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So funktioniert die Hebelwirkung bei Optionsscheinen

Tipp von slope31 slope31

Vereinfachtes Beispiel: Sie haben das Recht, mit einem Optionsschein eine Aktie der Mustergesellschaft AG zum Preis von 100 Euro zu kaufen. Angenommen, der Kurs der Mustergesellschaft AG steigt nun auf 120 Euro, dann könnten Sie die Aktie trotzdem zu 100 Euro kaufen, und gleichzeitig wieder für 120 an der Börse verkaufen: Ihr Gewinn 20 Euro.

Gleichzeitig hat Ihr Optionsschein einen inneren Wert von 20 Euro. Während der Laufzeit ist der Kurs jedoch meistens noch höher. Schließlich besteht ja noch die Chance, dass die Aktie weiter steigt. Würde die Aktie nun auf 140 Euro klettern, dann beträge Ihr Gewinn bei Ausübung und gleichzeitigem Verkauf 40 Euro.

Haben Sie die Hebelwirkung erkannt? Der Wert des Optionsscheins steigt um etwa den gleichen Betrag wie auch der Aktienkurs. Dies bedeutet: Steigt eine Aktie von 100 Euro auf 110 Euro, so gewinnt sie 10%. Würde ein zugehöriger Optionsschein zunächst 10 Euro kosten, würde er z.B. auf 20 Euro steigen. Dies würde einen Gewinn von 100% Prozent bedeuten.

Diese Hebelwirkung bewirkt, dass die Volatität (= Häufigkeit und Intensität von Kursschwankungen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes) von Optionsscheinen sehr hoch ist. Schnell sind mal 100% gewonnen. Schnell aber auch 100% verloren. Auch wenn Sie zehn Mal hintereinander 100% Gewinn machen, ein Mal 100% Verlust - und Sie sind pleite! Die Anlage von Geld in Optionsscheinen ist deshalb nur absoluten Profis anzuraten.

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