Frage von energy170, 574

Zwangsversteigerung Vorbesitzer will nicht raus

Guten Abend. Haben vor 4 Monaten ein Haus Zwangsersteigert in dem der Eigentümer wohnt. Dieser hat Einspruch gegen den Bescheid eingelegt. Nach Abwarten von 4 Monaten kam jetzt ein Schreiben vom Landesgericht, dass seine Beschwerde zurückgewiesen wurde. Ist das Schreiben vom Landesgericht rechtsfähig? Kann man das Haus räumen lassen? Der Eigentümer behauptet, dass das alles nicht rechtsfähig sei und hat ein Schreiben ans Bundesverfassungsgericht geschrieben. Müssen wir jetzt abwarten oder räumen lassen?

Antwort
von imager761, 574

Kann man das Haus räumen lassen?

Mann kann. Meint allerdings den Klageweg mit fünfstelligen Vorschüssen einzuschlagen, auf denen man bei Mittellosigkeit sitzenbliebe und sich auf monate-, gar jahrelangen Rechtsstreit einzustellen :-O

Woran hakt es denn? Wäre da eine einvernehmliche Einigung, nunmehr nach Vorlage eines rechtskräftigem Zuschlagsbeschlusses ihn doch noch gegen eine vierstellige "Auszugskostenbeihilfe", zahlbar nach Auszug, zum Umdenken zu bewegen, da nicht deutlich zielführender?

G imager761

Kommentar von energy170 ,

Wo der (EX) Besitzer eine Beschwerde an das Landgericht geschickt hat war der Beschluss auch nicht rechtskräftig und ich durfte laut Rechtspfleger nicht räumen da es ein Schwebefall sei.

Antwort
von Hauseltr, 534
Antwort
von LittleArrow, 482

Hi, ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihr diesen Vorgang ohne anwaltliche Betreuung bewältigt habt. Was sagt denn Euer Anwalt zu diesem Vorgang? Er müßte Euch dies doch anhand des Schriftverkehrs besser erklären können, als wir hier nach Deiner Schilderung mutmaßen können.

Kommentar von energy170 ,

Termin beim Anwalt erst in 2 Wochen.

Antwort
von Privatier59, 401
Müssen wir jetzt abwarten oder räumen lassen?

Womit ich nicht abwarten würde ist mit der Beauftragung eines Anwalts. Der ehemalige Eigentümer versucht Euch zu veräppeln wo es nur geht. Rechtsmittel gegen der Zuschlag einzulegen ist nur der erste Schritt. Der Zuschlagsbeschluß ist Räumungstitel:

http://www.cuvv.de/2012/05/16/nach-der-zwangsversteigerung-wie-gelange-ich-in-de...

Der ist jetzt rechtskräftig. Eine Verfassungsbeschwerde schiebt die Rechtskraft nicht hinaus.

Was Dir aber jetzt blüht ist die Erkenntnis, dass Recht haben nicht zugleich auch Recht bekommen ist. Wenn der nicht freiwllig auszieht, mußt Du einen Gerichtsvollzieher beauftragen. Der fängt mit seiner Arbeit erst an, wenn er Kostenvorschuß bekommen hat. Das kann bei einem EFH ein Betrag in fünfstelliger Höhe sein. Und gegen die Zwangsräumung gibt es dann auch noch Rechtsbehelfe. So wie der ehemalige Eigentümer drauf ist, wird er die auch noch ausschöpfen.

Kommentar von energy170 ,

Wo der (EX) Besitzer eine Beschwerde an das Landgericht geschickt hat war der Beschluss auch nicht rechtskräftig und ich durfte laut Rechtspfleger nicht räumen da es ein Schwebefall sei.

Antwort
von gammoncrack, 346

Ein "Schreiben" an das BVG hat sicherlich keine aufschiebende Wirkung.

Ihr könnt auf jeden Fall Räumen lassen. Das wird allerdings im Regelfall kein Spaß

Viel Erfolg wünsche ich trotzdem!

Kommentar von energy170 ,

Wo der (EX) Besitzer eine Beschwerde an das Landgericht geschickt hat war der Beschluss auch nicht rechtskräftig und ich durfte laut Rechtspfleger nicht räumen da es ein Schwebefall sei.

Antwort
von billy, 352

„ Haben vor 4 Monaten ein Haus Zwangsersteigert in dem der Eigentümer wohnt. „ Gemeint ist hier sicherlich der ehemalige Eigentümer, der neue Eigentümer bist Du bzw. Ihr. Eine rechtlich „saubere Räumung“ sollte mit Hilfe eines Anwaltes durchgesetzt werden.

Kommentar von energy170 ,

Wo der (EX) Besitzer eine Beschwerde an das Landgericht geschickt hat war der Beschluss auch nicht rechtskräftig und ich durfte laut Rechtspfleger nicht räumen da es ein Schwebefall sei.

Antwort
von Primus, 309

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