger arbeiten und weniger verdienen. Im Moment verdiene ich aber noch mehr.

    Das ist nicht dein ernst oder!? So was habe ich ja noch nie gelesen...also das solltest du dir gut überlegen. Du klingst noch relativ jung und dein Leben wird sich vermutlich noch dramatisch verändern und wenn du, wie du selbst sagst, ganz gut verdienst, warum solltest du das tun?

    Man weiß nie wie das Leben spielt und ein 5-Stelliger Betrag kann sehr schnell verschwunden sein. Ein Kind = ein Häuschen:)was sind die 10' oder 20'!

    Bausparen macht heute mehr Sinn denn je, mit einem solchen Vertrag sicherst du dir die Zinsen die es heute am Markt gibt ab. Wenn du also z.B. in 10 Jahren etwas finanzieren willst und die Zinsen am Markt wesentlich höher stehen als heute, hast du einen super schnapp gemacht. Guthabenszinsen gibt es auf die Verträge zwar kaum noch, aber das ist eher nachrangig. Sollten die Zinsen nicht gestiegen sein, kannst du das Geld auch einfach entnehmen und als Eigenkapital nutzen.

    Für deine Altersvorsorge gibt es diverse Möglichkeiten, hier kommt es vordergründig darauf an, was du erwartest bzw. möchtest. Betriebliche Altersvorsorge, eine klassische Rentenversicherung, Riester, vllt sogar einen Teil in Wertpapiere etc. etc.

    Verschaff dir einen Überblick über das was du hast und das was du sparen bzw. ausgeben möchtest.

    Gruß

    Gecko

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von LittleArrow ,
    Sollten die Zinsen nicht gestiegen sein,

    Gibt es Bausparverträge mit variablen bzw. marktorientierten Guthabenzinsen? Bleiben bei denen trotz steigender Guthabenzinsen die Darlehnssollzinsen konstant?

    Bitte erkläre das nochmal genauer.

    Kommentar von Gecko33 ,

    Mir ist nicht bekannt ob es solche Verträge gibt, will es aber nicht ausschließen.

    Dann habe ich mich vllt falsch ausgedrückt. Guthabenszinsen und Darlehenszinsen bleiben gleich...steigt also der Zins für Darlehen und man hat in 2025 einen Vertrag aus dem hier und jetzt, ist das ein super schnapp, hoffe so ist es besser.

    Kommentar von ungewiss ,

    Hallo Gecko, danke für deine ausführliche Antwort!

    >>Das ist nicht dein ernst oder!? So was habe ich ja noch nie gelesen...also das solltest du dir gut überlegen. Du klingst noch relativ jung und dein Leben wird sich vermutlich noch dramatisch verändern und wenn du, wie du selbst sagst, ganz gut verdienst, warum solltest du das tun?

    Mein Vertrag ist unbefristet. Das ist keine kurzfristige Gelegenheit. Bei Bedarf kann ich auch wieder aufstocken. Aber es ist für mich vorteilhafter zu reduzieren, anstatt eine Weile voll dort zu arbeiten, die Schnauze voll zu haben irgendwann und komplett zu kündigen.

    >>Man weiß nie wie das Leben spielt und ein 5-Stelliger Betrag kann sehr schnell verschwunden sein. Ein Kind = ein Häuschen:)was sind die 10' oder 20'!

    Ja, ich weiß. Es ist viel, es kann aber auch wenig sein. Es wären ja gerade mal 4% Eigenkapital für ne Wohnung. Und damit wiederum lächerlich wenig.

    Die Frage von LittleArrow zu den Bausparverträgen interessiert mich auch. Oder beziehst du das auf die allgemeinen Zinsen am Markt, die nicht gestiegen sind?

    Betriebliche Altersvorsorge in dem Sinne hat mein AG nicht.

    Wenn ich den Überblick habe, was ich habe und was ich investieren möchte, was mache ich damit? Hier schreiben?

    Schöne Grüße

    Kommentar von Gecko33 ,
    Mein Vertrag ist unbefristet. Das ist keine kurzfristige Gelegenheit. Bei Bedarf kann ich auch wieder aufstocken. Aber es ist für mich vorteilhafter zu reduzieren, anstatt eine Weile voll dort zu arbeiten, die Schnauze voll zu haben irgendwann und komplett zu kündigen.

    Bei Bedarf kannst du wieder aufstocken...das ist vllt stand heute, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dein Arbeitgeber dir das schriftlich gibt, du weißt nie was die Zukunft bringt. Zudem was ist es für ein Zeichen wenn du oder deine Abteilung die Arbeit reduzieren können!?!? mmh!?!?

    Die Frage von LittleArrow zu den Bausparverträgen interessiert mich auch. Oder beziehst du das auf die allgemeinen Zinsen am Markt, die nicht gestiegen sind?

    habe es bei ihm kommentiert, meinte die allgemeinen Zinsen am Markt.

    Betriebliche Altersvorsorge in dem Sinne hat mein AG nicht.

    Das gibt es nicht! Jeder AG muss das für jeden AN anbieten (ist Gesetz), wenn du allerdings so eine Aussage bekommen hast, will dein AG es offensichtlich nicht. Du kannst es also drauf ankommen lassen, aber das würde ich nicht unbedingt tun, du kannst ihn ja nochmals nett fragen:)

    Wenn ich den Überblick habe, was ich habe und was ich investieren möchte, was mache ich damit? Hier schreiben?

    Hier im Forum ja, allerdings nicht hier in dieser Frage, dass würde wahrscheinlich unter gehen.

    Ich sage dir aber gleich, dass wird schwierig:)...du bekommst 10 Antworten und es werden 10 verschiedene sein. Versuche deine Situation so genau wie möglich zu beschreiben, stelle klar, was du für ein Anlegertyp bist, dann bekommst du hoffentlich eine gute Antwort. Machst du es wie viele andere, bekommst du vermutlich die Aussagen: Es kommt drauf an...bla bla bla.

    Geh ruhig auch mal zu deiner Hausbank, in der Hoffnung das du einen guten Berater hast (ist in meinen Augen das wichtigste, die Bank ist FAST egal) und hör dir dort mal etwas an, hinterfrage es aber!

    Gruß

    Gecko

  • Wie kann ich sparen/Geld anlegen und flexibel bleiben?
    Antwort von Rat2010 ·

    Offene Fonds sind wie für dich erfunden. Da kannst du nach belieben einzahlen und wieder was raus nehmen. Die Rendite liegt weit über dem, das mit Tages- oder Festgeld rauskommt und vor allem deutlich über der Infaltion und sie leigt so hoch, dass irgendwann die Rendite über deinen Einzahlungen liegt.

    Bausparvertrag? Wenn du dein Geld in Fonds anlegst und so regelmäßig ansparst wie den Bausparvertrag (aber läuft das nicht genau gegen dich?) hast du in einigen Jahren das als Guthaben, das beim Bausparvertrag als Guthaben und Darlehen rauskommen würde. Jedenfalls war das in fast jedem Zeitraum in der Vergangenheit so.

    Das beste für dich: es gibt Unternehmen, die dich kennenlernen, bei der Hand nehmen und dir helfen, das für dich Richtige zu machen, wozu die inzwischen rechtlich verpflichtet sind.

    Bist du dir sicher, dass die Überlegung mit der Immobilie gut ist? Ich habe das was du zu Pfeilchen geschrieben hast gelesen aber den rasant gestiegenen Mieten stehen derzeit überall noch wesentlich rasanter gestiegene Immobilienpreise gegenüber. Wenn dein Vermögen in einer Immobilie steckt, kannst du dich nur bei sehr guter Marktlage (wie derzeit) einfach verkleinern oder in eine (dann Rentner-)WG ziehen. Wenn du ablebst, steckt den Vermögen in einer Immobilie, statt dass du von dem Geld leben kannst. Dazu bist du jung genug, dass - erfahrungsgemäß - auch andere Themen irgendwann in den Vordergrund rücken.

    Wie lange du für eine Altersvorsorge sparen musst, hängt von deiner Einzahlung und das hängt von der gewünschten Rente ab. Nur verpflichten dich Versicherungen. Wenn du keine Lust zum Arbeiten und mehr Lust zum Reisen hast, sind die Abschlusskosten weg und das Geld nur mit merklichen Verlusten verfügbar. Aufgebautes Vermögen kann man jederzeit verrenten. Eine Rente aber nur dann kapitalisieren, wenn sie nicht staatlich gefördert wude.

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von LittleArrow ,

    Schon recht gut.

    Aber was liest man hier:

    Wenn du ablebst, steckt den Vermögen in einer Immobilie, statt dass du von dem Geld leben kannst.

    Du sprichst vom Leben nach dem Tode? Jetzt verstehe ich, warum die Pyramiden so riesig sind.

    Kommentar von ungewiss ,

    Danke dir auch für deine Antwort - offene Fonds, sind das diese ETFs, die von allen empfohlen werden?

    Verkleinern... Ich spiele mit dem Gedanken eine 1-Zimmer-Wohnung zu erwerben. Kinderwunsch ist nicht vorhanden - und ich müsste mich wenn dann auch ranhalten.

    Also, wenn ich keine Miete mehr zahlen muss, wäre ich mit 800-1000 Euro im Monat wirklich mehr als zufrieden (ich weiß, dass ich trotzdem noch Hausgeld und NK zahlen muss).

    Macht es eventuell Sinn, eine Altersvorsorge abzuschließen, die ich mit 25 Euro im Monat bespare? Ab welchem Alter zahlen die aus? Sorry, ich bin einfach echt so grün hinter den Ohren was das alles angeht...

    Kommentar von Rat2010 ,

    ETFs sind eine relativ schlechte und insgesamt für jeden vergleichsweise uninteressante Angelegenheit. Die Wertentwicklung nach Beratungs- und Betreuungskosten (die sind in den Entwicklungen der ETF nicht enthalten) ist einfach wesentlich schlechter als wenn du (mit Beratung) in für dich passende gemangte Fonds investierst. Es gibt Berater und wenn du einen findest, der auf so was spezialisiert ist und nicht viel Kostet (ich meine Rabatt auf den Ausgabeaufschlag), bist du genau richtig.

    Weil du so grün hinter den Ohren bist nochmal deutlich: du kannst von einer Immobilie nicht runterbeissen!!! Ohne Nachkommen noch mehr: dein Vermögen, von dem du normalerweise gut leben oder dir jedefalls Wünsche erfüllen könntest, steckt dann in einer (dann alten) Immobilie, in der du vielleicht nicht oder viel weniger als in Spanien oder Thailand leben möchtest und nur allein leben kannst. Ob sie dir irgendwann einer abkaufen will, hängt von Faktoren ab, die heute noch nicht mal bekannt sind. Dazu kommt, dass es auch bei einer kleinen Wohnung jederzeit zu einer Sonderumlage von 10.000 oder 20.000 € kommen kann. Woher hast du das Geld?

    Für deinen Fall gibt es Genossenschaftsanteile von der örtlichen Wohnungsbaugenossenschaft, die du kaufen kannst und über die du irgendwann eine bezahlbare Wohnung angeboten bekommst. Dann ist dein Geld auch erst mal weg aber es gibt noch etwas anderes im Leben als die alten Steine.

    Eine "Altersvorsorge" (meinst du eine Rentenversicherung?) mit 25 € im Monat macht für dich nur dann Sinn, wenn du sozialversicherungspflichtig beschäftigt bist. Eine Rente aus einem Riester-Vertrag ist bis 200 € anrechnungsfrei auf die Grundsicherung.

    Sonst sind 25 € in eine Altersvorsorge der Klassiker von "grün hinter den Ohren". Bei 300 € im Jahr hast du nach 30 Jahren 9.000 € eingezahlt und bei einer Versicherung wird das (wegen Abschluss-, Risiko- und bei so kleinen Beträgen anteilig höheren) Verwaltungskosten auch nur unwesentlich mehr. Nach Inflation vermutlich weniger.

    In einem Fondssparplan sind 25 € im Monat am Ende vielleicht 27.000 €, nur nimmt dir das (wie eine nicht-Riester-Rente) zum Teil das Amt, wenn du Grundsicherung beantragst. In den Fondssparplan kannst du aber wenigstens jederzeit eine Sonderzahlung leisten oder den Sparplan aussetzen, ohne dass dabei irgendwas passiert.

    Kommentar von ungewiss ,

    Hallo Rat,

    danke für deine Antwort. So allmählich werden Dinge klarer.

    Rentenversicherung müsste ich wenn dann ernsthaft und auch stets verpflichtend besparen? Also mit ein paar Hundert Euro im Monat?

    Ich frage immer mal wieder bei Genossenschaften in meiner Stadt an. Tatsächlich ist es aber so, dass diese nahezu alle einen Aufnahmestop haben. Bei einigen kannst du ein Formular ausfüllen und bekommst binnen 24 Stunden eine E-Mail, dass sie keine Wohnung für dich haben und deine Anfrage wieder löschen. Ich hätte das im Kindergartenalter schon mal machen müssen... Eventuell geht etwas in absoluten Randlagen - aber dann verbringe ich zuviel Zeit im ÖPNV.

    Fondssparplan klingt interessant - aber auf der anderen Seite bedeutet so eine große Renditemöglichkeit doch auch ein großes Risiko, oder? Aber die Flexibilität ist ja auf jeden Fall das, was ich möchte.

    Warum raten denn alle zu ETFs? Und gibt es da nicht welche, die man ohne Gebühren - quasi selbstständig in seinem Onlinebanking - besparen kann?

    Ich bin nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, wenn ich das richtig verstanden habe, und kann daher auf nicht riestern. Außerdem heißt es doch immer, es lohne sich ohnehin nicht?

    Kommentar von ungewiss ,

    Kurze Ergänzung: Ich hab anscheinend doch Anspruch auf Riester.

    Kommentar von Rat2010 ,

    >danke für deine Antwort. So allmählich werden Dinge klarer.

    immer gerne.

    >Rentenversicherung müsste ich wenn dann ernsthaft und auch stets verpflichtend besparen? Also mit ein paar Hundert Euro im Monat?

    das geht auch mit 25 € und du kannst (dann aber höher) auch Einmalzahlungen verrenten. Es ist für dich halt das Falsche, weil den Kosten kein Nutzen gegenübersteht.

    >Ich frage immer mal wieder bei Genossenschaften in meiner Stadt an. Tatsächlich ist es aber so, dass diese nahezu alle einen Aufnahmestop haben. Bei einigen kannst du ein Formular ausfüllen und bekommst binnen 24 Stunden eine E-Mail, dass sie keine Wohnung für dich haben und deine Anfrage wieder löschen. Ich hätte das im Kindergartenalter schon mal machen müssen... Eventuell geht etwas in absoluten Randlagen - aber dann verbringe ich zuviel Zeit im ÖPNV.

    Ich habe dir nicht empfohlen, bei einer örtlichen Wohnungsbaugenossenschaft nach einer Wohnung zu fragen sondern dort Genossenschaftsanteile zu kaufen. Du kriegst dann (in 20 oder 30 Jahren) als Genosse bevorzugt eine Wohnung.

    >Fondssparplan klingt interessant - aber auf der anderen Seite bedeutet so eine große Renditemöglichkeit doch auch ein großes Risiko, oder?

    Ja, aber das erklärt dir wer und es gibt halt nichts besseres.

    >Warum raten denn alle zu ETFs?

    Manche nur, weil sie leider weder von Märkten noch von Menschen eine Ahnung haben. Manche wie iShares und andere Anbieter auch, weil sie damit sehr gut Geld verdienen können. Unterschätze nicht deren PR-Abteilungen!

    >Und gibt es da nicht welche, die man ohne Gebühren - quasi selbstständig in seinem Onlinebanking - besparen kann?

    Was bringt dir das, wenn du fünf Jahre einzahlst, die ETF nach einem Crash noch die Hälfte wert sind und dir jeder, also wirklich jeder erzählt, das du deine ETF sofort verkaufen sollst??? Wie soll jemand, der davon wirklich keine Ahnung hat mangels Beratung, eine Chance haben, dann nicht zu verkaufen und nie, nie wieder Geld anzulegen?

    >Ich bin nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, wenn ich das richtig verstanden habe, und kann daher auf nicht riestern.

    auch das scheinst du falsch verstanden zu haben.

    >Außerdem heißt es doch immer, es lohne sich ohnehin nicht?

    Stimmt, ist auch falsch. Riestern lohnt sich um so weniger, je höher die persönliche Förderquote ist aber richtig gemacht (also Fondssparplan) lohnt es sich inzwischen immer. Die 200 € zusätzlich zur Grundsicherung gibt es erst seit der letzten Äderung des Gesetzes. Davor war es für Leute uninteressant, die mit höchster Wahrscheinlchkeit zu Grundsicherungsempfängern werden.

    Kommentar von Sammy760 ,

    Die höhe Deiner Vorsorgeaufwendungen sollte sich an der Höhe Deiner gewünscht Zielrente orientieren.

    Dazu gibt es Fachleute die im Rahmen eines DIN basierten Finanzchecks Dir einen individuellen Plan erstellen.

  • Wie kann ich sparen/Geld anlegen und flexibel bleiben?
    Antwort von Sammy760 ·

    Bausparen kann Sinn machen, wenn Du kurz/mittelfristig an den Erwerb einer Immobilie denkst.

    Es gibt Tarife mit attraktiver Guthabensverzinsung (1%) und dennoch günstigen Darlehnskonditionen.

    Alternativ erhältst Du mit einem FörderBausparer Steuervorteile die den niedrigen Guthabenszins kompensieren. Insgesamt ist die staatliche Förderung interessant. Die nachgelagerten Besteuerung dieser Riestervariante ist bis zum 85. Lj. begrenzt. Die Besteuerung bei „Rentenriester“ dagegen dauert über den gesamten Rentenbezug an.

    Vorteil bei der durch Förderung unterstützten Immobilienetwerb - Du wohnst schon zu Lebzeiten in Deiner Altersvorsorge.

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von ungewiss ,

    Kannst du mir mehr zu dem FörderBausparer sagen oder einen informativen Link geben? Ich habe davon noch nichts gehört :-)

    Was sind denn die Voraussetzungen dafür?

    Danke!

    Kommentar von Sammy760 ,

    Würde ich gerne, nur ist das hier kein Werbeforum. Bitte PN an mich.

  • Wie kann ich sparen/Geld anlegen und flexibel bleiben?
    Antwort von LittleArrow ·
    Daher werde ich absehbar weniger arbeiten und weniger verdienen.

    Warum das denn, wenn Dir die Arbeit Freude macht und Du ordentlich verdienst? Ich würde die Gelegenheit nutzen!

    Da Du offenbar nicht älter werden, sondern stets dort leben willst, ist eine Eigentumswohnung genau das richtige, um Verdienstmöglichkeiten an anderen Orten nicht nachgehen zu können. Du willst lieber einen (Beton)Klotz am Bein? Kann man machen, aber Freiheit geht eigentlich anders.

    bei 0,1% vor sich hingammelt.

    Immerhin etwas, aber momentan ist auch das 4- bis 7-fache drin, wenn man sich über Tagesgeld informiert:

    ww w.biallo.de/vergleiche/tagesgeld/nc/

    Das ist trotzdem nicht viel, aber Du solltest vielleicht 3 Nettogehälter stets frei verfügbar haben und dafür ist Tagesgeld die richtige Anlageform. Das 4 - 6 Nettomonatsgehalt könnte man auch als 3-Monatsfestgeld parken. Bringt auch nicht die Welt. aber mehr als "dahingammeln";-)

    Nur so kommst Du nicht an Altersvorsorge. Dazu brauchst Du ein jahrzehntelanges Anlagekonzept. Vielleicht eines ohne fest Bindung, sondern mit jederzeitiger Umstiegsmöglichkeit, wie z. B. beim Pantoffeldepot von

    ww w.test.de/suche/?q=Pantoffelportfolio

    Wenn Du das gelesen und verstanden hast, dann kann es komplizierter werden, aber komplizierter heißt idR auch, dass Du Dich langfristig zahlungsmäßig bindest und Freiheit verlierst;-) Beispiele: Bausparvertrag (halte ich momentan für Unsinn und Geldverschwendung wegen Abschlussprovision, Vertragsbindung und Niedrigzins), Riestervertrag (die Langfristigkeit knebelt den Anleger).

    Bitte bei den Links www schreiben!

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von ungewiss ,

    Danke für die Antwort.

    Ich lebe an einem Ort, in dem die Mieten einfach rasant steigen. Ich hab Angst, mir diese irgendwann nicht mehr leisten zu können, vermute aber, dass ich eine Eigentumswohnung gut vermietet kriege. Es gibt nicht viele Orte in Deutschland, an denen ich leben möchte. Dieser hier ist einer davon und der, an dem ich am meisten verdienen kann. Wenn ich mal länger nicht hier bin, möchte ich hierher zurück kehren können.

    Ich möchte weniger arbeiten - auch wenn ich meine Arbeit liebe. Ich möchte Zeit für Sport, Sprachen lernen und Reisen haben. Dies ist mir ebenfalls wichtig im Leben. :-)

    Die Links führe ich mir jetzt mal zu Gemüte.

    Das mit den drei Monatsgehältern zur Verfügung höre ich öfter. Wie kommt es zu diesem Betrag? Ich denke, ich hätte gerne genug Geld, um eine kaputte Waschmaschine und Kühlschrank sowie ein paar Mieten bezahlen zu können.

    Kommentar von ungewiss ,

    Noch eine Frage: Wieviele Jahrzehnte muss ich denn für die Altersvorsorge sparen? Ich bin nicht mehr Mitte 20 ;-) (trotz meiner Finanz-Naivität. Ich dachte halt immer, ich geh in eh in die Altersarmut)

    Kommentar von LittleArrow ,

    Mindestens 3 Jahrzehnte.

    Aber die Bundespolitiker arbeiten jetzt bereits daran, dass die Erträge Deiner Ersparnisse demnächst hoch (mit Deinem persönlichen Grenzsteuersatz) besteuert werden. Die Inflation nagt zusätzlich am Wert der Ersparnisse und Erträge: Heute € 2 sparen um später nach Inflation noch € 1 zu haben.

    Die 3 Nettogehälter brauchst Du nicht nur für den Kühlschrank, sondern auch für einen gelegentlichen Wohnungswechsel und um dann die Mietkaution in Höhe von max. 3 Kaltmieten kurzfristig zahlen zu können.

    Kommentar von ungewiss ,

    @littlearrow Drei Jahrzehnte schaffe ich noch. Kann ich selbst bestimmen ab wann ausgezahlt wird? Wieviel müsste ich jetzt regelmäßig einzahlen, damit in 30 Jahren zum Beispiel 500 Euro bei rauskommen? Gibt es dafür Beispielrechner?

    Danke schon mal :)

    Kommentar von LittleArrow ,

    Der Auszahlungsbeginn kann sehr unterschiedlich sein bei verschiedenen Verträgen. Informiere Dich grundsätzlich mal hier bei den verschiedenen Unterpunkten: https://www.test.de/thema/altersvorsorgecheck/

    Bedenke aber, das manche Produkte eine quasi lebenslängliche Bindung bedeuten (möglicherweise länger als jede Partnerschaft). Wenn Du diese vertragliche Bindung nicht sinnvoll hältst, dann nutze die passenden Rechner.

    Bedenke ferner bei der Eingabe der zu erwartenden Verzinsung bzw. Erträgnis, dass diese einkommensteuerpflichtig sind (derzeit noch die berühmte 25 %ige Kapitalertragsteuer plus Soli(?) plus KiSt und vielleicht schon in wenigen Monaten dem persönlichen Grenzsteuersatz, der sich mit dem jeweiligen Jahreseinkommen ("zu versteuernden Einkommen") ändert und gesetzlichen Neuanpassungen des Steuertarifes unterliegt). Der Sparerpauschbetrag (von derzeit € 801/Jahr) wird Dir dabei keine große Erleichterung bieten. Die Unwägbarkeiten kannst Du ja selber schnell simulieren, indem Du den Nettozinssatz einfach mal von - sagen wir - 3 auf 4 und dann auf 5 und 7 % p.a. steigen läßt und Dir die unterschiedlichen Resultate ansiehst. Ebenso kannst Du Deinen Einzahlungsbetrag variieren.

    Möglicherweise hilfreiche Rechner findest Du unter

    https://www.test.de/geldanlage-banken/rechner/

    oder hier: http://www.zinsen-berechnen.de/

    Das kannst Du alles durcharbeiten, ehe Du eine persönliche (provisionshungrige?) Beratung aufsuchst.

    Kommentar von LittleArrow ,
    Kommentar von ungewiss ,

    Danke für die weiteren Tipps, Links und Antworten :-) Ich werde mal lesen und mit den Rechnern rumspielen :-)

    Kommentar von LittleArrow ,

    Beachte bitte, dass insb. Altersvorsorgeverträge (insb. Riester, Kapitallebensversicherungen) auf eine sehr, sehr langfristige Dauer angelegt sind und bei Kündigung für Dich in den ersten 10 - 15 Jahren ein sehr hoher Verlust entsteht (teilweise bedingt durch kommerzielle Vertriebskosten, teilweise durch nachzuzahlende Einkommensteuer). Riester mag ja noch gehen, aber statt Kapitallebensversicherung würde ich die Sparkomponente und die Risikoabsicherung (für wen eigentlich?) vertraglich trennen. Eine Direktversicherung ist idR auch mit ähnlichen, also erheblichen Nachteilen verbunden, denn statt Steuervorteilen kassiert man dort mindestens eine 10-jährige Belastung mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen bei Einmalauszahlung und dauerhaft bei Verrentung.

    Hinsichtlich der aktiven Aktienfonds (ich meine hier nicht die passiven Aktien-ETFs) solltest Du Dich mal kundig machen, wieviele überhaupt in den letzten 10 Jahren ihren Vergleichsindex geschlagen haben. Und Du hast das Entscheidungsproblem, bei der Anlage ausgerechnet diese Topfonds finden zu wollen. Aus der Vergangenheit lässt sich das nicht so glatt herauslesen; im Nachhinein ist man immer schlauer und sagt "Hätte ich doch"! Die aktiven Aktienfonds haben idR eine hohe anfängliche Belastung (sog. Ausgabeaufschlag, der Dir manchmal "geschenkt" wird) und eine hohe jährliche Belastung (u.a. bestehend aus einer dauerhaften Vertriebsvergütung und aus einer Erfolgsprämie). Bei Renten- und Mischfonds ist es nicht viel anders. Die Kurse dieser beiden Fonds gehen in die Knie, sobald das Kapitalmarktzinsniveau mal wieder ansteigen sollte.

    Es spricht aber nichts dagegen, wenn Du für Deine Zukunft z. B. nicht 60 % Deines jährlichen Anlagebudgets in nur eine einzige Fondskategorie anlegst, sondern diese nur zu 20 % auf zwei aktive Aktienfonds und zu 40 % auf 2 passive Aktien-ETFs verteilst. Die anderen 40 % sparst Du zu - sagen wir - 10 % in einen Vertrag mit vermögenswirksamen Leistungen, zu 20 % in einen Riestervertrag und zu 10 % in sicheres Tagesgeld.

    Noch eins: Du musst bei den meisten Fondssparplänen nicht zwangsläufig monatlich einzahlen, sondern kannst dies auch zwei- oder dreimonatlich tun. Vorteil: Die Anschaffungsnebenkosten könnten dann je Einzahlung relativ niedriger sein.

  • Soll ich die Riester-Altersvorsorge (Deka-BR 100) kündigen und als Eigenkapital für einen Immobilienkauf verwenden?
    Antwort von Rat2010 ·

    "Einfach" ist die Kündigung einer Riester-Rente nicht. Sie ist möglich, aber natürlich muss dann die Zulagen und der - wenn so viel zusammenkommt vermutlich merkliche - Steuervorteil zurückgezahlt werden. Dazu kommt die Abgeltungssteuer auf die Wertzuwächse seit Anfang 2009. Auch das ist in dem Fall merklich.

    Naheliegend scheint deshalb der von "muksman" vorgeschlagene Weg.

    Der hat aber nicht nur Vorteile. Irgendwann muss das Geld auch dann versteuert werden, wenn es in der Immobilie steckt. Aus der (in dem Fall) ordentlichen zu erwartenden Zusatzrente wird also eine Zusatzbelastung.

    Wenn du denkst, dass das Haus, das du jetzt für euch vier kaufst, das ausgleicht, solltest du auch bedenken, dass es dann, wenn die Kinder aus dem Haus sind in manchen Jahren mehr an Neben-, Reparatur- aber auch an sonst nicht entstehenden Mobilitätskosten anfallen könnte, als für eine für dann einen oder zwei passende Wohnung zur Miete.

    Das nur als Anmerkung weil ich denke, dass eine Finanzierung, die bei dem aktuellen Zinsniveau das Riesterguthaben braucht, um zu funktionieren, bei einer Verdreifachung der Zinsen zur Verlängerung Probleme bereiten sollte.

  • Soll ich die Riester-Altersvorsorge (Deka-BR 100) kündigen und als Eigenkapital für einen Immobilienkauf verwenden?
    Antwort von HilfeHilfe ·

    alternativ kannst du auch kündigen. Nur da machst du defintiv Verlust. Es werden bei Kündigung die gezahlten Zulagen in Abzug gebracht sowie die steuerlichen Vergünstigungen. Beides kannst du selbst ausrechnen. Zulagen hast du ja jährlich mitgeteilt bekommen, Steuerliche Nachlässe siehst du auf deinem Steuerbescheid.

    Ich habe es gemacht und war bei 12k abzgl. 3k Zulagen + Steuern + bezahlte Vermittlerprovision dabei   

  • Soll ich die Riester-Altersvorsorge (Deka-BR 100) kündigen und als Eigenkapital für einen Immobilienkauf verwenden?
    Antwort von muksman ·

    Um es kurz zu machen:

    JA, du kannst das riestergeförderte aus der Deka-Bonusrente (Deka-BR 100) zur Immobilienfinanzierung entnehmen. Beachte hierbei bitte, das die direkte unschädliche Entnahme des geförderten Kapitals von der ZfA genehmigt werden muss und das kann ggf. bis zu 3 Monate dauern.

    Alternativ kannst du das Kapital ggf. auch von der Deka zu einer Bausparkasse in einen riestergeförderten Bausparvertrag übertragen lassen. Geht ggf. schneller.

    Bezüglich der Entnahme wende dich bitte an deinen Berater in der Sparkasse vor Ort. Das sind ein paar Klicks und 1 - 2 Formulare und dann geht alles seinen Weg. Auch wenn Kollege "Underfrange" davon abrät, da Bank- und Sparkassenmitarbeiter ja keine Ahnung haben...

    Alle 6 Antworten
    Kommentar von tommy06 ,

    Mal eine echt vernünftige Antwort, fachlich sauber und zielführend.

  • Verbraucherschutz rät mir zum Kündigen meiner Fond Lebensversicherungen
    Antwort von RADawood ·

    Also kündigen geht in der Regel jederzeit, allerdings mit den üblichen Abzügen. Welcher Betrag zur Auszahlung kommt, lässt sich in der Regel von der Versicherung abfragen.

    Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit den Widerspruch zu prüfen. Das hängt davon ab, ob die Widerspruchsbelehrung wirksam war. Dann sollte man vorher auch prüfen, welchen Kurs die hinterlegten Aktienfonds momentan haben. Davon hängt die Höhe des Anspruchs nach erfolgreichem Widerspruch ab.

    Dazu kann man einen Fachanwalt für Versicherungsrecht oder einen ausgewiesen spezialisierten Anwalt für solche Ansprüche kontaktieren. Oder mich (absoluter Spezialist bei dem Thema) unter dawood@kanzleidawood.de

  • Was taugt selbstgenutztes Immobilieneigentum zur Altersvorsorge für Durchschnittsverdiener?
    Hilfreichste Antwort von Kevin1905 ·

    Die Gegenthese davon stellt vor allem Gerald Hörhan an und ich tendiere dazu ihm weitestgehend zuzustimmen.

    Die Abtragung des Kredits bindet oft nicht unerhebliche Mengen an Liquidität. Meist sind diese höher als eine vergleichbare Miete. Das Geld fehlt vielleicht anderweitig zum Vermögensaufbau. Denn eine eigene Wohung oder ein eigenes Haus füllen einem nicht den Kühlschrank im Alter.

    Dann müssen natürlich Dinge bedacht werden, wie längere Krankheit, Berufsunfähigkeit oder wenn Familie dran hängt auch das Ableben des Hauptverdieners. Alles das kostet ebenfalls Geld.

    Dinge, die Aufgabe des Vermieters bei einer Mietwohnung wären, z.B. Reparaturen, fallen für einen selbst an, es müssen also weiterhin Rücklagen gebildet werden (Bei einer ETW ist zwischen Sonder- und Gemeinschatfseigentum zu trennen) und wären auch steuerlich quasi irrelevant (Handwerkskosten/haushaltsnahe Dienstleistungen außen vor).

    Die Betriebskosten bleiben auch erhalten und sind meist höher als bei einer Mietwohnung.

    Man trifft den Kauf einer eigenen Immobilie ferner durchaus emotional und nicht immer komplett rational. Heißt Lage und Wertentwicklung des Objektes sind evtl. suboptimal und wenn die nachfolgende Generation dort nicht einziehen will, kann sich ein Verkauf schwierig gestalten, das Erbe würde zur Bürde.

    Für mich persönlich habe ich entschieden und halte es auch in meinem Business so, dass ich ganz gerne zur Miete wohne (da dies hier recht günstig ist) und erwerbe und vermittle Wohneigentum zur Fremdnutzung, ergo Vermietung.

    Und vielleicht geh ich irgendwann mal hin und schmeiß einen Mieter wegen Eigenbedarf raus oder biete meinem Vermieter an, die Wohnung zu kaufen. Auch werde ich irgendwann ein Zweifamilienhaus in der Stadt erben und habe ehrlich gesagt keinen Schimmer, was ich damit tue, wenn meine Mutter mal nicht mehr lebt.

  • Was taugt selbstgenutztes Immobilieneigentum zur Altersvorsorge für Durchschnittsverdiener?
    Antwort von topbaugutachter ·

    Kommt drauf an.

    Abbeißen kann man davon nicht. Hat man genug zu beissen, spart man die Miete.

    Ist man eh "arm", dann würde ich verkaufen, Geld im Keller verstecken und Grundsicherung beantragen.

    Kauft man mit 30 eine Altbauwohnung dann ist die im Rentenalter 60 Jahre Älter und es entstehen neue Kosten.

    Es kommt eben drauf an.

    Vorteil ist, das man gewungen ist 30 Jahre zu sparen

  • Was taugt selbstgenutztes Immobilieneigentum zur Altersvorsorge für Durchschnittsverdiener?
    Antwort von Rat2010 ·

    Es ist nicht so einfach. Hierzulande (München), wo ein Reihenhaus schon in der Anschaffung 1 Mio. kostet (Alternative sind gebrauchte Häuser, die aber mit den Reparaturen der ersten zehn Jahre auch in den Bereich kommen), wird keiner der rechnet, ein eigenes Haus als Altersvorsorge betrachten. Man hätte zum Lebensende ohne Haus 2 -3 Mio.(je nachdem mehr), also eine sehr gute Altersvorsorge, von der man weil im Haus gebunden nicht runterbeissen kann!

    Anderswo kosten nicht zu marode Häuser 100.000 € und wenn man Handwerker ist oder fast alles selbst kann und Lust darauf hat, würde man Jahr für Jahr mehr Miete zahlen als einen das Haus kostet.

    Jede Einzelsituation wird irgendwo dazwischen sein.

    Die Antwort auf deine Frage hängt also davon ab.

    Etwas kaufen und vermieten? Wenn einem nichts rentableres einfällt, kann man das machen. Aber nur dann. Normalerweise und vor allem derzeit wachsen die Renditen bei Vermietung nicht in den Himmel.

  • Was taugt selbstgenutztes Immobilieneigentum zur Altersvorsorge für Durchschnittsverdiener?
    Antwort von wfwbinder ·

    Da kann man keine allgemein gültige Aussage treffen, sondern es kommt auf viele individuelle Faktoren an.

    So könnte in der Zeit wo die Immobilie über die Finanzierung abgetragen wird, eine Vermietung aus steuerlicher Sicht günstiger sein.

    Die Immobilie ist auch nur dann im Alter ein echter Kostenvorteil, wenn sie genau den dann gültigen Wohnbedürfnissen entspricht.

    Hätte man größer gekauft, oder gebaut, könnten einen im Alter die Nebenkosten fast so sehr belasten, wie eine Miete.