Frage von Verstehnix123,

ZWS mit Vermietung an Verwandte

Hallo miteinander! Ich komme gleich zur Sache: Ich bin Studentin in München und wohne momentan in einer schönen Wohnung, die das Eigentum meiner Oma ist, die selbst aber in einem anderen Teil von Bayern wohnt

  1. Ich nehme an mit einer Vermietung kann man der ZWS entfliehen, aber woher weiß ich wie hoch die Miete sein muss> Habe mal was von 75% der ortsüblichen Kaltmiete bei Verwandten gelesen, welche ich mir natürlich nicht leisten könnte bzw. dass die Wohnung eine zweitwohnung bleibt, auch wenn sie ein Verwandter nutzt: ich gehe also davon aus, dass ich mich mindestens mit dem hauptsitz ummelden muss und ein offizieller Mietvertrag (zum Nulltarif?) her muss, den wir dann dem steuer- und kassenamt der Stadt München schicken müssen?

  2. Was ist mit einer Teilvermietung? Zwei Zimmer an mich, zwei Zimmer an sie als Mieter und Eigentümer? Aber vermute, dass fällt unter "Scheinwohnen"?

  3. Habe mal vom Zauberwort des Nießbrauchs gelesen, ein Gestaltungsmittel dass dazu genutzt wird, das Eigentum z.B. auf Enkel abzuwälzen, während notariell bestätigt werden kann, dass sie lebenslang Wohnrecht behält. Ich nehme an, das bedeutet nicht nur, dass ich dann absofort über Eigentum verfüge, sondern dass ich auch davon abhängig bin, dass mir meine Oma Geld für Wohngeld, Grundsteuer etc. überweist, da diese Kosten nun auf mich zukommen? Der Vorteil besteht folglich eher darin, dass wir die Zweitwohnungssteuer (legal?) umgehen und außerdem bei Todesfall keine Erbschaftssteuer entsteht?

  4. Oder spezifisch Bayern: es gibt doch eine Befreiung bei EInkünften unter 25000, kann mir jemand was Näheres dazu erklären, ich trau der heimeligen Verwaltung nicht so recht übder den Weg ;)

Danke im Vorraus!

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Antwort
von TopJob,

Ich verstehe hier überhaupt nicht dein Problem. Du sprichst bei der ZWS vermutlich von der Zweitwohungssteuer, oder? Du wohnst in einer Wohnung, die deiner Oma gehört, sie wohnt jedoch woanders und du wohnst stattdessen in der Wohnung?

Dann ist es im endeffekt ganz einfach. Es spielt bei der Zweitwohnungssteuer keine Rolle, ob die Wohnung vermietet ist oder einfach jemandem kostenfrei zum Wohnen überlassen wird. Die 2/3-Regelung (nicht 75%) gibt es im Steuerrecht, wenn es um die steuerliche Absetzungsfähigkeit von Kosten der Wohnung gibt.

In deinem Fall heißt dieses also: Du wohnst in der oben genannten Wohnung und meldest dich mit einzigem Wohnsitz in München an. Deine Oma hingegen meldet ihren Zweitwohnsitz (wenn sie ihn überhaupt nocht hat) von dieser Wohnung ab. Schon ist keiner von euch mehr ZWS-Pflichtig.

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