heaven11

Profil von heaven11

Hilfreichste Antworten von heaven11

  • 0
    Kann man Goldmünzen gefahrlos ins Ausland schicken?
    Hilfreichste Antwort von heaven11 heaven11

    Da Rumänien EU Mitglied ist, dürfte es zollrechtlich keine Bedenken geben. In Länder mit hoher Korruption würde ich allerdings nicht der dortigen Post vertrauen. Wenn DHL selbst dort ausliefert wäre das kein Problem. Ansonsten wäre es ratsam, zu prüfen ob UPI oder Fedex dort vertreten sind. Natürlich muss man den Versand VOR Verkauf über ebay abklären, sonst gibt es von dortiger Seite evtl. Probleme. Dass man Wertsachen zum Versand versichert, versteht sich eigentlich von selbst.

  • 1
    Denkt ihr, dass das vermeintliche Platzen der Goldblase ein guter Zeitpunkt ist Gold zu kaufen?
    Hilfreichste Antwort von heaven11 heaven11

    Es gibt keine Goldblase - noch nicht. Auch der gegenwärtige Preisrückgang beim Gold ist nicht als Platzen der Goldblase zu interpretieren. Gold befindet sich weiterhin in dem seit 2005 andauernden steilen Aufwärtstrend. Auch seither hat es deutliche Rückschläge gegeben, z. B. 2008. Doch der Aufwärtstrend hält weiter an. Erst wenn der Goldpreis je Unze unter ca. 1350 US$ sinken sollte, könnte der steile Preisanstieg eine Umkehr erfahren.

    Dennoch würde auch dann noch für Gold der Haussemarkt weiter fortbestehen.

    Wie sollte es auch zu einem Preisverfall kommen? Gold wird in US$ gehandelt. Und der US$ ist weicher, als andere westliche Währungen. Hinzu kommt die aggressive Inflationspolitik der amerikanischen Notenbank. Wenn der Dollar inflationiert wird, steigt automatisch der Goldpreis in Dollar.

    Und außerdem: Wenn Goldhändler Gold verkaufen, um nicht nur ihre Bilanzen zum Jahresabschluß aufzupeppen, dann erhalten sie für das Gold wieder Geld. Und was machen sie damit? Wer will schon Papiergeld? Das Zeugs muß wieder angegelgt werden. Und welche Anlageform bietet die größtmögliche Sicherheit? Da steht Gold ganz weit oben.

    Gold dient allerdings eher zur Werterhaltung und zur Absicherung des Vermögens. Für spekulative Zwecke sollte man es nicht einsetzen. Dafür eignen sich die Aktien von Goldproduzenten viel besser. Wenn der größte Goldproduzent, Barrick Gold, mitteilt, daß sie eine Unze verkaufsfertig für ca. 580 US$ produzieren können, kann man ahnen, wieviel Gewinn die derzeit machen. Und man kann kann auch abschätzen wie weit der Goldpreis noch fallen kann, bis man damit keinen Gewinn mehr erwirtschaftet.

  • 0
    Was ist die Auswirkung sinkender Zinsen auf meine Lebensversicherung?
    Hilfreichste Antwort von heaven11 heaven11

    Was von den eingezahlten Beiträgen noch nicht in die Taschen der Versicherungsmanager gewandert ist (ich bin hier mal etwas polemisch), wird zu 70 bis 80% in Staatsanleihen angelegt.

    Jetzt gibt es drei Möglichkeiten:

    1.) Es handelt sich um Staatsanleihen aus den "PIIGS" Staaten. Dann hoffen wir einfach mal, dass unsere deutschen Steuerzahler gezwungen werden, für die Schulden aus diesen Staaten gerade zu stehen; wenn nicht, kann es sein, dass es zu einem Schuldenschnitt kommt und ein Teil der Investition abgeschrieben werden muss. Dann ist die Versicherung entweder pleite (adieu Garantiezins) oder muss den Schuldenschnitt an die Kunuden weiter geben oder die Versicherung wird mit einer anderen Versicherung fusioniert, die noch nicht ganz pleite ist und es wird auf Teufel komm raus versucht neue Kunden zu gewinnen, um mit den eingehenden Beiträgen die Altverträge bedienen zu können.

    2.) Es handelt sich um Staatsanleihen aus AAA Staaten. Dann hoffen wir einfach mal, dass die Zinsen für diese Anleihen nicht allzu weit unter den durchschnittlichen Garantiezins der Versicherungsgesellschaft sinkt. Falls doch und über einen längeren Zeitraum, wird die Versicherung den garantierten Zins nicht mehr erwirtschaften können. Die Folge wäre, dass die Versicherung entweder ihr Garantieversprechen kappen muss, oder sie bekommt von irgendwo her frisches Geld, vielleicht auch durch Fusion mit einer nicht so schlimm betroffenen anderen Gesellschaft, oder die Versicherung meldet Insolvenz an. Eine "nette" Regelung wäre es auch, einfach intern die Kosten der Versicherung rauf zu setzen. Dann könnte am Ende der Laufzeit weniger ausgezahlt werden, als der Kunde einbezahlt hat mit dem Argument, dass der Garantiezins vollkommen korrekt eingehalten wurde, aber eben nur auf den Sparanteil. Und der Sparanteil war eben wegen der exorbitant hohen Kosten so gering, dass letzten Endes nicht mehr als das vorliegende Ergebnis übrig blieb.

    3.) Ein Mischmasch aus hochgefährdeten Anleihen und Triple A Anleihen. Damit und mit etwas Glück, könnte sich eine Lebensversicherung einigermaßen durchwursteln.

    Die vollmundig verkündeten Überschüsse, mit denen die Kunden zum Abschluß einer Kapitallebensversicherung überredet werden sollen, die gibt es schon längst nicht mehr. Da hilft auch das Argument der Steuerfreiheit für die vor 2005 abgeschlossenen Verträge wenig. Wo kein Überschuß erwirtschaftet wird, werden ohnehin keine Steuern gezahlt.

  • 1
    Gesucht: Anlage mit Inflationsschutz | Geboten: Absolvent (Vertrag ab 1.1.12) und 25k
    Hilfreichste Antwort von heaven11 heaven11

    Eine genaue Beantwortung deiner Frage wäre ja bereits eine Beratungsleistung, die eigentlich niemand hier im Forum geben sollte und auch gar nicht darf. Bei dem zu erwartenden Einkommen wäre es sicherlich eine Überlegung wert, dass du dir einen Honorarberater suchst, der mit dir die besten Möglichkeiten durchspricht.

    Wenn die DEVK Rente nur noch bis 2014 läuft, wäre es wohl sträflich, dir zu empfehlen diese jetzt noch aufzulösen oder zu ändern. Laß sie dir bei Fälligkeit in einer Summe auszahlen und nicht als Rente.

    Allgemein: Durch die Inflation ist das Ersparte nicht weg. Wenn du 1000 Euro gespart hast (nur ein Beispiel), dann ist das vor, nach und während der Inflation immer noch da. Allerdings rennen dann die Preise für alles davon und für 1000 Euro kann man sich während oder nach der INflation kaum noch etwas kaufen, während es vor der Inflation noch ziehmlich viel wert war.

    Um sich vor einer Inflation zu schützen muß man als Anleger also Werte kaufen, die nicht einfach weg sein können. Also Sachen und Dinge, die nicht beleibig vermehrbar sind un durch die begrenzte Verfügbarkeit "kostbar" sind, oder die von uns Menschen laufend verbraucht werden und daher laufend nachproduziert werden müssen.

    Die Grundbedürfnisse sind im allgemeinen: Essen, trinken, wohnen

    Also wäre es opportun, in diese Grundbedürfnisse zu investieren. Am besten mittels Aktienfonds, die in Unternehmen investieren, die eben diese Grundbedürfnisse abdecken. Also Wasserproduzenten und Aufbereitungsanlagen, Agrarrohstoffe, Energie und auf dem gesundheitssektor/ Medizintechnik. Augenblicklich sind die Banken sehr günstig zu haben; aber die großen Banken sind systemrelevant und werden nicht Pleite gehen. Deshalb wäre ein kleiner Teil Investition in Bankaktien eine überlegenswerte spekulative Beimischung.

    Sobald du ein ordentliches regelmäßiges Einkommen in der genannten Höhe hast, solltest du einfach eine Sparplan bei einer Bank einrichten (lassen). Evtl. über einen Vermögensverwalter, der sich um die Anlage und den Plan kümmert.

    Für Arbeitnehmer sind die Vermögenswirksamen Leistungen mit zusätzlicher staatlicher Förderung ein guter Startpunkt; aber ich glaube mit deinem Einkommen würdest du über den vorgegebenen Einkommensgrenzen für eine Förderung liegen.

    Kommentar von wannseekapital wannseekapitalwannseekapital

    Ganz genau sehe ich das auch. Oft werden Fragen gestellt, die richtig was wert sind. Schade nur, dass die betreffenden Fragesteller, so sie wirklich welche sind, keinerlei Feedback geben. Mit der DEVK-Rente stütze ich mich auf "map-report". Aber am 1.1.12 ist der Zug dann abgefahren. Dann drin bleiben.

    Kommentar von Student100 Student100

    Bin doch schon dran Feedback zu geben, wollte nur erstmal ein paar Antworten abwarten. Aber auch Ihnen schon mal vielen Dank für Ihre Hilfe.

    Kommentar von Student100 Student100

    Vielen vielen Dank für Ihre sehr ausführliche Antwort. Daraus ergeben sich für mich noch ein paar Fragen, was würde eine Honorarberater kosten und wie unabhängig ist dieser in der Regel?

    Zu dem Aktieninvestment: Das klingt gut, wie teuer sind denn in der Regel solche Optionen um Kursverluste abzudecken?

    DEVK, macht Sinn, da gebe ich Ihnen ebenfalls Recht.

    Gold: Würde es bei der derzeitigen Lage Sinn machen, sich 5-6 Goldmünzen zu kaufen und diese als zusätzliche Sicherheit und Streuung des Vermögens anzusehen?

    Kommentar von wannseekapital wannseekapitalwannseekapital

    Ein Finanzmakler oder Honorarberater ist grundsätzlich unabhängig, sonst ist er kein Makler i.S. des ehrbaren Kaufmanns. Er ist aber abhängig, verpflichtet und haftend Ihnen als Auftraggeber gegenüber. Das im Gegensatz zu einem Vertrieb, einer Bank oder einer (direkt angesprochenen) Gesellschaft. Leider in Deutschland wenig bekannt, weil viele (sogar die Journalisten) den Unterschied zwischen Vertriebler, Versicherungvertreter, Generalagent, Mehrfachagent und einem MAKLER nicht kennen oder (im Interesse der Banken) nicht kennen wollen und auch nicht bekannt machen.

    Kommentar von heaven11 heaven11heaven11

    Stimmt: Der Makler handelt in IHREM Auftrag, so, als ob Sie sich einen Rechtsanwalt nehmen würden, der IHRE Interessen gegen Honrar vertreten soll. Wieviel der kostet, kann ich nicht sagen. Vielleicht mal bei "www.whofinance.de" ?? rumstöbern und nach Honorarberatern in der Nähe suchen.

    Mit Optionen zu handeln sollte man den Profis überlassen - davon würde ich die Finger lassen. Es gibt Vermögensverwaltungen, die handeln mit bestimmten finanzmathematischen Programmen, die bei bestimmten Kursrückgängen automatisch Verkaufsorders geben und erst bei einer Umkehr wieder einsteigen. Das ist für den normalen Anleger aber viel zu kompliziert und die Programme dafür eigentlich auch nicht erhältlich.

    Im langfristigen Sparplan mit Ansparzeiten von 25, 30 oder noch mehr Jahren ist das eigentlich auch nicht nötig. Trotzdem kann man sich über "Stop & Go" Sparpläne oder so ähnlich informieren. Die machen das nach diesem eben beschriebenen Schema.

    Kursverluste sind ja nur dann relevant, wenn man gerade zu der Zeit, wenn die Kurse unter dem Kaufkurs liegen, verkaufen muß. Ansonsten nach der Kostolany Methode einfach aussitzen. "Was kümmert mich nach 3 Jahren ein 40% Kursverlust, wenn nach 30 Jahren 200% Gewinn zu Buche stehen".

    Aber all das soll ja der Honorarberater für Sie machen - dafür bekommt er ja Geld.

  • 0
    Altersvorsorge für die Kleinen?
    Hilfreichste Antwort von heaven11 heaven11

    Anfangen kann man eigentlich gar nicht zu früh. Wenn es die "Erstgeborene" ist, gehe ich davon aus, dass ihr an dem zweiten arbeitet. Also solltet ihr Euch überlegen, wieviel ihr euch leisten könnt, wenn dann noch Nr. 2 oder Nr. 3 usw. dazu kommen werden. Vor allem aber: Wie sieht es denn bei euch selber aus? Habt ihr denn schon durchrechnen lassen, wie groß eure eigene Versorgungslücke sein wird und wieviel ihr anlegen müßt, um die einigermaßen schließen zu können?

    Zur Kapital- und/ oder Vermögensbildung sind Versicherungen keine gute Wahl. Ihr könnt evtl eine Risikolebensversicherung abschließen, um im Falle des vorzeitigen Ablebens den Hinterbliebenen den finanziellen Neuanfang zu erleichtern. Und falls es einmal zu einem Ausfall der Arbeitskraft kommen sollte, wäre es gut, wenn der Versorger der Familie bei Zeiten eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder Eerwerbsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hätte (muß man sich natürlich leisten können; billig sind die ganz generell auch nicht)

    Das beste wird sein, einen Sparplan bei eurer Bank oder über einen Vermögensverwalter einzurichten. Den Sparplan würde ich ganz einfach und ohne viel hin und her mit internationalen Aktienfonds besparen, also nicht die Fonds, die von der eigenen Hausbank angeboten werden. Ihr solltet auch nicht irgendwelchen Modeerscheinungen in der Finanzanlage hinterherlaufen; es wird ohnehin alle paar Monate eine andere Sau durchs Dorf getrieben. Mal sind es Gold und Silber, ein anderes Mal Agrarrohstoffe, ein anderes Mal Solarenergie und so weiter.

    Und ob der Sparplan dann explizit für das Kind oder die Kinder sein sollen, könnt ihr euch ja immer noch überlegen. Ihr könnt ja erst einmal überhaupt die Vermögensbildung in die richtigen Bahnen lenken. Einen Sparplan kann man dann auch zu Gunsten Dritter, also etwa zu Gunsten des oder der Kinder abschließen.

    Eine gute Wahl sind Fonds, die Aktien von Unternehmen kaufen, die im Bereich der Grundversorgung tätig sind. Also essen, trinken, wohnen, Energie und Gesundheit. Und das international breit gestreut. Solche Fonds gibt es einige und die sind sehr erfolgreich, weil die Grundversorgung solange es Menschen gibt immer vorhanden sein wird.

    Eine Fondssparplan kann man auch gut mit Vermögenswirksamen Leistungen verbinden und zusätzliche staatliche Förderung erhalten. das lohnt sich selbst dann, wenn der Arbeitgeber nichts oder kaum etwas dazu zahlt.

    Fazit: Früh anfangen, Kapital zu bilden: Klasse! Ohne Versicherungen: Noch besser! An sich selbst denken - nicht vergessen! Evtl. Risikolebensversicherung für zukünftige Hinterbliebene und/ Berufsunfähigkeitsversicherung. Einen Sparplan mit internationalen Fonds: Langfristig (25, 30, 40 Jahre) hat, neben Aktien selbst, bisher immer die besten Ergebnisse gebracht; lassen sich dabei auch nicht von irgendwelchen Untergangspropheten verrrückt machen, die bei jeder Krise vom Totalverlust und Weltuntergang philosophieren. Das wird es nicht geben und Krisen sind das Salz in der Suppe.

  • 1
    ist diese lebensversicherung vergleichsweise gut ?
    Hilfreichste Antwort von heaven11 heaven11

    Die vorgestellten Zahlen sollten mich doch schwer wundern, wenn sie wahr wären (die bisher eingezahlte Beitragssumme stimmt schon mal nicht, denn 36 x 100 sind 3600). Aber wenn z. B. die angegebene Ablaufleistung bei diesen Konditionen wahr ist, dann stimmt es schon: Gigantische Rendite angesichts dessen, dass es sich um eine Lebensversicherung handelt. Kapitallebensversicherungen, die vor 3, 5 oder 7 Jahren abgeschlossen wurden, werden kaum mehr Ablaufleistung erzielen, als die eingezahlte Beitragssumme. Inwiefern die großen Lebensversicherer von der aktuellen Schuldenkrise betroffen sind und wie sich das auf die Garantieversprechen auswirkt, bleibt abzuwarten.

    Generell bleibt zu sagen: Was wollen Sie als Kunde? Vermögen bilden, also einen Sparplan, oder ein Risiko finanziell absichern, also eine Versicherung?

    Die Eier legende Wollmilchsau gibt es nicht, auch wenn das von Seiten der Versicherungen und einigen Maklern immer wieder suggeriert wird. Es gibt gute, auch sehr gute Sparpläne und auch Versicherungen; beide haben ihre Berechtigung. Es ist immer der individuelle Kunde und dessen Besonderheiten zu berücksichtigen.

  • 1
    LV Doktor oder CiaoLV
    Hilfreichste Antwort von heaven11 heaven11

    Die höheren Rückkaufswerte resultieren aus dem juristisch besser aufgesetzten Kündigungsschreiben. Besser im Vergleich zu den "normalen" Kunden, die einfach nur schreiben "ich möchte zum soundsovielten meine LV kündigen". Soviel ich weiß, hat LV Doktor die meiste Erfahrung, ist am längsten in diesem Markt tätig. Da es sich um gerichtliche Auseinandersetzungen handelt, dauert es bis zu mehreren jahren, bis das Geld gezahlt wird. Und es wird nicht jede einzelne LV eines Kunden zur Klage eingereicht, sondern für viele gleich gelagerte Fälle eine jeweils exemplarische Police ausgewählt. Sobald dann ein Urteil gesprochen wird, werden die anderen gleich gelagerten den Versicherungen ebenfalls zur Rückabwicklung vorgelegt; mit Hinweis auf die exemplarisch verhandelte. Allerdings scheuen die Versicherungsunternehmen ein abschließendes Urteil und gehen nach zweiter oder dritter Instanz lieber einen Vergleich ein. Für den Kunden scheinbar ein Vorteil, weil er dann relativ gesehen schneller an sein Geld kommt. Für alle anderen aber, deren Police nicht verhandelt wurde, fängt das Spiel wieder von vorne an. Viele Kunden des LV Doktor haben so schon deutlich mehr Geld erhalten, als es bei einer normalen Kündigung gegeben hätte. Die Rechtsverstöße der Versicherungsunternehmen beim Abschluß der Lebensversicherungen sind ja offensichtlich, sodaß ein Mißerfolg eines solchen Verfahrens eher eine ganz seltene Ausnahme bleibt.

  • 1
    Was passiert mit der Lebensversicherug wenn die Versicherug pleite geht?
    Hilfreichste Antwort von heaven11 heaven11

    Auf die Protektor Lebensversicherung wurde hier schon hingewiesen. Diese soll die Police einer möglichen "Pleite Lebensversicherung" weiter fortführen. Der Fall der Mannheimer (nicht zu verwechseln mit der Hamburg-Mannheimer) wurde auch schon erwähnt. Der "Fall Mannheimer" war auch der Auslöser für die Gründung des Protektor. Der Name klingt gut und soll Sicherheit versprühen. Die Mannheimer hatte seinerzeit einen Marktanteil von weniger als einem Prozent. Der Protektor war allerdings mit der Mannheimer zu über 40% ausgeschöpft. Außerdem ist die Mitwirkung der Lebensversicherungsunternehmen beim Protektor freiwillig. Einige LVU sind bereits wieder ausgeschieden. Wenn also eine Lebensversicherung mit mehr als 1% Marktanteil einmal das zeitliche segnen sollte, dann werden erst einmal die Gläubiger bedient, die Kunden kommen ganz zuletzt. Mit anderen Worten: Den letzten beißen die Hunde; die Kunden werden dann auf ihr Geld verzichten müssen.

  • 2
    Was tut man mit seiner Lebensversicherung während der Elternzeit am besten?
    Hilfreichste Antwort von heaven11 heaven11

    Beitragsfreistellung oder-aussetzung fällt einem natürlich als erstes ein. Allerdings wissen wir ja zu wenig über die LV. Ist es eine Kapital bildende LV oder eine reine Risiko LV? Mit welcher Motivation wurde die LV überhaupt abgeschlossen? Ist es eine Direktversicherung zur betrieblichen Altersvorsorge? Seit wann besteht die LV schon und wie viele Jahre sind es noch bis zum geplanten Ablauf? Wurde die LV zwischenzeitlich schon einmal früher beitragsfrei gestellt? Wie hoch ist denn inzwischen der Rückkaufswert? Besteht allgemein ein akuter Liquiditätsengpass oder reicht es aus, nur die Beiträge einzusparen? Wäre es nicht grundlegend sinnvoll, einmal zu hinterfragen, ob mit dieser LV die anvisierten finanziellen Ziele überhaupt erreicht werden können (wenn es sich um eine Kapital LV handelt); es kann ja durchaus sein, dass mit einer anderen Anlage, die sehr viel flexibler ist, viel mehr erreicht werden kann. Dann wäre eine Beitragsaussetzung auch nicht so teuer, wie bei einer Versicherung. Es gibt übrigens auch die Möglichkeit, eine LV komplett rückabwickeln zu lassen. Das dauert zwar eine Weile, bringt aber am meisten Geld zurück.

  • 2
    wie teuer ist ein Policendarlehen, welche Varianten i.Bezug auf Rückzahlung gibt es?
    Hilfreichste Antwort von heaven11 heaven11

    Erstens: Die garantierten 4% gelten auch nur auf den Sparanteil, der deutlich geringer ist, als dein Beitrag. Das nur nebenbei. Policendarlehen... das muss man sich einmal in aller Ruhe durchdenken: Da zahlst du Jahre/ Jahrzehnte in eine Lebensversicherung ein, hast immense Kosten (d.h. die Versicherung vereinnahmt etliche tausend Euro von deinem Geld, ohne dass du davon etwas hättest) und der klägliche Rest wird dann stolz als Anlageerfolg präsentiert. Und dann: Du brauchst Geld und denkst: "Mensch, ich hab' ja meine Lebensversicherung; da haben ich doch schon soundsoviel Euros drin". Das ist DEIN Geld! Aber wenn du einen Teil davon haben willst, dann geht es entweder gar nicht, oder du musst auf dein EIGENES Geld Zinsen zahlen (Policendarlehen). Willst du dir das wirklich antun? Besser ist: Verkaufe die Lebensversicherung. Immer geht: Verkauf zu 200% des aktuellen Rückkaufswertes, wobei der Kaufpreis in monatlichen Raten über 10 Jahre gezahlt wird; 25% des Rückkaufswertes kannst du dir vorab auszahlen lassen. Bei z.B. 7.000,-€ Rückkaufswert hast monatlich ca. 94,50€ plus die eingesparten Beiträge mehr Geld. Wenn das gesamte Guthaben benötigt wird, dann bleibt nur die Kündigung, mit Inkaufnahme der Verluste bisher. Das Prozedere dauert ca. 3-4 Monate, bis das Geld da ist; mit Überredungsversuchen der Versicherungsvertreter zur Beitragsfreistellung o.ä. und viel Papierkram. Wenn das Geld sehr schnell benötigt wird (4-6 Wochen) dann bleibt nur das Factoring mit 3-5% Kosten, die vom aktuellen Rückkaufswert abgezogen werden. Aber das ist immer noch günstiger, als die Zinsen bei einem Policendarlehen.