Hilfreichste Antworten

  • Kann ich einen finanziellen Verlust durch Betrugsdelikt von der Steuer absetzen?
    Hilfreichste Antwort von wfwbinder ·

    Ich habe gerade mal nachgesehen. Nach dem, was ich gefunden habe, war es ein geschlossener Fonds (Midas GmbH & Co. KG), da hast Du doch über die entsprechende ERklärung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung des Gewinns durch den Steuerberater des Unternehmens einen Verlust zugewiesen bekommen, darüber ist ein Bescheid ergangen und wird Dir auch automatisch bei der Veranlagung angerechnet.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Florian1975 ,

    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Solch einen Bescheid habe ich nicht erhalten. Auch beim Finanzamt ist nichts dergleichen eingegangen. Kann ich den jetzt noch anfordern?

    Kommentar von wfwbinder ,

    Die Sache mit dem geschlossenen Fonds ist ja nur mein Recherche Ergebnis. Es kann sich ja um einen anderen Fonds handeln, als den, in den Du investiert hast.

    Leider hast Du ja den Fonds, in den Du investiert hast, nicht genau bezeichnet.

    Die Leute haben ja mehrere Fonds aufgelegt wie es aussieht.

    Kommentar von Florian1975 ,

    Die genaue Bezeichnung des Fonds laut meinen Unterlagen ist: Midas Mittelstandsfond Nr. 2 GmbH & Co. KG

    Kommentar von wfwbinder ,

    Dann müsstest Du einen KG Anteil erworben haben. Für die KG müssten die Steuerberater die oben genannte "Erklärung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung des Gewinns" erstellt haben. Diese geht an das Betriebsfinanzamt der KG udn von dort (Du musstest bei Abschluss Deine Steuernummer angeben) an Dein Wohnsitzfinanzamt.

    Das Ergebnis müsste in Deinen Steuerbescheiden der letzten Jahre jeweils automatisch eingegangen sein.

    Wenn nein, dann forsche dort mal nach.

  • Stimmt es, dass es für ein Unternehmen günstiger ist Eigenkapital aufzunehmen, als Fremdkapital aufzunehmen?
    Hilfreichste Antwort von Bankrevisor ·

    Das kommt immer drauf an. Über was für ein Unternehmen sprechen wir denn, Rechtsform? Echtes Eigenkapital des Gesellschafters, das er als Einlage bringt, Aktien, oder was ganz anderes wie EK-ähnliche Kredite usw.?

    Der Aufwand für Dividenden kann niedriger sein. Man nehme mal die ganzen großen US-amerikanischen AG im Technologiebereich. Die zahlen fast ausnahmslos gar keine Dividende, ergo keinen Aufwand für die Milliarden an Fremdkapital. Im Gegenzug müssten diese im Rahmen von z.B. Anleihen durchaus zumindest einen kleineren Zinssatz bieten.

    Auf der anderen Seite kann die Dividende auch sehr teuer für das Unternehmen sein. Bspw. deutsche Genossenschaftsbanken, mit Dividenden für die Geschäftsguthaben von regelmäßig 3% und höher. Diese könnten sich wesentlich günstiger am Geld- und Kapitalmarkt refinanzieren.

    Tendenziell stimmt es also, das EK günstiger ist, aber eine allgemein gültige Annahme stellt dies nicht dar.

  • Erwerbsminderungsrente abgelehnt?
    Hilfreichste Antwort von Juergen010 ·

    Wenn Du tatsächlich die Anwartschaftzeiten nicht erreichst, bleibt tatsächlich nur, weil Du dem Arbeitsmarkt, wegen deiner Krankheit nicht mehr zur Verfügung stehst, Grundsicherung zu beantragen.

    Leider schreibst Du nicht, wie alt Du bist und ob Du noch in der Lage bist, zumindest ein paar Stunden pro Monat entgeltlich zu arbeiten?

    Falls ja, könntest Du z.B. einen anspruchslosen Job (z.B. Akten abheften o.ä.) annehmen, der aber sozialversicherungspflichtig abgerechnet wird (also keinen Minijob). So könntest Du die notwendigen Anwartschaftzeiten "erwirtschaften" und dann erneut den Antrag auf Erwerbsmindungsrente stellen.

    Vielleicht findest Du aber in diesem PDF noch nützliche Tipps: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publica...

    Falls du nach der Lektüre zu der Auffasung gelangst, dass die Berechnung der DRV falsch ist, solltest Du fristgerecht Einspruch gegen den ablehnenden EU-Renten-Bescheid einlegen.

    Viel Glück!

  • Mietverlängerung?
    Hilfreichste Antwort von LittleArrow ·

    Zunächst mal, hast Du einen Schadensersatzanspruch gegenüber Deinem neuen Vermieter, den dieser gerne an den bisherigen Mieter weiterreichen kann.

    Natürlich sollte man alternativ auch miteinander reden, wenn Klarheit über die Beseitigung der bestehenden Hindernisse besteht. Du vor allem mit Deinem alten Vermieter (und dem - wenn es soweit ist - Käufer). Der Kaufvertragsabschluss bedeutet ja noch nicht gleich Wirksamkeit des Kaufvertrages, da dazu noch einige (zeitraubende?) Voraussetzungen erfüllt werden müssen.

    Dein Mietvertrag ist zwar gekündigt, aber Deine künftige Mietzahlung ("Nutzungsentschädigung" genannt) richtet sich nicht mehr nach der bisher gezahlten Miete, sondern zeitanteilig nach der Höhe der Miete bei Neuvermietung (hilfsweise ortsübliche Vergleichsmiete) bis zur Wohnungsübergabe plus Schadensersatz.  Siehe u.a.

    http://www.pro-wohnen.de/Mietrecht/Nutzungsentschaedigung.htm und vor allem

    https://www.mieterverein-hamburg.de/de/aktuelles/bgh-urteile-mietrecht/urteil/nu...

  • KIZ? Einbehalten Von Sonderzahlungen?
    Hilfreichste Antwort von Gaenseliesel ·

    Hallo,

    das ist m.E. korrekt ! Nachzahlungen auch Einmalzahlungen sind EINKOMMEN in Bezug auf Bewilligung von Kindergeldzuschlag ! 

    Kinderzuschlag und ALG-II schließen sich gegenseitig aus !

    Kinderzuschlag wird gewährt, wenn der Bedarf der Familie durch die Zahlung von Kinderzuschlag (oftmals in Kombination mit Wohngeld) gedeckt ist und deshalb kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II/ Sozialgeld besteht.

    Ihr solltet jetzt schnellstens Alg2 beantragen ! Dies ist in Fällen wie den euren ( Kindergeldzuschlag wurde abgelehnt) auch noch nachträglich möglich.

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von Brigi123 ,

    Ich hab neulich gerade gelesen, dass das Einkommen beim Kinderzuschlag genauso berechnet wird wie bei ALG-II.

    Außerdem kann eine fällige Steuernachzahlung ( durch die Fragestelleriin an das FA zu leisten) wohl kein Einkommen sein?

    Kommentar von Netti6 ,

    Danke für deine Antwort, weißt du zufällig wo du es gelesen hast? 

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    was Brigi123 meint, schaust du hier Netti6:

    https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/kinderzuschlag/ki...

    ....und jetzt bin ich hier raus ! 

    Kommentar von Brigi123 ,

    Danke für den link, Gaenseliesel.

    Kommentar von Netti6 ,

    Vielen lieben Dank 

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    S t e u e r n a c h z a h l.u n g  ????  

    hmmm  :-(( 

    Kommentar von Brigi123 ,

    Hallo Gänseliesel,

    ich wollte Dich doch nicht beleidigen! Sorry, falls das doch so angekommen ist.

    Ich meinte nur, dass ich kein Profi bin und im Zweifel Leute wie wfw, Enno, RHW oder Juergen etc. wohl doch eher Recht haben als Leute wie wir, die hier stetig lesen und vieles googeln.

    Natürlich hast Du einige Kenntnisse und gibst oft gute Antworten. Ich auch manchmal. Aber Profis sind wir beide nicht. Echte Fachkenntnisse sind halt nochmal was anderes.

     Nicht böse sein (hoffentlich)!

  • Privater darlehensvertrag wie muss ich vorgehen?
    Hilfreichste Antwort von Juergen010 ·

    Da es sich um ein privates Darlehen handelt, muss dieses schriftlich mit drei Monaten Frist und Angabe eines Zahlungstermins, gekündigt werden.
    So vorgeschrieben in § 488 BGB. Tust Du das nicht, würde in einem
    Rechtsstreit deine Klage sang- und klanglos, kostenpflichtig abgewiesen.

    Siehe auch: https://dejure.org/gesetze/BGB/488.html

    Deiner Darstellung zufolge, hat sich der Darlehensnehmer schon bei der Darlehensgewährung in Privatinsolvenz befunden.

    Ist das korrekt und hat er dir die PI verschwiegen, hat er in Betrugsabsicht gehandelt, weil er definitiv wusste, dass er das Geld - weil er zwangsläufig bis zur Pfändungsgrenze gepfändet wird - nicht zurückzahlen kann. Es könnte also auch eine Anzeige wegen Betruges (§263 StGB) in Betracht kommen.

    Siehe auch hier: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__263.html

    Eine Anzeige bringt dir aber auch dein Geld nicht wieder.

    Deshalb nun das Darlehen ordnungsgemäß nach §488 BGB kündigen. Nach verstrichener Frist Mahnbescheid beantragen und hoffen, dass diesem nicht widersprochen wird. So erhälst Du zumindest einen vollstreckbaren Titel, der 30 Jahre gilt.

    Widerspricht der Darlehensnehmer, müsstest Du eh einen Anwalt einschalten (und erst Mal bezahlen), da wegen des Streitwertes eine Klage nur vorm Landgericht eingelegt werden kann - und da herrscht Anwaltszwang.

    Zwar kannst Du dem zuständigen Insolvenzverwalter benachrichtigen. Bringen wird das aber recht wenig.

    Im Übrigen ist es eine weitverbreitete Fehlannahme, dass der in PI befindliche Schuldner keine neuen Schulden während der Wohlverhaltsphase machen darf. Neue Schulden werden nur nicht von der Restschuldbefreiung erfasst, da diese nicht in der Insolvenztabelle gelistet sind.

    Auch kann man ihm die Restschuldbefreiung nicht verweigern, da er sich ja den gelisteten Gläubigern, via Insolvenzverwalter, "wohlverhalten" hat. Folglich erhält er für diese Schulden auch eine Restschuldbefreiung.

    Ein neuer Gläubiger hat defakto keine Chance in das laufende PI-Verfahren hineinzuwirken.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Poccocino ,

    Boah super erklärt vielen dank 👍

    Kommentar von Brigi123 ,

    Ich lese zur PI: erfährt ein alter Gläubiger von den neuen Schulden, so kann er  einen Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung stellen.

    Kommentar von Juergen010 ,

    Das ist leider nicht richtig, Brigi123 ;-)

    Beantragen können Bestandsgläubiger viel in einem PI-Verfahren - nur in den seltensten Fällen folgenden daraus auch Konsequenzen für den Schuldner.

    Defakto gibt es nur sieben (7) Versagensgründe. Davon beziehen sich fünf auf Versäumnisse oder Handlungen des Schuldners vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

    Zwei weitere Gründe, greifen während der Wohlverhaltensperiode, sind aber durch den Schuldner leicht zu vermeiden, bzw. nahezu unmöglich zu verwirklichen, da es sich lediglich um (fortgesetzte) Auskunftsverstöße (an den Insolvenzverwalter) oder um den Verstoß der Erwerbsobliegenheit handelt.

    z.B. Der Schuldner arbeitet noch an einer zweiten Arbeitsstelle und verschweigt dieses und das dadurch erzielte Einkommen dem Verwalter. Oder, er weigert sich, obwohl körperlich gesund, eine zumutbare Arbeitsstelle anzunehmen.

    Nichtdestotrotz muss der Antragsteller (Bestandgläubiger) seine Vorwürfe detailliert belegen. Bloses Vermuten langt da nicht.

    Siehe auch hier: https://anwalt-kg.de/privatinsolvenz-recht/die-versagungsgrunde-im-insolvenzverf...

    Es bleibt dabei: Die Aufnahme neuer Schulden hat keine Auswirkungen auf das laufende Insolvenzverfahren und schon gleich gar keine auf die Restschuldbefreiung.

    Kommentar von Brigi123 ,

    O.k, Danke Juergen. 

    Kommentar von Brigi123 ,

    Noch ergänzend:

    Du hast wohl die Möglichkeit, ihm durch eine Strafanzeige wegen Eingehungsbetrug eins reinzuwürgen, was er auch verdient hat, und Du kannst ihm evtl. auch das Insolvenzverfahren versemmeln.

    Die Chance, dass er irgendwann zahlungsfähig sein wird und Du ihn aufgrund Deiner Forderung /Deines Titels pfänden lassen kannst, ist aber natürlich höher, wenn er eine Restschuldbefreiung erhält und Du evtl. der einzige Gläubiger bist bzw. geht es dann um Rangfolge oder so.

    Das mußt Du also abwägen. Ich könnte mich nur schwer zurückhalten, aber vielleicht ist taktisches Vorgehen besser, falls da überhaupt nochmal was zu holen ist.

  • AN wird mit 67 nur 560 EUR an Rente bekommen und hat 47 Jahre dann gearbeitet. Kann sie ohne Abzug auch mit 65 in Rente gehen, da es ja die Grundsicherung gibt?
    Hilfreichste Antwort von Sammy760 ·

    Bislang hatten Arbeitnehmer grundsätzlich einen Anspruch auf gesetzliche Rente mit Vollendung des 65. Lebensjahres. Da die Lebenserwartung gestiegen ist, die Geburtenraten aber sinken, beschloss die Bundesregierung, zum 01.01.2008 das Renteneintrittsalter von 65 Jahren auf 67 Jahre zu erhöhen. Die Erhöhung erfolgt ab 2012 in monatlichen Schritten. Für Menschen, die vor 1947 geboren wurden, bleibt es beim Renteneintrittsalter von 65.

    Bsp. Wer 2017 65 Jahre alt wird ist Jahrgang 1952. Die Rente gibt es dann mit 65 Jahren 6 Monaten. Bei 6 Monate vorgezogener Rente wäre der Abzug rund 10 EUR.

    Bei der Beantragung von Grundsicherung werden alle Einnahmen Berücksichtigt. Auch die ausgezahlte Rente.

    Anm.: In Rente gehen kann man nicht einfach. Die Rente muss beantragt werden. D.h. heißt nicht, dass automatisch die Rente genehmigt wird.

    In der Praxis habe ich erlebt, dass die vorgezogene Rente nicht genehmigt wurde. 

    Für solche Fragen gibt es Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung. 

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von Helge001 ,

    Es ging nur darum, dass die Rente aufgrund des geringen Einkommens in den letzten zwei Jahren bis zur eigentlichen Rente nur geringfügig mehr wird. Also würde es sich nicht lohnen, zwei weitere Jahre dranzuhängen. Sie würde dann lieber für weniger Stunden bis zum Freibetrag arbeiten, dann käme sie fast auf dasselbe Einkommen.

    Kommentar von Sammy760 ,

    Von einem geringen Einkommen stand nichts in der Frage. Es wurde nur eine geringe Rente erwähnt. Auch wird über das Alter keine Aussage getroffen.

    Bsp. Für 2017 ist von der DRV ein Durchschnittsentgelt von 37.103 EUR p.a. veranschlagt. Wer so viel verdient bekommt einen Entgeltpunkt. Pro Entgeltpunkt liegt der Rentenwert bei akt. 31,03 EUR.

    Für ein zusätzliche Arbeitsjahr mit Durchschnittsentgelt läge die Rente um 31,03 EUR höher.

    Bei geringere Jahresengelten lässt sich die zusätzliche Rente näherungsweise im "Dreisatz" ermitteln.

    Wenn hier von einem regulären Renteneintrittsalter mit 67 Jahren ausgegangen wird, reden wir von einem Rentenbeginn im Jahr 2031 (b Jahrgang 1966 muss bis 67 J. gearbeitet werden).

    Bis dahin sind es noch 14 Jahre. Selbst bei halben Durchschnittsentgelt kommen dann noch rund 220 EUR Rente zusammen. Damit läge die Rente aus heutiger Sicht über der Grundsicherung.

    Echt ein toller Plan, statt für mehr Einkommen/Rente zu sorgen, einem Einkommensverzicht frönen. Mit mehr an Freizeit steigt erfahrungsgemäß der Konsum. Zusätzlich Eigenvorsorge tritt dann in den Hintergrund.

    Bei einer geringen Rente würde ich eher für mehr Rente sorgen wie für einen Rentenabschlag. Wie hoch die Grundsicherung künftig sein wird ist nicht vorhersehbar. Ich erachte es als günstig die Vorsorge auf eigene Beine zu stellen, wie auf eine variable Komponente zu setzen.

    Wer aus unverschuldeten Gründen wenig Rente hat, muss aufgefangen werden - keine Frage. Sich bewusst für Einkommensverzicht zu entscheiden und die ungünstigen Konsequenzen des eigenverantwortlichen Handelns zu sozialisieren, erachte ich als dagegen als bedenklich.

    Kommentar von Helge001 ,

    Danke dir für die umfangreiche sachliche Erläuterung. :-)

  • Hausrat-, private Rechtsschutz- und private Haftpflichtversicherung beim gleichen Versicherer?
    Hilfreichste Antwort von Helge001 ·

    Ich kenne keinen Versicherer, der in 3 Versicherungssparten unschlagbar ist. Rechtsschutz sollte auf jeden Fall immer separat abgeschlossen werden, was auch logisch sein sollte...siehe nur Vertragsrecht in Privatrechtsschutz. Natürlich gibt es auch Versicherungen, die man evtl. besser bei einem Versicherer machen sollte, dies wäre wenn man ein eigenes Haus hat, die Gebäude- und Hausratversicherung. Natürlich gab es diverse Diskussionen bei Maklerveranstaltungen, aber in bestimmten Schadenfällen kann es wirklich sinnvoll sein. Das Kombitarife insgesamt angeblich günstiger sein sollen, halte ich nach über 25 Jahren in der Finanzbranche als Ammenmärchen.  Bestes Beispiel ist die DVAG und ihre Versprechen. Da stehen 25% Nachlaß in den Verträgen und ich biete trotzdem ein besseres Produkt zu günstigeren Konditionen an. Achte lieber auf das Preis/Leistungsverhältnis. Wenn du wirklich sicher gehen willst, suche einen versierten Versicherungsmakler in deiner Nähe, der dich persönlich berät. Über check24 oder ein anderes Vergleichsportal im Internet wäre ich vorsichtig, da du nicht alle Leistungen übersichtlich dargestellt bekommst. Weiterhin wird es schwierig, check24 in Haftung zu nehmen, falls eine Leistung nicht drin ist, die du eigentlich haben wolltest. Alles Gute beim Umdecken.  

  • Mein Sohn (22)erhält ab dem 24.10. 12,06 ALG 1 täglich, wie wird das bei mir mit Minijob und ALG2 angerechnet?
    Hilfreichste Antwort von cyracus ·

    Ergänzend zur Antwort von @Gaenseliesel:

    Bestenfalls findet Dein Sohn ja rechtzeitig eine neue Abeitsstelle und bestenfalls mit freundlichen Kollegen / Chef und fairem Lohn, von dem er sich selbst finanzieren kann. Dann ist er auf das ALG 1 ja nicht angewiesen. - Damit Du schon mal weißt, wie es dann mit Dir und Deinem Sohn finanziell weitergeht, lies dies:

    Hartz IV: Einkommen Kinder & Bedarfsgemeinschaft
    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-einkommen-kinder-bedarfsgeme...

    Auch hier im Forum sehr gut erläutert:
    Eltern ALG2, Kind arbeitet VZ
    http://www.forum-sozialhilfe.de/phpBB3/viewtopic.php?t=25690#

    Und hier erklärt es isomatte:
    http://www.gutefrage.net/frage/hartz-4-geld-arbeiten

    Für den Fall, dass Dein Sohn Arbeit findet mit unterschiedlich hohem Lohn, dazu isomatte:
    https://www.gutefrage.net/frage/problem-mit-arge-und-lohn-an-wen-wenden-beispiel...

    .

    Vorsorglich für Dich und Deinen Sohn meine Hinweise für Arbeitslose (ALG 1 und ALG 2 / Hartz IV) und Aufstocker:

    Umgang mit Sozialbehörden

    Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

    Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

    Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

    Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

    Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit
    jobcenter unterlagen verloren
    und lies auch dies:
    Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?
    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterla...

    .

    Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

    Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene
    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-b...

    .

    Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser Ämterlotse muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

    • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistanderscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

    Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

         Ämterlotsen
         Behördenlotsen
         Behördenbegleiter
         Hartz IV Mitläufer
         Hartz IV Gegenwind e.V.
         Wir gehen mit org

    Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

    Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

    Google mit

    legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

    und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

    In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.
    In Hamburg z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

    • ACHTUNG! - sehr wichtig für Hartz IV-Bezieher:

      Folge den Dir aufgegebenen Mitwirkungspflichten wie Bewerbungen schreiben, an Maßnahmen / Fortbildungen teilnehmen (auch falls Dir eine der Maßnahmen blöd, unsinnig oder für Dich unangemessen erscheinen mag). In solch einem Fall wende Dich an eine Arbeitsloseninitiative / Arbeitslosenberatung / Rechtsberatung. - Bezüglich fehlender Mitwirkung wurde das Gesetz für "Hartzis" krass verschärft, und das kann sehr schmerzhafte finanzielle Folgen für Dich haben!

      Das Jobcenter kann dann ihren "Kunden" berechnen, was das Jobcenter hätte sparen können, hätte der "Kunde" die Anweisung befolgt und dadurch Arbeit gefunden - und das nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für künftige Jahre. (Das ist also ein Schauen-wir-mal-in-die-Glaskugel-Gesetz, völlig gaga, leider aber real.) Und das kann sehr, sehr, sehr teuer für den "Kunden" werden.

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von smilingtears ,

    Oh man..tausend Dank für die große Mühe cyracus..die ganzen Infos werden mir sehr helfen! Natürlich wäre es unser größtes Glück wenn mein Sohn wieder Arbeit findet denn diese Kündigung war richtig heftig. Sie nutzen seinen Schock, sein Entsetzen und legten ihm einen Aufhebungsvertrag vor und er wollte nur noch weg aus dieser Firma und unterschrieb..leider hatte ich da null Einfluss drauf.Von daher erhält er zu 99 Prozent die 3 monatige Sperre.

    Ich werde mir die ganzen Infos un Ruhe durchlesen und gehe davon aus das ich zu der einen oder anderen Aussage tüchtig mit dem Kopf nicken werde.

    Kommentar von Gaenseliesel ,

    http://www.rechtsanwalt-bach.de/arbeitsrecht-leipzig/aufhebungsvertrag/

    .....schau doch hier einmal, ob rechtlich betr. Aufhebungsvertrag (Abfindung)  noch etwas zu machen ist !   :-( 

    Aus Unwissenheit vom Mitarbeiter eine Unterschrift unter Druck bzw. Zeitnot zu erreichen zeugt nicht gerade von Führungsqualität. 

    Dadurch eine 3 monatige Sperre zu kassieren, ist schließlich nicht lustig. Vielleicht ist der Firma (auf Grund der Eile )sogar ein wichtiger Formfehler unterlaufen und ihr könnt die Sperre doch noch abwenden. 

    Kommentar von cyracus ,

    Die Sperre wurde also noch nicht verhängt. Vielleicht gibt es ja eine geringe Chance, dass Dein Sohn doch nicht gesperrt wird, wenn er mit einem Ämterlotsen beim Arbeitsamt vorspricht und erzählt, warum er so geschockt war und sein Verstand total ausgesetzt hatte. - Wenn er da nur noch weg wollte, lag da doch einiges im argen.

    Ist da insgesamt ein sehr übles Betriebsklima? Oder: Wurde Dein Sohn schwer gemobbt?

    Bei Mobbing zum Beispiel kann man beim Arbeitsamt / Jobcenter den Fall schildern und bitten, kündigen zu dürfen. Manche sind durch Mobbing so krank geworden, dass sie sogar eine diesbezügliche Empfehlung vom Arzt vorlegen können

    Versuch ist es doch wert. Und wenn's dann doch nicht klappt, weiß Dein Sohn, dass er alles getan hat, um das Übel vielleicht noch abwenden zu können.

    Außerdem lernen wir ja auch aus jeder Lebenssituation - positive und negative. Und so lernt er es kennen, wie es ist, von einem Ämterlotsen in einer schwierigen Situation begleitet zu werden.

    Im Falle einer Sperre denkt an die Krankenversicherung!

    Kommentar von smilingtears ,

    Ich kann mit ihm nicht darüber reden..zu groß ist seine Enttäuschung.Er hat in diesem Betrieb seine Ausbildung gemacht bis Juni, erfolgreich..er hat vollen Einsatz geleistet, Überstunden gekloppt, die auf 0 fielen als er den Arbeitsvertrag unterschrieben hat.Ich könnte so viel über diese Firma erzählen, aber was ändert es an dieser Situation. Mein Sohn ist am gleichen Tag zum Arbeitsamt gefahren , hat geschildert wie unfair die Geschichte gelaufen ist, und ich verlasse mich auf deren Menschenkenntnis und gehe davon aus das sie gemerkt haben wie verletzt er ist.Ich hätte gegen diesen Laden gekämpft bis zum bitteren Ende, aber ich muss seinen Wunsch akzeptieren.

    Vielen Dank für die Info zum Thema Krankenkasse..daran habe ich  gar nicht gedacht :-(

    Kommentar von cyracus ,

    Oh ja, bei den Erlebnissen kann ich gut verstehen, dass Dein Sohn nur noch denkt: "Augen zu - und durch!" und dann das beste aus seiner Situation macht.

    Es gibt Arbeitgeber, die Engagement und kostenlose Überstunden einfach nicht würdigen können. - Ich (Frau) arbeitete mal in einem kleinen Verlag, der künstlerische Bücher rausbrachte, als einzige Angestellte. Ich erledigte alles, und auch ich machte viele (kostenlose) Überstunden, weil sie notwendig waren und auch, weil mir die Arbeit Freude machte. Eines Tages stellte der Chef mir einen sehr jungen Mann vor mit den Worten, das sei nun mein Vorgesetzter. Dieser Mann konnte gar nichts, nicht einmal alphabetisch etwas in eine Ablage einheften - wirklich gar nichts (keine Übertreibung!). Das einzige, das er konnte war, mir so von oben herab Anweisungen zu geben (die vielfach unsinnig waren), während er nichts tun wollte. So aber nicht mit mir. Ich z.B.: "Kein Problem, legen Sie das in dem Ordner ab" und zeigte zu den dafür richtigen Ordnern. Er stellte sich superdoof an, entweder, weil er es wirkich nicht konnte (vermute ich), oder weil er mich so veranlassen wollte, es an seiner Stelle zu tun. - Schließlich ging ich zum Chef und bat ihn, die Anweisung, er solle mein Vorgesetzter sein, zurückzunehmen. Nee, wollte der Chef nicht.

    Ich suchte mir sofort eine neue Arbeitsstelle (war zu der Zeit noch leicht: in die Zeitung schauen, anrufen, Gespräch, Handschlag, fertig). Der Verlagsinhaber war fassungslos, als er meine Kündigung erhielt. Tja, und nun saß er da mit der Nullnummer in seinem Büro. - Er schieb mir dann wütend ein "künstlerisches" Zeugnis (so begründete er es vor Gericht), und der Arbeitsrichter diktierte ihm, wie genau das Zeugnis lauten muss, und dass er nicht eine einzige Änderung vornehmen dürfe. - Das machte er dann auch brav und unterschrieb es mit "Nemo" - das heißt übersetzt "niemand". Also bekam er nochmal vom Arbeitsrichter Bescheid ...

    Später wird für Deinen Sohn dieses Erlebnis mit seiner Lehrfirma auch eine von vielen seltsamen Geschichten in seinem Leben sein. - Nun aber steckt er ja mittendrin, und zudem ist er noch jung, und er kämpft mit dem Gefühl, dass ihm das nun bloß nicht über den Kopf wächst und es heil mit ihm weitergeht.

    Danke fürs Sternchen

    - ҉ •✿⊱ (¯`'•.¸(¯`'•.¸ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¸.•'´¯)¸.•'´¯) ⊰✿• ҉.

  • Wie wird die dauerhafte Reduzierung des Arbeitseinkommens durch einen bleibenden Schadennach einem unverschuldetem Verkehrsunfall berechnet?
    Hilfreichste Antwort von Privatier59 ·

    Du kannst in dieser Sache nicht ohne Anwalt auskommen. Der wird Dir das dann ausrechnen. Daß ein Haftpflichtversicherer Dir in dieser um erhebliche Geldbeträge gehenden Sache freiwillig einen zufriedenstellenden Betrag zahlen wird, ist nämlich kaum anzunehmen.

    Wenn es dann zu Gericht geht, dürfte auf jeden Fall Zuständigkeit des Landgerichts bestehen und da herrscht Anwaltszwang.

    Nur vorab der Hinweis, daß Dein Fall einige Problempunkte aufweist über die man lange reden könnte und die letztendlich wohl auch nur durch ein Sachverständigengutachten geklärt werden können:

    Zunächst muß geklärt werden, ob der Fuß nun dauerhaft unbeweglich bleiben wird. Daran entscheidet sich nach Deinem Vortrag ja offenbar Deine berufliche Zukunft.

    Sodann scheint es sich ja um eine körperlich anstrengende Arbeit zu handeln. Insofern wird man sich darüber streiten, ob eine solche Arbeit überhaupt ein Arbeitsleben lang ausgeübt werden kann.

    Schließlich wird man, was den Einkommensunterschied betrifft auf die Entwicklung der Vergangenheit schauen um zu ermitteln, welche Lohnerhöhungen in der Zukunft zu erwarten sind.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Frage3210 ,

    Als körperlich anstrengend würde ich meine derzeitige Arbeit nicht unbedingt bezeichnen, aber man läuft sehr viel und mit einem fast steifem Fuss wäre das überhaupt nicht möglich. ....Diese Arbeit wurde von vielen bisher über 45 Jahre (also bis zur Rente) durchgeführt. ...Erstmal muss ich sehen, ob der Fuss wirklich, wie erwartet fast steif bleiben wird, die Genesung wird jedoch noch einige Monate dauern. ...

    Kommentar von Privatier59 ,

    Danke für den Stern! Und viel Glück in Deiner Sache!

  • Wie risikoreich sind Bitcoins?
    Hilfreichste Antwort von Bankrevisor ·

    Eine Währung, deren technische Grundlage der Blockchain nur wenige Menschen richtig verstehen wird in einem oder vielmehr an vielen nicht regulierten Marktplätzen gehandelt. Da stecken gleich mehrere Risiken drin. 

    Die Gefahr von Panikverkäufen ist stark erhöht, weil mangels belastbarer fundamentaler Daten viele einfach dem Kurs folgen und damit auf bei kleinen Schwankungen bereits nervös werden.

    Die Volatilität zeigt ebenfalls, dass es hier zu Risiken kommen kann (vor einem Monat betrug der Kurs noch rund die Hälfte, und in einem Monat?).

    Nicht sonderlich wahrscheinlich, aber eben auch nicht auszuschließen ist ein staatlicher Eingriff in manchen Ländern. Da könnte z.B. ein Verbot der Kryptowährung vorgenommen werden, um die staatseigene Währung als einzigstes Zahlungsmittel zu schützen.

    Ich habe hier jetzt Risiken genannt, natürlich gibt es auch Chancen. Wenn du bereit bist auch ein Totalverlust den eingesetzten Kapitals zu Gunsten der Renditechance zu tolerieren, dann können Bitcoins eine Alternative sein, ansonsten (noch) nicht.

    Alle 7 Antworten
    Kommentar von SilviB ,

    Risiko und Schwankungen sind mir durchaus bewusst. ich sehe mehr Chancen, trotz (V). olatilität.

    Ich habe meine Frage nicht genau genug gestellt. Aber vielen Dank.

  • Private Rentenversicherung weiterführen sinnvoll?
    Hilfreichste Antwort von betroffen ·

    Selbstverständlich weiterlaufen lassen. So schlecht können die Konditionen selbst bei der Sparkasse damals nicht gewesen sein, dass Du heute was Besseres findest.

    Es gibt heute kein anderes Altersvorsorgeprodukt das besser ist als ein 15 Jahre alter Vertrag. Das Selbe gilt für Bausparverträge, Lebensversicherungen und Bank- (Pramien-) sparverträge.

    572,- € im Jahr ist nicht besonders viel - da alledings die Versicherung im Alter von 23 Jahren bereits begonnen hat, ist das Ganze völlig in Ordnung.

    Es wäre nett, wenn Du uns noch die garantierten Rentenzahlungen und den Zeitpunkt des Rentenbeginns mitteilen könntest.

    Alle 9 Antworten
    Kommentar von Goldesel0803 ,

    Hallo, die laut letzter Mitteilung garantierte monatliche Rente beträgt 139,04 € zum 31.01.2039.

    Kommentar von betroffen ,

    Das bekräftigt meinen Rat. Mit den angegebenen Daten würde man heute beim Topanbieter, den ein bekanntes Verbraucherportal Dir ausrechnet, nur 54,60 /Mon. im Alter bekommen.

  • Verpflegungsmehraufwand geltend machen?
    Hilfreichste Antwort von wfwbinder ·

    Die Tätigkeit als Angestellter ist ja keine Dienstreise.

    Damit beginnen die 8 Stunden für den Verpfliegungsmehraufwand erst zu laufen, wenn Du den Betrieb verlässt.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von EnnoWarMal ,

    Und dann ist noch zu prüfen, ob es sich um den Mittelpunkt seiner dauerhaft angelegten betrieblichen Tätigkeit handelt, § 4 (5) Nr. 5 EStG.

  • Haus mit Mutter gekauft. Ist es eine Schenkung?
    Hilfreichste Antwort von wfwbinder ·

    Die Mutter sollte sich die juristischen Ratschläge nicht am Biertisch, sondern bei Juristen holen.

    Sie hat Dir nicht das halbe Haus geschenkt. Das Haus habt ihr zu je einer ideellen Hälfte gekauft, womit Dir Deine Hälfte gehört.

    Sie hat den Kredit getilgt und Dir damit die Summe für Deinen Kreditanteil geschenkt.

    Wenn Sie nun diese Schenkung zurück nehmen will, müsste sie entweder in einer wirtschaftlichen Notlage sein (kaum zu begründen, weil ihr eine schuldenfreie Hälfte eines Hauses gehört), oder es müsste grober Undank vorliegen. Ein einfacher Streit reicht da nicht.

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Nordlicht12 ,

    Sehr gut erklärt. Sie sind der erste, der es aus der Sicht gesehen hat, auch 2 Anwälte einer Anwaltshotline hatten immer nur gesagt es sei eine Schenkung und dass man sie bei grobem Undank zurückfordern könne. Da ich aber unbedingt in dem Haus wohnen bleiben möchte, wäre ich sogar bereit die Summe zurückzuzahlen wenn es dazu kommt, unsere grösste Sorge war dass sie mich und meinen Mann aus dem Haus werfen kann und Alleineigentümerin wird aber das scheint dann ja nicht zu gehen. Vielen Dank! 

  • Mehrere Tätigkeiten: Kleinunternehmer oder Gewerbe?
    Hilfreichste Antwort von EnnoWarMal ·

    Wie du an den anderen Antworten ermessen kannst, hast du von der ganzen Sache soviel Ahnung wie ein Bär vom Fallschirmspringen. Es ist gewiss nicht einfach, hier etwas Ordnung reinzubringen.

    Zuerst möchtest du bitte Gewerberecht und Steuerrecht voneinander trennen, so wie man Schiffe und Flugzeuge auch auseinanderhalten sollte, selbst wenn sie "Luftschiff" heißen.

    Im Steuerrecht möchtest du ebenso zwischen den Steuerarten unterscheiden, so wie du es bei Straßenfahrzeugen (Auto, LKW, Motorrad) wahrscheinlich kannst.

    Gewerberecht:
    Der Transport von Zeugs ist Gewerbe. Grafiken erstellen meistens nicht. Ergo muss das eine bei der Stadt angemeldet werden.

    Steuern - Ertragsteuern:
    Der Transport ist auch steuerlich gewerblich, es ist also eine Gewerbesteuererklärung zu fertigen. Die Grafikerei hingegen ist auch hier nicht gewerblich. Anders als beispilesweise die Graffickerei (sorry für den Kalauer).

    Beides gehört aber in die Einkommensteuererklärung.

    Dein Steuerberater wird dir sicherlich gern helfen.

    Steuern - Umsatzsteuer:
    Hier - und nur hier - gehört der Begriff des Kleinunternehmers hin.

    Dummerweise meint das Umsatzsteuerrecht, dann man nur ein Unternehmen haben kann - hier würden also der Transport und die Grafikerei zusammengerechnet werden.

    Was ein Kleinunternehmer genau ist, habe ich hier mal in einem langen, aber leicht verständlichen Tip zusammengefasst. Leider meinte der Betreiber dieser Plattform jedoch, dass es keine Tips mehr geben sollte. Bitte frage dort nach, ob er den Tip herausgraben möchte. Ich hab mir seinerzeit sehr viel Mühe gemacht, das so zu verfassen. Ich habe keinen Bock, das nochmal aufzudröseln.

    Was hatten wir noch Seltsames?

    Achja:

    Ich würde außerdem pro Fahrt noch 10 Euro Spesen verrechnen, da ich hörte, dass man die von der Steuer absetzen kann.

    Was genau damit gemeint ist, habe ich nicht verstanden. Wahrscheinlich möchtest du deine Rechnung um 10 Euro erhöhen. Das ist legitim und eine Frage des Marktes bzw. des Vertrages, den du geschlossen hast.

    Dass die Aufwendungen für die Fahrten daneben selbstverständlich als Betriebsaufgabe abziehbar sind, berührt die Höhe deines Honorars nicht.

    Ich bin übrigens Student, 

    Das Ganze würde sich auch nicht ändern, wenn du Sternenflottenkadett wärst oder Mummelgreis.

  • Behandlung der Rückvergütung der Krankenkasse bei ALG II?
    Hilfreichste Antwort von Juergen010 ·

    Es kommt auf den Grund der Rückzahlung an.

    Wird Beitrag zurückgezahlt, weil es der KV wirtschaftlich gut geht, wird der Betrag definitiv beim ALG2-Empfänger als Einkommen angerechnet.

    Wird Beitrag zurückgezahlt, weil der Versicherte sich gesundheitstechnisch gut verhalten hat (z.B. Vorsorgetermine wahrgenommen usw.), dann wird nicht angerechnet.

    Schau mal hier: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-krankenkassen-bonus-w...

    Folgendes noch aus der Quelle: Fachliche Weisungen der BA

    "Anders verhält es sich bei Prämien der privaten
    Versicherungsunternehmen und der gesetzlichen Krankenkassen (vgl. § 53, Absatz 2 SGB V) in Form von Beitragsrückerstattungen.

    Diese Prämienzahlungen sollen ein bestimmtes gesundheitspolitisches Verhalten der Versicherten fördern (keine Inanspruchnahme von Leistungen), sind also zweckbestimmte Einnahmen im Sinne des § 11a Absatz 3 Satz1

    Gleiches gilt auch für Bonuszahlungen nach § 65a SGB V, die von den Krankenkassen bei gesundheitsbewusstem Verhalten der Versicherten, z. B. der regelmäßigen Teilnahme an Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten, gewährt werden können."



    Alle 4 Antworten
    Kommentar von wfwbinder ,

    Vielen Dnk schon mal für die Antwort udn den Link. 

    Was mich aber interessiert ist:

    Ein "normaler" ALG IIEmpfänger, bekommt ja die Krankenversicherungsbeiträge vom Jobcenter bezahlt.

    Ein Aufstocker zahlt eigene Beiträge und der Arbeitgeber zahlt seinen Anteil. 

    Darf da überhaupt noch gekürzt werden? Zahlt denn in solchen Fällen das Jobcenter überhaupt Beiträge?

    Kommentar von Juergen010 ,

    Ja, das Jobcenter zahlt einen monatlichen Beitrag an die Krankenkasse, der sich aus dem monatlichen Aufstockungsbetrag.für die Grundsicherung errechnet. Also ohne KdU.

    Kommentar von wfwbinder ,

    Danke, top, das wusste ich nicht.

  • Müssen bei Crowdfunding Steuern gezahlt werden?
    Hilfreichste Antwort von wfwbinder ·

    Hier ist zu unterscheiden, wofür die Leute überhaupt Geld geben.

    Ich habe mal einen kleinen Ratgeber zu dem Thema geschrieben und bei mehren Crowddays dazu referiert.

    Wenn es das sogenannte "reward based" crowdfunding ist, also die Förderer später ein Produkt bekommen, sind die Beträge auf jeden Fall umsatzsteuerlich, wie ertragsteuerlich steuerverstrickt (auch wenn ggf. keine Steuer zu zahlen ist, weil die Beträge gering sind).

    Wenn es um "donation based" geht, also die Förderung eines Projekts, was auch als gemeinnützig angesehen werden kann (auch wenn kein gemeinnütziger Verein dahinter steht), kann es sich ggf. um eine Schenkung handeln, oder es ist zwar keine Schenkung, aber es fällt eben keine Steuer an, weil nicht verdient wird, oder kein Leistungstausch stattfindet.

    Eine Beurteilung kann man verbindlich nur abgeben, wenn man den Sachverhalt kennt. Also wer macht was und sammelt dafür Geld ein und was bekommt der, der das Geld gibt.

    Wobei einer Nennung als Förderer einer Sache schon eine Gegenleistung sein kann, weil das eine gute Reklame wäre. z. B. macht VW einen großen Teil seiner Förderungen die die zahlen, nur um das Image zu heben.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Hephaistos ,

    In meinem Fall handelt es sich um ein Software Projekt, welches ich kostenfrei zur Verfügung stellen möchte sobald es fertig ist. Allerdings fallen kosten an, die ich gerne über Spenden abdecken würde. Muss ich in diesem Fall Steuern zahlen, wenn die Spender keine Belohnung erhalten beim Crowdfunding?

    Kommentar von wfwbinder ,

    Es tut mir Leid, aber hier muss ich Dich enttäuschen.

    Es ist der klassische Fall einer (umsatzsteuerlich) unternehmerischen Tätigkeit. Du wirst selbständig tätig zur Erzielung von Einnahmen. Vermutlich werden nur sehr wenige Leute Dir Geld senden, aber dann die Software nicht laden.

    Der weitaus größere Teil werden Leute sein, wie die, die Wikipedia, oder open Office nutzen und dann Spenden um es zu unterstützen.

    Wie das ertragsteuerlich aussieht, muss man nach den Zahlen überprüfen, aber wenn Du über 17.500,- einnahmen in einem Jahr kommst, musst Du ab dem Folgejahr Umsatzsteuer abführen.

  • DHHF: Bahncard 100 unterjährig gekauft - wie absetzen?
    Hilfreichste Antwort von wfwbinder ·

    Kalkuliere das Ganze nochmal, denn mit einem Fahrpreis von ca. 115,- wöchentlich hin- und zurück. könnte die Bahncard 50 günstiger sein, ausser Du nutzt die Bahncard 100 auch für Geschäftsreisen und für den Urlaub.

    In der Steuererklärung sind die Ausgben anzugeben, die auch anfallen.

    Wenn Du die Entfernungspauschale angeben willst, wird man bei der Kilometerleistung um einen Nachweis bitten.

    Aber Du hast ja auch noch die Kosten für das Zimmer anzugeben.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von maxfulder ,

    Vielen Dank schonmal für die Antwort!

    Bei nur den Kosten wäre die Bahncard 50 günstiger, allerdings habe ich mit der Bahncard 100 direkt auch das ÖPNV-Ticket für Berlin mit drin.

    "In der Steuererklärung sind die Ausgben anzugeben, die auch anfallen. Wenn Du die Entfernungspauschale angeben willst, wird man bei der Kilometerleistung um einen Nachweis bitten."

    > Ja, das weiss ich, aber was bedeutet konkret in meinem Fall? Gebe ich meine gesamten Ausgaben an? Ich nutze die Bahncard 100 ja auch im nächsten Jahr weiter...

    Kommentar von wfwbinder ,

    Das die Bahncard 100 von Nov. - Okt. gilt ist kein Problem.

    Würdest Du die Kilometer angeben mit den 30 mCt. würde man von Autonutzung ausgehend fragen, ob Du es mit Inspektionsrechnungen nachweisen kannst.

    Kommentar von maxfulder ,

    Okay, aber dann nochmal für Dumme - ich gebe die ganzen 5439,- als Kosten für Heimfahrten an? Oder geht das irgendwie anteilig?

    Kommentar von Brigi123 ,

    Ich habe hier auch leichte Probleme, die Antwort von wfw sicher zu verstehen.

    Ich schätze aber mal, dass der Aufwand komplett in dem Kalenderjahr angesetzt wird, in welchem er auch abgeflossen ist (Zu- und Abflußprinzip) und dass der Satz “ dass die bahncard bis 10/18 genutzt werden kann, ist kein Problem“ so gemeint war. Richtig, wfw?

    Kommentar von wfwbinder ,

    Genau richtig. Zufluss abfluss prinzip. Die Summe ist in 2017 anzusetzen, auch wenn die Karte überwiegend in 2018 genutzt wird. 

    Gleicht sich ja im Herbst 2018 wieder aus, wenn für die nächsten 12 Monate gekauft wird.

    Kommentar von wfwbinder ,

    Ach ja, die Vorschrift ist § 11 EStG

    Kommentar von maxfulder ,

    Krass, aber bewilligt das Finanzamt das in dem Falle einfach so? Das wirkt irgendwie so abwegig...

    P.S. Danke danke danke fuer all eure Hilfe schonmal ;)

    Kommentar von Brigi123 ,

    Wfwbinder hat hier schon Tausende von guten Antworten abgegeben. 

    Da er ein erfahrener Steuerberater und Unternehmensberater ist, werden seine Antworten auch von den anderen Steuerberatern, die hier kommentieren, prinzipiell unterstützt. Nur in Details kommt es mal (ganz selten) zu Ergänzungen.

    “Krass“  finde ich vor allem Deine hohen Unkosten und Mühen.

    Falls das FA Deinen Angaben nicht folgen sollte, kannst Du ja hier nochmals fragen, auf welcher Grundlage Du Einspruch einlegen sollst.

    Kommentar von wfwbinder ,

     Krass, aber bewilligt das Finanzamt das in dem Falle einfach so? Das wirkt irgendwie so abwegig...

    https://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/abzugsfaehigkeit-der-au...

    Die im Urteil genannte, noch mögliche monatliche Zahlung gibt es wohl nicht mehr.

  • Leistungsfähigkeitsprinzip ökonomisch wertlos warum?
    Hilfreichste Antwort von Gaenseliesel ·

    Versuchs mal hiermit:

    http://m.wirtschaftslexikon.gabler.de/leistungsfähigkeitsprinzip 

    vielleicht bringt diese Interpretation etwas Klarheit. 

    Viel Erfolg ! 

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Gaenseliesel ,

    Recht herzl. Dank !  Dann war der Hinweis (Link) also hilfreich !  :-))

  • Kann ein angenommenes Erbe auf Grund einer Täuschung nachträglich noch ausgeschlagen werden?
    Hilfreichste Antwort von hildefeuer ·

    Der Sachverhalt ist leider etwas unklar.

    Ist der Fragesteller denn bereits Erbe geworden und hat das Erbe angenommen? Wenn ja, dann ist es nicht so das man in jedem Fall mit seinem Privatvermögen haften muss.

    Man kann ein Nachlassinsolvenzverfahren durchführen, wenn das Erbe überschuldet ist. Dann haftet man nur mit dem Erbe. Ist das Erbe tatsächlich überschuldet, oder ist nur dieser Kredit verschwiegen worden?

    Wenn die Witwe Erbe geworden ist und den Kredit weiter bedient ist doch gar kein Handlungsbedarf.  


    Da ja 2 Erben vorhanden sind,  die gesamtschuldnerisch für den Kredit haften. Erst wenn er fällig gestellt wird, weil nicht mehr bedient wird, ist Handlungsbedarf. Das Nachlassinsolvenzverfahren kann dann immer noch durchgeführt werden, spätestens wenn die Witwe stirbt und der Kredit nicht abgezahlt ist, kann man entsprechend entscheiden.


  • Berechnung der Belastungsgrenze (Krankenversicherung)?
    Hilfreichste Antwort von RHWWW ·

    Hallo,

    für die ersten 3 Monate werden von den tatsächlichen Einnahmen 1 oder 2% genommen.

    Zu diesem Wert werden dann (für 9 Monate) 9 Zwölftel von dem errechneten Ganzjahreswert für 1 oder 2% bei ganzjährigen Sozialhilfeempfängern addiert.

    Gruß

    RHW

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von Brigi123 ,

    Ja, das wäre logisch. 

    Ich hatte im letzten Herbst den Fall, dass vom Sozialamt die Vorauszahlung geleistet wurde. Aber die Person war inzwischen nicht mehr sozialhilfebedürftig. Das interessierte die KV gar nicht.

    Kommentar von dobrawka911 ,

    Genauso habe ich mir auch gedacht.

    Aber: (1.108,59 + 394,25) x 3 = 4508,52  (davon 1% ist 45,09)

    Für 9 Monate als Sozialhilfeempfänger: 409 x 9 = 3681 (davon 1 % ist 36,81).

    45,09 + 36,81 =81,9 Euro

    Die Krankenkasse hat 95,32 Euro berechnet. Hat die Krankenkasse Fehler gemacht?

    Kommentar von RHWWW ,

    Hallo dobrawka,

    Danke für den Stern!

    Kann es sein, dass die Krankenkasse korrekterweise die Bruttoeinnahmen von Januar bis März genommen hat? Oder gab es in den ersten drei Monaten noch einen Minijob? Bruttoverdienst im Minijob? Sonstige Einnahmen?

    Gruß

    RHW

    Kommentar von RHWWW ,

    Hallo Brigi,

    das wird der Krankenkasse durchgerutscht sein. Nicht bei allen Krankenkassen wird das Erkennen solcher Konstellationen maschinell unterstützt. 

    Oder der Differenzbetrag war so niedrig, dass sich der Arbeitsaufwand für die Krankenkasse nicht gelohnt hätte.

    Gruß

    RHW

    Kommentar von dobrawka911 ,

    Kein Minijob- diese Person ist pflegebedürftig und lebt im Heim.

    Ich habe meine Berechnung an die Krankenkasse geschickt und warte auf eine Antwort.

    Vielen Dank für Eure Unterstützung!

     

    Kommentar von RHWWW ,

    Danke für den Stern!

  • Wo ist das deutsche Gold?
    Hilfreichste Antwort von wfwbinder ·

    Vom Goldbestand von 3378 Tonnen (Stand: 31. Dezember 2016) 

    lagerten 1236 Tonnen (36,6 %) bei der US-Notenbank Fed in New York, 

    432 Tonnen (12,8 %) bei der Bank of England in London und 

    91 Tonnen (2,7 %) bei der Banque de France in Paris. 

    1619 Tonnen, ungefähr die Hälfte (47,9 %) des Bestandes, verwahrte die Bundesbank in eigenen Tresoren im Inland.

    Seit 2013 wurden 300 Tonnen Gold aus New York und Paris nach Frankfurt gebracht,[6] da die Lagerung des Goldes im Ausland seit langem kritisiert wurde. Diese Aktionen des Transports nach Frankfurt, werden Jahr für Jahr fortgeführt.

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von wfwbinder ,

    Noch eine kleine Ergänzung zum Thema Transport nach Deutschland.

    Man sollte sich die Dimensionen vorstellen.

    1.700 Tonnen Gold sind 1.700.000 1-Kilo-Barren.

    Nehmen wir an, man würde pro Flug 30 Tonnen über den Atlantik bringen, wären das aus New York 41 Flüge. 

    Bei einem Preis von ca. 34.000,- Euro pro Kilo, wäre jeder dieser Flüge über 1 Mrd. Euro Wert. 

    Welche Versicherung würde das zu welchem Kurs versichern?

    Vermutlich müsste man diese Menge, wenn man sie schnell holen wollte, mit einem Flottenbesuch einiger Schiffe der Bundesmarine verbinden. Wobei zu berücksichtigen wäre, dass diese Schiffe nicht für Zuladung konstruiert sind.

    Kommentar von Broni ,

    wie dem auch sei - irgendwie ist ja das Gold ursprünglich auch mal in die USA gekommen. Und auch wenn ich persönlich nichts davon habe, wäre es mir recht, wenn deutsches Gold in deutschen Tresoren verstaubt.

    Kommentar von wfwbinder ,

    Das deutsche Gold ist nciht in die USA gekommen, sondern Deutschland hatte nach dem verlorenen Krieg kein Gold mehr. Das Beutegold, der deutschen Wehrmacht, musste zurück gegeben werden und das Reichsbankgold war im Krieg ja zu Geld gemacht worden, weil man dafür eingekauft hatte.

    Ausserdem gibt es ja auch genug Legenden um das Reichsbankgolt, vom Toplitzsee, über Transporte usw. wie auch (was vermutlich das naheliegenste ist, dass es für Kriegskosten durch die Siegermächte einkassiert worden ist.

    Die Käufe von Gold in den Wirtschaftswunderjahren wurden ja nicht immer sofort durch Transporte ausgeführt. Entsprechende Lagerkapazitäten hatte damals die Bundesbank auch nciht. Viele Staaten der Erde hatten udn haben ihre Goldvorräte in den Tresoren der Bank of England und den diversen Lagerorten (es gibt nicht nur Fort Knox und die FED), der USA.

    Auch in der Bundesbank liegt Gold von anderen Staaten.

  • Reichen 1300€ nach Abzug ALLER Kosten für 1 Single zum Leben & Sparen (für Urlaub/Sachwerte)?
    Hilfreichste Antwort von LittleArrow ·

    .Also was meint ihr?

    Meine Meinung ist, dass Du eine sehr unklare Fragestellung zustande gebracht hast, aber das ist nicht schlimm. Urlaub ist Konsum. Sparen kann man für bestimmte Sparziele oder unvorhergesehene Ereignisse, um nicht Konsumkredite aufnehmen zu müssen/wollen, z. B. neues Auto, neue Waschmaschine.

    Nachdem man eine Geldreserve von mind. 3 Nettomonatsgehältern hat, kann man weitere Sparziele anstreben, z. B. neues Auto.

    Sollte eine Immobilie auf der Wunschliste stehen, dann muss man sich vorher genau über den voraussichtlichen Finanzbedarf des Kaufes und der Unterhaltung informieren. Eigenkapital von mindestens 20 % sollten vorhanden sein.

  • Angestellte hat sich verletzt. Wer zahlt?
    Hilfreichste Antwort von RHWWW ·

    Hallo Rat,

    für die ersten 6 Wochen zahlt der Arbeitgeber das volle Entgelt weiter. Er bekommt aber auf Antrag einen Teil über die monatlich gezahlte Umlageversicherung U1 zurück. Die Internetseite der Minijobzentrale funktioniert aktuell leider nicht.

    Die zuständige Unfallkasse kann man hier ermitteln:

    http://www.dguv.de/de/bg-uk-lv/unfallkassen/index.jsp

    Nach den 6 Wochen besteht Anspruch auf Verletztengeld. Dies zahlt entweder die Unfallkasse selber aus oder diese beauftragt die Krankenkasse mit der Auszahluhng des Verletztengeldes. Das Verletztengeld ist niedriger als der bisherige Nettoverdienst, aber höher als Krankengeld.

    Die Arbeitnehmerin sollte die Unfallkasse kontaktieren und Verletztengeld beantragen. Wichtig ist, dass Arbeitgeber und Arzt bereits die Unfallkasse über den Arbeitsunfall informiert haben.

    Gruß

    RHW

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von RHWWW ,

    Danke für den Stern!

    Einzelheiten zum Verletztengeld:

    http://www.dguv.de/de/reha_leistung/geldleistungen/verletztengeld/index.jsp

  • Wie hoch kann eine Halbwaisenrente für den Sohn wohl ausfallen, wenn die Witwenrente der Mutter nur 55,-€ beträgt?
    Hilfreichste Antwort von RHWWW ·

    Hallo,

    die Halbwaisenrente beträgt 10% der Rente des Verstorbenen (bzw. die der Verstorbene bekommen hätte).

    http://www.finanztip.de/waisenrente/

    Wen die Witwe als Hinterbliebene ggf. auch eine Betriebsrente bekommt, kann es sein, dass der Halbwaise auch Anspruch auf eine Betriebsrente hat.

    Aus der Witwenrente kann man die Halbwaisenrente nur errechnen, wenn man weiß, ob es die große oder die kleine Witwenrente ist und ob die Witwenrente wegen eigenen Einkommens gekürzt wurde.

    Gruß

    RHW

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Primus ,

    Hallo RHW, verstehe ich hier etwas falsch?

    https://dejure.org/gesetze/SGB_VII/68.html

    Kommentar von Brigi123 ,

    Primus, in dem § geht es um Waisenrente und nicht um Halbwaisenrente. 

    Kommentar von Primus ,

    Brigi: Es geht schon um Halbwaisenrente, aber leider nur bei Unfalltod. RHW hat recht. RHW: Danke für den Hinweis.

    Kommentar von Brigi123 ,

    RHW ist unbezahlbar! Einfach gut halt.

    Kommentar von Primus ,

    So ist es :-))

    Kommentar von RHWWW ,

    Danke euch beiden für das Lob. Ich fühle mich geehrt! Krankenversicherung geht einfach - gelernt ist gelernt! :-) Rentenversicherung muss ich aber auch erst suchen.

    Kommentar von Brigi123 ,

    Es handelt sich um die große Witwenrente. Die Witwe hat kein eigenes Einkommen, sie lebt im Pflegeheim und wird vom Sozialamt finanziell versorgt.

    Kommentar von RHWWW ,

    Hallo Primus,

    die Angaben im SGB VII gelten nur bei Todesfällen aufgrund eines Arbeitsunfalles oder einer Berufskrankheit.

    Gruß

    RHW

    Kommentar von RHWWW ,

    Hallo Brigi,

    dann beträgt die Halbwaisenrewnte: X geteilt durch 55 mal 10 =

    Wenn die Brutto-Witwenrente 55 Euro beträgt, ergibt sich eine Brutto-Halbwaisenrente von 10 Euro.

    Für Halbwaisenrenten besteht seit 1.1.17 in den meisten Fällen Beitragsfreiheit in der Krankenversicherung (bis zum 25. Geburtstag). 

    Gruß

    RHW

    Kommentar von Brigi123 ,

    RHHW: Danke!

    Das ist dann ja so in etwa, wie ich das geschätzt hatte (juchuh, ohne Fachkenntnisse).

    Ich werde das dem jungen Mann so mitteilen.Über die drei Jahre wäre das für ihn wohl doch ein gerne gesehener “Geldsegen“

    Kommentar von RHWWW ,

    Danke für den Stern!

    Bei monatlichen Kleinbeträgen unter dem 3-fachen aktuellen Rentenwert kann die Rentenversicherung den Betrag in größeren Abständen auszahlen (erspart der Halbwaise ggf. Kontoführungsgebühren):

    Aktueller Rentenwert
    ab 1.7.2017 monatlich
    31,03 Euro West und 29,69 Euro Ost


    Quelle: § 118 SGB VI
    http://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/Raa/Gt.do?f=G_SGB6_118G1

    -> Absatz 2


  • Minderung meiner BU-Rente, weil die EX EU-Rente beantragt?
    Hilfreichste Antwort von RHWWW ·

    Hallo,

    am besten das Scheidungsurteil und alle Briefe der Rentenversicherung in diesem Zusammenhang (nochmal) genau durchlesen. Auch den Bescheid zur Rentenbewilligung (nochmal) genau durchgehen. Wenn es dort keine Einschränkungen/Vorbehalte für den jetzt eingetretenen Fall gibt, Expertenrat einholen, z.B. bei Gewerkschaft, Sozialverband oder "Fachanwalt für Familien- und Sozialrecht".

    Vielleicht hilfreich:

    https://dejure.org/gesetze/SGB_X/48.html

    https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_10/__45.html

    Gruß

    RHW

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von RHWWW ,

    Danke für den Stern!

    Ich bin neugierig: Hat es sich geklärt?

  • Steuererklärung Mann Beamter, Frau Kleingewerbe: eine oder zwei Erklärungen?
    Hilfreichste Antwort von Valeskix ·

    Ich möchte das mal etwas zusammenführen:

    Einkommensteuererklärung

    Die gewerblichen Einkünfte (Gewinn/Verlust) der Ehefrau werden in der Anlage G eingetragen.

    Es wird bis einschließlich 2016 nicht beanstandet, eine formlose Gewinnermittlung in Papierform vorzulegen, wenn die Betriebseinnahmen weniger als 17.500 € betrugen. Die Anlage EÜR ist erst ab 2017 verpflichtend.

    Welche Veranlagungsart günstiger ist, kann man vom Programm (z.B. ESLTER-Formular) durchrechnen lassen. In der Regel wird die Zusammenveranlagung günstiger sein.

    Umsatzsteuererklärung

    Diese ist auch dann zu übermitteln, wenn die sog. Kleinunternehmerreglung in Anspruch genommen wird.

    Gewerbesteuererklärung

    Im Regelfall nur erforderlich, wenn die Gewinne den GewSt-Freibetrag übersteigen (24.500 €) und/oder Verluste vorliegen.


    Durch die Unternehmereigenschaft der Ehefrau sind die Steuererklärungen elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Eine authentifizierte Übermittlung ist allerdings hierfür nicht erforderlich.

    Werden die Steuererklärungen elektronisch aber nicht authentifiziert übermittelt, so sind diese auszudrucken, zu unterschreiben und schließlich beim zuständigen Finanzamt abzugeben.

    Eine Abgabe der Erklärungen in Papierform ist nur noch in Härtefällen zulässig.

  • Negative Schufaeinträge durch ein Kredit erledigen? Endlich fester Arbeitsvertrag aber keine Kredit?
    Hilfreichste Antwort von Zappzappzapp ·

    Vergiss einen Kredit (erst recht aus dem Internet) !

    "Alles auf einem Haufen" zu haben ist zwar einfacher, aber abgesehen davon, dass Du keinen "seriösen" Kredit bekommen wirst, Du hast doch bereits einen (Zwangs-)Kredit bei Deinen Gläubigern. Einen günstigeren Kredit wirst Du nicht bekommen.

    Geh zu einer seriösen, gemeinnützigen Schuldnerberatung (siehe letzter Kommentar von @Gaenseliesel). Alle anderen wollen meist nur noch weiteres Geld an Dir verdienen.

    Nutze die Zeit bis dahin, verschaffe Dir einen Überblick und ordne Deine Unterlagen, dann kann Dir besser und schneller geholfen werden.

    Wenn Du €600 im Monat abtragen kannst, hast Du nach ca. zwei Jahren Deine kompletten Schulden abbezahlt, und zwar bei Deinen Gläubigern!

    Wenn der Schuldenberater die Verhandlungen für Dich übernimmt und Deinen Gläubigern eine Ratenzahlung über zwei Jahre anbietet (und Du das auch korrekt durchhältst), bist Du mit Sicherheit schneller damit durch als mit einem neuen Kredit und hohen zusätzlichen Kosten.

    Evtl. Verzugszinsen sind für die Gläubiger oft Nebensache, wenn sie dafür ihre Forderungen komplett beglichen bekommen.

    Wenn Du viele verschiedene Gläubiger hast, ist eine geordnete Rückzahlung vielleicht organisatorisch nicht ganz einfach, auch die Gespräche mit den vielleicht schon ziemlich frustrierten Gläubigern, aber dafür ist ja die Schuldnerberatung da. Die haben genug Erfahrung.

    Nicht viele in so einer Situation haben die Perspektive, in zwei Jahren ihre Schulden aus eigener Kraft komplett zurückzahlen zu können.

    Viel Erfolg!

  • Wie kann ich Modernisierungskosten und Modernisierungsdarlehen für vermietete Haushälfte steuerlich absetzen?
    Hilfreichste Antwort von LittleArrow ·

    Wie? Schriftlich.

    Wann? Wenn die Werbungskosten einkommensteuerlich anerkennungsfähig sind, also die Bedingungen nach § 21 Abs. 2 EStG erfüllen.

    Wo? Anlage V zur Einkommensteuererklärung.

    Unterschiedlich günstige Varianten? Das hängt von Deinem persönlichen Grenzsteuersatz ab. Du findest ihn (ungefähr), wenn Du Dein zu versteuerndes Einkommen aus Deinem letzten Steuerbescheid im beigefügten Link eingibst:

    https://www.abgabenrechner.de/ekst/?

    Beispiel: Für 2015, alleinstehend, zu versteuerndes Einkommen € 60.000, dann Grenzsteuersatz 42 % plus Soli. Gesamte Steuerbelastung: € 17.870.

    1. Ansatz: Modernisierung über € 60.000 für 2 Jahre, also je € 30.000

    Gesamte Steuerbelastung in 2015: € 5.840 (Steuerersparnis: € 12.030 = 40 %)

    Gesamte Steuerbelastung in 2016: € 5.770 (Steuerersparnis: € 11.960 = 40 %)

    Gesamte Einsparung für 2 Jahre: € 23.990.

    2. Ansatz: Modernisierung für 5 Jahre, also je € 12.000

    Gesamte Belastung in 2015: € 12.610 (Steuerersparnis: € 5.260 = 44 %)

    Gesamte Belastung in 2016: € 12.490 (Steuerersparnis: € 5.240)

    Gesamte Belastung in 2017: € 12.410 (Steuerersparnis: € 5.230)

    Gesamte Belastung in 2018: € 12.410 (Steuerersparnis: € 5.230)


    Gesamte Belastung in 2019: € 12.410 (Steuerersparnis: € 5.230 = 44 %)

    Gesamte Einsparung für 5 Jahre: € 26.190

    Bei den getroffenen Annahmen ist also ohne Zinseffekte die Summe der Steuereinsparungen bei Verteilung auf 5 Jahre höher, weil stets mit einem höheren Steuersatz (einschl. Soli) gespart wird. 

  • Wieviel muss ich zum Pflegeheimaufenthalt meiner Ehefrau beitragen?
    Hilfreichste Antwort von RHWWW ·

    Hallo,

    falls noch nicht erfolgt, Rentenantrag stellen, um die Einnahmen zu erhöhen (pro Kind werden 3 Beitragsjahre angerechnet).

    Ggf. beim Wohnungsamt nach den Voraussetzungen für Wohngeld erkundigen:

    http://www.wohngeld.org/lastenzuschuss.html

    Ggf. kommen Freibeträge bei der Lohnsteuer in Betracht:

    Ein Schwerbehindertenausweis hat auch finanzielle Vorteile (z.B. bei der Steuer).

    Zur Überbrückung kann auch eine Kurzzeitpflege sinnvoll sein.

    Gruß

    RHW

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von RHWWW ,
    Kommentar von RHWWW ,

    Danke für den Stern und das Kompliment!

    Beim Rentenantrag Personalausweis und Angaben zu Krankenversicherungszeiten während des eigenen Berufsleben und des der Ehefrau nicht vergessen.

    Wenn die Rentenversicherung morgen noch einen formlosen Rentenantrag bekommt, kann u.U. noch für Juli Erwerbsminderungsrente gezahlt werden. Entscheidend ist das Eingangsdatum des Rentenantrages und der Eintritt der Erwerbsminderung:

    http://www.sozialrechtler.de/?seite=331

  • Gilt ein Sonderkündigungsrecht der Wohnung bei Pflegebedürftigkeit?
    Hilfreichste Antwort von Privatier59 ·

    Ich habe zwar jetzt nicht die Gelegenheit juristische Fachliteratur zu wälzen, kann aber aus meiner Erinnerung und Erfahrung sagen, daß mir ein Sonderkündigungsrecht aus diesem Grunde noch nicht untergekommen ist.

    In unserem eigenen Bestand hatten wir vor etlichen Jahren einen noch extremeren Fall als den hier zitierten. Da mußte eine Mieterin in ein Pflegeheim eingeliefert werden da die Betreuung in der Wohnung nicht möglich war. In dem nachfolgenden Rechtsstreit um ausstehende Mieten hatte das Amtsgericht Köln ein Sonderkündigungsrecht abgelehnt.

    Allerdings: Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand. Wenn man wüßte in welchen Amtsgerichtsbezirk die Sache fällt könnte man gezielt nachsuchen, ob dort nicht eine abweichende Ansicht vertreten wird.

    Wirtschaftlich ist das Verhalten des Vermieters allerdings nicht zu verstehen. Wieso läßt der sich diese Chance zur schnellen Mieterhöhung entgehen?

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von wfwbinder ,

    Danke, guter Hinweis, die Wohnung ist in einem beliebten, gutbürgerlichen Bereich von Berlin (Steglitz). Ich denke mal 2,- Euro/qm zusätzlich sind da drin.

    Kommentar von Snooopy155 ,

    Weitere Möglichkeiten wären geeignete Nachmieter dem Vermieter zu nennen  oder seine Zustimmung zur Untervermietung einzuholen - diese zu verweigern wäre ihm in dieser Situation nicht möglich.

    Kommentar von Privatier59 ,

    Beides aber hat einen Haken:

    Nachmieter braucht ein Vermieter im Normalfall nicht zu akzeptieren.

    Und die Weitergabe einer ganzen Wohnung ist rechtlich keine Untervermietung, sondern Weitervermietung und der braucht der Vermieter nicht zuzustimmen.

    Kommentar von Privatier59 ,

    Danke für den Stern lieber Walter!

  • Ich kann mit 63 J. und 6 M. abschlagsfrei in Rente gehen. Kann ich Rente beantragen und trotzdem bis 65 weiterarbeiten, ohne den Arbeitgeber zu fragen?
    Hilfreichste Antwort von hubkon ·

    Hallo ManfredJ,

    Sie schreiben:

    Ich kann mit 63 J. und 6 M. abschlagsfrei in Rente gehen. Kann ich Rente beantragen und trotzdem bis 65 weiterarbeiten, ohne den Arbeitgeber zu fragen?

    Ich würde gerne die Altersrente für langjährig Versicherte beantragen und trotzdem bis zur Regelaltersgrenze 65 J. und 10 M. weiterarbeiten, da erst dann meine private Zusatzrentenversicherung ausgezahlt wird. Mein Arbeitgeber sähe es aber lieber, wenn ich mit 63 in Rente gehen würde, um den Arbeitsplatz einsparen zu können. Kann der Arbeitgeber mir kündigen, wenn er erfährt, dass ich die Rente mit 63 beantragt habe?

    Antwort:

    Wenn Sie Rente beziehen wollen und gleichzeitig bei Ihrem Arbeitgeber weiterarbeiten wollen, so kommen Sie zwangsläufig an der Einbeziehung Ihres Arbeitgebers und der -DRV nicht vorbei!

    Da dürfte Ihnen die zulässige Hinzuverdienstgrenze einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen, seit 1.Juli 2017 gilt die sogenannte Flexirente!

    http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232606/publica...

    Auszug:

    Vorgezogene Altersrente und Hinzuverdienst

    Erhalten Sie schon vor Erreichen der Regelaltersgrenze eine Altersrente, gelten beim Hinzuverdienst besondere Regelungen. 

    Erst mit Erreichen der Regelaltersgrenze können Sie grundsätzlich
    unbegrenzt hinzuverdienen.
    Bekommen Sie eine vorgezogene Altersrente, also zum Beispiel
    > eine Altersrente für langjährig Versicherte,
    > eine Altersrente für besonders langjährig
    Versicherte oder
    > eine Altersrente für schwerbehinderte
    Menschen, Berufs- oder Erwerbsunfähige,
    dann müssen Sie bis zum Erreichen Ihrer Regelaltersgrenze bestimmte Hinzuverdienstgrenzen einhalten.

    Die Regelaltersgrenze wird für nach dem 31. Dezember 1946 geborene Versicherte schrittweise vom 65. auf das 67. Lebensjahr angehoben. 

    Wer zum Beispiel 1952 geboren ist und im Jahr 2017 seinen 65. Geburtstag
    feiert, erreicht die Regelaltersgrenze mit 65 Jahren und sechs Monaten. 

    Alle, die 1964 oder später geboren sind, erreichen diese erst mit 67 Jahren.

    Abhängig vom Hinzuverdienst wird die
    Altersrente in voller Höhe – als sogenannte
    Vollrente – oder vermindert – als sogenannte
    Teilrente – gezahlt. Unter Umständen kann
    die Rente sogar ganz entfallen. Je mehr Sie
    hinzuverdienen, desto niedriger ist der
    Anteil der Rente.
    Bitte melden Sie jede Erwerbstätigkeit Ihrem
    Rentenversicherungsträger. Dort erfahren
    Sie auch, ob Ihr Verdienst die Grenze einhält
    oder überschreitet. Außerdem sagt er Ihnen,
    welche Einkommensarten als Hinzuverdienst
    berücksichtigt werden.

    Unser Tipp:
    Als Hinzuverdienst gelten der monatliche Bruttoverdienst,
    der monatliche steuerrechtliche
    Gewinn (Einkünfte aus Gewerbebetrieb, aus selbständiger
    Arbeit und aus Land- und Forstwirtschaft)
    sowie vergleichbares Einkommen (zum
    Beispiel Abgeordnetenbezüge).

    Vollrente oder Teilrente
    Bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze
    dürfen Sie bis zu 6300 Euro im Kalenderjahr,
    also jeweils vom 1. Januar bis zum
    31. Dezember eines Jahres, anrechnungsfrei
    zu Ihrer vorgezogenen Altersrente hinzuverdienen.
    Diese Regelung gilt einheitlich für
    die alten und neuen Bundesländer. Eine
    monatliche Gegenüberstellung gibt es nicht
    mehr. In welchem Zeitraum des Jahres Sie
    Ihren Hinzuverdienst erzielen, spielt also
    keine Rolle mehr. Sie sind damit flexibler
    und können zum Beispiel auch nur Teilzeiträume
    im Jahr arbeiten

    Der über den Betrag von 6300 Euro hinausgehende
    Verdienst wird durch 12 geteilt.
    Davon werden 40 Prozent auf die Rente
    angerechnet. Die Rente wird dann nur noch
    als Teilrente ausgezahlt.

    Der Hinzuverdienstdeckel

    Der Begriff Hinzuverdienstdeckel bezeichnet
    Ihre individuelle Höchstgrenze für den Hinzuverdienst.
    Dafür rechnet man die gekürzte
    Rente und den Hinzuverdienst zusammen.
    Liegt dieser Betrag über Ihrem bisherigen
    Einkommen (höchstes Einkommen der
    letzten 15 Jahre), wird der darüber liegende
    Betrag zu 100 Prozent auf die verbliebene
    Rente angerechnet

    So wird geprüft – die Spitzabrechnung

    Zunächst teilen Sie Ihrem Rentenversicherungsträger
    mit, dass Sie in Kürze eine
    Beschäftigung aufnehmen und wie viel Sie
    voraussichtlich verdienen werden. Dieser
    berechnet dann anhand Ihres voraussichtlichen
    Hinzuverdienstes die Rentenhöhe für
    das laufende Kalenderjahr und – in der
    Regel – für die Zeit bis zum 30. Juni des
    Folgejahres. Es wird also eine Prognose
    gestellt.
    Im Folgejahr – meist zum 1. Juli – wird
    verglichen, ob Ihr tatsächlich erzielter Hinzuverdienst
    mit dem voraussichtlichen
    Hinzuverdienst übereinstimmt. Dieses Verfahren
    nennt sich Spitzabrechnung. Stimmen
    die Beträge nicht überein, wird die
    Rente rückwirkend neu berechnet. Ergibt
    sich nun eine Überzahlung, müssen Sie
    diese zurückzahlen. War die Rente bisher zu
    niedrig festgesetzt, bekommen Sie die Nachzahlung
    ausgezahlt. Zu diesem Zeitpunkt
    wird für die kommenden zwölf Monate eine
    neue Prognose gestellt.

    Unser Tipp:

    Wenn Sie vorhaben, neben Ihrer Rente eine Beschäftigung
    aufzunehmen, wenden Sie sich an eine unserer Auskunfts- und Beratungsstellen.

    ========

    Fazit:

    Lassen Sie sich gründlichst beraten, damit Sie sich da kein Eigentor schießen!

    Das Ganze ist ein Rechenexempel zwischen Ihnen und Ihrer zuständigen DRV-Rentenanstalt!

    Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

    Konrad

    Alle 3 Antworten
    Kommentar von ManfredJ ,

    Herzlichen Dank für die umfassende Information.

    Ich möchte auf alle Fälle bis zur Regelaltersgrenze (65+10) bei meinem bisherigen Arbeitgeber weiterarbeiten. Es stellte sich für mich nur die Frage, die Rente mit 63+6 trotzdem zu beantragen oder nicht. Aber auch wenn die Rente durch den hohen Zuverdienst stark gekürzt wird ist es in der Summe doch immer noch mehr, als wenn ich keine Rente beantragen würde. Gleichzeitig würde doch der Rentenanspruch nach meiner beruflichen Tätigkeit durch die Weiterzahlung noch minimal anwachsen. Sehe ich das richtig?

    Kommentar von hubkon ,

    Aber auch wenn die Rente durch den hohen Zuverdienst stark gekürzt wird ist es in der Summe doch immer noch mehr, als wenn ich keine Rente beantragen würde. Gleichzeitig würde doch der Rentenanspruch nach meiner beruflichen Tätigkeit durch die Weiterzahlung noch minimal anwachsen. Sehe ich das richtig?

    Antwort:

    Wie bereits angemerkt, ist dies ein individuelles Rechenexempel, welches Sie mit Ihrem zuständigen Sachbearbeiter in einer nächstgelegenen DRV-Beratungsstelle durchexerzieren sollten!

    Fazit:

    An einer individuellen Beratung führt da in der Praxis kein Weg vorbei, niemand hier hat Einblick in Ihre Daten!

    Lassen Sie uns dann bitte Wissen, was da unter dem Strich genau rausgekommen ist, wir können alle nur noch dazulernen!

    Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

    Konrad

  • Alle 2 Antworten
    Kommentar von nonameeee ,

    verstehe ich das also richtig? auf meine Frage bezogen würde das heißen: Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien mal den Börsenkurs der Aktie

    Kommentar von LittleArrow ,

    So sehe ich es auch. Es gibt daneben noch einige Feinheiten, z. B. Zeitpunkt der Existenz von Bezugsrechten, Wandlung bei Wandelanleihen in Aktien. 

  • Rechte für Betreuer?
    Hilfreichste Antwort von Gaenseliesel ·

    Hallo,

    gibt es z.B. Verfügungen wie " ein lebenslanges Wohnrecht " 

    lies u.a. dazu auch hier:

    https://www.finanzfrage.net/frage/lebenslanges-wohnrecht-und-trotzdem-abschiebun...

    sollten die Heimkosten bis zum Ableben des Opas ohne weiteres gedeckt werden können, steht m.M. euren Bauplänen nichts im Wege. Ansonsten siehe Link. 

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von Gaenseliesel ,

    Danke binci ! :-)

  • In die PKV wechseln mit Konstruktion Mini-Job + Nebengewerbe?
    Hilfreichste Antwort von barmer ·

    Hallo, ja , möglich wäre das, sobald die Familienversicherung endet. Ob es ein Nebengewerbe gibt oder einen Minijob, ist dabei unwichtig, beides ist für die Versicherungspflicht in der GKV ohne Bedeutung. Andererseits wird die PKV eine Bonitätsprüfung machen, d.h. gesicherte Einkünfte muss der Versicherungsnehmer (das kann auch z.B. der Ehemann sein) schon vorweisen.

    Ob das für Dich wirklich besser ist, ist eine andere Frage. Wer wegen des Preises in die PKV wechselt, denkt zu kurz.

    Viel Glück

    Barmer

  • Darf der Geschäftsführer einer ltd. sein Gehalt reduzieren und im Gegenzug seine Tochter als Sekretärin einstellen?
    Hilfreichste Antwort von wfwbinder ·

    Gesellschaftsrechtlich, oder steuerrechtlich?

    Wo ist der Sitz? 

    Wo ist die Geschäftsleitung (§ 1, Abs. 1 KStG i.V.m. § 10 AO)?

    Ist der Geschäftsführer von § 181 BGB befreit?

    Dann kann man daran gehen, das zu klären.

    Nehmen wir mal an, er ist von § 181 BGB befreit (bzw. der entsprechenden Regelung im Land des Sitzes/Gründungssitzes), dann dürfte er das machen, ohne die Gesellschafterversammlung zu befragen, soweit sein Anstellungsvertrag nichts anderes sagt.

    Dann stellt sich die Frage, ob sein Anstellungsvertrag nach der Änderung noch den steuerlichen Anforderungen nach dem deutschen Steuerrecht entspricht. Falls der Vertrag dann nicht mehr ist, wie unter fremden Dritten, könnte das Mindergehalt was er bezieht eine verdeckte Kapitalzuführung sein. Falls seine Tochter nicht eine Arbeit leistet, die dem Gehalt entspricht, könnte das eine verdeckte Gewinnausschüttung sein.

  • Gutachter im Erbrecht, wie sind die Bedingungen?
    Hilfreichste Antwort von Bankrevisor ·

    Ein Gutachter wird hier überhaupt nichts mehr bringen, den die rückwirkende Feststellung des Zustands eines entkernten und grundliegend sanierten Hauses ist seriös nicht leistbar.

    Der BGH hat aber in der Vergangenheit immer wieder betont, dass der Normalverkaufspreis immer ein starkes Gewicht für den tatsächlichen Verkehrswert ist. Sollte das Haus also nicht gerade an einen Verwandten zum Freundschaftspreis verkauft worden sein, wird der Pflichtteilsberechtigte den Nachweis erbringen müssen, dass der Preis zu niedrig war. Gerade auch die Einschaltung eines Maklers spricht sehr dafür, dass der Verkaufspreis einfach das war, was der Markt hergab und damit ein angemessener Preis ist.

    Bezüglich des Gutachters würde ich gar nichts unternehmen, das ist die Sache des Pflichtteilsberechtigten. Selbst wenn der Gutachter aber einen höheren Wert feststellen würde, würde das noch nicht zwingend zu einer höheren Forderung führen. Denn dafür ist wie geschrieben der Nachweis erforderlich, dass das Haus zu einem nicht marktgerechten Preis verkauft wurde.