Frage von suedlaender, 31

Zu welchen Produkten wird die BB Bank wohl raten? 250.000 Euro aus Verkauf von Aktien zur Verfügung!

Ein Freund von mir ist aus den Aktien ausgestiegen, da ihm der Markt zu heiss wird und nimmt erst einmal Gewinne mit. Nun hat er 250.000 Euro auf dem Tagesgeld und weiss nicht sorecht in was anlegen. Wovon sollte er Abstand halten? Immerhin ist es seine einzige Altersvorsorge. Was wäre ratsam? Zur Rente hat er noch 20 Jahre. Das Geld braucht er nicht. An der Börse rechnet er mit einer Korrektur in Richtung 8.400 Punkte im Dax. Solange will er nur zusehen und warten. Zuvor hatte er 18 Einzelaktien, hat aber in den letzten 12 Monaten kaum was verdient, das sowas wie Kali und Salz und Minenaktien dabei waren und ihm die Performace gekostet haben.

Antwort
von Michi111, 2

Ganz einfach: 

Ich bin Aktionär auch erfolgreich und jetzt seit 5 Jahren im Geschäft hab mit 20 Jahren begonnen. 

Schau dir NIE iwelche Experten an sag ich auch bewusst ABER einen kannst du ehrlich vertrauen, dank ihm hab ich gutes Geld verdient: Michael Proffe gibt's auch auf YouTube. 

Investier in Megatrends die kriege überlebt haben alle kriesen usw.... Aktien müssen wenn sie für die Altersvorsorge sein sollen LANGWEILIG sein!!  Zum Beispiel:

Coca Cola

McDonald's

Colgate Palmolive

Nestle

General Mills

Procter&gamble

Johnson&Johnson

Amazon

Fresenius Medical Care

Des sind Aktien mit denen ihr schon beim Zähne putzen Geld verdient. (Colgate) oftmals liegen sie täglich vor uns und wir erkennen sie gar Nicht. 

Schau mal beim Proffe der begleitet Megatrends seit den 80ern und wenn man 1000€ vor 25 Jahren in colgate palmolive angelegt hätte hat man 22.000% gemacht und wäre somit heute wunschlos glücklich. 

Es ist ganz easy das Aktien Geschäft. 

LG,

Michi

Antwort
von Embachers, 29

Puh, woher sollen wir das wissen- es beraten ja nicht alle Berater der BB Bank gleich. Vermutlich wird erstmal eine Gesamtaufnahme gemacht, was ist vorhanden aktuell an Geld, gibts Lücken bei der Altersvorsorge, wieviel Freistellungsauftrag ist noch zu verbrauchen, wie groß ist die Risikobereitschaft,welche Laufzeit hat der Kunde im Sinn. Also Dir jetzt zu sagen wovor sich dein Freund hüten soll, den wir hier alle samt nicht kennen, ist echt schwer. Er soll sich doch erstmal beraten lassen und dann wende Dich wieder an uns mit Beispielen was genau er abschließen soll. Dann können wir das weiter erörtern.

Antwort
von gandalf94305, 25

Die wesentliche Frage ist, warum er Aktien hatte und welche? Hatte er einfach so mal gekauft, was irgendwie nett aussah, oder gab es eine konkrete Strategie? Die Tatsache, daß er bisher in Aktien angelegt war und nun 250 kEUR herumliegen hat, deutet aus meiner Sicht eher auf sehr negative Erfahrungen in der Vergangenheit und daher nun den Drang auszusteigen, wenn schon mal wieder Höchstkurse erreicht wurden... vielleicht gehen sie ja noch höher.

Mit einem Horizont von 20+ Jahren wären durchaus die klassischen Aufteilungen 40% Aktien Europa, 40% Aktien global, 20% Renten eine Option, wobei man die Renaissance der Emerging Markets nicht vergessen sollte. Daher würde man wahrscheinlich eher eine Aufteilung mit vielleicht 30% Europa, 30% Aktien global, 20% Aktien Emerging/Frontier Markets, 20% Renten vorsehen. Oder aber man sortiert ein paar gute Mischfonds zusammen, die man per Autopilot laufen läßt.

Dann sollte man nicht vergessen, daß mit Renteneintritt nicht der gesamte Betrag zu liquidieren ist, sondern schrittweise Positionen umgeschichtet bzw. abgebaut werden können. Das wird vielleicht 5-10% p.a. betreffen, die man ein paar Jahre vor voraussichtlicher Verfügung in defensive Mischfonds umschichtet.

Ähnliche Modelle haben auch die wesentlichen Anbieter von Vermögensmanagementansätzen, angefangen mit den Klassikern von Union Investment, Deka, Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Allianz etc. bis hin zu Lösungen wie Fidelity SAM und ähnlichen Produkten.

Meine Erwartung wäre:

  • Die BB Bank wird da wohl auf Produkte von Union Investment zurückgreifen und Mischfonds empfehlen.

  • Es werden noch ein paar Inhaberschuldverschreibungen beigemischt, die nett für die Margen der Bank sind.

  • Vielleicht kommen auch noch ein paar Versicherungen von R+V zum Angebot hinzu.

Ich glaube nicht, daß dies ein sinnvolles Beratungsergebnis wäre. Mein Rat wäre daher, mal bei Allianz und bei Fidelity nach entsprechenden Vermögensmanagementansätzen zu fragen. Die Produkte dieser beiden Gesellschaften (die übigens Fonds nicht nur dieser Fondsgesellschaften auch einbeziehen) haben in Bewertungen bisher gute Ergebnisse erreicht. Das sollte man einem realistischen Selbstbefragungsprozeß gegenüberstellen, der klären soll, ob man sich selbst ein besseres Ergebnis zutraut.

Dann kann man über eine Entscheidung nachdenken. Einer BB Bank würde ich persönlich meine Altersvorsorge nicht anvertrauen.

Antwort
von Rat2010, 19

Blöde Idee, das mit dem Ausstieg zur Unzeit. Ist ihm nicht bewusst dass wenn alle glauben, dass die Kurse fallen, diese logischerweise nur steigen können und viel zu viele Anleger sind skeptisch. Wenn sich das nicht ändert, läuft es immer weiter.

Bei Angst vor Korrekturen kann man auch Bärenopfer bringen, also Puts kaufen. Kostet eine Menge nur sind dei Kosten nicht so grenzenlos wie bei einem Verkauf. Dazu beruhigt ein Bärenopfer wie ein Verkauf die Nerven.

Er wird - so er das durchzieht - wohl oder übel über 20 Jahre mit wesentlich weniger Rendite leben müssen.

Es gibt eine Menge Fonds, in die er investieren kann und mit denen er - so er sie vernünftig kombiniert - relativ unabhängig von der Börsenentwicklung immerhin gute Renditen erwirtschaften kann. gandalf hat viele davon in den letzten Tagen als Antwort auf verschiedene Fragen aufgelistet. Ob es die bei der BB Bank gibt? Tut es was zur Sache? Wenn es sie dort gäbe, dann sicher nur mit Ausgabeaufschlag und bei 250 TEU Anlagesumme muss er nun wirklich keinen mehr bezahlen.

Kommentar von Candlejack ,

wenn alle glauben, dass die Kurse fallen

Wer glaubt das denn - außer Fachleuten ? Dax 9.300 ist zu hoch, aber es läuft doch grad so gut und es wird weiter gekauft ;-) Bis mal jemand merkt, dass es wirklich zu hoch ist. Wie war das denn 2000 ? Keiner wollte, dass es fällt, alle waren im Rausch. Und schon haben wir 13 Jahre später wieder ähnliche Ansätze...

"Die Hausse stirbt in der Euphorie"

Kommentar von Rat2010 ,

Das ist doch genau meine Rede!!! Fast alles - und du bist das nächste Beispiel - glaubt an eine Korrektur. Bist du investiert? Abgesichert oder unabgesichert?

Das Thema ist bei mir doch mehr, dass ich mich in einer Runde von 20 Vermögensverwaltern und Institutionellen Anlegern über Geld unterhalte. Mit mir zwei haben Aktienquoten, die darauf hindeutet, dass sie halbwegs "normal" investiert sind. Der Rest steht an der Seitenlinie und muss seine Kunden für 2013 nach Kosten mit gerade mal nicht oder nur leicht negativen Ergebnissen abspeisen.

Ich unterhalte mich z. B. mit dem Chef des Eigenhandels einer großen Genossenschaftsbank und er beklagt sich, dass er schon sieht, dass Anleihen teuer, und die Zinsen der EZB uninteressant sind. Aktien wären im Vergleich billig und er schlägt jede Woche bei seinem Chef auf, um die Aktienquote von 2,5 auf 3 % anheben zu dürfen. Nur traut der dem Braten nicht.

Euphorie sieht anders aus. Der Vergleich mit 2000??? Damals hat die Deka den Deka Telemedia in vielen Ämtern als mündelsicher registrieren lassen. Rausch??? Tut mir leid aber verkaufe weiter Versicherungen!

Wenn du frühere Jahre anschaust, dann schau auf 1995. Die Bewertungen und alles andere sind ähnlich.

Du brauchst mehr Belege: schau dir mal die Vermögensverwalterfonds großer Vermögensverwalter an. Die großen Nummern in M. sind HRK und PSM, also WKN A0NF4R und A0J3UE. Praktisch null Korrelation mit den Aktienmärkten. Dafür bricht mit den Rentenmärkten auch der Fonds zusammen. Sie sind nur minimal in Aktien investiert obwohl sie 100 % dürften. PSM muss man allerdings zugute halten, dass sie im März jede Menge Kunden verloren hätten, wenn sie keine Vollbremsung hingelegt hätten. 5 % auf wenige Monate verträgt dort keiner. Man muss also nicht die Hamburger (Mack und Weise) zitieren. Ich denke, dass deutschlandweit fast alle durch den Kursanstieg auf dem falschen Fuß erwischt werden. Wer negativ eingestellt ist, ist nicht investiert. Woher soll jetzt eine Konsolidierung kommen?

Vielleicht sind ein paar Kleinanleger euphorisch, nur ob deren durch irgendwas ausgelöste Panik für eine ordentliche Konsolidierung reicht??? Ich bezweifle es stark!

Kommentar von Candlejack ,

Ja, ich bin investiert, seit inzwischen 17 Jahren. Ich bin nicht abgesichert. Ich weiß, dass Schwankungen passieren und dazugehören und die werden langfristig ausgestanden. Die "Schwankung" 2001 war allerdings zu heftig zum Aussitzen ;-) DA kann man dann aussteigen und später wieder rein.

Die Euphorie treibt den Dax über 9.000 (wo er absolut nicht hingehört), treibt ihn schon Richtung 9.500 und dann ist es auch nicht mehr weit bis 10.000. Die Anstiege sind derzeit absolut mit nix belegbar.

Ich sagte Ansätze ! Denn genau so fing es damals auch an. Der Dax erreichte Höhen ohne Substanz, jeder kaufte - sogar Hausfrauen, keiner fragte, einige wenige wurden nervös und dann platzte kurz über 8.000 der Ballon. Derzeit werden an der Börse Umsätze aufgrund des guten Laufs der letzten Wochen gemacht, die mir Bauchgschmerzen bereiten. Und ich verkaufe viel, Versicherungen sind ein Teil davon, Fonds auch und ich mach das schon weiter so wie bisher. Keine Angst ;-)

Ich schau mir gern 1995 an, denn 1996 ging der ganze Kleister los, brach dann 2000 in sich zusammen und fing sich wieder auf damaligem Niveau. Das brauch ich nicht nochmal ;-)

Wieso brauche ich mehr Belege ? Ich beobachte seit 17 Jahren den Markt und solange ich einer derjenigen bleibe, die Geld an der Börse machen und die in Beratungen Recht behalten, werde ich weiterhin auf Markowitz, Kostolany und Buffet setzen und schöne Rendite einfahren.

"Ein paar Kleinanleger" waren es damals auch ;-) und deswegen schrieb ich ja Ansätze.

Antwort
von SBerater, 18

wieso hat er einen Beratungstermin, wenn er Aktien hatte? Dann sieht er nach einem aus, der sich auskennen sollte und nur eine sehr gute Beratung wird ihm weiterhelfen.

Banktermin? Wenn er einen Verkäufer vor sich haben wird - und das ist zu vermuten - wird man ihm nur Produkte anbieten, die eine hohe Provision liefern. Und die meisten Banker haben kein wirklich gutes Wissen von der Börse.

Man kann nur hoffen, dass er mit seinem Vermögen schon zu den Reicheren gehört. Dann wird man ihm einen guten Berater vor die Nase setzen und dann kommen ganz andere Produkte auf den Tisch.

Wenn er fallenden Kurse erwartet, dann sollte er auf fallenden Kurse setzen - mit einem geringen Teil des Vermögens. Ich persönlich halte den Ausstieg derzeit für nicht sinnvoll. Man könnte mit einem Teil aussteigen, aber ganz?

Die Korrektur auf 8.400 sehe ich nicht. Noch nicht.

Kommentar von Candlejack ,

Wenn er einen Verkäufer vor sich haben wird - und das ist zu vermuten -

Du brauchst da gar nicht vermuten. Du hast IMMER Verkäufer vor Dir. Beim Bäcker, beim Fleischer, in der Werkstatt, bei der Finanzberatung... alle wollen ihre Dienstleistung und ihr Produkt verkaufen, und zwar so oft und so teuer wie möglich.

Dax 9.300 ist überhitzt. Ne Korrektur auf 8.400 durchaus möglich. Frage ist doch nur, ob alle noch naiv die Jahresendrallye mitnehmen oder es vorher absackt.

Antwort
von MadRampage, 17

Viele Banken beraten gerne in Produkte die lange laufen, teuer sind und der Bank viel Provision bringen. Daher vermute ich Beratung in Richtung:

  • geschlossen Beteidigungen (Öko, Schiff, Immobilien)
  • Rentenversicherung
  • einzel-Wohnung zur Vermietung
  • und offene Fonds mit hohem Ausgabeaufschlag

Mein TIPP für den Freund wäre aber, sich wirklich mal richtung Rentenversicherung als Basisabsicherung/vorsorge zu informieren. Gibt es keine Anspüche aus gesetzl.Rente wäre mir eine solche Basis-rente (Rürup) wichtig.

Aber bitte nicht alles auf eine Karte, er kann und soll gerne breit streuen, also durchaus (wieder) in Aktien bzw. breit steuernde Aktienfond und/oder Aktien-ETFs als Basis-Investment gehen.

Natürlich kann und darf er gerne auch erstmal abwarten und 50%-80% auf ein Tagesgeld mit deutscher Einlagensicherung parken und abwarten. Min.20% würde ich aber investieren um nicht zuviel Rendite liegen zu lassen: Denn derzeit ist die Inflation höher als der tagesgeld-Zins!

Kommentar von Candlejack ,

Viele Banken beraten gerne in Produkte die lange laufen, teuer sind und der Bank viel Provision bringen.

Eine lange Laufzeit hat ne Altersvorsorge so an sich oder willst Du das alles in 5 Jahren stemmen ? Teuer ist relativ. Heutige Altersvorsorge hat ne Kostenquote von 4-5%, das ist doch gut. Natürlich will die Bank daran verdienen, so wie jeder andere Vermittler (Makler, Vertreter...) auch.

Geschlossene Beteiligungen raten kaum noch Banken. Zuviel verbrannte Erde.

Rentenversicherung ist eine gute Idee, sofern das Konzept stimmt.

offene Fonds - dann eher eine Fondsrente.

Wieso ausgerechnet Rürup ?

Kommentar von MadRampage ,

Hallo Candejack,

naturgemäß hat eine altersvorsorge eine lange Laufzeit und ich halte das auch für Richtig und Wichtig. Aber es gab (und gibt) Fälle wo ältere Personen (70) noch eine Rentenversicherung verkauft wurde die erst nach 5 jahren (mit 75) anfängt auszuzahlen ... Nur weil hier die Provision höher waren/sind als bei sofort-Renten.

Rürup wegen der steuerlichen Absetzbarkeit. Für Nicht-Angestellte wurde das Rürup-Modell als Basisrente empfohlen. Was ist denn so schlecht an Rürup? (nicht-vererbbar und nicht-kündbar)

Kommentar von Candlejack ,

Ich arbeite wohl mit den falschen Firmen. Bei mir ist es wurst, ob ich 5 Jahre aufgeschoben oder sofort beginnende Rente mache, Provi ist die gleiche aufgrund eingezahlter Summe / Wertungssumme. Ansonsten kann es im Einzelfall natürlich auch für 70jährige Sinn machen, 5 Jahre Aufschub zu vereinbaren.

Ich habe oben nichts gelesen von selbständig. Aber grundsätzlich sollte erstmal ein Schichtencheck gemacht werden, bevor man über Rürup oder Riester in den Raum wirft. Gegen Rürup ist nichts zu sagen, das ist auch nicht schlecht...

Kommentar von MadRampage ,

Okay & Danke. Das mit selbständig habe ich aus aus der Frage geschlossen wegen:

"Immerhin ist es seine einzige Altersvorsorge"

Antwort
von Privatier59, 12

Banken verdienen am meisten an Fonds -eventuell Mischfonds- und dahin wird die Reise gehen. Das wäre natürlich bei den Markterwartungen des Bekannten die völlig falsche Anlage. Allerdings halte ich diese Markterwartungen für ganz außergewöhnlich pessimistisch. Es kann gut sein, dass er da etliche Chancen verpaßt.

Kommentar von Candlejack ,

Wenns eine Altersvorsorge ist, würde ich als Banker keine Fonds mehr vorschlagen. Die Regeln haben sich geändert, Fondssparpläne sind nicht mehr optimal. Und wenn mir der Kunde erzählt, dass er da raus ist (bei DAX 9.300 auch nicht verwerflich), schon einmal gar nicht.

Kommentar von MadRampage ,

Darf ich fragen warum Fondssparpläne nicht mehr optimal sind? Zum langfristgen Sparen und Vermögensaufbau sind (gute) Fondssparpläne doch die beste Möglichkeit ...

Kommentar von Candlejack ,

Wenn Du die Fondssparpläne mit dem klaren Ziel Rente machst, dann ist eine Fondsrente flexibler, breiter aufgestellt, diversifizierter, steuerlich besser... und am Ende gibt sie eine lebenslange Rente ab. DER Vorteil einer Versicherung.

Antwort
von suedlaender, 12

Ergänzung: =Den Termin bei der BB Bank hat er morgen! Habe ich vergessen zu erwähnen.

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