Frage von Finchen14, 265

Zugewinn ohne im Grundbuch stehend nur für Kredite unterschrieben?

Mein Mann und ich leben in Trennung. Auf von seinen Eltern geschenktem Grundstück haben wir gemeinsam ein Haus gebaut. Da es das Grundstück seiner Familie war, bestand er darauf dass ich nicht im Grundbuch stehe. Für sämtliche Kredite habe ich mit unterschrieben und bis vor zwei Jahren zu gleichen Teilen mitgezahlt- beim Auszug vor zwei Jahren habe ich aufgehört zu zahlen. Es gibt auch noch ein Mietshaus - das mein Mann vor der ehe bereits gekauft hat, aber auch da stehe ich in ein bis zwei Krediten drin (natürlich auch nicht im Grundbuch) Mein Mann redet immer vom Zugewinn und ich solle mir keine sorgen machen - es wäre für mich kein finanzieller Nachteil. Eher ja ein Vorteil - da ich ja nicht mehr zahle. Stimmt das so ?

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Antwort
von wfwbinder, 256

Das Haus, was er vor der Ehe hatte und das von den Eltern geschenkte Grundstück, sind sein Anfangsvermögen.

Ein eventueller Wertzuwachs des Mietwohngrundstücks ist ebenso Zugewinn, wie die Verminderung der Darlehensbestände.

Auch der Bau des Hauses in dem ihr wohnt/gewohnt habt ist Zugewinn, natürlich abzüglich der Darlehen.

Da die Häuser ihm gehören (er ist im Grundbuch als alleiniger Eigentümer eingetragen) muss er den Zugewinnausgleich in Geld erbringen. ausserdem muss er Dich natürlich aus den Schulden befreien.

Kommentar von HilfeHilfe ,

dann gehts doch

Antwort
von Franzl0503, 195

Finchchen:

Noch eine Anmerkung zur Schuldenhaftung:

Für die Forderungen der Gläubiger aus den Immobiliendarlehen haften

1) dinglich die Grundstücke des Mannes aufgrund der Grundschulden und 2) persönlich gesamtschuldnerisch Mann und Frau solange die Forderungen der Gläubiger bestehen.

Stellt dein Mann die Zahlungen an die Grundpfandrechts-Gläubiger ein und können sich diese nicht voll aus den Miet-Erträgen über eine Zwangsverwaltung oder der Verwertung der Grundschulden über eine Zwangsversteigerung der belasteten Grundstücke befriedigen, ist nicht auszuschließen, dass die Gläubiger in dein gesamtes persönliches Vermögen vollstrecken. Schau dir die seinerzeit vor dem Notar abgegebenen Schuldanerkenntnisse mit Vollstreckungsunterwerfung an.

Empfehlung: Spätestens zum Zeitpunkt der Vermögensauseinandersetzung anlässlich der Scheidung solltest du besonders darauf achten, dass dich die Gläubiger aus der persönlichen Schuldhaft entlassen. Lass dich nicht „auf später“ vertrösten.

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