Frage von willyb, 11

Zuverdienst bei Hartz IV - findet ihr dass sich das überhaupt lohnt?

Seid ihr der Meinung dass sich ein Zuverdienst über die freien 100 Euro bei Hartz IV überhaupt lohnt oder kann man es besser gleich bleiben lassen?

Antwort
von wfwbinder, 10

Wer sein Lebensziel darin sieht, seine Existenz von anderen gesponsort bekommen zu haben, der kann so denken.

Aber wer etwas nach vorne möchte, der sollte doch etwas anders denken.

Ausserdem kann man sich doch nicht damit abfinden on Fallmanagern in Maßnahmen geschickt zu werden, alle 6 Monate Formulare ausfüllen zu müssen, seine Unterlagen aufdecken und und und.....

Antwort
von Primus, 8

Es ist ja nicht so, dass Du maximal 100 € pro Monat mehr haben kannst.

Je nachdem wie hoch Dein Nebenverdienst ist, kannst Du bis auf maximal 250 € kommen.

Lies Dir mal die Beispiele aus dem folgenden Link durch:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/536596981d09ab201.php

Kommentar von VirtualSelf ,

Die Zahlen in dem Link sind - wie regelmäßig auf jener Seite - veraltet, weil die Tipps und Hinweise dort fast nie der aktuellen Rechtslage angepasst werden.

Die 250 € als maximaler "Absetzbetrag" sind falsch, da sie sich auf ein Bruttoeinkommen von 900€ beziehen (und altes Recht).
Nach neuem Recht wären bei 900€ 260€ frei; mehr ist möglich, wenn das Bruttoeinkommen höher ist oder wenn man "Werbungskosten" über 100€ Grundpauschale nachweisen kann.

Also: Vorsicht beim Zitieren der Artikel dort, zumal die Autoren oft auch nicht in der Lage sind, Fakten und Meinung zu trennen.

Antwort
von HartzEngel, 11

Natürlich lohnt sich das der Freibetrag ist dann auch höher als die 100 Euro (bei 400 Euro Nebenverdienst bleiben Dir beispielsweise 160 Euro und 240 Euro werden auf den Alg-II-Bezug angerechnet) - und Ziel des ganzen Alg-II-Bezuges ist doch, unabhängig von Geldern des Staates zu leben, selbstbestimmt und sich selbst unterhaltend.

Antwort
von Rentenfrau, 8

Hallo willyb, im zuständigen Sozialgesetzbuch II steht: der erwerbsfähig Hilfebedürftige muß alles tun, um seine Hilfebedürftigkeit zu beenden oder zumindest zu reduzieren, das geht auch durch einen Minijob. Es gibt einen Freibetrag von grds. 100 Euro, der aber je nach Verdienst höher sein kann. Der Alg-II-Bezieher hat immer mehr im Geldbeutel, wenn er arbietet, als wenn er es nicht tut. Und da Hartz IV von Steuergeldern bezahlt werden, von Steuerzahlern, die manchmal weniger zum Leben haben wie ein AlgII-Bezieher oder von Leuten die für ihr Geld hart - oft bis zu 45 und 50 h in der Woche arbeiten, bin ich der festen Meinung, daß auch ein Minijob aufgenommen werden sollte, wenns geht gern mehr, aber manchmal beginnt die Tätigkeit eben mit einem kl. Job.

Antwort
von cyracus, 9

Ich vermute, Deine Frage ist lediglich ein Scherz.

Hartz IV ist kein bedingungsloses Grundeinkommen, sondern eine Hilfe für diejenigen, die anderenfalls in große finanzielle Not kommen würden: Sie hätten dann keine Wohnung, keine Kleidung und kein Essen.

Verdienst Du über 100 Euro neben Hartz IV, hast Du selbst etwas davon und auch die Gesellschaft. Denn Hartz IV wird aus Steuermitteln finanziert - also von denjenigen, die Arbeit haben und Steuern zahlen müssen.

Du selbst hast über den 100 Euro einen Freibetrag in Höhe von 20%. Stolz kannst Du dann also sein, dass Du von dem Geld über 100 Euro zu 80% Dich selbst finanzierst.

Antwort
von hildefeuer, 7

Das entscheidende ist was man für die 100€ tun muss. Wenn man dafür 15 Std. richtig schwer arbeiten muss und die Tätigkeit 100km weg ist? Wenn man das von zu Hause aus oder vor Ort verdienen kann sieht das anders aus.

Antwort
von billy, 6

Kommt drauf an wie man es sieht. Die einen lassen sich gern aushalten, die anderen erfüllt selbst verdientes Geld mit Stolz.

Antwort
von VirtualSelf, 7

Die Frage nach dem Lohnen ist fast schon eine wirtschaftsphilosophische.
Man kann sie allerdings auch auf Nutzen- bzw. Anreiz-Beitrags-Überlegungen runterbrechen, denen allerdings bei jedem Individuum wesentlich komplexere Prozesse zu Grunde liegen als ein einfaches ausrechnen von Studenlöhnen oder Grenzstundenlöhnen.

Ob es sich lohnt, kann also jeder - abhängig von seinen (Nutzen)Präferenzen, die sich zudem im Zeitablusf ständig ändern - nur selbst beurteilen.

Antwort
von Helga88, 6

was lohnt sich schon.....aber Patrizia hat schon recht... haben oder nicht haben

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