Frage von pemoka,

zulässige kosten bei vorzeitiger kündigung einer lebensversicherung

ich möchte eine fonds-gebundene lebensversicherung vorzeitig kündigen. die versicherung verlangt dafür 2% vom aktuellen depotwert (ca. 700,- Euro), das würde so im vertrag stehen. ob das stimmt, konnte ich noch nicht überprüfen. der vertrag läuft 21 jahre und würde noch 17 jahre bis zum ende laufen.

frage: ist die forderung zulässig und von der höhe gerechtfertigt?

danke für eine info

Hilfreichste Antwort von althaus,
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2% vom Depotwert hört sich wenig an. In der Regel sind die ersten 2 Jahresbeiträge weg. Ich würde mir das schriftlich geben lassen. Ob das gerechtfertigt ist? Bei der Kündigung ist der Kunde immer der Dumme. Eine LV kündigt man eben nicht!

Kommentar von pemoka,

"Ich würde mir das schriftlich geben lassen."

das einfachste ist oft das beste. danke für den tip.

im vertrag habe ich nichts von zusätzlichen kosten gefunden. im gegenteil. dort steht sinngemäß, dass alle kosten durch die beiträge in den ersten jahren abgedeckt werden und nachher zu keiner zeit irgendwelche weiteren kosten entstehen dürfen. das könnte bedeuten, dass sich die telefonauskunft versehentlich geirrt hätte. nun, das kann ja mal passieren...

Antwort von Niklaus,
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frage: ist die forderung zulässig und von der höhe gerechtfertigt?

Wer soll das hier zuverlässig beantworten. Wir kennen die Versicherung nicht die Versicherungsbedingungen und auch nicht die besonderen Versicherungsbedinungen. Jede Versicherung ist frei in Ihrer Kostengestaltung.

Die Frage ist allerdings, warum willst du die Versicherung kündigen. Brauchst du keine Absicherung oder Altersvorsorge mehr, brauchst du das Geld, fehlt dir die monatliche Liquidität oder bist du mit der Versicheurng nicht mehr zufrieden.

Für jeden Punkt gibt es Lösungen. Die schlechteste Lösung ist der Verkauf.

Antwort von Kevin1905,

Was hast du denn alternativ mit dem geld vor? willst du es reinvestieren?

Steuerlich gesehen gäbe es heute keine Produkte mehr mit gleich (guten) Konditionen.

Kommentar von pemoka,

die besten festgeldprodukte bieten derzeit mindestens 4 prozent, was bei diesem betrag steuerlich noch problemlos wäre. aber abzüglich inflation ist das leider auch nur ein witz.

da bieten ausgewählte wertpapiere eine deutlich bessere rendite. auch eine sanierung oder verbesserung einer eigenen immobilie käme in betracht.

Antwort von pemoka,

danke für die schnellen antworten.

zusammengefasst würde das also heißen:

  • die versicherung kann ihre preise frei festlegen
  • zwei jahresbeiträge sind die regel

eine kündigungsgebühr von 2% (700 euro) ist in meinem fall

  • etwas mehr als ein aktueller jahresbeitrag
  • erheblich weniger als zwei jahresbeiträge zu beginn der laufzeit

und demnach nicht zu beanstanden.


der grund für den wunsch nach einer kündigung ist der wegfall der notwendigkeit und folgende rechnung:

  • eingezahlte beträge aktuell: 30.000,-
  • anzahl fondsanteile aktuell: 247
  • depotwert aktuell: 35.000,-
  • laufzeit bis heute: 21 jahre
  • rendite: 0,81%/jahr

und weiter bis zum laufzeitende:

  • gezahlte beiträge: 40.200,-
  • geschätze anzahl an fondsanteilen zum ende: 383
  • geschätzter depotwert pessimistisch: 57.500,-
  • geschätzter depotwert optimistisch: 95.750,-
  • rendite pessimistisch: 1,13%/jahr
  • rendite optimistisch: 3,63%/jahr

damit habe ich jetzt und auch später unterm strich kein geld verdient.

daher die überlegung zu kündigen, die anteile optimal zu verkaufen und das geld neu zu investieren.

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