Frage von Eigenerchef,

Zusaatzpolice für Mitarbeiter anbieten- was beachten in Bezug auf ältere AN und Gesundheitsprüfung?

Ich überlege, als Zuckerl für die Mitarbeiter Zusatzpolicen anzubieten, so eine Art Gruppenvertrag, damit die Leute für Zähne Brille und Co abgesichert sind und keine hohen Eigenleistungen in Kauf nehmen müssen. Aber wenn ich das anbiete, soll es ja für alle die Option geben. Wie streng sind die Aufnahmebedingungen, haben auch ältere Mitarbeiter und auch welche mit gesundh. Beeinträchtigungen, fallen diese dann automatisch aus dem Raster oder gibts großzügigere Versicherungsanbieter?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von alfalfa,

Solche Angebote werden über Gruppenverträge angeboten und auch die Risiko- und Annahmekriterien können mit dem Versicherer verhandelt werden. Wie bereits geschrieben von meinem Vorredner - durchaus abhängig von der Größe des Kollektivs.

Arbeitsrechtlich ist zu beachten, dass dieses eine freiwillige AG finanzierte Leistung ist. Es gibt Sinn dieses kollektivrechtlich durch eine Betriebsvereinbarung zu regeln und zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn anzubieten.

Es wurde auch eine Alternative angeboten, jedoch ist dabei zu beachten, dass dann klare Regelungen existieren müssen wie Leistungen ausgekehrt werden. Außerdem ist in dem Fall zu beachten, das Auskehrungen an den Arbeitnehmer "Arbeitslohn" darstellen und somit versteuert werden müssen und auch SV Abgaben gezahlt werden müssen. Außerdem belasten Rückstellungen die Bilanz. Machbar, jedoch für Dein Vorhaben der komplizierteste Weg.

Kommentar von wfwbinder ,

war

  1. nur eine Idee

  2. die Versicherung ist auch ein Geldwerter Vorteil der zu versteuern ist.

  3. die Zahlung für die Versicherung belastet die Gewinnrechnung/Bilanz auch.

Natürlich lohnt sich das nur für größere Unternehmen, wo es eine Risikostreuung gibt.

Kommentar von alfalfa ,
  1. Nun, ist ja auch eine gute Idee:
  2. Kann als Sachwertbezug bis 44€/Monat SV uns steuerfrei gestaltet werden
  3. G+V Berührung habe ich bei beiden Lösungen als Betriebsaufwand
  4. bei der Nhouse Lösung habe ich zusätzlich Bilanzberührung auf der Passivseite ggfs mit negativen Auswirkungen auf die Strukturkennzahlen und Bonitätskriterien.
Kommentar von wfwbinder ,

:-) ;-) OK da merkt man die Unterschiede in den Beratungsprioritäten.

Mein oberstes Ziel ist immer: "Liquidität kann nur du durch eins ersetzt werden, durch noch mehr Liquidität."

Ich freue mich schon auf das Usertreffen, gibt bestimmt interessante Gespräche auf allen Gebieten.

Kommentar von alfalfa ,

Freue ich mich auch drauf. Klar Liquidität ist King. Aus unternehmerischer Brille sind mehrere Ziele gleichrangig:

  1. Nachhaltige Verbesserung der Finanz- und Ertragslage und Liquidität
  2. Eliminierung von Risiken und Nutzung von Chancen
  3. Vermeidung von komplexen Verwaltungsanläufen
  4. Kommunikativ und haptisch Win Win Situationen schaffen

Auch wenn ich gerne fokussiert zu Versicherungs- und Sozialthemen poste, so verdiene ich genau wie Du mein Geld als Unternehmensberater. Also klassisches Beratergen. Hat mir seinerzeit Accenture und PwC eingeimpft. ;-)

Kommentar von wfwbinder ,

Also aus dem Bereich der eher größeren KMU oder Großunternehmen. Ich bin eher für die Unternehmen von 0-300 Mitarbeiter unterwegs.

Kommentar von alfalfa ,

Stimmt. Ich bin Konzern versaut. Auch so was muss es geben. ;-)

Antwort
von wfwbinder,

Gruppenverträge sind m. E. immer eine Frage von Verhandlungen.

Wenn die Risiken insgesamt gut sind, wird das Versicherungsunternehmen kein Problem damit haben, wenn ein paar ältere mit dabei sind.

Alles eine Frage der Gesamtrisiken und der Prämie.

Wenn es Angaben zur Betriebsgröße/Anzahl der Mitarbeiter gäbe, könnte man natürlich auch über eine Art Beihilfe innerhalb des Hauses nachdenken.bei 25 Euro für Zahnzusatz- und 10 Euro für Brillen usw. kann ich bei 100 Leuten und 35,- Euro Prämie monatlich 3500,- Euro in die Rücklagen packen udn schon einiges im Bedarfsfall an die Antragsteller ausschütten. Kohle bleibt im Unternehmen und wäre bei passender Gestaltung eine steuerfreie Liquiditätsreserve.

Nur mal als Idee.

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