Altersvorsorge - neue und gute Antworten

  • Rente und weiter Arbeiten,muss ich dann weiter rente Bezahlen,und meine Firma?
    Antwort von heinerbumm ·

    Hallo. Dein Arbeitgeber muss immer "seinen" Anteil tragen. Der Arbeitgeber soll keinen Vorteil haben Rentner einzustellen. Als Rentner bist Du grundsätzlich nicht rentenversicherungspflichtig, d. h. Dein netto ist höher weil ja keine RV-Beiträge abgezogen werden, Deine rente ändert sich dadurch aber nicht. Auf diese Versicherungsfreiheit kannst DU aber verzichten mit einer Erklärung gegenüber Deinem Arbeitgeber. Die Folge ist, Dir werden weiterhin auch RV-Beiträge abgezogen. Der gleichzeitige Bezug einer Rente steht dem nicht entgegen. Diese Rentenbeiträge erhöhen aber Dein Rente. Jeweils zum 01.07. eines jeden Jahres erfolgt die Erhöhung der Rente aus den Beiträgen des Vorjahres. Wenn Du die Regelaltersgrenze erreicht hast, wird zusätzlich ein Zuschlag von 0,5% je Monat für die Rente aus den zusätzlichen Beiträge gezahlt der nach Erreichen der Regelaltersgrenze liegt.

    Wenn Du aber eine Rente beziehst und hast die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht, könnte die Rente gekürzt werden, da es dann ein rentschädlicher Hinzuverdienst ist.

  • Altersvorsorge als Arbeitnehmer - VL, Direktversicherung, was ist sinnvoll?
    Antwort von Kevin1905 ·
    Der Arbeitgeber eines 24-jährigen hat bisher nichts davon angeboten.

    So ein wenig Eigeninitiative des Arbeitnehmers schadet da grundsätzlich aber nicht.

    Wäre es sinnvoll, die Gehaltserhöhung in Form einer Rentenvorsorge zu verhandeln?

    Nicht pauschal zu beantworten, ohne Bedarfsermittlung und konkrete Ausgestaltung der bAV zu kennen (hier entscheidet der Arbeitgeber über Durchführungsweg und Anbieter, sowie eine Eigenbeteiligung, wenn kein Tarifvertrag existiert der ihn dazu zwingt).

    Der Arbeitnehmer hat einen Rechtsanspruch auf betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung und kann verlangen, dass 260,- € vom Bruttolohn p.M. steuer- und sozialabgabenfrei in eine bAV angelegt werden.

    Es ist eine Firma mit ca. 80 Mitarbeitern, ohne Arbeitnehmervertretung und ohne Tarifvertrag. Der Firma geht es gut.

    Dann sollten sich die Arbeitnehmer mal organisieren, ist immer von Vorteil. Aber das bedeutet natürlich Verhandlungsfreiheit.

    Für die vermögenswirksamen Leistungen stünde der staatliche Zuschuss derzeit wohl zu

    Arbeitnehmersparzulage? Der ist wirklich ehr für Geringverdiener gedacht.

    Nimm eine persönliche Beratung durch einen Maklerkollegen vorort in Anspruch.

  • Altersvorsorge als Arbeitnehmer - VL, Direktversicherung, was ist sinnvoll?
    Hilfreichste Antwort von Niklaus ·

    Vermögenswirksame Leistungen sind keine Altersvorsorge. Bei VL werden werden in der Regel 40 € pro Monat. Dieser Betrag wird entweder ganz oder teilweise vom AG bezahlt. Laufzeit 7 Jahre; Beitragszahlung 6 Jahre: Bereits nach 6 Jahren kann wieder ein neuer Vertrag begonnen werden. Wer sich für Aktienfonds entscheidet, erhält staatliche Förderung in Form der Arbeitnehmersparzulage. Bedingung: Voraussetzung ist, dass das zu versteuernde Jahreseinkommen maximal 20.000 Euro für Ledige und 40.000 Euro für Verheiratete beträgt. Auf die VL-Sparraten in einen Aktienfondssparplan der Staat eine Arbeitnehmersparzulage in Höhe von 20 Prozent der jährlichen VL-Einzahlungen bis zu maximal 400 Euro. Dies bringt eine Förderung von 80 Euro im Jahr vom Staat. Ich würde immer einen Aktienfonds bevorzugen allerdings nicht die Fonds von der Hausbank.

    Altersvorsorge ist umfangreicher.

    Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten: „Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? Die Altersvorsorge ist seit 2005 in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente). Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente. Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc. Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Jede Form der Altersversorgung hat unterschiedlich hohe Aufwendungen zum Ansparen einer gleichen Nettorente. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man von der ausgezahlten Rente noch Steuern und ggf. Krankenversicherung zahlen muss oder nicht

    Für die betriebliche Altersversorgung als Schicht 2 der Altersvorsorge seit 1.1.2002 gilt, dass alle AN in Deutschland Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung. Der AG sollte in seinem Unternehmen die MA aufklären das es eine betriebliche Altersvorsorge gibt.

    Es werden 5 Durchführungswege unterschieden.

    • Direktversicherung
    • Unterstützungskasse
    • Pensionskasse
    • Pensionsfonds
    • Pensionszusage (Direktzusage) 

    Den Durchführungsweg und den Anbieter kann allerdings immer der AG bestimmen. Eine betriebliche AV läuft immer über das Unternehmen. D.h. Der Unternehmer (Versicherungsnehmer) schließt für seinen MA (Versicherte Person) etwas ab und bezahlt diesen Beitrag. Dies geschieht meist in Form einer Entgeltumwandlung seltener mit einem vom AG finanzierten Beitrag

    Für die Beiträge fallen keine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge an. Die Besteuerung ist nachgelagert erst ab Leistungseintritt zu bezahlen. Für die Rente ist auch Krankenversicherung zu zahlen.  

    Lohnt sich meist nur dann, wenn der AG auch Beiträge zur BAV zuzahlt.-