Frage von heinzKauffmann,

zu schnell gefahren

welche möglichkeiten gibt es um Fahrverbote zu verkürzen? bin 62 zu schnell gewesen, jetzt drohen 2 monate Führerscheinentzug

Antwort
von cocoB,

62 km/h zu schnell, Respekt. Die einzige Möglichkeit, den Zeitrahmen deines Fahrverbotes zu verkürzen ist diese: Du hast die möglichkeit, dir auszusuchen zu welchem Zeitpunkt innerhalb eines Jahres Du deinen Führerschein abgibst. Das heist, wenn Du Urlaub machst und Wegfliegen möchtest, kannst du deinen Führerschein während dieser Zeit abgeben, und die Dauer deines Fahrverbotes "verkürzt" sich für die Zeit wo Du nicht da bist.

Antwort
von gandalf94305,

Die einfachste Möglichkeit: man fährt nicht zu schnell. Es lohnt sich einfach nicht. Insbesondere jemand, der beruflich den Führerschein benötigt, sollte vorsichtig mit Geschwindigkeitsüber- und Abstandsunterschreitungen sein.

Man kann ja mal etwas zügig unterwegs sein, aber 62 km/h zu viel (das ist ja wohl nach Abzug von Toleranz und Messungenauigkeiten) ist ziemlich erschreckend.

Sorry, als jemand, der selbst eine ganze Menge auf der Autobahn unterwegs ist, vertrete ich hier eine recht klare Meinung.

Kommentar von blnsteglitz ,

vertrete ich hier eine recht klare Meinung.

und warum entschuldigst du dich dafür? DH für die klare Meinung.( die im übrigen auch ich gern vertrete)

Antwort
von SBerater,

verkürzen? Keine! Bzw. nur teure!

Wie ist denn die Faktenlage? Die Fotoqualität? Wurdest du angehalten? Bist du der Halter des Fahrzeuges?

Wenn du überhaupt eine Chance haben willst, hier was an den Fakten zu verändern, solltest du dir einen guten Fachanwalt nehmen. Der kann mglw. aufgrund der Fakten am Strafmass was ändern. Billiger wird es dadurch aber nicht.

Der Gesetzgeber ist hier sehr hart. Vor allem, wenn es um +62 km/h geht. Das ist üppig. Mir sind nur Fälle bekannt, in denen die Betroffenen monetär deutlich tiefer in die Tasche greifen mussten, um den Lappen nicht zu verlieren. Und das auch nur, wenn sie auf diesen angewiesen waren und das nachweisen konnten.

Antwort
von Privatier59,

Wenn sich diese Frage in zwei Sätzen beantworten ließe, brauchten nicht Abhandlungen wie diese hier verfaßt zu werden:

http://www.praxisverkehrsrecht.de/fahrerlaubnis1.htm

Das Prinzip ist, dass sich nichts verkürzen läßt. Es ist ja eben Sinn einer Strafe, dass sie weh tun muß, ansonsten brauchte sie überhaupt nicht verhängt zu werden.

Dass es dennoch eine schier unübersehbare Zahl von abweichenden Entscheidungen der Gerichte gibt, hängt damit zusammen, dass es auch da Situationen gibt, in denen das Fahrverbot unangemessen wäre. Allerdings muß man sich immer auf eine ganz deutliche und schmerzhafte Erhöhung der Geldbuße einstellen.

Der einzige allgemeine Rat den man geben kann besteht darin, einen Fachanwalt für Verkehrsrecht zu beauftragen. Als Laie ohne rechtliche Hilfe bekommt man den Kopf nie aus der Schlinge. Man muß auch bereit sein, Geld zu investieren. Die Verwaltungsbehörde wird sich auf Argumentationen gleich welcher Art nicht einlassen. Man muß also den Rechtsweg einschlagen was mit erheblichen Kosten verbunden ist, zu denen noch das erhöhte Bußgeld obendrauf kommt.

Kommentar von Guppy194 ,

genau; das Problem bei einer derartig hohen Überschreitung liegt darin, dass man hier nicht von einer geringen Überschreitung reden kann, die jedem mal passieren kann. Die OWI-Behörde geht sicher davon aus, dass hier das bewusste starke Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit in Kauf genommen wird. Über die Höhe des Bußgeldes und des Fahrverbotes gibt die Tabelle 1 im Anhang zum Bußgeldkatalog Auskunft.

Antwort
von Zitterbacke,

Eine eventuelle Aussetzung des Fahrverbotes zieht eine Erhöhung der Geldbuße nach sich.Handelt es sich bei dir um einen sogenannten Regelfall ist das eine Möglichkeit . Ein sog. Regelfall ist:

"...dass im Bußgeldkatalog für die bestimmte Handlung im Regelfall die Verhängung eines Fahrverbots vorgesehen ist.Ein solcher Regelfall ist jedoch keineswegs immer gegeben. Sowohl die Tatsituation selbst, also auch die Person des Fahrers können Abweichung von eben diesem Regelfall rechtfertigen."

Mehr hier :

http://www.anwalt.de/rechtstipps/fahrverbot-in-geldstrafe-umwandeln_006082.html

Gruß Z... .

Antwort
von mig112,

Nur im Rahmen einer Gerichtsverhandlung!

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