Quellensteueranrechnung bei Rentenversicherungen?

Hallo,

seit einiger Zeit denke ich über die steuerliche Situation von Altersvorsorgeprodukten nach. Bei Investmentfonds, die in einem Bankdepot gehalten werden, werden ja Quellensteuern, die im Ausland gezahlt wurden, auf die deutsche Abgeltungsteuer angerechnet (je nach DBA). Wie ist es bei Rentenversicherungen (z.B. ungeföderte Rente, Riester-Rentenversicherung, Riester-Fondssparplan...)?

Ich weiß, dieser Steuer-Aspekt sollte bei der Altersvorsorge nur eine untergeordnete Rolle spielen. Dennoch finde ich ihn interessant. Daher mal zwei Beispiele:

  1. Riester-Rentenversicherung bei der Debeka: Ich vermute, dass die Debeka auch Wertpapiere aus dem Ausland im Portfolio hält. Wenn im Ausland die Zinsen gezahlt werden, dann fallen an der Quelle eben Steuern an. Nutzt der Versicherer einen Weg, um diese ausländischen Steuern zu umgehen? (z.B. Einen Tag vor der Zinszahlung verkaufen, um dann später zurückzukaufen. Oder: Sind diese Steuern vielleicht für den Versicherer anrechenbar, sodass sich die Anrechnung positiv auf die Gebühren auswirkt? Oder zahlen Versicherer im Ausland keine Quellensteuer?)

  2. Riester-Fondssparplan: Die hierin enthaltenen Investmentfonds weisen im Bundesanzeiger eine anrechenbare Quellensteuer aus, die man beim Bankdepot anrechnen könnte. Bei Riester stelle ich mir das durch die nachgelagerte Besteuerung schwierig vor. Werden die Quellensteuern in irgendeiner Form berücksichtigt?

Ganz unerheblich scheint mir diese Betrachtung allerdings nicht zu sein. Bei 4% Brutto-Zins und einer anrechenbaren (nicht rückforderbaren) Quellensteuer von 15% bleiben jährlich 0,45% im Ausland, d.h. aus 4 % werden 3,55% Zinsen, die dann in Deutschland (nach etlichen Jahren) versteuert werden müssen. Diesem Nachteil steht natürlich ein Steuerstundungseffekt gegenüber (durch die nachgelagerte Besteuerung), bei der Privaten Rente der Ertragsanteil...

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Neue Police oder Zusatzbeiträge bei der InterRisk / SFRV und/oder myIndex

Guten Tag.

Vor zweieinhalb Jahren habe ich eine an sich recht gute Entscheidung getroffen, wie ich glaube. Durch verschiedene Informationen aus dem Netz und nach einer Empfehlung durch Finanztest habe ich am Telefon bei der InterRisk einen Fondssparplan im Versicherungsmantel mit größtmöglicher Freiheit bei gleichzeitig geringen Kosten abgeschlossen. Das gute Stück heißt SFRV – und glänzt mMn vor allem durch geringe Gebühren bei unregelmäßigen Beiträgen. Von 1000 Euro, die ich in die Privatreine stecke, gehen nur 0,5 Prozent für Kosten drauf. Davon könnte sich die Allianz durchaus mal eine Scheibe abschneiden. Wenn ich sehe, was da an Abschluss- und Vertriebskosten bei dürftiger Flexibiität und Fonds-Auswahl geboten wird... Na ja!

Jedenfalls habe ich neulich mit einem Freund gesprochen, der mir die myIndex ETF-Police der InterRisk angeboten hat. Ich würde den Vertrag zum Freundschaftspreis bekommen. Er lobt Kickback-Zahlungen (dürften bei ETF ja durchaus schmal ausfallen grins) und sonstigen geringen Kosten. Ich hatte nun überlegt die SFRV-Fonds (eben die mit Kickbacks) in einem neu abzuschließenden myIndex-Vertrag zu besparen und die ETFs in der alten SFRV.

Was haltet ihr von dem Plan? Besser nur einen Vertrag, den SFRV, und lieber mehr da rein stecken oder einen weiteren Vertrag abschließen? Hintergrund ist halt lediglich die Optimierung meiner Versicherungen. :-)

Lieben Dank für jede Antwort.

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Sind Sparpläne bei Wohnungsbaugenossenschaften sinnvoll?

Auf der Suche nach Ergänzungsmöglichkeiten zu meiner privaten Rentenvorsorge bin ich auf teils attraktive Sparplan-Angebote diverse Wohnungsbaugenossenschaften gestoßen. Unter anderem auf die Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG, die ein Produkt namens Zielsparen offensiv bewirbt. Ab dem 15. Sparjahr erhält man satte 50% Bonus auf die jährliche Sparleistung. Bei 100 Euro auf 25 Jahren kommen derzeit (variabler Basiszins) 51.573,14 Euro heraus – macht eine Rendite von etwa 4 Prozent!

Das bietet mir doch, wenn ich richtig informiert bin, kaum eine Privat-Rente, oder? Deren Garantiezins (auf den Sparanteil!) liegt bei 1,75 Prozent. Natürlich hat ein solcher Vertrag – weil man statt Kapital ja auch Rente nehmen und steinalt werden kann – durchaus eine Daseinsberechtigung. Aber: Lohnt es sich nicht, seine Altersvorsorge möglichst vielschichtig aufzubauen? Ich denke mir 100 Euro in so einen Genossenschafts-Sparplan, 100 Euro in eine Privat-Rente, 100 Euro in Riester und/oder Rürup und ein Rest in Fonds-Sparpläne...!?!

Die Eigenheiten der diversen anderen Produkte haben es teils ja durchaus in sich und ich bilde mir ein, sie in Ansätzen verstanden und durchblickt zu haben. Vor allem wenn man die Kriterien Flexibilität, Sicherheit, Rendite usw. gegeinenander abwägt...

Mir stellt sich angesichts dieses für mich völlig neuartigen Genossen-Sparplans aber die Frage: Ist das sicher? Die CSG macht dazu auf ihrer Webseite widersprüchliche Angaben. Mal heißt es, man sei in einem Sicherungsfonds, der noch nie habe einspringen müssen... Dann aber heißt es auch, dass man auf das Einspringen keinen Rechtsanspruch hat. Ja, was denn nun!? :-)

Auch westdeutsche Anbieter wie die Spar- und Bauvereine in Solingen und Hannover bieten vergleichbare Produkte – wohl mit ähnlichen Sicherheits-Bedingungen. Mich interessiert vor allem Euer persönlicher Eindruck... Würdet ihr so einen Vertrag abschließen? Er ist ja recht flexibel – im Gegensatz zu Versicherungen und hat dazu doch auch eine Top-Rendite ohne Volatilität... Oder!?

Kennt sonst jemand von Euch ähnlich gute "Banksparpläne"?

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30-Jähriger möchte seine Altersvorsorge auf neue Beine stellen

Ich habe als nun Selbständiger drei Jahre lang eine völlig unbrauchbare, tarifvertraglich vorgeschriebene obligatorische Versicherungs-Kombi-Police (255 Euro im Monat für Privatrente, BU und Todesfall-Absicherung) fortgeführt. Der Todesfallschutz ist absolut unnötig und frisst die Rendite der Rentenversicherung völlig auf: Was nützt mir eine durchschnittlich höhere Überschussbeteiligung, wenn 600-700 Euro im Jahr für eine Versicherung drauf gehen, die ich nicht brauche?! Raus kündigen lies sich der Todesfallschutz nicht. Der Vertrag ist derzeit beitragsfrei.

Nun habe ich eine BU für 50 Euro im Monat (mit Dynamik) abgeschlossen. Das langt. 200 Euro sind also nun neun anzulegen. 2 x 300 Euro gehen derzeit noch in Wertpapiersparpläne (Fonds, breit gestreut und ETFs, breit gestreut) bei zwei verschiedenen Direktbanken.

Die Fondssparpläne will ich 2012 vielleicht etwas reduzieren und stattdessen in etwa so Verträge abschließen:

1200 Euro p.a. Privatrente, konservative Anlage, Laufzeit bis 67. 100 Euro p.m. Privatrente, Fondspolice, Laufzeit bis 65. 100 Euro p.m. Privatrente, Fondspolice, Laufzeit bis 62. 100 Euro p.m. Privatrente, Fondspolice, Laufzeit bis 60.

Von Rürup (weil ich nicht dran kann, wenn ich mit 50 Krebs kriege oder so) und Riester (keine Lust auf eine Wette auf ein langes Leben, trotz 30-%-Kapitaloption (Ja, ich könnte riestern! (KSK))) halte ich irgendwie nicht so viel - trotz steuerlichen Vorteils.

Meine Fragen sind nun: - Haltet Ihr die Neu-Aufstellung so für sinnvoll? - Welche Angebote, welcher Anbieter sind empfehlenswert? - Und: Soll ich den ursprünglichen Vertrag (12.000 Euro Rückkaufswert) neu investieren, wenn ja, wie?! Oder beitragsfrei weiter laufen lassen? - Welche Alternativen würdet Ihr empfehlen?

Ganz lieben Dank für die Antworten!

Jenseblümchen

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