Frage von eiskalt33,

Zyprer müssen mitzahlen, wer Spargelder hat, findet Ihr das gut?

Ich habe im TV verfolgt, daß in Zypern auch die Bevölkerung mit für die Sanierung des Staates Geld von Ihrem Ersparten aufbringen muß-findet Ihr das fair, z.B. gegenüber der Griechen, da war das ja nicht so.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Privatier59,
ich finds nicht okay,weil:

Der Schuß richtet sich ganz klar gegen die auf Zypern deponierten Auslandsgelder. Dass auch der Normalsparer davon betroffen wird und nur dadurch entlastet wird, dass unter 100 TEUR verringerte Beteiligungssätze gelten. Das reicht nicht. Man fragt sich auch, wo das enden soll. Auch hierzulande wetzen schon diejenigen Klassenkämpfer die Messer, denen keine Lüge zu dreist und keine Aktion unverschämt genug ist um an das Geld anderer zu kommen.

Kommentar von hildefeuer ,

Die Klassenkämpfer hier (die Linke) ist natürlich dagegen wg. alter Seilschaften in die SU und Solidarität zu Alt-Kommunisten.

Kommentar von Armando696 ,

Es geht hier nicht um Klassenkampf, sondern um den korrupten zypriotischen Staat, welcher als Helfer der Russenmafia seine Geldwaschmaschinen betreibt, auf Kosten der Steuerzahler in der EU. Das das nun ein Ende findet, ist begrüssenswert und nicht zu bedauern. Oder wollen Sie Steuern für die Russenmafia bezahlen?

Antwort
von robbiew,
meine Meinung:

Da auch viele russische Neureiche ihr Gueld in das zuvorkommende Bankensystem auf Zypern transferiert haben und dadurch von einem risikofreudigen System profitiert haben, finde ich es zumindest nicht grundsätzlich schlecht. Man müsste aber zwingend einen Freibetrag i.H.v. zB 30.000 Euro berücksichtigen, damit die kleinen Sparer nicht unverhältnismäßig belastet werden...

Antwort
von LittleArrow,

Ich kenne die Einzelheiten der "Zypern-Lösung" (noch nicht) nicht.

Fair finde ich nur eine Lösung, die Sparer, Inhaber von Terminkonten und Staats- und Bankenanleihen bis zu einem durchschnittlichen Kontosaldo von - sagen wir - € 150.000 der letzten 30 Tage vor dem 10. März von der "Zwangsbeteiligung" ausnimmt. Für "zufällige" Guthaben in dieser Größenordnung während der genannten Zeit, sollte es eine Härtefallregelung geben.

Über den genannten Betrag hinaus könnte eine progressive Zwangsbeteiligung stattfinden, die für Guthaben von über € 100 Mio 100 % beträgt.

Kommentar von LittleArrow ,

Es geht offenbar in die von mir angedachte Richtung;-)

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/hilfspaketzypern100.html

Antwort
von Armando696,
meine Meinung:

Ich bin sehr froh, dass die Schweiz nicht in der EU ist, und sehe auch keinen Grund, warum sie beitreten sollte.

Antwort
von Gaenseliesel,

Für mich bekommt das ganze Thema mittlerweile beängstigende Züge. Nach Griechenland, Zypern, Spanien, Italien, Portugal, wer weiß wie es in ein paar Jahren in Frankreich aussieht ? Ich kann s nicht mehr hören und lesen ! Sorry, ist nicht gegen dich @eiskalt33. Nur, mir läuft s bei diesen Zukunftsgedanken eiskalt den Rücken runter ! In dieser Sache ist von Anfang politisch vieles schief gelaufen. Die Deutschen sind so groß in Kommissionen bilden, nur damals hat die richtige Kommission gefehlt. Die Kriterien zur Erfüllung der Voraussetzungen für einen Beitritt in die Währungsunion hätten akribisch hinterfragt und kontrolliert werden müssen. Da wurden überall Wirtschaftszahlen manipuliert und zu blauäugig akzeptiert. Jetzt haben wir die Quittung serviert bekommen, den einfachen Menschen in der Eurozone geht es sehr schlecht, damit meine ich noch nicht einmal uns Deutsche. Es ist eine Schande in welche Lebensqualität man die Menschen da reingeritten hat, im 21 Jahrhundert. Dies sind meine Gedanken dazu, da müssen wir jetzt wohl durch ! K.

Kommentar von EnnoBecker ,

Richtig!

Sowas hats früher in der DDR jedenfalls nicht gegeben.

Aber man darf nicht ungerecht sein: Eine 1-DM-Briefmarke hat früher auch immer 1 DM gekostet, aller Inflation zum Trotz.

Kommentar von hildefeuer ,

Wiso wuden in der "ddr" denn keine Grundstücke enteignet ohne Entschädigung?

Kommentar von EnnoBecker ,

Die Frage ist falsch. Diese Enteignungen fanden durchaus statt.

Meine Oma beispielsweise hatte 1953 ein Grundstück von ihrem Vater geerbt und musste es 1980 an den Staat abgeben. Entschädigungslos.

Kommentar von Gaenseliesel ,

stimmt ! So ging es meinen Schwiegereltern auch in den 60iger Jahren, jedoch für nen "Apfel und nen Ei ". Entweder sie gaben das Grundstück für die paar Kröten ab oder man nahm es sich eben ohne Gegenleistung. Nach dem Motto: " lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach " ! Nach der Wende ( konnten sie nicht ahnen ) sollte sich dieser Deal als Fehler herausstellen. Rückübertragung nur bei entschädigungsloser Enteignung hieß es damals. Pech !!!!!! K.

Kommentar von EnnoBecker ,

...und meine Oma war sogar noch froh, dass sie die Immobilie los war.

Es waren zwei Wohnungen drin, eine kostete 8 Mark Miete und die andere 15 Mark.

Monatlich.

Allein die Grundsteuer war höher als die Mieteinnahmen.

Kommentar von Gaenseliesel ,

na in dem Fall, ok ! Bei meinen Schwiegereltern war es damals Ackerland, heute beste Wohnlage am Ort. Schön dumm gelaufen aber abgehakt und gut ist,s heute !

Antwort
von hildefeuer,
meine Meinung:

Einerseits ist es gut das man schwarze Geldanlagen zumindest zum Teil heranzieht, andererseits wird offenbar was uns alles noch drohen kann. Zumindest hat man so einen Weg gefunden Profiteure des Bankensystems Zyperns an den Kosten zu beteiligen.

Kommentar von NasiGoreng ,

andererseits wird offenbar was uns alles noch drohen kann

Das kann uns nicht drohen ist viel zu unsicher ausgedrückt. Das wird auch hier in dieser oder ähnlicher Form mit Sicherheit früher oder später so kommen.

"Änliche Form" soll heißen Vermögensabgaben, Zwangsanleihen, Wiedereinführung der Vermögenssteuer, Erhöhung der Erbschaftsteuer und Inflation. Warte bis nach der Bundestagswahl.

Kommentar von EnnoBecker ,

@NG

Sehe ich ebenso.

Ich denke allerdings eher an die Anrechnung der Rente auf die Grundsicherung. Ach, das gibt es wohl schon.... tja. Ein Leben lang eingezahlt und am Ende kriegt man dasselbe wie der Nachbar, der statt des Einzahlens sein Geld in der Jugend auf Malle verprasst hat.

Wer ist am Ende der Dumme?

Kommentar von Gaenseliesel ,

"..... Wer ist am Ende der Dumme?..... klar sind das die, die eigentlich verantwortungsbewusst 30/40 und mehr Jahre zusätzlich privat für die Zukunft / Rente angespart haben !
Aber, wenn man "den Staat mal als große Familie " sieht und feststellt, dass der nicht mal fähig ist für seine " Familienmitglieder " einen menschenwürdigen Lebensabend zu finanzieren, was will man von der kleinsten Zelle des Staates, der " Familie " verlangen ? Diese (Fehl)Verantwortung wird ihr doch irgendwie vorgelebt, meine ich. Man kann es sehr häufig an den Fragen hier im Forum festmachen. Ein füreinander da sein innerhalb der Familie.... geht immer mehr den Bach runter. Moral - Fehlanzeige, so wie in der Politik ! Traurige Entwicklung :-( K.

Kommentar von EnnoBecker ,

Und ich dachte, die kleinste Zelle des Staates ist der Polizist. Hat der Staat jetzt auch noch Familien?

Sorry, ich weiß sowas nicht, ich stehe auf der anderen Seite, ich bin Bürger und möchte mit dem Staat wirklich wenig zu tun haben.

Ích versuche sogar, mich vor "Staat" zu schützen, weil ich nicht viel davon halte.

Kommentar von NasiGoreng ,

Man darf den Staat nicht als Familie definieren, sondern eher als eine Interessenvereinigung derer, die ohne eigene Anstrengung von anderer Leute Geld, Arbeit und Intelligenz leben wollen.

Antwort
von SBerater,
meine Meinung:

dass nicht nur EU, IWF & Co hier zahlen, finde ich gut. Dennoch war ich überrascht, dass man die Sparer hier mitzahlen lässt.

Die Frage ist, wer noch zur Kasse gebeten wird. Man musste alle Beteiligten durchleuchten, wie sie hier mit in die Haftung genommen werden.

Mit ist die Gesellschafterstruktur nicht klar, wer der Bank noch Geld geliehen hat. Die müssten alle ran, nicht nur die Sparer.

Hier müsste man die Bilanz rauf und runter gehen, links wie rechts ansehen, und überall prüfen, wo man schneiden kann.


Es riecht ein wenig nach Willkür.

Kommentar von EnnoBecker ,

dass man die Sparer hier mitzahlen lässt.

Aber das muss man sich doch mal auf der Zunge zergehen lassen.

Sparen bedeutet Konsumverzicht. Also nicht die Konsumierer, sondern diejenigen, die nicht konsumierten, werden zur Kasse gerufen.

Da lacht doch der braungebrannte Mallorca-Urlauber über seinen Nachbarn, der traurig in sein Sparbuch guckt.

Kommentar von hildefeuer ,

Wieso, der Konsument zahlt doch 19% MWST? Sparen bedeutet nicht immer Konsumverzicht. Wenn ich bei einer billig Tanke tanke verzichte ich auf garnix. Wenn ich nach einem günstigen Anbieter für eine Konsumgut im Internet google ist das kein Konsumverzicht. Sicher kann ich zum nächsten Media-Markt rennen am Tag nach der Werbung und sofort den nächsten TV kaufen wenn ich blöd genug bin. Dann bin ich blöd-Konsument.

Kommentar von EnnoBecker ,

Wenn ich bei einer billig Tanke tanke verzichte ich auf garnix.

Hm....

Ich tanke an überhaupt keiner Tankstelle.

Was nun?

Kommentar von NasiGoreng ,

Was nun?

Du tankst Abends bei "Muschi Obermaier" in B-Mitte.

Antwort
von robinek,

Die "normale" Bevölkerung ist wie überall der leitragende Teil. Die grossen lässt man laufen, die kleinen hängt man auf! Ca. ein Drittel der Bankeinlagen auf Zypern stammen von reichen Russen und reichen Briten. (Noch nicht so gravierend ist es bei uns, bisher bekommen wie halt auf unsere Spareinlagen kaum Zinsen - wer weis was noch kommt?)

Kommentar von hildefeuer ,

Warst Du mal auf Zypern? Dort fahren alle große Pickups, es gibt überall Neubaugebiete. Und in den Hotels ist das Publikum sehr international. Habe mich am Pool mit einer Iranerin unterhalten 1992. Eine Pizza hat damals dort umgerechnet 15DM gekostet. "Normale Bevölkerung" kann man dort suchen..... Die leidtragenden sind hauptsächlich Griechen und russische Oligarchen, Libanesen und Engländer, die dort ihr Geld gebunkert haben, da Zypern später zum Euro gekommen ist.

Kommentar von hildefeuer ,

Zypern war schon immer ein Geld-Land. Als der Libanon Krieg ausbrach, haben alle von dort ihr Geld nach Zypern geschafft. Als die SU aufgelöst wurde kam ebenfalls Geld von dort nach Zypern, auch die späteren russischen Oligarchen haben Ihr Geld dorthin geschafft. Als die ersten Schwierigkeiten beim Euro auftraten haben die reichen Griechen ihr Geld nach Zypern geschafft. Warum fahren wohl die meisten Schiffe unter zypriotische Flagge?

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